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Pflegerin und älterer Mann spielen ein Spiel
Die Unterstützung für Ihre professionelle Pflege zu Hause

Pflegesachleistung

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Für gesetzlich Versicherte gilt: Pflegesachleistungen erhalten Sie, wenn ein ambulanter Pflegedienst Sie zu Hause pflegt. Ihre Pflegekasse bezahlt den Dienst direkt, sodass Sie keine Geldleistung, sondern eine Sachleistung bekommen. Privat Versicherte bekommen die Kosten für den Pflegedienst erstattet.
  • Als Pflegebedürftiger haben Sie ab Pflegegrad 2 Anspruch auf Pflegesachleistungen. Deren Höhe ist dabei abhängig von Ihrem Pflegegrad.
  • Bei Bedarf können Sie Pflegesachleistungen und Pflegegeld kombinieren. Letzteres erhalten Sie, wenn Angehörige Sie pflegen.
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Pflege im eigenen Heim

Falls Sie pflegebedürftig werden und sich für eine Pflege im eigenen Zuhause entscheiden, können Sie einen Pflegedienst mit Ihrer Betreuung als Pflegesachleistung beauftragen. Ihre Pflegekasse übernimmt die Kosten dafür bis zu einer Höchstgrenze: Je höher Ihr Pflegegrad ist, desto mehr Sachleistungen stehen Ihnen zu. Die Pflegekassen zahlen dabei für die Grundpflege sowie für verschiedene Leistungen im hauswirtschaftlichen Bereich. Dazu gehören vor allem:

  • Beratung für pflegebedürftige Person und deren Angehörigen
  • Pflegemaßnahmen, z. B. Unterstützung bei Körperpflege und Ernährung
  • Pflegehilfe durch pflegerische Betreuung und Begleitung im Alltag, etwa durch gemeinsame Spaziergänge oder Gedächtnistraining
  • Unterstützung im Haushalt: Kochen, Einkaufen, Putzen etc.
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Voraussetzungen und Leistungshöhe
Älterer Mann und Pfleger in der Küche am Tisch

Wann bekommen Sie Pflegesachleistungen?

Generell haben Sie Anspruch auf Pflegesachleistungen, wenn Sie sich für eine Pflege zu Hause entscheiden. Dabei gelten folgende Voraussetzungen für den Erhalt dieser Pflegeleistungen:

  • nachweisliche Pflegebedürftigkeit
  • anerkannter Pflegegrad 2 bis 5 (früher Pflegestufe 1 bis 3)
  • häusliche Pflege durch einen professionellen Pflegedienst

Wer finanziert die Pflegesachleistung?

Ihre Versorgung übernehmen ambulante Pflegedienste. Die Abrechnung der Pflegesachleistungen erfolgt bei gesetzlich Versicherten direkt mit der Pflegekasse. Als privat Versicherter müssen Sie die Kosten zunächst selbst bezahlen, bekommen sie aber von Ihrer Pflegepflicht­versicherung erstattet. Falls die Aufwendungen den Maximalbetrag übersteigen, der Ihnen bei Ihrem Pflegegrad zusteht, müssen Sie für diese zusätzlichen Kosten selbst aufkommen. Sie können auch frühzeitig eine private Pflegeversicherung abschließen, die diese Leistungen dann für Sie übernimmt.

Wie hoch sind die Pflegesachleistungen je Pflegegrad?

Die Pflegegrade bestimmen die Höhe der Leistungen. Im Pflegegrad 5 haben Sie Anspruch auf die höchsten Leistungen (Leistungsbetrag maximal 1.995 Euro/Monat). Im Pflegegrad 1 gibt es keine ausdrücklichen Pflegesachleistungen; Sie können aber den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro für Leistungen eines Pflegedienstes nutzen.

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Pflegegrad
Pflegesachleistung
1 keine Leistung
2 689 €
3 1.298 €
4 1.612 €
5 1.995 €
Formulare
Illustration Mann hat Fragezeichen vor Gesicht

Auf was sollten Sie achten, wenn Sie einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung stellen? 

Es gibt keine einheitlichen Antragsformulare. Das bedeutet, jede Pflegekasse hat ein individuelles Formular zur Antragstellung. Die wesentlichen Punkte und Begriffe sind gleich, der Umfang kann variieren. Wenn Sie beim Beantragen Hilfe benötigen, haben Sie einen Anspruch auf Beratung bei Ihrer Pflegekasse. Diese ist verpflichtet einen Ansprechpartner zu nennen - innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung. Privatversicherte können sich kostenfrei bei der compass Pflegeberatung informieren und Hilfe organisieren.

Wo stellen Sie den Antrag auf Pflegesachleistungen? Den Antrag auf Pflegesachleistungen reichen Sie bei Ihrer Pflegeversicherung ein. Diese stellt Ihnen dazu ein entsprechendes Formular zur Verfügung. Legen Sie Ihrem Antrag alle nötigen Informationen bei, wie die Anschrift des ausgewählten Pflegedienstes. In der privaten Pflegeversicherung ist kein vorheriger Antrag erforderlich. Hier erhalten Sie von Ihrem ambulanten Pflegedienst eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Pflegeversicherung einreichen.

Illustration Mann hat Fragezeichen vor Gesicht
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Oft gefragt
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Kombinationsleistung
Ja, Sie können Pflegesachleistungen und Pflegegeld parallel beziehen. Diese Kombinationsleistung dürfen Sie nutzen, wenn Sie zum Beispiel üblicherweise ein Angehöriger pflegt (und Sie dafür Pflegegeld erhalten) und dieser einmal verhindert ist. Dann kann ein Pflegedienst im Rahmen der Verhinderungspflege einspringen. Sie können zudem aber auch standardmäßig einplanen, dass der Pflegedienst Sie tagsüber pflegt und Ihre Angehörigen in der Nacht die Pflege übernehmen. Die Höhe des Pflegegelds verringert sich dabei abhängig von den gezahlten Sachleistungen. Nehmen Sie beispielsweise 70 Prozent der Ihnen zustehenden Sachleistungen in Anspruch, erhalten Sie noch 30 Prozent des Pflegegelds.
 

Rechenbeispiel

Wenn Sie mit Pflegegrad 3 Sachleistungen in Höhe von 908,60 Euro erhalten – also 70 Prozent von 1.298 Euro – dann stehen Ihnen noch 30 Prozent des Pflegegeldes zu. Dies bedeutet 163,50 Euro von 545 Euro.

Welche Vorteile bietet die Kombinationspflege?

 
  • Individuelle Anpassung an Ihre Pflegebedürfnisse
  • Flexible Entlastung pflegender Angehöriger
  • Tages- und Nachtpflege als Sachleistung möglich
  • Ambulante Pflege ist auch bei Urlaub/Krankheit der pflegenden Angehörigen gewährleistet
Steuer
Illustration Frau mit Infoblatt

Pflegekosten sind grundsätzlich steuerlich absetzbar als außergewöhnliche Belastung oder als haushaltsnahe Dienstleistungen. Das gilt zum Beispiel für folgende Kosten: 

Auch für Pflegesachleistungen gilt, dass diese Leistungen steuerlich absetzbar sind. Voraussetzung hierfür ist, dass sie von einem ambulanten Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe verrichtet werden. Das wären zum Beispiel Hilfen beim Kochen, Einkaufen, Putzen oder beim Duschen. Zu beachten ist, dass es keine medizinische Behandlungspflege oder Krankenpflege sein darf. 

 

Illustration Frau mit Infoblatt
Illustration Fragen Antworten
Oft gefragt
Illustration Fragen Antworten

Grundsätzliche Idee ist, dass pflegende Angehörige mit dem Entlastungsbetrag entlastet werden. Pflegebedürftige sollen damit gefördert werden, um so lange wie möglich im häuslichen Umfeld bewältigen zu können – möglichst selbstständig. Anspruch darauf haben alle Personen (mit einen Pflegegrad 1 bis 5), die im häuslichen Umfeld gepflegt werden.
Darunter fallen zum Beispiel Kosten für Kurzzeitpflege oder Leistungen des Pflegedienstes für Körperpflege bei Pflegebedürftigen mit dem Pflegegrad 1. 

Der Entlastungsbetrag beläuft sich auf 125 Euro im MonatReichen die 125 Euro pro Monat nicht aus, dann können Sie als Pflegebedürftiger einen Teil Ihrer Pflegeleistungen umwidmen lassen.  Für Betreuungs- und Entlastungsleistungen können Sie dann bis zu 40 Prozent des Betrags nutzen. Das ist empfehlenswert, wenn diese nicht für die Pflege benötigt werden. Dazu ist ein Antrag bei der Pflegekasse nötig.

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Pflegegrad berechnen und einschätzen
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Häufige Fragen
  • Gibt es einen Katalog für Pflegesachleistungen?

    Es gibt für jedes Bundesland einen eigenen Leistungskatalog für die Pflegesachleistungen. Darin sind die Leistungen fest definiert, an die sich ein Pflegedienst halten muss. Daher gibt es keine allgemein gültige Tabelle für Pflegesachleistungen, die für jedes Bundesland gelten.
  • Gibt es Pflegesachleistungen für eine Haushaltshilfe?

    Sollten Sie die Sachleistungen eines Pflegedienstes nicht komplett ausschöpfen, können Sie den freien Betrag für andere Angebote verwenden. Allerdings nur bis zu 40 Prozent Ihres persönlichen Höchstbetrags und nur für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag, zum Beispiel für eine Haushaltshilfe oder für eine Einkaufshilfe verwenden. Beachten Sie bitte, dass die Leistungen vorerst von Ihnen bezahlt werden. Dann reichen Sie die Belege ein bei Ihrer Pflegekasse / Pflegeversicherung, die Ihnen den Betrag bis zum Höchstbetrag zurückerstattet. 
  • Gibt es Pflegesachleistungen, wenn man von einer 24-Stunden-Pflegekraft gepflegt wird?

    Wenn die Pflegekraft von der Pflegekasse zugelassen ist, dann wird auch in diesem Fall die Pflegesachleistung bezahlt. Generell gilt zu beachten, dass Pflegesachleistungen von ambulanten Pflegediensten oder eben von Einzelpersonen erbracht werden müssen, die mit der Pflegekasse abrechnen bzw. dort zugelassen sind.   
  • Welche Pflegeberatungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für privat Pflegeversicherte?

    Als Ratsuchender finden Sie eine Vielzahl an Beratungsangeboten ganz in Ihrer Nähe. Aber auch online, per Telefon und Videochat sind Pflegeberatungen möglich.

    Für privat Pflegepflichtversicherte

    Wenden Sie sich an die compass Pflegeberatung, wenn Sie privat pflegepflichtversichert sind. Die Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer steht Ihnen rund um das Thema Pflege zur Seite.

    Weitere Informationencompass Pflegeberatung.

    Für privat Pflegeversicherte der Allianz

    Wenn Sie bei der Allianz privat pflegeversichert sind bzw. privat vorsorgen, steht Ihnen die Allianz Pflege Assistance WDS.care mit sofortiger Hilfe im Pflegefall zur Seite. Die Experten beraten Sie und Ihre nahen Familienangehörigen – auch wenn diese nicht bei der Allianz versichert sind. Jederzeit und bei Bedarf auch weltweit!

    Weitere Informationen im Glossar unter: WDS.care  

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