Zahnärztin zeigt Mann Informationen auf einem Tablet
Wenn Ihre Zähne aus der Reihe tanzen

Was kostet eine Zahnkorrektur?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Zahnfehlstellungen korrigieren
  • Eine Zahnkorrektur ist für Funktionalität und Ästhetik des natürlichen Gebisses bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen sinnvoll.
  • Die moderne Zahnmedizin bietet eine breite Auswahl an Alignern (transparente Zahnschienen) und Spangen, die exakt auf individuelle Fehlstellungen eingehen.
  • Bei Kindern sind die Kosten vieler Zahnkorrekturen durch die gesetzliche Krankenkasse (GKV) gedeckt, bei Erwachsenen gilt dies nur selten.
  • Mit speziellen Tarifen einer privaten Zahnzusatzversicherung lassen sich die teilweise sehr hohen Korrekturkosten ganz oder teilweise abgeben.
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Illustration einer Frau mit Infoblatt
Gut zu wissen
Illustration einer Frau mit Infoblatt

Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Form seines natürlichen Gebisses. Häufig kommt es zu Fehlstellungen, deren Auswirkungen für Zähne, Kiefer und den gesamten Organismus weitreichend sind. 

Gründe, die für eine Zahnkorrektur sprechen können:

  • Engstellung von benachbarten Zähnen
  • Erkennbare Lücken zwischen einzelnen Zähnen
  • Über- oder Unterbiss
  • Kreuzbiss

Eine Zahnkorrektur ist in jedem Lebensalter sinnvoll, wenn sich die Zahnstellung negativ auf das Bissverhalten oder die generelle Gesundheit des Menschen auswirkt. So kann eine Fehlstellung für eine einseitige Überlastung der Kiefermuskulatur sorgen. Solche Fehlstellungen bringen häufig Symptome wie Verspannungen, Schmerzen und Unwohlsein mit sich. Die moderne Kieferorthopädie hält für jede Generation Lösungen für eine schonende und dauerhafte Zahnkorrektur bereit.    

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Auswahl

Im Gegensatz zu Alignern (Zahnkorrektur ohne Spange) sind klassische Zahnspangen weniger beliebt. Vom Träger werden sie durch die metallischen Drähte im Mundraum schnell als unangenehm empfunden. Des Weiteren beeinflusst die Spange je nach Modell die saubere Aussprache. Bei festen Spangen wird außerdem die Zahnpflege erschwert. 

Zahnspangen, die herausgenommen werden können, sind ebenso wie fast unsichtbare Aligner am beliebtesten. Allerdings ist der formende Effekt nur dann dauerhaft gegeben, wenn Sie die Spange regelmäßig und für längere Zeit tragen. Bei einem hohen Grad der Fehlstellung ist eine bloße Zahnkorrekturschiene keine geeignete Lösung. Kinder und Erwachsene sind in diesem Fall häufig auf die klassische Kieferorthopädie angewiesen.

In der nachfolgenden Übersicht erfahren Sie mehr über Aligner und Zahnspangen:

Zahnärztin zeigt Patient seine Zahnschiene
Zahnärztin zeigt Patient seine Zahnschiene

Seit einigen Jahren gehören Aligner zu den wichtigsten Varianten der Zahnkorrektur. Diese überdecken die gesamte Zahnreihe und wirken gezielt Druck auf die Zähne aus. Damit werden diese schonend in eine optimale Position gebracht. Patienten kennen vor allem aus der Anfangsphase ein stärkeres Druckgefühl. Dieses lässt im Laufe von Tagen und Wochen nach, da die Zähne in die gewünschte Position geführt werden.

Aligner sind für Fehlstellungen im natürlichen Gebiss geeignet. Bei Erwachsenen ist eine Zahnkorrektur mit Invisalign bzw. transparenten Zahnschienen besonders beliebt. Die durchsichtigen Aligner sind im Alltag kaum zu erkennen und lassen sich komfortabel tragen. Im Regelfall sind sie herausnehmbar, sodass weiterhin eine einfache Mundhygiene gegeben ist. Jeder Aligner wird individuell an den Patienten angepasst, sodass eine genaue Formung und Anpassung der Zahnreihe zugesichert ist.

Junge Frau mit Zahnspange

Bei stärkeren Fehlstellungen, für die kontinuierlich Druck auf die Zahnreihe benötigt wird, reicht eine Zahnkorrektur mit Schienen nicht aus. Hier wird eine zahnmedizinische Apparatur benötigt, die im Volksmund auch Zahnspange heißt. Die festsitzende Spange wird 24 Stunden am Tag getragen, damit ein dauerhaft formender Druck auf jeden einzelnen Zahn gegeben ist.

Die bekannteste Variante der Zahnspange sind sogenannte Brackets. Diese werden vom Zahnarzt auf die Innen- oder Außenseite jedes Zahnes geklebt. Dabei gibt der verbindende Metall-Bogen einen klaren und natürlichen Bogen für die neue Zahnreihe vor. Ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde setzt Brackets vorrangig bei größeren Fehlstellungen der Zahnreihe ein.

Zusätzlich gibt es Apparaturen außerhalb des Mundraumes, welche die Wirksamkeit der im Mund befindlichen Spange erhöhen.

Insbesondere Erwachsene wünschen sich vornehmlich unauffällige Alternativen zur klassischen Zahnspange, wie beispielsweise zahnfarbene Keramikbrackets. Bei der sogenannten Lingualtechnik sind die Brackets hingegen auf der Innenseite des Zahnes befestigt und von außen nicht sichtbar.

Junge Frau mit Zahnspange
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Preis und Kostenübernahme
Zahnkorrektur: Zahnärztin bespricht Kosten mit Patientin

Pauschale Kosten für eine Zahnkorrektur gibt es nicht. In die Berechnung fließen eine Fülle individueller Faktoren ein. Das sind zum Beispiel der Grad der Fehlstellung und die Häufigkeit der Anpassung von Spange oder Aligner. Als grober Richtwert für etablierte Lösungen wie Aligner für die Ausrichtung einer Zahnreihe sind zwischen 1.750 und 6.500 Euro einzurechnen.

Die Kosten umfassen neben den Herstellungskosten für Aligner oder Zahnspange die Behandlungskosten durch Ihren Zahnarzt oder Kieferorthopäden. Auch Material und Fertigungsqualität der Zahnspange variieren, wobei dringend gehobene Qualität zu empfehlen ist.

Deutlich breiter gefächert sind die Kosten einer Zahnspange. Je nach Spangenart und Grad der Fehlstellung ist ein Einstieg bei Kosten ab 1.000 Euro denkbar. Handelt es sich bei Ihnen um einen komplexen Fall, kann der Preis auf bis zu 10.000 Euro steigen.

Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Kosten für eine Zahnkorrektur übernimmt die gesetzliche Krankenkasse ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen, und dies nicht einmal in vollem Umfang. Seit 2002 gelten klare Richtlinien, wann und ob sich die gesetzliche Krankenkasse beteiligt. Hierfür bewertet der Kieferorthopäde den Grad der Fehlstellungen mit einer Kategorisierung zwischen 1 und 5. Ausschließlich in den Kategorien 3 bis 5 gibt es eine anteilige Kostenübernahme: 80 % der Behandlungskosten für das erste Kind, 90 % für weitere Kinder. Die restlichen 10 bis 20 Prozent müssen Eltern selbst zahlen, bekommen diese aber bei erfolgreichem Abschluss erstattet.

Häufig bleibt trotzdem ein Eigenanteil erhalten, in einigen Fällen müssen die Kosten für die Korrektur gar vollständig privat getragen werden. Gerade für eine mögliche Zahnkorrektur im Alter empfiehlt es sich, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, um diese Kosten von einem Versicherer erstattet zu bekommen. Bei der Tarifwahl ist wichtig, welche Arten der Zahnkorrekturen explizit im Vertragstext zu finden sind. Auch ist es wichtig, im Vorfeld abzuklären, ob beispielsweise Materialkosten, wie sie bei der Verwendung von Keramikbrackets entstehen, erstattet werden. Viele Versicherungen setzen eine hochwertige Korrektur mit namhaften Produkten voraus und erwähnen explizit Korrekturprodukte von Invisalign und ähnlich renommierten Herstellern. Auch auf Altersgrenzen und eventuelle Höchstbeträge sollten Sie achten. 

Bei Kinder und Jugendlichen empfiehlt sich deshalb, frühzeitig einen Tarif abzuschließen, der kieferorthopädische Leistungen umfasst. Diese Tarife sind im Vergleich kostengünstiger, wenn noch keine kieferorthopädischen Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen für Ihren Nachwuchs vorliegen. 

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Illustration eines Zahnarztes mit Lupe in der linken Hand
Vorsorge
Illustration eines Zahnarztes mit Lupe in der linken Hand

Das natürliche Zahnmaterial unterliegt in jedem Lebensalter einer stetigen Veränderung. Oft geht im Laufe des Lebens ein Zahn aus der natürlichen Zahnreihe verloren. Dann zieht dies eine schleichende Bewegung der umliegenden Zähne mit sich. Weist Ihr Gebiss schließlich gravierende Defekte auf, kommt eine lange Behandlungsdauer auf Sie zu.

Als Erwachsener sollten Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt, der Sie behandelt, zum Thema Zahnkorrektur beraten. Auch wenn eine direkte Vorbeugung nicht möglich ist, weist Sie Ihr Zahnarzt frühzeitig auf erste Anzeichen einer Fehlstellung hin. 

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