Junges Paar beim Zähneputzen im Badezimmer vor dem Spiegel
Rücklagen für später

Wie funktioniert eine Zahn­zu­satz­ver­siche­rung mit Alte­rungs­rück­stellung?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Rücklagen für die Zukunft bilden
  • Bei Zahnzusatztarifen mit Alterungs­rückstellung legen Sie mit Ihren Beitragszahlungen einen zusätzlichen Sparbeitrag an. Dieser federt steigende Tarif­beiträge ab, die sich aus dem mit zu­nehm­endem Alter steigenden Krankheitsrisiko und Mehrbedarf an Leistungen ergeben.
  • Durch die Rückstellungen erhöht sich Ihr monatlicher Beitrag nicht, obwohl Sie älter werden und damit die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass Sie Zahnbehandlungen oder Zahnersatz benötigen. Unab­hängig davon kann es Beitrags­anpassungen geben, die zum Beispiel aus gestiegenen Leistungs­ausgaben innerhalb des Tarifs resultieren.
  • Der Einstiegsbeitrag ist bei Tarifen mit Alterungs­rückstellung meist etwas teurer als bei Zahnzusatz­ver­sicherungen ohne Alterungs­rück­stellung. Dafür sind die Kosten für den Versicherungs­schutz besser planbar.
  • Wechseln Sie beim selben Ver­sicherer in einen anderen Zahn­tarif mit Alterungs­rückstellungen, werden Ihnen die bisherigen finanziellen Rücklagen in der Regel angerechnet.
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Definition 

Eine Zahnversicherung mit Alterungs­rückstellung (umgangs­sprachlich auch: Altersrückstellung) ist ein Tarif mit Beiträgen, die altersbedingt nicht angepasst werden müssen. Das bedeutet: Ab Vertragsabschluss sparen Sie ein finanzielles Polster an, um altersbedingte Beitrags­er­höhungen zu vermeiden.

Der Grund: Normalerweise steigen mit dem Lebensalter auch die Kosten für Gesundheits­vorsorge und medizinische Behandlungen. Damit Ihre Ausgaben für den Versicherungsschutz nicht im selben Maße anwachsen, kalkuliert Ihr Versicherer einen Ausgleichs­betrag als finanziellen Puffer ein. So bauen Sie einen Sparbeitrag auf, von dem Sie später profitieren.

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Gut zu wissen 
Illustration Info: Gut zu wissen

Anders als bei Zahnzusatz-Tarifen mit Alterungsrückstellung zahlen Ver­sicherungs­nehmer bei einer Zahn­zusatz­versicherung mit Altersanpassung mit fort­schreitendem Alter höhere Beiträge. Das bedeutet: In jungen Jahren, in denen wenige teure Zahn­behandlungen  anstehen, profitieren Sie von günstigen Beiträgen.

Mit dem Alter nimmt die Wahr­schein­lichkeit zu, dass Sie hochwertigen Zahnersatz wie eine Zahnkrone benötigen. Deshalb steigen die monat­lichen Kosten für den Versicherungs­schutz je nach Tarif etwa ab dem 40. Lebens­jahr an.

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Kostenbeispiel
Bei den Allianz-Tarifen ZahnPlus, ZahnBest, ZahnPrivat und ZahnAmbulantPlus ist eine Alterungs­rückstellung vorgesehen. Das heißt: Die monatlichen Beiträge bleiben während der Vertrags­laufzeit konstant. Die Tarife DentalPlus und DentalBest sind Zahn­zusatz­versicherungen ohne Rückstellungen. Der günstige Einstiegs­beitrag erhöht sich also mit zunehmendem Alter. Wie sich die Alterungsrückstellungen auswirken, zeigt die Kostenentwicklung im Vergleich.
Infografik zu Beitragsentwicklung bei Allianz-Zahnzusatzversicherungen mit und ohne Alterungsrückstellung

 

Rechenbeispiel:  Wie viel kostet eine Zahn­zusatz­versicherung mit und ohne Rückstellungen?

Angenommen Sie schließen mit 30 Jahren den Tarif DentalBest ab. Mit 21,92 Euro pro Monat fällt der Einstiegsbeitrag deutlich günstiger aus als etwa bei ZahnBest, einer Zusatzversicherung mit Alterungs­rückstellung in Kombination mit ZahnFit. Hier ist der Einstiegs­beitrag mit monatlich 31,47 Euro um fast 45 Prozent teurer.

Allerdings erhöhen sich die Beitrags­kosten bei DentalBest ab Alter 41 alle fünf Jahre. Sind Sie 45, liegen Ihre monatlichen Ausgaben für die Zusatzversicherung ohne Alterungs­rückstellung bei 30,93 Euro. Mit Alter 55 zahlen Sie monatlich 38,71 Euro. Im Tarif ZahnBest zahlen Sie aufgrund der Rückstellungen dagegen unabhängig von Ihrem Alter weiterhin 31,47 Euro pro Monat.

Wichtig: Das Kostenbeispiel basiert auf der Annahme, dass keine Beitrags­anpassung statt­findet. 

 

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Pro und Contra 
Sie möchten mit einer privaten Zusatz­versicherung für den Fall vorsorgen, dass im Alter hohe Kosten für Zahnersatz und Zahn­behandlungen auf Sie zukommen? Dann sollten Sie im Vorfeld abwägen, ob ein Tarif mit Rückstellungen sinnvoll für Sie ist. Ein Blick auf die Vor- und Nachteile hilft bei der Entscheidung, welche Tarif­art Ihren Bedürfnissen besser entspricht.
  • Die Beitragskosten erhöhen sich nicht aufgrund des mit zunehmendem Alter steigenden Krankheits­risikos und Mehr­bedarfs an Leistungen.
  • Die Rücklagen, die Sie in jungen Jahren bilden, stellen im Alter eine finanzielle Entlastung dar. 
  • Die monatlichen Kosten sind besser planbar.
  • Im Durchschnitt sind die Tarife günstiger als Zahnversicherungen ohne Alterungsrückstellung.
  • Bei ansonsten leistungsgleichen Tarifen sind die monatlichen Beiträge in jungen Jahren teurer als bei Zusatzversicherungen ohne Alterungsrückstellung.
  • Bei einem Versichererwechsel können Sie die bereits angesparten Rücklagen nicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen.
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Entscheidungshilfe
Junges Paar steht im Badezimmer vor Spiegel und putzt gemeinsam die Zähne

Grundsätzlich gilt: Eine Zusatz­versicherung für Ihre Zähne ist in jedem Lebensabschnitt sinnvoll. Denn die gesetzliche Kran­ken­versicherung (GKV) übernimmt die Kosten für Prophylaxe und Zahnbehandlungen nicht in voller Höhe. Für Zahnersatz, zum Beispiel Zahnimplantate oder Zahnbrückenleistet die GKV lediglich einen Festzuschuss. Kosten, die darüber hinausgehen, begleichen Sie ohne Zahn­zusatz­versicherung selbst.

Von besonders guten Konditionen profitieren Sie in der Regel, wenn Sie den Vertrag in jungen Jahren abschließen. Die Alterungsrückstellung ist Teil des Beitrags der Zahn­zusatz­ver­siche­rung, wenn diese mit Rück­stellungen kalkuliert ist.

Zahnzusatztarife mit Alterungs­rück­stellungen für Kinder

Auch für Kinder ist eine private Zahnzusatzversicherung sinnvoll. Wählen Sie für Ihren Nachwuchs am besten einen Tarif, der Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung übernimmt. Eine Alterungs­rückstellung wird erst ab dem 21. Lebensjahr gebildet.

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Gut zu wissen
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Wer sich für eine Alterungsrückstellung bei der Zahnzusatz entscheidet, bindet sich langfristig an ein Versicherungs­unternehmen. Wechseln Sie den Versicherer, können Sie Ihre bereits angesparte Alterungs­rückstellung nicht zum neuen Anbieter mitnehmen.

Wollen Sie im vollen Umfang von den Rückstellungen profitieren, sollten Sie Ihrem Versicherer treu bleiben. Legen Sie Wert auf Flexibilität, wählen Sie besser eine Zahnzusatzversicherung ohne Alterungsrückstellung.

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Tipps

Sie haben sich für eine Zahnzusatz­versicherung ohne Alters­anpassung entschieden? Dann sollten Sie die Ver­sicherungs­bedingungen vor Abschluss auf folgende Aspekte hin prüfen:

  • Achten Sie auf die Vertragslaufzeit: Tarife mit Alterungsrückstellung lohnen sich nur bei langfristiger Bindung.
  • Die Zahnzusatzversicherung sollte mindestens 75 Prozent der Kosten für Zahnersatz und Zahn­behandlungen (u.a. hochwertige Kompositfüllungen und Inlays) übernehmen.
  • Die Kostenübernahme sollte un­ab­hängig von Kassen­leistungen erfolgen.
  • Der Versicherer sollte auf sein Kün­digungs­recht verzichten. Das heißt: Nur Sie können die Zahn­zusatz­versicherung kündigen.
Optimal abgesichert
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