Rentner mit Brille und Buch in der Hand spricht mit grauhaariger Dame im Rollstuhl, im Hintergrund unterhalten sich zwei Senioren mit Pflegekraft.
Zweites Zuhause für Senioren

Pflegeheim Suche: So finden Sie freie Pflegeplätze

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Die richtige Unterkunft für Pflegebedürftige finden
  • Die vollstationäre Versorgung von Pflegebedürftigen bietet eine medizinische und pflegerische Rundumbetreuung. Im besten Fall fühlen die Heimbewohner sich dort wie zu Hause und haben Kontakt zu Gleichgesinnten.
  • Bei Demenz oder intensiver Pflegebedürftigkeit ist der Pflegeaufwand besonders hoch. Statt Angehörige in häuslicher Umgebung selbst zu pflegen, kann die Unterbringung in einem Pflegeheim die richtige Entscheidung sein. Dort werden sie gut umsorgt.
  • Um eine passende Einrichtung zu finden, können Sie sowohl online als auch persönlich vor Ort recherchieren. Erstellen Sie vorab eine Checkliste mit wichtigen Kriterien, auf die Sie bei der Pflegeheim-Suche achten möchten.
  • Nordrhein-Westfalen ist das erste deutsche Bundesland, in dem Sie freie Pflegeplätze per App finden können. 
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Pflegeheim Suche: Illustration Information gut zu wissen
Gut zu wissen
Pflegeheim Suche: Illustration Information gut zu wissen

Angehörige in ein Pflegeheim zu geben, ist für viele Menschen ein schwerer Schritt. Er ist jedoch notwendig, sobald die Pflege zu Hause ihre Kapazitäten übersteigt und sie den Pflegebedürftigen nicht seinen Bedürfnissen entsprechend versorgen können. Das kann mitunter daran liegen, dass der bisherige Wohnraum nicht ausreicht oder Sie bzw. ein ambulanter Pflegedienst den Pflegebedarf nicht mehr stemmen können.

Ein Pflegeheim hingegen bietet eine ganzheitliche medizinische und pflegerische Betreuung und schnelle Hilfe in Notfällen. Geschulte Pflegekräfte kümmern sich zu jeder Tages- und Nachtzeit um die Heimbewohner und stehen ihnen bei Sorgen und Fragen zur Seite.

Hinzu kommt, dass viele Senioren Angst vor Einsamkeit haben. Im Altenheim haben sie Kontakt zu anderen Bewohnern, zum Personal und können jederzeit Besuch empfangen. Beschäftigungsmöglichkeiten und organisierte Freizeitaktivitäten mit Gleichgesinnten stehen ebenfalls zur Verfügung. Das entlastet nicht nur die Angehörigen, sondern bietet Pflegebedürftigen auch einen geregelten Tagesablauf und die individuelle Rundum-Betreuung, die sie benötigen.

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Online & offline

Haben Sie sich dazu entschieden, nach einem passenden Seniorenheim für einen pflegebedürftigen Angehörigen Ausschau zu halten? Dann stellt sich die Frage, wie und wo Sie die Suche starten. Sie können sich sowohl im Internet als auch bei Pflege- und Altenheimen vor Ort informieren.

1. Pflegeheim Online suchen

Für die Pflegeheim-Suche im Internet stehen diverse Onlineportale zur Verfügung. Eine seriöse Anlaufstelle ist zum Beispiel das Heimverzeichnis der Gesellschaft zur Förderung der Lebensqualität im Alter und bei Behinderung. Dort sind bundesweit rund 1.100 Einrichtungen mit dem Qualitätssiegel „Grüner Haken“ ausgezeichnet. Es ist das bundesweit einzige Zertifikat, das Seniorenunterkünfte und Pflegeeinrichtungen für hohe Lebensqualität und Verbraucherfreundlichkeit im Alter erhalten können. Teilnehmende Heime können im Heimverzeichnis kostenlos ihr Alleinstellungsmerkmal und das Leitbild ihres Hauses präsentieren.

Ein weiteres Bewertungsverfahren, dem sich Altersheime freiwillig unterziehen können, ist das Qualitätssiegel für Pflegeheime des Instituts für Qualitätskennzeichnung von sozialen Dienstleistungen GmbH (IQD).

Pflegekassen helfen bei der Suche nach Pflegeheim

Die Serviceangebote der privaten und sozialen Pflegekassen umfassen auch Unterstützung bei der Pflegeheim Suche. Über den AOK Pflege-Navigator beispielsweise können Sie ganz einfach in Ihrer Nähe nach passenden Pflegeheimen, Pflegediensten oder stundenweiser Unterstützung für den Alltag suchen. Sie wählen die für Sie passenden Pflegeschwerpunkte aus und erhalten ausführliche Informationen zu mehr als 30.000 Einrichtungen in ganz Deutschland. Die Allianz Pflegezusatzversicherung bietet für Pflegebedürftige und deren Angehörige Service- und Assistanceleistungen. Zum Beispiel eine persönliche Beratung oder Unterstützung bei der Suche eines Pflegedienstes oder Pflegeheimes innerhalb von 24 Stunden.

Pflegeheime vergleichen

Seit 2020 gibt es ein neues System zur Qualitätsmessung, das einen Direktvergleich verschiedener Alten- und Pflegeheime ermöglicht. Auf diese Weise können Sie mehrere Einrichtungen nach den für Sie wichtigen Kriterien miteinander vergleichen und eine Vorauswahl treffen. Die neuen Qualitätsdarstellungen sind über die Websites der Pflegekassen einsehbar. Im Internet finden Sie die Informationen zum Beispiel im PflegeFinder der BKK, im Pflege-Navigator der AOK sowie im Pflegelotsen des vdek.

Erfahrungsberichte über Pflegeheime online suchen

Über die Webseite werpflegtwie.de können Sie Erfahrungsberichte über dort gelistete Seniorenresidenzen und Pflegeheime suchen und lesen. Das Portal bietet eine Vielzahl an Bewertungen und Transparenzberichten, welche Ihnen die Pflegeheimsuche erleichtern. Sie können die Suchergebnisse nach verschiedenen Kategorien und Merkmalen filtern. Interessieren Sie sich beispielsweise für auf Demenz spezialisierte Einrichtungen, können Sie sich die thematisch passenden Erfahrungsberichte anzeigen lassen. Weitere Kategorien sind unter anderem Tagespflege, betreutes Wohnen oder vollstationäre Pflege.

2. Telefonische Pflegeheimsuche

Eine unabhängige Pflegeberatung – zum Beispiel bei einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe – können Sie sowohl telefonisch als auch persönlich in Anspruch nehmen. Im Gespräch mit einem fachkundigen Berater erfahren Sie, welche Pflegeheime es in Ihrer Region gibt. Außerdem informiert er Sie, mit welchen Leistungen der Pflegeversicherung Sie rechnen können.

3. Pflegeheim persönlich besuchen

Haben Sie eines oder mehrere Heime entdeckt, die für Sie in Frage kommen? Dann können Sie sich auf deren Webseiten über weitere Details wie Pflegeschwerpunkte oder Wartelisten informieren. Den Besuch vor Ort ersetzt die Onlinerecherche jedoch nicht. Denn der „Hausbesuch“ ist und bleibt ein wichtiger Schritt bei der Suche nach dem passenden Pflegeheim. Am besten nehmen Sie die pflegebedürftige Person gleich mit ins Wunschwohnheim, um sich gemeinsam ein Bild von der Pflegeeinrichtung zu machen.

  • Tipp: Einige Wohnheime bieten zeitlich befristetes Probewohnen an. Diese Testphase ist eine gute Möglichkeit, um einen umfassenden Eindruck vom Alltag in der Wunsch-Pflegeeinrichtung zu bekommen.
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Oft gefragt
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  • Langzeitpflege: Der Pflegebedürftige befindet sich dauerhaft in einem Pflegeheim und erhält dort eine umfassende Versorgung und Pflege durch professionelle Fachkräfte.
  • Kurzzeitpflege: Im Rahmen der Pflegeleistungen haben Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad zwischen 2 und 5 Anspruch auf bezuschusste Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung. Zum Beispiel, wenn sie nach einem Krankenhausaufenthalt stationär versorgt werden müssen. Der Anspruch auf Kurzzeitpflege beläuft sich auf maximal 56 Tage im Jahr.
  • Verhinderungspflege: Darüber hinaus haben Pflegebedürftige Anspruch auf stationäre Ersatzpflege für maximal 42 Tage im Jahr. Beispielsweise wenn die private Pflegekraft im Urlaub ist, krankheitsbedingt ausfällt oder eine Auszeit von der Pflege braucht.
  • Tagespflege und Nachtpflege: Die teilstationären Versorgungsformen sind eine gute Ergänzung zur häuslichen Pflege. Dabei befindet sich die pflegebedürftige Person tagsüber oder nachts in einem Pflegeheim. Insbesondere pflegende Angehörige, die berufstätig sind, nehmen dieses Angebot in Anspruch, um Job und Pflege unter einen Hut zu bekommen.
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Suchkriterien für ein gutes Pflegeheim
Seniorinnen sitzen draußen am Tisch und malen Bilder mit Wasserfarben.

Die Suche nach einem passenden Pflegeheim ist nicht immer einfach. Der Pflegeplatz sollte bezahlbar sein. Gleichzeitig möchte der Pflegebedürftige sich wohlfühlen – insbesondere wenn er mehrere Jahre in einem Altersheim verbringt. Im besten Fall wird das Pflegeheim zu einem neuen Zuhause.

Um eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen, erstellen Sie am besten eine Checkliste für die Pflegeheimsuche. Darauf notieren Sie alles, was Ihnen für die Betreuung und Versorgung Ihres Angehörigen wichtig ist. Folgende acht Kriterien helfen bei der Alten- und Pflegeheim Suche.

1. Atmosphäre: Welchen Eindruck macht das Pflegeheim?

Verlassen Sie sich nicht (nur) auf Zertifikate, Ergebnisse von Prüfdiensten oder nette Worte der Heimleitung. Verschaffen Sie sich immer auch einen persönlichen Eindruck von der Wohneinrichtung. Fragen Sie andere Heimbewohner, deren Angehörige und auch das Pflegepersonal nach ihrer Zufriedenheit. Führen Sie ausführliche Gespräche mit der Heimleitung und dem zuständigen Pflegedienst. Lassen Sie sich das Haus bei einem Rundgang zeigen und achten Sie besonders auf Sauberkeit, Gerüche und die Stimmung der Hausbewohner.

2. Kosten: Was übernimmt die Pflegekasse?

Die Kosten spielen eine große Rolle bei der Wahl des Pflegeheims. Abhängig von Standort und Ausstattung der Einrichtung sowie dem Pflegegrad des Seniorenheim-Bewohners können die Gebühren stark variieren. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 benötigen in der Regel weniger Betreuung als ein Bewohner mit Pflegegrad 5, der in seiner Selbstständigkeit stark eingeschränkt ist.

Im Durchschnitt liegen die Pflegeheim Kosten bei rund 1.900 Euro im Monat. Die Pflegekasse übernimmt nur einen Teil davon, sodass Sie den Rest aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Bevor Sie den Heimvertrag unterschreiben: Informieren Sie sich über alle möglichen Kosten, die auf Sie zukommen könnten – zum Beispiel für die Heimunterbringung, Pflegeleistungen, Essen und Getränke, Wäsche und Reinigung, Telefon, Internet, Strom, Heizung und Anmeldegebühren. Prüfen Sie außerdem, wie die Kostenübernahme bei einer privaten Pflegeversicherung ausfällt.

3. Wie sind Lage und Umgebung der Pflegeeinrichtung?

Je nachdem, ob Sie eine Senioreneinrichtung in der Stadt oder eher ein abgelegenes Alten- und Pflegeheim auf dem Land suchen, sollten Sie sich vorab über die Infrastruktur Ihrer Wunscheinrichtungen informieren.

  • Besteht Anschluss an Geschäfte und das öffentliche Leben?
  • Können Sie Ihren Angehörigen nur mit dem Auto oder auch den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?
  • Liegt das Pflegeheim in einem ruhigen oder lärmintensiven Viertel?
  • Gibt es genügend Parkplätze und ausreichend Grünanlagen?

4. Welche Ausstattung und Services bietet das Pflegeheim?

Die Ausstattung der Einrichtung ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Pflegeheimsuche. Auf folgende Aspekte sollten Sie achten:

  • Wie groß ist die Heimeinrichtung?
  • Sind alle Bereiche barrierefrei mit Rollstuhl und Rollator zugänglich?
  • Gibt es eine Cafeteria, Fernseh-, Hobby- oder andere Aufenthaltsräume?
  • Sind Haustiere erlaubt?
  • Ist der Empfangsbereich rund um die Uhr besetzt?
  • Gibt es feste Ruhe- und Besuchszeiten?

5. Welche Optionen gibt es bei der Zimmerwahl und Zimmerausstattung?

Normalerweise haben Sie die Möglichkeit, zwischen einem Einzelzimmer, einem Zweibettzimmer oder einer Wohnung zu wählen. Letztere kommt beispielsweise bei betreutem Wohnen und Pflege-WGs zum Einsatz. Informieren Sie sich vorab, welche Optionen es gibt, und wie die Unterkunft ausgestattet ist:

  • Wie groß ist das künftige Zimmer des Pflegebedürftigen?
  • Ist das Zimmer hell, freundlich und wohnlich?
  • Hat es eine eigene Toilette, Dusche oder ein Bad?
  • Gibt es ein Notrufsystem, genügend Haltegriffe und Aufstehhilfen?
  • Sind Telefon-, Internet- und Fernsehanschlüsse vorhanden?
  • Können Heimbewohner eigene Möbel mitbringen?
  • Gibt es einen Balkon oder eine Terrasse?
  • Stehen sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten für persönliche Wertgegenstände zur Verfügung?

6. Wie gut ist die medizinische, pflegerische und therapeutische Betreuung?

Je nach Pflegebedürftigkeit  liegt es in der Natur der Sache, dass einige Senioren mehr Betreuung benötigen als andere. Klären Sie deshalb ab, wie es um die medizinische Versorgung in Ihrer favorisierten Einrichtung steht. Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Verfügt das Pflegeheim über einen eigenen Arzt oder gibt es eine Praxis in der Nähe?
  • Kann Ihr Hausarzt die Behandlung weiterhin begleiten?
  • Kommen Psychopharmaka oder ausschließlich alternative Methoden zum Einsatz?
  • Wie hoch ist die Zahl pflegender Hilfskräfte? Über welche Qualifikationen verfügen sie?
  • Ist das Personal für spezielle Krankheiten wie Demenz, Diabetes oder Schlaganfälle geschult?
  • Hat die Einrichtung einen eigenen Sozialdienst oder ein Seelsorge-Angebot?
  • Wie ist der Umgangston des Personals mit den Bewohnern?
  • Nehmen sich die Pflegekräfte ausreichend Zeit?

7. Sind Essen und Verpflegung vielseitig und gesund?

Für viele Personen zu kochen, ist nicht immer einfach. Trotzdem ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Denn der gesundheitliche Zustand und die Stimmung der Pflegeheimbewohner hängen unter anderem von der Verpflegung ab. Achten Sie bei der Wahl des Pflegeheims auf folgende Aspekte – und nehmen Sie nach Möglichkeit selbst an einer Mahlzeit teil:

  • Wie vielseitig und ausgewogen ist die Essensauswahl?
  • Werden die Speisen täglich frisch und vor Ort zubereitet oder kommt das Essen aus einer Großküche?
  • Wie viele Mahlzeiten gibt es pro Tag und erfolgen sie in regelmäßigen Abständen?
  • Stehen Speisen und Getränke auch außerhalb der festen Essenszeiten zur Verfügung?
  • Wird auf Lebensmittelallergien und -intoleranzen Rücksicht genommen? 
  • Bietet die Heimleitung regelmäßig Sprechzeiten an?
  • Ist die Reinigung des Zimmers im Service enthalten?

8. Gibt es Freizeit- und Beschäftigungsangebote zum Zeitvertreib?

Um dem Tagesablauf im Heim etwas Abwechslung zu verleihen und sicherzustellen, dass die Senioren nicht nur einsam in ihren Zimmern sitzen, gibt es in vielen Einrichtungen wechselnde Freizeitangebote.

  • Bietet das Heim regelmäßig Aktivitäten wie Lesestunden, Singen, Tanzen, Basteln, Gymnastik sowie Bildungsangebote an?
  • Können die Bewohner Ausflüge ins Kino, Theater oder in den Zoo unternehmen?
  • Werden sonntags Gottesdienste veranstaltet?
  • Gibt es Beschäftigungsangebote speziell für schwerkranke oder demente Heimbewohner?
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Ältere Frau sitzt am Schreibtisch und telefoniert, notiert nebenher etwas auf einem Block
Warteliste
Ältere Frau sitzt am Schreibtisch und telefoniert, notiert nebenher etwas auf einem Block

Zahlreiche Internetportale informieren kostenlos über freie Plätze in Pflegeheimen. Zudem bieten Organisationen wie der „Verband Pflegehilfe“ gebührenfreie Hotlines an. Darüber können Sie fachkundige Berater von Montag bis Sonntag telefonisch erreichen und eine umfangreiche Pflegeberatung erhalten. Über die Internetseite pflegehilfe.org können Sie sich ebenfalls schnell und einfach über freie Heimplätze informieren.

Lassen Sie sich in Ihrem Wunsch-Pflegeheim auf die Warteliste setzen

Für den Fall, dass Ihr Favorit gerade keinen freien Platz hat, können Sie sich in der Regel auf eine Warteliste setzen lassen. Bis ein Einzug möglich ist, bringen Sie den Pflegebedürftigen zunächst in einem anderen Heim unter. Wird der gewünschte Heimplatz frei, können Sie jederzeit wechseln. Ein Heimwechsel steht Ihnen auch dann offen, wenn das Wunsch-Pflegeheim doch nicht Ihren Erwartungen entspricht.

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Hohe Pflegebedürftigkeit

Menschen, die an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz leiden, sind in der Regel auf permanente Betreuung und Pflege angewiesen. Pflegende Angehörige stoßen dabei oft an ihre Grenzen und selbst ambulante Pflegedienste können die erforderliche Unterstützung häufig nicht leisten. Demenzkranke Patienten brauchen professionelle Rundum-Betreuung.

Aus diesem Grund entstehen immer mehr Pflegeheime, die sich auf die Betreuung von Demenzkranken spezialisieren. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Ausbildung der Pflegekräfte als auch auf das Angebot zur Beschäftigung der Patienten.

Da es noch nicht viele spezielle Demenz-Pflegeheime gibt, sind die Plätze sehr begehrt und häufig mit langen Wartezeiten verbunden. Das macht die Suche nach einem Pflegeheim für Demenzkranke besonders schwer. Umso wichtiger ist es, dass Sie frühzeitig nach einer geeigneten Einrichtung Ausschau halten.

Darauf sollten Sie bei der Suche nach einem Pflegeheim für Demenzkranke achten

7 Tipps im Überblick:

  • Gibt es eine offene oder geschlossene Demenzstation? Geschlossene Abteilungen dürfen die Pflegebedürftigen nicht alleine verlassen.
  • Verfügen die Pflegekräfte über eine Zusatzausbildung für die Pflege von Demenzkranken? Gehen sie auf ihre Bedürfnisse ein?
  • Wie geht das Demenz-Pflegeheim mit den Themen Fixierung und medikamentöse Ruhigstellung um? Gute Einrichtungen verzichten heute in aller Regel weitgehend darauf.
  • Welche Aktivitäten, Förderangebote und Beteiligungsmöglichkeiten bietet das Heim an? Gibt es Spielenachmittage, geführte Ausflüge oder ähnliches?
  • Gibt es sogenannte „qualitätsgeleitete Pflegeoasen“ für schwerstpflegebedürftige und bettlägerige Heimbewohner? Diese bilden einen Kompromiss aus Privatsphäre und passiver Teilhabe am Alltagsgeschehen.
  • Geht das Pflegepersonal auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner ein?
  • Können Angehörige sich bei Fragen an einen Ansprechpartner wenden?

Demenzkranke reagieren oft sensibel auf Veränderungen. Deshalb erfordert der Umzug in die Pflegeeinrichtung viel Einfühlungsvermögen. Als Angehöriger sollten Sie dem Betroffenen vor allem am Anfang jederzeit zur Seite stehen und möglichst viel Zeit mit ihm verbringen.

Gut zu wissen
Pflegeheim Suche: Illustration Information gut zu wissen

Seit Januar 2020 gibt es in Nordrhein-Westfalen die kostenlose App „Heimfinder“. Die Anwendungssoftware sowie die dazugehörige Internetseite sollen die Suche nach freien Pflegeplätzen in NRW erleichtern. Anstatt Pflegeheime mühsam abzutelefonieren, zeigt die App dem Nutzer tagesaktuell freie Plätze für Langzeit- und Kurzzeitpflege an.

Das Prinzip dahinter: Das Pflegeheim lässt sich wie ein Hotel bequem im Internet oder per Smartphone buchen. Eine Ausweitung auf freie Plätze in Tagespflege-Einrichtungen ist bereits in Planung.

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