- Eine Pflegezusatzversicherung ist für viele Menschen sinnvoll, denn im Pflegefall decken die gesetzlichen Leistungen die immer weiter steigenden Pflegekosten nicht ab. Dadurch entsteht eine Versorgungslücke, die aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Je mehr Pflege und Betreuung Sie im Pflegefall benötigen, desto höher sind Ihr Pflegegrad und die entsprechenden Pflegekosten. Das eigene Pflegerisiko und die finanzielle Belastung im Pflegefall lassen sich nur schwer einschätzen. Aber sicher ist: Die Zahl der Pflegebedürftigen und die Pflegekosten steigen in Zukunft weiter.
- Besonders sinnvoll ist eine Pflegezusatzversicherung, wenn Sie Ihre Ersparnisse und Vermögenswerte wie Immobilien, Ihr Unternehmen oder Ihre Angehörigen schützen möchten. Dabei sollten Sie 5 Punkte beachten und diese häufigen Fehler vermeiden.
- Denn nicht nur bei stationärer Pflege zahlen Sie die Unterkunft, Verpflegung, einen großen Teil der Betreuung sowie viele Hilfen im Alltag in der Regel selbst. Auf diese Weise entsteht Ihre Pflegekostenlücke. Die Allianz Pflegezusatzversicherung entlastet Sie im Pflegefall finanziell – und das ohne Wartezeit! Sie können diese online bis zum 60. Lebensjahr und bei Ihrer Allianz Agentur sogar darüber hinaus abschließen und sorgen so für finanzielle Freiräume.
Warum ist eine private Pflegezusatzversicherung sinnvoll?
Pflegezusatzversicherung sinnvoll: Darum sollten Sie privat vorsorgen
- Drei von vier Menschen werden in Deutschland pflegebedürftig.
- Im Pflegefall reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung oft nicht aus – deshalb ist private Vorsorge wichtig!
- Die Allianz steht Ihnen als starker Partner zur Seite mit einer Pflegezusatzversicherung – für beispielsweise 16,80 Euro pro Monat.
Warum ist eine Pflegezusatzversicherung notwendig?
Der demografische Wandel, die steigende Zahl an Pflegebedürftigen sowie immer höhere Pflegekosten fordern unseren Sozialstaat. Zudem reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht mehr aus, um alle Pflegekosten zu decken. Die Vorsorge mit einer privaten Pflegezusatzversicherung wird immer wichtiger.
Je höher der Pflegegrad, desto größer ist in der Regel die Versorgungslücke. Denn je mehr Hilfe Sie im Alltag benötigen, desto höher fallen die Kosten für professionelles Pflegepersonal, Hilfsmittel und Co. aus. Wie hoch die gesetzlichen Pflegeleistungen und der Eigenanteil pro Monat ausfallen können, sehen Sie in der Grafik veranschaulicht an Beispielen zu den einzelnen Pflegegraden. Was die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der Pflegepflichtversicherung nicht abdecken, müssen Sie privat stemmen.
Ambulante bzw. häusliche Pflege: Viele Pflegebedürftige wünschen sich eine ambulante Pflege daheim. Aber auch das kostet viel Geld. Wie im Beispiel deutlich wird, fällt im Pflegegrad 3 bei ambulanter Betreuung zuhause durch einen Pflegedienst eine durchschnittliche Eigenleistung von circa 2.000 Euro monatlich an.
Pflege im Heim ist besonders teuer. Das wird anhand eines Beispiels deutlich: Eine Unachtsamkeit führte bei Herrn Chén zum Sturz und löste eine starke Hirnblutung aus. Diese führte zu irreversiblen Schäden. Seitdem wird der 55-Jährige in einem nahegelegenen Pflegeheim gepflegt und ist in Pflegegrad 5 eingestuft. Die Kosten in der Pflegeeinrichtung liegen bei 5.535 Euro monatlich. Von der Pflegepflichtversicherung werden monatlich 2.380 Euro übernommen. Das ergibt eine Lücke von 3.155 Euro monatlich im 1. Pflegejahr, die Herr Chén aus eigener Tasche finanzieren muss. Nähere Informationen zu dem Beispiel und den Pflegegraden 4 und 5 bei stationärer Pflege finden Sie im Infobutton.
Das Beispiel ist fiktiv. Die Gesamtkosten von 5.535 Euro im Monat basieren auf bundesweiten, durchschnittlichen Pflegekosten. Diese können regional abweichen.
In der Grafik ist die gesetzliche Leistung für stationäre Pflege für Pflegegrad 4 und 5 im ersten Jahr ausgewiesen. Im Rahmen der Pflegereform 2022 zahlen gesetzliche Pflegekassen oder die private Pflegepflichtversicherung seit 1.1.2022 zusätzlich zu pauschalen Leistungsbeträgen einen von der Dauer der vollstationären Pflege abhängigen Leistungszuschlag.
Dieser Leistungszuschlag ist bezogen auf den pflegebedingten Eigenanteil (genauer den sogenannten Einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) inkl. Ausbildungsvergütung (AV)) des jeweiligen Pflegeheims bei vollstationärer Pflege in Pflegegraden 2 bis 5. Der Leistungszuschlag beträgt im ersten Jahr 15 Prozent der so definierten pflegebedingten Aufwendungen. Im zweiten Jahr beträgt dieser 30 Prozent, im dritten Jahr 50 Prozent und ab dem vierten Jahr 75 Prozent.
Quellen: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO 09/26) sowie Gesundheitsberichterstattung (GBE) des Bundes.
Ein Beispiel: Herr Chén ist seit seinem Sturz stark pflegebedürftig, in Pflegegrad 5 eingestuft und 5 Jahre lang im Pflegeheim untergebracht.
Die durchschnittlichen monatlichen Gesamtkosten betragen 5.535 Euro, die monatliche gesetzliche Leistung: 2.380 Euro, der verbleibende monatliche Eigenanteil: 3.155 Euro. Das ergibt insgesamt 189.300 Euro Kosten für Pflege ohne eine private Pflegezusatzversicherung (fünf Jahre x 3.155 € x 60 Monate), die bezahlt bzw. angespart werden müssten.
Gut für alle, die rechtzeitig eine Allianz Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben. Ein Beispiel: Bei einem empfohlenen Tagessatz von 105 Euro erhält der Pflegebedürftige im Pflegegrad 5 100 Prozent der versicherten Höchstleistung bei stationärer Pflege (105 € x 30 Tage). Das sind monatlich 3.150 Euro. Damit reduziert sich sein monatlicher Eigenanteil auf 5 Euro. Weiterer Vorteil: Im Pflegegrad 5 erhält er eine Beitragsbefreiung, das heißt, er zahlt keine Beiträge mehr für die Pflegezusatzversicherung. Die Allianz Pflegezusatzversicherung hat keine Wartezeiten, auch wenn der Pflegebedürftige die Versicherung erst kurz vor dem Unfall abgeschlossen hat, werden die vereinbarten Leistungen erstattet.
Die Pflege von Angehörigen zu Hause führt oft zu einer hohen Belastung auf körperlicher, psychischer und finanzieller Ebene. Pflege betrifft immer die gesamte Familie und geht mit vielen Emotionen einher. Oft reduzieren Angehörige ihre Arbeitszeit und müssen sich mit Pflegethemen auseinandersetzen, die sie überfordern. Typisch sind auch Schlafstörungen, Rückenschmerzen und soziale Isolation.
Dazu kommt die Frage: Wann müssen Kinder für ihre Eltern zahlen? Erwachsene Kinder sind ab einem Jahresbruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro verpflichtet, für Ihre pflegebedürftigen Eltern aufzukommen. Wenn die gesetzlichen Leistungen und die Altersrente nicht ausreichen, um die Pflegekosten abzudecken, müssen Pflegebedürftige auf ihr Erspartes zurückgreifen. Sind keine Rücklagen, Vermögensgegenstände oder Immobilien mehr vorhanden, springt das Sozialamt unterstützend ein und streckt die Kosten vor. Haben Kinder ein hohes Einkommen, fordert das Sozialamt im Anschluss die Kosten von ihnen im Rahmen des Elternunterhalts zurück. Das Schonvermögen ist von dieser Regelung ausgenommen. Dazu zählen auch die Rücklagen als Freibetrag, zum Beispiel für Altersvorsorge oder eine selbstgenutzte Immobilie.
Eine Allianz Pflegezusatzversicherung schützt Ihr Vermögen und Ihre Angehörigen davor, für Ihre Pflegekosten aufkommen zu müssen. Außerdem können Sie zusätzliche professionelle Hilfe finanzieren, wenn Angehörige an ihre Grenzen stoßen. Inklusive sind umfangreiche Service- und Assistance-Leistungen wie Pflegeberatung, Unterstützung bei der Pflegeheim-Suche und ein online Pflegebegleiter, der Sie und Ihre Angehörigen in schwierigen Zeiten begleitet.
Auf diese 5 Punkte sollten Berufstätige, Rentner:innen und Kinder bei der Pflegezusatzversicherung achten
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Achten Sie auf diese fünf Punkte
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Angestellte & Selbstständige
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Beamte und Beamtinnen
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Senioren und Seniorinnen
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Kinder
1. Früher Einstieg: Am besten schließen Sie so früh wie möglich ab! Das ist nur möglich, solange keine Pflegebedürftigkeit oder eine schwere Erkrankung besteht. In jungen Jahren sind die Beiträge günstiger, da der Beitrag unter anderem vom Eintrittsalter abhängig ist. Die Gesundheitsfragen lassen sich meist leichter beantworten.
2. Gesundheitsprüfung: Vor dem Vertragsabschluss stellt Ihnen die Versicherung Gesundheitsfragen, um das Risiko zu kalkulieren. Diese Gesundheitsfragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ansonsten kann der Versicherer den Vertrag rückwirkend kündigen. Auch hier gilt, je eher desto besser: In jungen Jahren ist das Risiko schwerer Erkrankungen geringer und Ablehnungen sind unwahrscheinlicher.
3. Wartezeiten: Prüfen Sie unbedingt, ob Ihre gewünschte Pflegezusatzversicherung sofort ab Versicherungsbeginn leistet. Ansonsten würden Sie im Pflegefall erst nach Ablauf dieses Zeitraums Leistungen erhalten. Bei der Pflegezusatzversicherung der Allianz gibt es keine Wartezeit.
4. Leistung ab Pflegegrad 1: Die Pflegezusatzversicherung sollte ab Pflegegrad 1 leisten und auch bei ambulanter Pflege zu Hause bezahlen – unabhängig davon, ob Angehörige oder ein Pflegedienst die Betreuung übernehmen.
5. Höhe des Tagegeldes: Das Pflegetagegeld richtet sich nach dem Pflegegrad, das heißt, ausgezahlt wird nur ein Anteil Ihres vereinbarten Tagessatzes. 100 Prozent gibt es meist erst in Pflegegrad 5. Je höher Ihr vereinbarter Tagessatz, desto mehr Geld erhalten Sie auch bei niedrigeren Pflegegraden und desto besser lässt sich die Pflege finanzieren. Die Allianz empfiehlt 105 Euro pro Tag, damit beträgt die maximale Leistung 3.150 Euro pro Monat. Der höchstmögliche Tagessatz bei der Allianz sind 150 Euro, das wären maximal 4.500 Euro monatlich.
Selbstständige sind – genauso wie Arbeitnehmer:innen – über die gesetzliche Pflegepflichtversicherung versichert. Wenn Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind, sind Sie in der sozialen Pflegepflichtversicherung (Pflegekasse). Für privat Krankenversicherte sind die privaten Pflichtversicherungen zuständig. Die Leistungen sind nahezu gleich. Und das kann im Pflegefall zu großen finanziellen Belastungen führen. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung sichern Sie sich zusätzlich ab, um sich eine qualitativ hochwertige Pflege leisten zu können. So bleiben Sie im Pflegefall und im Alter unabhängig und selbstbestimmt. Und Ihre Angehörigen werden nicht auch noch finanziell belastet mit einer teuren Privatpflege.
Die meisten Beamtinnen und Beamten sind über die Beihilfe gut im Krankheitsfall abgesichert. Trotzdem ist auch für diese Berufsgruppe eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll. Denn auch hier klafft die Versorgungslücke zwischen den steigenden Pflegekosten und den gesetzlichen Leistungen. Im Pflegefall dienen die Leistungen der Pflegepflichtversicherung nur als Basisabsicherung. Das bedeutet für den Ernstfall, dass Ihr Privatvermögen für die hohen Kosten verwendet werden muss. Oder dass Ihre Kinder unter bestimmten Voraussetzungen (Elternunterhalt) für Ihre Pflegekosten aufkommen müssen.
Selbst im Rentenalter lohnt es sich, über den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung nachzudenken. Mit der Pflegepflichtversicherung haben Sie eine Grundversorgung im Pflegefall, aber es bleiben oft hohe Restkosten bestehen. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Sie diese Versorgungslücke schließen. Viele Personen sehen eine Pflegezusatzversicherung deshalb auch als sinnvolle Art der Rentenvorsorge. Ob es eine Altersgrenze für den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung gibt, hängt von dem Versicherungsunternehmen ab. Einige Versicherer lehnen Anträge von älteren Personen ab. In der Regel liegt das höchste Eintrittsalter jedoch bei 70 bis 75 Jahren.
Auch wenn man nicht gerne darüber nachdenkt – Kinder und Jugendliche können auch pflegebedürftig werden. In Deutschland leben rund 345.000 unter 20 Jahren mit anerkanntem Pflegegrad. Ursachen sind meist angeborene Behinderungen, chronische oder psychische Erkrankungen oder Unfälle, nicht altersbedingte Leiden. Weil Kinder kein eigenes Einkommen haben, müssen oft die Eltern die Kosten tragen. Häufig müssen die Arbeitszeiten der Eltern reduziert werden, das bedeutet weniger Einkommen. Die Pflegepflichtversicherung zahlt nur nach Pflegegrad, es gibt nicht mehr Leistungen für Kinder als für Erwachsene. Und die Leistungen reichen häufig nicht aus, um die Kostenlücke zu decken. Eine private Pflegezusatzversicherung schließt diese Lücke – gute Tarife gibt es je nach Tagessatz ab etwa fünf Euro im Monat.
Quelle: Statistisches Bundesamt
(Stand: 2023)
Diese Fehler sollten Sie bei der Pflegezusatzversicherung vermeiden
"Darum kümmere ich mich später."
Eine Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen - auch Jüngere. Laut Statistik werden drei von vier Menschen im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Achtung: Wenn Sie bereits pflegebedürftig oder schwer erkrankt sind oder Pflegeleistungen beantragt haben, dann können Sie keine private Pflegezusatzversicherung mehr abschließen!
"Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht aus."
Mit den Pflegereformen wurden ein paar Leistungen der Pflegepflichtversicherung angepasst und verbessert. Dennoch reicht das gesetzliche Pflegegeld meist nicht aus, um alle anfallenden Pflegekosten abzudecken, da auch die Kosten immer weiter ansteigen.
"Diese Erkrankung brauche ich nicht angeben."
Besonders fatal ist, wenn Sie jahrelang Beiträge gezahlt haben und bei Rückfragen herauskommt, dass Sie die Gesundheitsfragen bei Abschluss der Pflegezusatzversicherung nicht korrekt beantwortet haben. Denn dann erhalten Sie im Ernstfall keine finanzielle Unterstützung oder der Versicherer kann den Vertrag anfechten bzw. zurücktreten.
Arten der Pflegezusatzversicherung
Es gibt verschiedene Arten von Pflegezusatzversicherungen, mit denen Sie die Finanzierungs- und Versorgungslücke schließen können. Eine der beliebtesten ist die Pflegetagegeldversicherung. Bei Vertragsabschluss legen Sie einen Tagessatz fest, der Ihnen im Pflegefall ausbezahlt wird und zur freien Verfügung steht. Dann gibt es noch die staatlich geförderte Pflegevorsorge PflegeBahr, das ist ein zuschussfähiger Pflegetagegeldtarif. Die staatliche Förderung beträgt bis zu 60 Euro jährlich. Einen direkten Vergleich mit den Vor- und Nachteilen der Pflegetagegeldversicherung und der PflegeBahr finden Sie auf der Seite PflegeBahr.
Hohe Kundenzufriedenheit bei der Pflegezusatzversicherung

Muss der Beitrag zur Pflegezusatzversicherung im Pflegefall weiterbezahlt werden?
Ob Sie die Beiträge im Pflegefall weiterzahlen müssen, hängt von Ihrem Tarif ab. Es gibt Versicherer, die von einer Beitragszahlung im Pflegefall absehen. Eine solche Beitragsfreistellung bzw. Beitragsbefreiung kann entweder bereits ab Pflegegrad 1 erfolgen oder aber erst ab einem höheren Pflegegrad. Tarife mit einer Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 1 sind in der Regel teurer als Verträge, bei denen auch in höheren Pflegegraden die Beiträge fällig sind.
Ist eine Pflegezusatzversicherung auch für Geringverdiener sinnvoll?
Wenn Sie als Geringverdiener kein großes Vermögen oder keine Immobilie besitzen, ist eine Pflegezusatzversicherung nicht immer sinnvoll. Wenn Ihnen jedoch eine hochwertige Versorgung im Pflegefall wichtig ist und Sie so lange wie möglich zuhause unterstützt werden möchten, kann eine Absicherung dennoch sinnvoll sein. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Schutz so früh wie möglich abzuschließen. So profitieren Sie von sofortigem Versicherungsschutz und niedrigeren Beiträgen in jungen Jahren. Außerdem schützen Sie Ihre Angehörigen und Kinder vor möglichen Regressansprüchen des Sozialamtes. Wann Kinder für die Eltern zahlen müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber Elternunterhalt Elternunterhalt.
Eine Alternative zur Pflegezusatzversicherung ist die staatlich geförderte PflegeBahr Versicherung. Sie wird monatlich vom Staat bezuschusst und ist relativ günstig. Ein Abschluss ist auch in späteren Jahren möglich und es gibt keine Gesundheitsfragen. Die Leistungen im Pflegefall sind jedoch eher niedrig und es gibt Wartezeiten, bis die Leistungen in Anspruch genommen werden können.
Wer braucht keine Pflegezusatzversicherung?
Kurz gesagt: Wer finanziell unabhängig ist und Pflegekosten aus eigener Tasche tragen kann, braucht keine Pflegezusatzversicherung. Zum Beispiel, wenn Sie über hohe monatliche Einkünfte (wie etwa Mieteinnahmen oder eine großzügige Rente) verfügen und damit die Pflegekosten selbst zahlen. Gleiches gilt, wenn Sie keine Erben (weder Kinder noch Familie) haben: Dann kann Ihr Eigentum wie Haus, Wohnung oder Erspartes im Pflegefall ohne Bedenken für die Versorgung eingesetzt werden. Wenn Sie Ihr Vermögen oder Ihre Immobilie nicht heranziehen möchten, um die Pflegekosten zu decken, ist eine Pflegezusatzversicherung auch bei finanzieller Unabhängigkeit sinnvoll.
Wenn Sie unsicher sind, ob sich eine Pflegezusatzversicherung für Sie lohnt, dann kontaktieren Sie Ihr:e Allianz Ansprechpartner:innen vor Ort. Dort werden Sie kompetent und umfassend zum Thema Pflege beraten.
Ist eine Pflegezusatzversicherung mit 60 noch sinnvoll?
Mit 60 kann der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung noch eine Überlegung wert sein! Gerade im mittleren bis höherem Alter steigt das Pflegerisiko spürbar, während die gesetzliche Absicherung oft nur einen Bruchteil der realen Kosten trägt. Die Beiträge fallen zwar höher aus als bei einem Einstieg in jungen Jahren. Allerdings zahlt man dann meist auch nicht jahrzehntelang monatlich in die Versicherung ein. Und wer gesundheitlich keine Einschränkungen hat, kann sich so gezielt gegen eine finanzielle Lücke im Pflegefall absichern. Ob sich der Abschluss mit 60 Jahren für Sie lohnt, hängt letztlich vom individuellen Gesundheitszustand, den monatlichen Kosten und den eigenen Rücklagen ab.