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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Nicht nur Partner und Familien­mitglieder können Angehörige pflegen. Oft versorgen Freunde, Nachbarn oder andere nahe­stehende Personen Pflege­bedürftige in ihrer häuslichen Umgebung.
  • Die Pflegeversicherung zahlt ab Pflege­grad 2 ein monat­liches Pflege­geld an Pflegebedürftige. Oft dient diese finanzielle Unter­stützung als Aufwands­entschädigung für pflegende Angehörige.
  • Kurzzeit- und Verhinderungs­pflege entlasten die Pflege­person im Urlaub oder Krank­heits­fall. Zudem zahlt die Pflege­versicherung für pflegende Angehörige unter anderem Beiträge zur Renten­versicherung.
  • Um Angehörige zu pflegen, können sich Arbeit­nehmer im Rahmen einer Pflegezeit oder Familien­pflege­zeit bis zu 24 Monate freistellen lassen.
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Definition

Pflegebedürftige Menschen sind im Alltag regelmäßig auf Unterstützung angewiesen. Nicht immer nehmen sie dafür eine professionelle Pflegekraft oder stationäre Betreuung im Pflegeheim in Anspruch. Meist über­nehmen Familienmitglieder die Pflege für Angehörige. Dazu zählen Ehe­partner, Eltern, Schwieger­eltern, Geschwister und Kinder. Oft springen auch Freunde, Bekannte oder Nachbarn als "ehren­amtliche" Pfleger ein.

In der Regel versorgen Privatpersonen pflege­bedürftige Angehörige im häuslichen Umfeld. Das kann zu Hause, aber auch in einer Einrichtung für betreutes Wohnen sein. Welche Tätig­keiten die Pflegeperson unentgeltlich übernimmt, ist je nach Pflegefall anders. Gelegentliche Unterstützung im Haushalt oder beim Einkaufen zählt genauso dazu wie eine intensive Rundum­betreuung.

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Finanzielle Unterstützung
Wer mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist, erhält Pflegegeld von der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung. Die monatliche Zahlung ist frei einsetzbar – auch als Unterstützung für pflegende Angehörige bzw. ehrenamtliche Pfleger. Wie hoch der Betrag je nach Pflegegrad ausfällt, zeigt folgende Tabelle.

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Pflegegrad Pflegebedürftigkeit Pflegegeld pro Monat
Pflegegrad 1 Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder Fähigkeit 0 Euro
Pflegegrad 2 Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder Fähigkeit 316 Euro
Pflegegrad 3 Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder Fähigkeit 545 Euro
Pflegegrad 4 Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder Fähigkeit 728 Euro
Pflegegrad 5

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (oder Fähigkeit) mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

901 Euro
 

Das kommt auf die pflegebedürftige Person an. Sie kann frei entscheiden, ob sie das Pflegegeld an Angehörige bzw. ehrenamtliche Pfleger weiter­gibt. Heißt: Es gibt auch Pflegegeld ohne Pflegeperson. 

Hilfs­bedürftige ab Pflegegrad 2 erhalten monat­liches Pflegegeld. Den Betrag zahlt entweder die gesetzliche Pflege­versicherung (= soziale Pflegeversicherung oder Pflegekasse) oder die private Pflegeversicherung (= private Pflege­pflicht­versicherung) aus.

Dabei gilt: Je höher der Pflegegrad (bis 2017: Pflegestufe), umso mehr Pflege­geld erhalten Pflege­bedürftige bei häuslicher Pflege. Daneben steht Pflege­bedürftigen unabhängig vom Pflege­grad ein Entlastungs­betrag von bis zu 125 Euro pro Monat zu. Diese Zahlung ist gedacht für die Unterstützung durch pflegende Angehöriger bzw. ehrenamtlicher Pfleger. Der Entlastungsbetrag muss zweckgebunden eingesetzt werden.

Ja, für pflegende Angehörige und ehrenamtliche Pfleger ist das Pflege­geld steuerfrei. Voraus­setzung ist, dass sie für die Pflege­tätigkeit keine weitere Vergütung erhalten. Der Pflege­bedürftige zahlt für Pflege­geld und alle anderen Leistungen der Pflege­versicherung ebenfalls keine Steuern.

Wenn Sie Angehörige pflegen, ist nicht nur finanzielle Unterstützung mit Pflegegeld möglich. Zu den Leistungen der Pflegeversicherung zählen zum Beispiel:

  • Kostenübernahme für technische Pflegehilfsmittel (z.B. Pflegebett, Notrufsystem)
  • Pauschale von 60 Euro pro Monat für zum Verbrauch bestimmte Pflege­hilfs­mittel (z.B. Inkontinenzartikel, Einweg­hand­schuhe)
  • Bis zu 4.000 Euro Zuschüsse für Umbau­maßnahmen oder Wohnungs­anpassung
  • Kostenfreie Entlastungs­angebote für pflegende Angehörige (z.B. Pflegekurse, Gesprächskreise)
  • Pflegesachleistungen: Kostenüber­nahme für einen ambulanten Pflegedienst, der den Angehörigen bis zum gesetzlich vorge­schriebenen Höchst­betrag bei der häuslichen Pflege unterstützt.  Das wären z.B. in Pflege­grad 2 Leistungen von maximal 689 Euro pro Monat
  • Kombinationsleistung aus ambulanten Pflege­sach­leistungen und Pflegegeld
  • Kurzeitpflege schließt Versorgungslücken bei Notfällen oder in Übergangszeiten: Sie erfolgt vollstationär und kann max. 56 Tage im Jahr beansprucht werden. Kombinierbar mit Verhinderungspflege und Entlastungsbetrag
  • Verhinderungspflege entlastet Angehörige, wenn diese z.B. im Urlaub sind (max. 46 Tage)
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Soziale Absicherung
Unter bestimmten Voraussetzungen zahlt die private oder gesetzliche Pflegeversicherung für pflegende Angehörige Rentenbeiträge. Daneben sind Pflege­personen über Unfall- und Arbeits­losen­versicherung abgesichert.
 

Wenn Familienmitglieder oder ehrenamtliche Helfer Angehörige pflegen, reduzieren sie häufig ihre Arbeitszeit oder geben ihren Job ganz auf. Als Anerkennung für diesen Einsatz zahlt die Pflegeversicherung für sie Bei­träge zur gesetz­lichen Renten­versicherung. Das gilt auch für pflegende Angehörige, die in Teilzeit arbeiten oder arbeitslos sind. Pro Jahr Pflege­tätigkeit erhalten sie später im Schnitt fünf bis 30 Euro Zusatzrente im Monat (je nach Pflegegrad der betreuten Person).

Wann übernimmt die Pflegeversicherung Beiträge zur Rente?

Unter folgenden Voraussetzungen übernehmen Pflegekasse oder private Pflege­pflicht­versicherung die Renten­beiträge:

  • Der Pflegebedürftige hat Anspruch auf Leistungen der deutschen gesetzlichen oder privaten Pflege­versicherung.
  • Der Pflegebedürftige ist mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft.
  • Die Pflegetätigkeit erfolgt in häuslicher Umgebung.
  • Sie wenden mindestens zehn Stunden wöchentlich für die Pflege auf, verteilt auf mindestens zwei Wochentage.
  • Sie sind höchstens 30 Stunden pro Woche anderweitig erwerbstätig.
  • Sie üben die Pflegetätigkeit nicht erwerbsmäßig aus.
Pflegende Angehörige, die im Ruhestand sind, können mit der Pflege­tätigkeit ihr Renten­konto aufbessern. Wer Voll­rente bezieht, wechselt dafür in Teilrente. Ein formloses Schreiben reicht, um den Antrag bei der Renten­versicherung zu stellen. Rentenpunkte sammeln Sie nur, wenn Sie Angehörige pflegen, die mindestens Pflege­grad 2 haben. Außerdem muss die Pflege­tätigkeit zehn Stunden pro Woche an zwei oder mehr Tagen erfolgen.

Wenn Sie Angehörige zu Hause pflegen, über­nimmt die gesetzliche oder private Pflegeversicherung weitere Beiträge zur Sozialversicherung:

  • Arbeitslosenversicherung: Steigen Sie aus dem Beruf aus, um Angehörige zu Hause zu pflegen, zahlt die Pflege­versicherung unter bestimmten Voraussetzungen die Beiträge zur Arbeitslosen­versicherung. Das gilt für die gesamte Dauer der Pflege­tätigkeit. Danach hat die Pflege­person Anspruch auf Arbeitslosen­geld und Leistungen der aktiven Arbeitsförderung.
  • Arbeitslosengeld: Wenn Sie arbeits­los sind und Angehörige pflegen, erhalten Sie weiterhin Arbeitslosen­geld I und Arbeitslosen­geld II (Hartz IV). Voraus­gesetzt, Sie stehen dem Arbeitsmarkt weiter zur Verfügung. Das heißt: Neben der Pflege für Angehörige gehen Sie aktiv auf Arbeits­suche und nehmen an Schulungen teil. Finden Sie im Ratgeber mehr zum Thema Arbeitslosigkeit.
  • Unfallversicherung: Wer Angehörige pflegt, ist beitrags­frei gesetzlich unfallversichert. Geschützt ist die Pflege­person bei allen Tätigkeiten, die sie bei der Pflege zu Hause verrichtet. Sofern diese Tätigkeiten im Zusammenhang mit der häuslichen Pflege durch Angehörige stehen, gilt das zum Beispiel auch für Fahrten zum Arzt oder Einkaufen.
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Gut zu wissen

Wieviel die Pflege durch Angehörige kostet, hängt vom Einzelfall ab. Machen Sie bei Eintritt der Pflege­bedürftigkeit daher einen Kassen­sturz: Wie viel kann die hilfs­bedürftige Person selbst zahlen? Gibt es eine monat­liche Rente oder private Rück­lagen? Welche Kosten übernimmt die Pflege­versicherung? Finan­ziert eine private Pflegezusatzversicherung ergänzende Leistungen bzw. ist eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll?

Kalkulation: Pflegeversicherung und gegebenenfalls zusätzliche private Pflegeversicherung erstatten Kosten für Leistungen. Diese Kostenerstattungen ziehen Sie von den Gesamt­kosten für die Betreuung ab. Daraus ergibt sich der Eigen­anteil, den Sie als Pflege­bedürftiger selbst zahlen.

Tipp: Die Pflegeberatungen der privaten Pflegeversicherungen helfen Ihnen beim finanziellen Überblick. Allianz Pflegeversicherte können sich beispielsweise von den Experten von WDS.care beraten lassen.

Überblick
Können hilfsbedürftige Menschen ihren Alltag größtenteils alleine bewältigen, fallen Zeitaufwand und Kosten für Partner, Kinder oder Freunde oft kaum ins Gewicht. Je pflegebedürftiger die Person ist, desto belastender und zeitintensiver ist die häusliche Pflege für die Angehörigen. Lesen Sie im Ratgeber Zeitaufwand alles über die zeitliche Einschätzungen in der Pflege und welche Rolle der zeitliche Aufwand für den Pflegegrad spielt.
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Kurzzeit- & Verhinderungspflege
Hilfe für pflegende Angehörige: Ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu versorgen, ist oft ein Vollzeitjob. Kurzzeit- und Verhinderungs­pflege bringen Pflege­personen eine Entlastung und Auszeiten.

Kurzzeitpflege

Sind pflegende Angehörige oder ehrenamtliche Helfer verreist oder krank, können Pflege­bedürftige oft nicht mehr zu Hause versorgt werden. Wenn pflegende Angehörige nicht mehr können, gewährleistet Kurzzeitpflege die vorüber­gehende stationäre Betreuung in einer Pflege­einrichtung. Diese Über­brückungs­lösung gilt auch für Personen ohne anerkannten Pflegegrad. Zum Beispiel für ein Familien­mitglied, das nach einer Operation einige Wochen im Pflege­heim versorgt wird.

Die Leistungen der Kurzzeitpflege werden entweder von der Pflegeversicherung (Träger) oder Krankenversicherung getragen. Die Pflegeversicherung zahlt, wenn Sie als pflegebedürftige Person eingestuft sind.

Sie bezuschusst Kurzzeit­pflege dann ab Pflegegrad 2 mit 1.612 Euro für bis zu acht Wochen im Kalender­jahr. Nutzen Sie als Pflege­bedürftiger keine Verhinderungs­pflege, erhöht sich dieser Betrag auf bis zu 3.224 Euro für maximal 56 Tage pro Jahr.

Verhinderungspflege (Ersatzpflege)

Sind pflegende Angehörige im Urlaub oder anderweitig verhindert, können andere Personen sie stunden­weise oder längerfristig vertreten. Verhinderungspflege können zum Beispiel Verwandte, Freunde oder ein ambulanter Pflege­dienst leisten. Voraus­gesetzt, der Hilfs­bedürftige hat Pflege­grad 2 bis 5 und wird seit mindestens sechs Monaten zu Hause versorgt.

An den Kosten für Ersatzpflege beteiligt sich die Pflege­versicherung mit 1.612 Euro für maximal sechs Wochen pro Kalender­jahr. Nimmt der Hilfsbedürftige keine Kurzzeit­pflege in Anspruch, stehen jährlich bis zu 2.418 Euro zur Verfügung.

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Sonderurlaub, Pflege­zeit & Co.
Pflegende Angehörige können sich von ihrem Arbeitgeber freistellen lassen. Je nachdem, wie lange und wie intensiv die häusliche Pflege ist, sind Arbeitsbefreiung, Pflegezeit und Familienpflegezeit möglich.
 

In einer akuten Pflegesituation (Akutpflege) können sich nahe Angehörige vom Arbeitgeber bis zu zehn Arbeits­tage freistellen lassen. Während dieses "Sonder­urlaubs" können sie beispiels­weise weiterführende Pflege im häuslichen Umfeld organisieren. Vorgesetzte fordern unter Umständen eine ärztliche Bescheinigung über den Zustand des Pflegebedürftigen.

Während der Freistellung haben Angestellte Anspruch auf Pflege­unter­stützungs­geld. Diese Lohnersatz­leistung beantragen sie bei der Pflege­kasse oder privaten Pflege­pflicht­versicherung des pflegebedürftigen Angehörigen. Die Zahlung beträgt 90 Prozent des ausgefallenen Netto­arbeits­entgelts.

  • Sonderfall Beamte: Im öffentlichen Dienst sind für Akut­pflege von Angehörigen bis zu neun Arbeits­tage Sonderurlaub möglich. Für den Antrag auf Dienst­befreiung legen Beamte ein ärztliches Attest über die Pflegebedürftigkeit des Familien­mitglieds vor. Daneben ist eine dienst­liche Erklärung über notwendige Maßnahmen erforderlich. Der Dienstherr gewährt den Sonder­urlaub nur in Not­situationen, die etwa den sofortigen Wechsel der Pflege­einrichtung erfordern.

Wer nahe Angehörige (z.B. Eltern oder Kinder) längerfristig zu Hause betreut, kann sich bis zu sechs Monate voll­ständig oder teilweise vom Arbeitgeber freistellen lassen. Voraus­setzung: Die Pflege­person ist in einem Unter­nehmen mit mehr als 15 Be­schäf­tig­ten tätig und kündigt die Pflegezeit mindestens zehn Tage im Voraus an.

In Unternehmen mit weniger als 16 Be­schäf­tig­ten besteht kein Rechtsanspruch auf Pflege­zeit. Gewähren Vorgesetzte dennoch eine Frei­stellung, liegt keine Pflege­zeit nach dem Pflege­zeit­gesetz vor. Damit entfällt zum Beispiel der Kündigungsschutz.

Während der Pflegezeit erhalten Arbeitnehmer in der Regel kein Gehalt. Pflegende Angehörige können aber ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragen. Die monatlichen Zahlungen decken die Hälfte des ausfallenden Nettogehalts ab.

Pflegende nahe Angehörige können ihre Arbeitszeit für maximal 24 Monate auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren. Laut Familien­pflege­zeit­gesetz (FPfZG) gilt das für Unternehmen mit über 25 Angestellten. Am Ende der Familien­pflege­zeit steigen Beschäftigte wieder voll in den Job ein. Bis ihr Zeitkonto ausgeglichen ist, erhalten sie verringertes Gehalt. Während der Familien­pflege­zeit können Arbeit­nehmer ein zinsloses Darlehen beim BAFzA beantragen. Die Rück­zahlung erfolgt ratenweise nach Ablauf der beruflichen Freistellung.

Pflegezeit und Familien­pflege­zeit sind auch kombiniert möglich. Voraussetzung ist, dass sie unmittelbar aneinander anschließen und insgesamt höchstens 24 Monate dauern.

Gut zu wissen

Beamtinnen und Beamte haben keinen Rechtsanspruch auf Pflegezeit oder Familien­pflege­zeit. Denn: Pflegezeit- und Familien­pflege­zeit­gesetz gelten nicht für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Um Angehörige zu pflegen, können Beamte aber ihre Arbeitszeit verringern oder eine Frei­stellung beim Dienst­herrn beantragen.

Während dieser Zeit gewährt der Dienstherr ihnen einen Zuschuss auf künftige Dienst­bezüge. Dieser Vorschuss federt die verringerten Bezüge bzw. den Verdienstausfall ab. Ein zinsfreies Darlehen können pflegende Beamte nicht in Anspruch nehmen. Finden Sie auf der Übersichtsseite sonstige Themen zu Versicherungen & Beamte.

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Häufige Fragen
  • Kann ich als pflegender Angehöriger eine Auszeit nehmen, wenn mich die Pflege zu sehr fordert?

    Wenn pflegende Angehörige nicht mehr können, ist eine Auszeit jeder­zeit möglich. Die Pflegeperson kann zum Beispiel eine Kur für pflegende Angehörige oder Urlaub machen. Damit der Pflegebedürftige während­dessen versorgt ist, gibt es Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Bei Kurz­zeit­pflege wird der hilfs­bedürftige Angehörige in einer stationären Pflege­einrichtung versorgt. Bei Verhinderungs­pflege kümmert sich eine andere Person zu Hause um ihn. Das können Verwandte, Nachbarn, ehren­amtliche Helfer oder qualifizierte Betreuungs­kräfte sein. Ist eine längere Auszeit nicht möglich, kann die Ersatzpflege pflegende Angehörige auch stunden­weise oder an einzelnen Tagen entlasten.
  • Wie viele Stunden pro Woche sollten pflegende Angehörige je nach Pflegegrad einplanen?

    Das lässt sich nicht pauschal sagen. Selbst bei Pflegebedürftigen mit demselben Pflegegrad kann der Zeitaufwand für die Betreuung unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich gilt: Kann eine Person mit Pflegegrad 1 ihren Alltag noch größtenteils selbst bewältigen, reichen einige Stunden pro Woche oft aus. Ist die Selbstständigkeit in Pflegegrad 5 massiv eingeschränkt, wenden pflegende Angehörige täglich meist mehrere Stunden für die Betreuung auf.
  • Ich pflege eine demenzkranke Person zu Hause. Gibt es Schulungen zum richtigen Umgang mit Erkrankten?

    Ja, solche Angebote gibt es. Angehörige von Dementen können an zahlreichen Schulungen teilnehmen, die speziell auf Pflege bei Demenz abzielen. Pflegeversicherungen stellen (Online-)Kurse und Informationsangebote oft kostenfrei zur Verfügung. Denn: Wer dement ist, benötigt in der Regel intensive Betreuung. Entsprechend wichtig ist professionelle Beratung und Unterstützung für pflegende Angehörige im Umgang mit der Krankheit. Lesen Sie im Online-Ratgeber mehr zu Pflegegrade bei Demenz (bzw. vor 2017 auch "Pflegestufe bei Demenz" genannt).
  • Müssen Kinder oder Enkelkinder für Pflege von Angehörigen ganz oder teilweise aufkommen?

    Nur unter bestimmten Voraussetzungen. Reichen Pflege­versicherung, Rente und eigenes Vermögen der Eltern nicht aus, um beispiels­weise ein Pflegeheim zu bezahlen, streckt das Sozial­amt die Kosten zunächst vor. Liegt das Jahres­brutto­einkommen der Kinder über 100.000 Euro, fordert die Behörde den Betrag von ihnen zurück. Enkel­kinder oder Geschwister kann das Sozialamt hingegen nicht zu Unterhalts­zahlungen verpflichten. Lesen Sie mehr darüber, ob vor diesem Hintergrund für Sie oder Angehörige eine private zusätzliche Pflegeversicherung sinnvoll ist.
  • Können pflegende Angehörige Unterstützung in Form einer Pflegekraft anfordern, die ihnen Aufgaben abnimmt?

    Ja, Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 können zum Beispiel einen ambulanten Pflegedienst oder selbstständige Altenpfleger in Anspruch nehmen. Das gilt auch, wenn Familienmitglieder die Pflege zu Hause übernehmen. Die professionelle Pflegekraft berät, unterstützt und entlastet Angehörige bei der Betreuung im Alltag. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt für diese Leistungen bis zu 1.995 Euro pro Monat (Pflegesachleistungen in Pflegegrad 5).
  • Welche Rolle spielt der Zeitaufwand in der Pflege?

    Können hilfsbedürftige Menschen ihren Alltag größtenteils alleine bewältigen, fallen Zeitaufwand und Kosten für Partner, Kinder oder Freunde oft kaum ins Gewicht. Je pflegebedürftiger die Person ist, desto belastender und teurer ist die häusliche Pflege für die Angehörigen. Lesen Sie im Ratgeber Zeitaufwand alles über die zeitliche Einschätzungen in der Pflege und welche Rolle der zeitliche Aufwand für den Pflegegrad spielt.
  • Wer begutachtet und entscheidet über den Pflegegrad?

    Je nachdem, wie hoch der Pflegeaufwand nach der eingetretenen Pflegebedürftigkeit ausfällt, setzt ein Gutachter einen von fünf Pflegegraden an. Für die Einstufung ist bei sozial Pflegeversicherten der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) zuständig, bei privat Pflegeversicherten die Firma MEDICPROOF.
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