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Pflegeheim: Kosten und Wissenswertes

Wer zahlt was bei der vollstationären Pflege?

Pflegeheim Kosten – das Wichtigste in 30 Sekunden

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  • Die Kosten für einen Aufenthalt im Heim setzen sich zusammen aus Pflege, Unterkunft und Verpflegung sowie Miete von Zimmer und Ausstattung („Investitionskosten“).
  • Je nach Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Kosten für die Pflege. Sie selbst zahlen einen Eigenanteil. Seit dem Pflegestärkungsgesetz II ist dieser Eigenanteil innerhalb eines Pflegeheims immer gleich. Man spricht vom „einrichtungseinheitlichen Eigenanteil". Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten variieren von Heim zu Heim.
  • Sollten Sie selbst nicht der Lage sein die Kosten zu zahlen, unterstützt Sie gegebenenfalls das Sozialamt. Das Geld kann sich der Staat aber teilweise bei Ihren Angehörigen zurückholen, wenn deren Einkommen hoch genug ist.

Investitionskosten & Co.: Damit müssen Sie bei einem Aufenthalt im Pflegeheim rechnen

Allianz - Icon - Mann mit Pflegerin - Versorgung

Pflegerische Versorgung

Ihre gesamten vollstationären Pflegeleistungen werden als „Pflegesatz“ zusammengefasst. Dieser umfasst sowohl die Grundpflege als auch die medizinische Behandlungspflege. Den Pflegesatz verhandeln die Kostenträger der Pflegekasse bzw. der Sozialhilfe für jeden Bewohner mit den Pflegeheimen.

Allianz - Icon - Besteck: Unterkunft und Verpflegung

Unterkunft und Verpflegung

Für die Unterkunft fallen Betriebskosten wie Heizung, Strom, Wasser und etwaige Wartungen/Reparaturen an. Für diesen Teil der Kosten sind Sie verantwortlich –  so wie Sie auch Ihre Nebenkosten zu Hause selbst zahlen müssen. Das gleiche gilt für Essen und Getränke.

Allianz - Icon - Wohnung: Investitionskosten

Investitionskosten

Die Investitionskosten sind vergleichbar mit einer Kaltmiete. Sie zahlen für den zur Verfügung gestellten Wohnraum und Möbel wie beispielsweise Bett, Tisch und Stühle. Dabei sind auch Instandhaltungskosten inbegriffen. Der jeweilige Betrag variiert je nach Lage, Ausstattung und Zustand der Einrichtung.

Allianz - Icon - Taschengeld

Taschengeld

Neben den anfallenden Heimkosten verfügen Sie frei über Ihr restliches Vermögen. Sollte die Sozialhilfe Ihre Kosten tragen, erhalten Sie ein monatliches Taschengeld vom Sozialamt.

Allianz - Icon - Blumenvase: Zusatzleistungen

Zusatzleistungen

Neben den aufgeführten Kosten gibt es sogenannte Zusatzleistungen, etwa ein größeres Zimmer oder eine besondere Betreuung.

Wie berechnen sich Ihre Kosten für ein Pflegeheim?

Die Kosten für die Betreuung im Pflegeheim variieren je nach Anforderungen und Bundesland. So ist die vollstationäre Pflege in Ostdeutschland häufig günstiger als in Westdeutschland. In NRW liegen die Gesamtkosten im Durchschnitt bei rund 3.500 Euro monatlich, während ein Aufenthalt in einem Pflegeheim in Sachsen-Anhalt weniger als 2.400 Euro kostet. Bundesweit können Sie mit durchschnittlich 3.000 Euro pro Monat rechnen1. Entscheidend ist nicht nur das Bundesland, sondern auch die genaue Lage (Großstadt oder ländliche Region) sowie Ausstattung und Alter des Pflegeheims. Auch die Art des Zimmers (wie Einzelzimmer oder Doppelzimmer) im Haus kann einen deutlichen Preisunterschied bewirken.

Wer übernimmt die Kosten für das Pflegeheim?

Allianz - Icon - Mann im Rollstuhl - Pflegeversicherung

Pflegeversicherung

Einen Teil der Kosten für die pflegerische Versorgung übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung. Die Höhe hängt von Ihrem Grad der Pflegebedürftigkeit ab.

Allianz - Icon - Frau mit Rolator: Pflegebedürftiger übernimmt Kosten

Pflegebedürftiger

Als Pflegebedürftiger tragen Sie die restlichen Kosten. Hierzu zählen auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten. Mit einer privaten Pflegeversicherung können Sie diese Belastung reduzieren.

Allianz - Icon - Sozialamt

Sozialamt

Sofern Sie die Kosten nicht selbst stemmen können, kann (zunächst) das Sozialamt einspringen. Es wird aber versuchen, zumindest einen Teilbetrag von Angehörigen einzufordern.

Allianz - Icon - Familie: Zuzahlung

Zuzahlung durch Partner, Kinder und Angehörige

Können Sie Ihre Pflegekosten nicht zahlen, stehen Ihre nächsten Angehörigen in der Pflicht, also in der Regel Ihr Ehepartner sowie Ihre (Enkel-)Kinder.

Was bedeuten Elternunterhalt, Selbstbehalt und Schonvermögen?

Volljährige Kinder müssen ihre Eltern finanziell unterstützen, wenn diese bedürftig werden. Daher spricht man hier vom Elternunterhalt. Die Höhe dieser Unterstützung ist abhängig vom eigenen Einkommen. Damit Ihre Kinder genug Geld für das eigene Leben haben, wird der sogenannte Selbstbehalt ausgeklammert. Außen vor bleibt auch das sogenannte Schonvermögen Ihrer Kinder. Hierbei handelt es sich um Rücklagen für die Altersvorsorge oder um selbst genutzte Immobilien.

Wie werden die Kosten bei mehreren Kindern aufgeteilt?

Grundsätzlich sind alle Kinder gleichermaßen zu Ihrer Unterstützung verpflichtet. Wenn eines Ihrer Kinder alleine für Ihren Unterhalt aufkommt, kann es das Geld anteilig von den anderen Geschwistern zurückverlangen – sofern deren Einkommen und Vermögen über dem gesetzlichen Selbstbehalt liegen.

Schonvermögen: Müssen Sie Eigentum verkaufen, um das Pflegeheim zu bezahlen?

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Wenn Sie pflegebedürftig werden, zahlt Ihre Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der Kosten. Sie können die restlichen Ausgaben sofern Sie rechtzeitig vorgesorgt haben über eine private Pflegeversicherung oder mit Ihrem Vermögen abdecken. Sollte dies nicht ausreichen, müssen Sie gegebenenfalls Ihr Haus oder sonstiges Eigentum verkaufen. Wohnen Ihr Partner oder Ihre minderjährigen Kinder in Ihrem Eigenheim, gilt dieses als „selbst genutzt“ und zählt damit zum Schonvermögen.

Weitere Fragen und Antworten rund um die Pflegeheimkosten

  • Wie bemisst sich der Eigenanteil für die Betreuung in einem Pflegeheim?
  • Sind die Kosten für das Pflegeheim steuerlich absetzbar?
  • Was ist bei ausländischen Pflegeheimen (z.B. in Tschechien oder Polen) zu beachten?
Wie bemisst sich der Eigenanteil für die Betreuung in einem Pflegeheim?

Anfang 2017 ist das Pflegestärkungsgesetz (PSG) II vollständig in Kraft getreten. Statt bisher drei Pflegestufen gibt es nun die Pflegegrade 1 bis 5. Für Pflegebedürftige in einem Pflegeheim gelten durch das PSG II neue Regeln: Bisher stieg der Eigenanteil mit zunehmender Pflegestufe, seit 2017 ist er unabhängig vom Pflegegrad, man spricht jetzt vom einrichtungseinheitlichen Eigenanteil, der in jeder Pflegeeinrichtung unterschiedlich hoch sein kann.

Sind die Kosten für das Pflegeheim steuerlich absetzbar?

Ja, die selbst getragenen Kosten gelten bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung. Als solche können Sie sie absetzen. Wenn Sie allerdings Ihre Wohnung aufgeben, um in ein Heim zu ziehen, ist die sogenannte Haushaltsersparnis abzuziehen. Den Restbetrag können Sie absetzen, sofern der Betrag höher ist als die zumutbare Belastung. Diese hängt ab von der Summe Ihrer Einkünfte sowie Familienstand und der Anzahl Ihrer Kinder. Übrigens: Falls Ihre Angehörigen für die Heimkosten aufkommen, können auch sie das (zumindest anteilig) steuerlich geltend machen.

Was ist bei ausländischen Pflegeheimen (z.B. in Tschechien oder Polen) zu beachten?

Die Kosten für Pflegeheime sind in Deutschland oftmals höher als beispielsweise in Einrichtungen hinter der deutschen Grenze in Polen oder Tschechien. Achten Sie darauf, ob diese Pflegeheime Personal mit ausreichenden Deutschkenntnissen beschäftigen – es sei denn, Sie beherrschen selbst die Landessprache. Zudem sollten in dem Haus genügend ausgebildete Fachkräfte arbeiten, damit Ihre Pflege und die medizinische Versorgung gewährleistet sind. Denken Sie auch daran, dass Ihre Angehörigen möglicherweise höhere Reisekosten haben.

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