Wer zahlt was bei der vollstationären Pflege?

Pflegeheim: Kosten und Wissenswertes

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Die Kosten im Pflegeheim im Überblick
  • Die Kosten für einen Aufenthalt im Heim setzen sich zusammen aus Pflege, Unterkunft und Verpflegung sowie Miete von Zimmer und Ausstattung („Investitionskosten“).
  • Je nach Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Kosten für die Pflege. Sie selbst zahlen einen Eigenanteil. Seit dem Pflegestärkungsgesetz II ist dieser Eigenanteil innerhalb eines Pflegeheims immer gleich. Man spricht vom „einrichtungseinheitlichen Eigenanteil". Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten variieren von Heim zu Heim.
  • Sollten Sie selbst nicht der Lage sein die Kosten zu zahlen, unterstützt Sie gegebenenfalls das Sozialamt. Das Geld kann sich der Staat aber teilweise bei Ihren Angehörigen zurückholen, wenn deren Einkommen hoch genug ist.
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Kosten im Überblick
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Kostenberechnung
Die Kosten für die Betreuung im Pflegeheim variieren je nach Anforderungen und Bundesland. So ist die vollstationäre Pflege in Ostdeutschland häufig günstiger als in Westdeutschland. In NRW liegen die Gesamtkosten im Durchschnitt bei rund 3.500 Euro monatlich, während ein Aufenthalt in einem Pflegeheim in Sachsen-Anhalt weniger als 2.400 Euro kostet. Bundesweit können Sie mit durchschnittlich 3.000 Euro pro Monat rechnen.  Entscheidend ist nicht nur das Bundesland, sondern auch die genaue Lage (Großstadt oder ländliche Region) sowie Ausstattung und Alter des Pflegeheims. Auch die Art des Zimmers (wie Einzelzimmer oder Doppelzimmer) im Haus kann einen deutlichen Preisunterschied bewirken.
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Kostenübernahme im Detail
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Gut zu wissen
Allianz - Icon: Information zum Thema Pflegeheim Kosten
Wenn Sie pflegebedürftig werden, zahlt Ihre Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der Kosten. Sie können die restlichen Ausgaben sofern Sie rechtzeitig vorgesorgt haben über eine private Pflegeversicherung oder mit Ihrem Vermögen abdecken. Sollte dies nicht ausreichen, müssen Sie gegebenenfalls Ihr Haus oder sonstiges Eigentum verkaufen. Wohnen Ihr Partner oder Ihre minderjährigen Kinder in Ihrem Eigenheim, gilt dieses als „selbst genutzt“ und zählt damit zum Schonvermögen.
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Häufige Fragen
  • Wie bemisst sich der Eigenanteil für die Betreuung in einem Pflegeheim?

    Anfang 2017 ist das Pflegestärkungsgesetz (PSG) II vollständig in Kraft getreten. Statt bisher drei Pflegestufen gibt es nun die Pflegegrade 1 bis 5. Für Pflegebedürftige in einem Pflegeheim gelten durch das PSG II neue Regeln: Bisher stieg der Eigenanteil mit zunehmender Pflegestufe, seit 2017 ist er unabhängig vom Pflegegrad, man spricht jetzt vom einrichtungseinheitlichen Eigenanteil, der in jeder Pflegeeinrichtung unterschiedlich hoch sein kann.
  • Sind die Kosten für das Pflegeheim steuerlich absetzbar?

    Ja, die selbst getragenen Kosten gelten bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung. Als solche können Sie sie absetzen. Wenn Sie allerdings Ihre Wohnung aufgeben, um in ein Heim zu ziehen, ist die sogenannte Haushaltsersparnis abzuziehen. Den Restbetrag können Sie absetzen, sofern der Betrag höher ist als die zumutbare Belastung. Diese hängt ab von der Summe Ihrer Einkünfte sowie Familienstand und der Anzahl Ihrer Kinder. Übrigens: Falls Ihre Angehörigen für die Heimkosten aufkommen, können auch sie das (zumindest anteilig) steuerlich geltend machen.
  • Was ist bei ausländischen Pflegeheimen (z. B. in Tschechien oder Polen) zu beachten?

    Die Kosten für Pflegeheime sind in Deutschland oftmals höher als beispielsweise in Einrichtungen hinter der deutschen Grenze in Polen oder Tschechien. Achten Sie darauf, ob diese Pflegeheime Personal mit ausreichenden Deutschkenntnissen beschäftigen – es sei denn, Sie beherrschen selbst die Landessprache. Zudem sollten in dem Haus genügend ausgebildete Fachkräfte arbeiten, damit Ihre Pflege und die medizinische Versorgung gewährleistet sind. Denken Sie auch daran, dass Ihre Angehörigen möglicherweise höhere Reisekosten haben.
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