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Pflegerin und ältere Frau lachen zusammen
Ihre Versorgung durch Betreuungskräfte aus Osteuropa

Polnische Pflegekräfte: Kosten

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Bezeichnung „polnische Pflegekräfte“ hat sich als gängiger Sammelbegriff für Betreuungskräfte aus Osteuropa etabliert.
  • Sie können eine osteuropäische Pflegekraft bei sich zu Hause wohnen lassen. Diese unterstützt Sie bei der Grundpflege sowie im Haushalt und sorgt dafür, dass Sie sich nicht einsam fühlen.
  • Wenn die Pflegekraft nicht fachlich ausgebildet ist, dürfen Sie sie nur zur Betreuung beschäftigen. Sie darf keine medizinischen Aufgaben übernehmen. Mit der medizinischen Behandlungspflege müssen Sie dann einen dafür qualifizierten Pflegedienst beauftragen.
  • Die Beschäftigung von osteuropäischen Pflegekräften ist legal. Es gibt zwei Möglichkeiten für eine Anstellung: direkt oder über eine Agentur.
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„Polnische Pflegekräfte“ steht in Deutschland umgangssprachlich für eine bestimmte Art der Seniorenbetreuung. Der Begriff umfasst nicht nur Menschen aus Polen, sondern auch aus anderen Ländern Osteuropas wie Litauen, Lettland, Ungarn, Tschechien oder Rumänien. Bei dieser Art der Pflege wohnt die Pflegekraft bei Ihnen daheim. Neben der regelmäßigen Grundpflege, als Teil der Altenpflege, hilft sie Ihnen im Haushalt und bei täglichen Erledigungen (z. B. auch Arztbesuche). Osteuropäische Pflegekräfte sind ebenfalls eine wichtige soziale Bezugsperson für den Pflegebedürftigen im Alltag.

Aufgrund der engen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland besitzen vor allem polnische Pflegekräfte meist sehr gute Deutschkenntnisse. Sie haben jedoch häufig keine qualifizierte fachliche Ausbildung. In diesem Fall dürfen sie lediglich Aufgaben in der Pflege und im Haushalt übernehmen, nicht aber medizinische Tätigkeiten wie Verbandswechsel oder Medikamentengabe.

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Ob im Haushalt oder in der Pflege
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Das spricht für polnische Pflegekräfte
Älterer Mann und Pflegerin zuhause
  • Sie können länger zu Hause wohnen bleiben – auch im hohen Alter
  • Rund-um-die-Uhr-Betreuung
  • Entlastung im Haushalt
  • Hilfe und Unterhaltung im Alltag
  • Gemeinsame Aktivitäten
  • Physische und psychische Entlastung für Ihre Angehörigen
  • Mit der richtigen Vermittlung: legale und unkomplizierte Anstellung
  • Bezahlbare Alternative zu einem Pflegedienst
  • Chance auf eine freundliche bis freundschaftliche Beziehung zu Ihrer Betreuungskraft

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit sollte schnell und richtig entschieden werden. Dabei steht das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen stets im Mittelpunkt. Es stellt sich auch die Frage, ob der Pflegebedürftige zu Hause oder stationär im Pflegeheim versorgt wird. 

Für viele Senioren ist die Vorstellung, im Pflegeheim zu wohnen, zunächst schwierig. Solange es der Gesundheitszustand zulässt, sollte eine Betreuung zu Hause in Betracht gezogen werden. Ein Vergleich:

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  Pflege zu Hause durch polnische Pflegekräfte Vollstationäre Pflege im Pflegeheim
Versorgung In der Regel nur Grundpflege; es sei denn die Pflegekraft hat entsprechende medizinische Ausbildung/Qualifikationen Rundum Versorgung inklusiver medizinischer Behandlungspflege
Umfeld & Alltag Freie Zeiteinteilung in den eigenen vier Wänden; soziale Bindungen bleiben bestehen; ggf. manuelle Anpassung/Instandhaltung der Räumlichkeiten an Gesundheitszustand Vorgegebene Tagesstruktur + ggf. Einschränkung der Privatsphäre; stets angepasstes Umfeld an Gesundheitszustand; hohe Chance auf neue soziale Kontakte
Kosten pro Monat 2.000 - 3.000€  2.149 € im Bundesdurchschnitt
Die Pflege zu Hause durch eine polnische oder osteuropäische Pflegekraft ist für Pflegebedürftige meist die angenehmere Wahl. Bei schwerer Pflegebedürftigkeit ist eine Unterbringung in einem Pflegeheim vorzuziehen.
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Oft gefragt
Pflegerin betreut älteren Mann im Rollstuhl

Es gibt viele Agenturen, die Sie bei der Beschäftigung einer polnischen Pflegekraft unterstützen können. Alternativ können Sie sie auch selbst anstellen. Kosten und Aufwand der beiden Varianten sind durchaus unterschiedlich. Ein Vergleich mehrerer Agenturen lohnt sich in jedem Fall.

Was verdienen polnische Pflegekräfte?

Eine polnische Pflegekraft sollte mindestens den deutschen Pflege-Mindestlohn verdienen. Rechnen Sie mit monatlichen Kosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro für eine umfangreiche Betreuung.

Wie setzt sich das Gehalt zusammen?

Je nachdem, ob Sie polnische Pflegekräfte über eine Agentur oder persönlich beschäftigen, gibt es Unterschiede. Generell zahlen Sie den vereinbarten Lohn, Sozialversicherung und Steuern. Dazu kommen Unfallversicherung, Kost und Logis (insgesamt sind dies meist 400 bis 600 Euro pro Monat). Gegebenenfalls fallen noch Gebühren der Vermittlungs- und Betreuungsagentur an.

Pflegerin betreut älteren Mann im Rollstuhl

Wie können Sie die Pflegekraft finanzieren?

Die Kosten für polnische Pflegekräfte tragen Sie zunächst selbst. Zur Reduzierung der Pflegekosten haben Sie Anspruch auf Zuschüsse. Ab Pflegegrad 2 (ehemals Pflegestufen) können Sie Pflegegeld oder Verhinderungspflege beanspruchen.

Achtung bei Lockangeboten: Oftmals werben Unternehmen mit der Finanzierung von 24-Stunden-Pflege durch polnische Pflegekräfte anhand der Pflegesachleistungen. Dies ist legal kaum möglich. Rechtssicherheit bei der Nutzung der Sachleistungen besteht nur mit einem sogenannten Versorgungsvertrag. Den Vertrag schließen Pflegedienste mit den jeweiligen Krankenkassen ab. Außerdem geht der Dienstleister die Verpflichtung ein, dass er sich regelmäßigen Kontrollen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen unterzieht.

Das Entsende-Unternehmen mit Sitz im Heimatland der osteuropäischen Pflegekraft hat in der Regel keinen Versorgungsvertrag mit Krankenkassen abgeschlossen. Gründe sind:

  • Die Pflegekraft verfügt meist über eine Pflegeausbildung, die auch in Deutschland rechtens und Voraussetzung für eine Direktabrechnung ist.
  • Die geforderte Dokumentation der Pflegekassen ist in der Praxis bei häuslicher Betreuung kaum zu leisten.
  • Da sich die Einsatzorte der Pflegekräfte oft und schnell ändern, sind regelmäßige Prüfungen des MDK kaum möglich.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Die Kosten für eine polnische Pflegekraft orientieren sich an den gewünschten Pflegeleistungen. In der Regel wird auch nach den Fach- und Sprachkenntnissen differenziert. Die monatlichen Kosten sind Gesamtkosten und decken alle Leistungen ab, u. a. Versicherungen, Fahrtkosten etc.

Sind die Kosten steuerlich absetzbar?    

Wenn Sie eine Pflege- oder Betreuungskraft aus Osteuropa beschäftigen, können Sie die Kosten dafür grundsätzlich als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich absetzen – pro Jahr mehrere Tausend Euro.

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Gut zu wissen
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Inzwischen dürfen Arbeitnehmer aus EU-Ländern in Osteuropa europaweit ohne Arbeitserlaubnis arbeiten. Allerdings müssen Sie in Deutschland das Arbeitnehmer-Entsendegesetz beachten: Der Arbeitgeber muss für die Zeit der Entsendung an den deutschen Arbeitsort die dortigen Rahmenbedingungen gewähren. Dazu zählen beispielsweise die Einhaltung der Arbeitszeiten sowie der Mindestlohn.
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Darauf sollten Sie achten

Für die häusliche Pflegeunterstützung einer osteuropäischen Pflegekraft müssen Sie zunächst einige Anforderungen erfüllen. Zusammengefasst sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Unterbringung: Der polnischen Pflegekraft muss ein eigenes Zimmer gestellt werden. Dieses muss möbliert und abschließbar sein sowie Tageslicht und Frischluftzufuhr haben. Uneingeschränkter Zugang zu Badezimmer und Küche muss vorhanden sein.
  • Betreuungsaufwand: Der Pflegeaufwand der pflegebedürftigen Person sollte für einen Betreuer oder eine Betreuerin zu bewerkstelligen sein.
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Diese Beschäftigungsmodelle sollten Sie kennen
Junger Mann zeigt  älterem Paar ein Dokument

Wenn Sie eine Pflegekraft aus Polen oder anderen Ländern Osteuropas beschäftigen möchten, gibt es zwei Beschäftigungsmodelle, das Entsende- und das Arbeitgebermodell:

Möglichkeit 1: Entsendungsmodell

Die Pflegekraft können Sie über eine Agentur buchen und bei sich beschäftigen. Es gibt zwei Arten von Agenturen: Die Vermittlungsagentur macht Ihnen Vorschläge für eine passende Betreuungskraft, die Betreuungsagentur kümmert sich um die korrekte Anstellung.

Wie funktioniert das Entsende-Modell?

In der Regel arbeiten Sie mit einer deutschen Vermittlungsagentur zusammen. Diese macht Ihnen Personalvorschläge und ist Ihr direkter Ansprechpartner. Die Betreuungsagentur arbeitet mit der Pflegekraft im jeweiligen Heimatland zusammen. Dabei ist die Betreuungsagentur der weisungsbefugte Arbeitgeber des Pflegepersonals und übernimmt auch die Sozialversicherung. Sie schließen mit beiden Agenturen einen Dienstleistungsvertrag. Der Vertrag ist auf maximal zwölf Monate begrenzt. Dieses Modell wird häufig genutzt, da es für Sie und Ihre Angehörigen recht unkompliziert ist.

Tipp: Woran erkennen Sie eine seriöse Agentur?

  • Kostenlose Beratung
  • Online-Fragebogen zu gewünschten Leistungen
  • Internationale Vernetzung mit Betreuungsagenturen
  • Rechtssicherheit durch zertifizierte Bescheinigungen (A1 Antrag)
  • Suche nach Betreuungskräften gemeinsam mit Ihnen
  • Zusicherung der Mindestlohnzahlung
  • Kosten der Dienstleistung liegen im Rahmen von 2.000 und 3.000 Euro pro Monat (exklusive einer Vermittlungsgebühr)
  • Mitglied in einem anerkannten Verband, beispielsweise im Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP)

Möglichkeit 2: Polnische Pflegekraft privat anstellen

Die zweite Möglichkeit sieht vor, dass Sie die osteuropäische Pflegehilfe selbst anmelden und anstellen. Als offizieller Arbeitgeber müssen Sie sich im Vorfeld auch um die Organisation kümmern.

Wie funktioniert das Arbeitgebermodell?

Wurde eine Pflegekraft gefunden, müssen Sie diese bei der Agentur für Arbeit und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) anmelden. Dazu benötigen Sie einen gültigen Arbeitsvertrag für das Beschäftigungsverhältnis. Im Anschluss erhält das polnische Pflegepersonal Arbeitserlaubnis und Betriebsnummer. Diese benötigen Sie u. a. für die Anmeldung der Pflegekraft bei der Krankenkasse des Pflegebedürftigen. Natürlich sind Sie auch für eine angemessene Gehaltszahlung (Mindestlohn) zuständig. Umfang der Pflegeleistungen sind maximal 38,5 Stunden pro Woche.

Sie haben also deutlich mehr Aufwand mit dieser Variante. Der Vorteil: Sie können mehr Details selbst steuern, etwa die Höhe des Gehalts. Zudem entfallen Kosten für die Agenturen.

Ausführliche Informationen rund um die legale Anstellung von osteuropäischen Pflegekräften finden Sie im Informationsblatt der Verbraucherzentrale. 
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Häufige Fragen
  • Wie schnell kann ich eine Pflegekraft aus Polen zur Unterstützung der Pflege bekommen?

    Bei seriösen Pflegedienstanbietern können Sie mit dem Beginn der polnischen Pflegekraft innerhalb von fünf bis sieben Tage rechnen.
  • Darf eine polnische Pflegekraft Menschen mit Demenz betreuen?

    Routine und Sicherheit sind für demenzkranke Personen besonders wichtig. Eine Pflegekraft aus Osteuropa kann Pflegebedürftigen mit einer gleichmäßigen Alltagsgestaltung unterstützen. Achten Sie bei der Auswahl der Pflegeagenturen besonders auf Zertifizierungen und Qualitätssiegel. 
  • Unterstützen polnische Pflegekräfte bei Kurzzeitpflege?

    Wenn Sie eine begrenzte Zeit zu Hause nicht versorgt werden können, dann bietet sich Kurzzeitpflege an. Auch osteuropäische Pflegekräfte können diese schnell und unkompliziert leisten. Dabei wird die pflegebedürftige Person über einen begrenzten Zeitraum in den eigenen vier Wänden versorgt.
  • Können Pflegehilfsmittel beantragt werden?

    Pflegebedürftige haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Dabei können Sie im Wert von 40 Euro Pflegehilfsmittel monatlich bei der Pflegekasse kostenfrei beantragen. 
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