Pflegeversicherung Träger: Definition, Beiträge und Leistungen
Gesetzliche & private Pflegekassen

Träger der Pflege­versicherung

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Gesetzlich Krankenversicherte sind in der gesetzlichen Pflege­versicherung versichert. Privat­versicherte schließen mit Ihrer privaten Krankenversicherung eine private Pflege­versicherung ab. In ihrer Art sind beides Pflichtversicherungen.
  • Träger der sozialen Pflegeversicherungen sind die Pflegekassen. In Deutschland gibt es rund 100 Pflegekassen für die soziale Pflegeversicherung (SPV), die unmittelbar an die jeweiligen gesetzlichen Krankenversicherungen gebunden sind – die private Pflegepflichtversicherung (PPV) ist in etwa 50 privaten Krankenversicherungen integriert.
  • Die Leistungen sind prinzipiell gleich: Beide Träger bieten im Pflegefall eine gesetzlich geregelte Grund­absicherung. Anspruch haben Pflegebedürftige mit Pflegegrad. Die soziale Pflegeversicherung (SPV) erbringt Pflegegeld oder Sachleistungen. Die private Pflegeversicherung (PPV) erbringt Pflegegeld oder Kostenersatz
  • Die Kosten bei Pflege­bedürftig­keit sind meist deutlich höher als die Leistungen der Pflegepflicht­ver­sicherungen. Eine private Pflege­zusatz­ver­si­che­rung hilft, mögliche Ver­sorgungs­lücken zu schließen.
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Definition
In Deutschland gibt es 102 gesetzliche Pflegekassen, die mit den gesetzlichen Krankenkassen verbunden sind – und 52 private Krankenversicherungen, in denen die Pflegepflichtversicherung integriert ist (Stand 2021).
Träger der sozialen Pflegeversicherungen, SPV, sind die Pflegekassen. Versicherungsträger sind öffentlich-rechtliche Körperschaften. Ihre Aufgabe ist es, die Sozialversicherung zu vollziehen. Das heißt: Sie ziehen Beiträge ein und gewähren Versicherten die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen.

Die Träger der gesetzlichen Pflegeversicherungen sind die Pflegekassen. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts arbeiten sie zwar in eigener Verantwortung und Selbstverwaltung. Sie sind aber unmittelbar an die jeweiligen gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) angeschlossen.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind in Deutschland über 73 Millionen Versicherte in einer der 102 gesetzlichen Krankenkassen versichert. Ihr Dachverband ist der GKV-Spitzenverband. Da zu jeder gesetzlichen Krankenversicherung eine gesetzliche Pflegekasse gehört, gibt es auch 102 Pflegekassen:

  • 11 Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK)
  • 77 Betriebskrankenkassen (BKK)
  • 6 Innungskrankenkassen (IKK)
  • 1 Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK)
  • 1 Knappschaft-Bahn-See (KBS)
  • 6 Ersatzkassen (Verband der Ersatzkassen, vdek): Zu den sechs Mitgliedskassen des vdek gehören die großen gesetzlichen Versicherungsträger Techniker Krankenkasse, Barmer, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse, Handelskrankenkasse und Hanseatische Krankenkasse.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium; Stand: Oktober 2021

Quelle:  Bundesgesundheitsministerium; Stand: Juli 2021

 

Für privat Krankenversicherte

Etwa zehn Prozent der in Deutschland versicherten Personen haben eine Private Krankenversicherung (PKV). Auch für sie besteht in der Pflegeversicherung Versicherungspflicht (Pflegeversicherung Pflichtversicherung). Wer privat kranken­versichert ist, ver­sichert sich deshalb in der privaten Pflege­pflicht­versicherung. 2020 waren rund neun Millionen Versicherte privat kranken- und pflegeversichert (vollversichert).

Private Krankenversicherer sammeln sich unter dem Verband der Privaten Kranken­versicherung. Er hat ins­gesamt 52 Mit­glieder: 42 ordent­liche, acht außer­ordent­liche und zwei ver­bundene Ein­richtungen (Post­beamten­kranken­kasse und Kranken­versorgung der Bundes­bahn­beamten).

Zu den großen privaten Versicherungs­trägern gehören zum Beispiel Allianz, Deutsche Kranken­versicherung (DKV), Debeka, Signal Iduna, HUK Coburg, Barmenia oder Axa.

Quelle: Verband der Privaten Krankenversicherung e.V., PKV-Verband

Quelle: PKV Verband; Stand: Dezember 2021

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Gut zu wissen
Die Pflegeversicherung ist mit der Krankenversicherung verbunden. Das heißt: Sie sind meist dort pflege­versichert, wo Sie kranken­versichert sind.

Pflegeversicherung: Wer zahlt bzw. trägt Ihre Versicherungsleistungen? Je nachdem, ob Sie privat oder (freiwillig) gesetz­lich kranken­versichert sind, sind diese Träger der Pflegeversicherung für Sie zuständig:

  • Gesetzlich krankenversichert: Pflegeversichert sind Sie auto­matisch über die Pflege­kasse Ihrer gesetz­lichen Kranken­kasse. Welche der 102 Kranken- und Pflege­kassen Sie wählen, ist Ihnen überlassen.
  • Privat krankenversichert: Sie schließen eine private Pflege­pflicht­versicherung ab. Träger der Pflege­versicherung ist eine der 52 Unternehmen der Privaten Krankenversicherung.
  • Freiwillig gesetzlich kranken­versichert: Sie dürfen sich für eine gesetz­liche Pflege­versicherung entscheiden, sind aber nicht dazu ge­zwungen. Auf Antrag können Sie auch eine Pflegepflichtversicherung bei einem privaten Ver­sicherungs­träger abschließen.
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Beitragssätze PV
Ob Sie bei einem gesetzlichen oder privaten Träger der Pflegeversicherung versichert sind, hat für Ihren PV-Beitrag Bedeutung. Wie hoch die monatlichen Kosten (Beiträge) sind, erfahren Sie hier.

Der Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung ist gesetzlich vorgegeben und hängt vom Bruttoeinkommen ab. Je höher das Einkommen, desto höher der Beitrag den soziale Pflegeversicherung-Träger erhalten. 2022 berechnen deutsche Pflegekassen einen Beitragssatz von:

  • 3,05 Prozent für Versicherte mit Kindern
  • 3,40 Prozent für kinderlose Versicherte ab vollendetem 23. Lebensjahr (Kinderlosenzuschlag)

Eine Beitragsbemessungsgrenze legt die Einkommenshöhe fest, bis zu welcher der Beitragssatz berechnet wird. 2022 liegt die Obergrenze für Kranken- und Pflegeversicherung bei einem monatlichen Gehalt von 4.837,50 Euro bzw. einem Jahresgehalt von 58.050,00 Euro. Für Versicherte mit Kindern (3,05 Prozent) ergibt sich ein Höchstbeitrag von etwa 148 Euro im Monat. Kinderlose Beitragszahler (3,40 Prozent) zahlen monatlich maximal 164 Euro.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Beitrag zur Pflegeversicherung jeweils zur Hälfte (Ausnahme: Sachsen, hier trägt der Arbeitgeber 1,025 Prozent, der Arbeitnehmer 2,025 Prozent). Den Kinderlosenzuschlag zahlt der Arbeitnehmer alleine.

Sind Sie privat krankenversichert, hat Ihr Einkommen für Ihren PV-Beitrag keine Bedeutung. Die Kosten für Ihre private Pflege­pflicht­versicherung richten sich nach Ihrem Alter bei Versicherungs­beginn. Das heißt: Der Beitrag ist meist umso höher, je später Sie in die private Pflege­versicherung wechseln.

Private Pflegeversicherungen (Pflegeversicherung-Träger) dürfen von ihren Kunden maximal den Höchst­beitrag der sozialen Pflege­versicherung verlangen. 2022 liegt er für Privat­versicherte ohne Bei­hilfe­anspruch bei etwa 148 Euro pro Monat. Privat­versicherte An­ge­stellte erhalten einen Beitrags­zuschuss von ihrem Arbeitgeber.

Zu beachten: Die Corona-Pandemie hat zu außergewöhnlichen Belastungen im Pflegesystem geführt. Zur Finanzierung der pandemiebedingten Kosten wird in der privaten Pflegepflichtversicherung bis 31.12.2022 ein befristeter befristeter Corona-Zuschlag erhoben.

Angestellte, Arbeitslose und Rentner sind in der Regel bei einer gesetzlichen Krankenversicherung und der zugehörigen Pflegekasse versichert. Ausnahmen sind möglich, wenn Versicherte die gesetzlich festgelegte Einkommensgrenze überschreiten. Die sogenannte Versicherungspflichtgrenze (fälschlicherweise oft auch für die Pflegeversicherung Pflichtversicherungsgrenze genannt) wird für jedes Jahr neu festgelegt. 2022 liegt sie bei 5.362,50 Euro im Monat oder 64.350 Euro im Jahr (in der Regel inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld).

Liegt Ihr Bruttojahresentgelt über dieser Grenze, können Sie freiwillig gesetzlich versichert bleiben. Oder Sie wechseln in eine private Kranken- und Pflegeversicherung. Selbstständige und Beamte haben immer die Möglichkeit, sich für einen privaten Versicherungsträger zu entscheiden.

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Anspruch & Voraussetzungen
Pflegebedürftigkeit ist die Grundbedingung dafür, Leistungen der Pflege­ver­sicherungen zu erhalten. Als pflegebedürftig gilt, wer in einen von fünf Pflegegraden eingestuft ist.

Nur Personen, die als pflege­bedürftig gelten, gewähren Träger der Pflege­versicherung zum Beispiel Pflegesachleistungen. Wer pflege­versichert ist und Hilfe­bedarf hat, muss deshalb in einen der fünf Pflegegrade eingestuft sein. Hierfür erstellt der Medi­zinische Dienst der Kranken­versicherung (MDK) oder MEDICPROOF ein Gutachten.

Die Antwort auf die Frage "Pflegeversicherung: Wer zahlt, wann und wieviel?" hängt also von ihrer individuellen Pflegebedürftigkeit je nach Pflegegrad ab. Welchen Pflegegrad Sie haben könnten, das erfahren Sie beispielsweise mit dem Allianz Pflegegrad-Rechner.

Anhand dieser Begutachtung bzw. Berechnung bestimmen Träger der gesetz­lichen Pflege­ver­si­che­rung bzw. privaten Pflege­pflicht­ver­si­che­rung den Grad der Pflege­bedürftigkeit. Die Ein­stufung beginnt mit Pflege­grad 1 für Antrag­steller mit leichten Ein­schrän­kun­gen im Alltag, und endet mit Pflege­grad 5 für Personen mit sehr hohem Pflege­bedarf. Je höher der Pflege­grad, desto umfangreicher sind die Leistungen. Die Leistungen können Be­troffene beim Ver­sicherungs­träger ihrer Pflege­versicherung beantragen.

Aktuelle Pflegebedürftigkeit
Ob durch Krankheit oder nach Unfall: Laut Bundesgesundheitsministerium (BGM) können fast 4,6 Millionen Menschen in Deutschland ihre alltäglichen Aufgaben nicht selbstständig bewältigen und sind pflegebedürftig.

Quelle:  Bundesgesundheitsministerium (PDF Download) Juni 2021.

Die meisten Leistungsempfänger (rund 3,68 Mio.) werden ambulant betreut. Knapp 900.000 erhalten stationäre Pflege in einer Pflege­ein­richtung (Stand: Juni 2021). Aufgabe der gesetzlichen Pflege­ver­sicherung ist, ihre Versicherten gegen die finanziellen Folgen einer Pflegebedürftigkeit abzusichern.

Als fünfte Säule des deutschen Sozial­versicherungs­systems ist die gesetzliche bzw. soziale Pflege­versicherung eine Pflicht­versicherung. Genauso wie die vier anderen Säulen – gesetzliche Kranken­versicherung, gesetzliche Renten­versicherung, gesetzliche Arbeits­losen­versicherung und gesetzliche Unfall­versicherung. Durch die Versicherungs­pflicht stellt der Gesetzgeber sicher, dass die Basisleistungen der Sozialversicherung jeden Bürger im Pflegefall absichern. Die Not­wendig­keit einer Pflege­versicherung besteht deshalb un­ab­hängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat kranken­versichert sind.

Quelle:  Bundesgesundheitsministerium (PDF Download) Juni 2021.

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Ihr Versicherungsschutz in der Pflege
Leistungen gesetzlicher und privater Pflege­versicherungen sind prinzipiell gleich. Bei Pflege­bedürftig­keit bieten alle Versicherungs­träger ihren Versicherten einen Basis­schutz und tragen einen Teil der Pflegekosten. Für den Rest kommen Sie selbst auf.

Welche Leistungen Ihnen im Pflegefall zustehen, hängt von Ihrem anerkannten Pflegegrad ab. Dabei macht es keinen Unterschied, ob gesetzliche oder private Pflegeversicherung für Sie zuständig sind. Die wichtigsten Leistungen der Pflegeversicherungen sind:

Pflegebedürftige aller Pflegegrade haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich.

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Versorgungslücken schließen
Träger der Pflegepflichtversicherung bieten lediglich einen Grundschutz. Um bei Pflegebedürftigkeit Ihre Lebensqualität zu erhalten und Ihren Eigenanteil an den Kosten gering zu halten, ist der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung zum Schließen der finanziellen Versorgungslücke sinnvoll.
Die Leistungen der sozialen Pflege­versicherung und der privaten Pflege­pflicht­versicherung decken nur einen Teil der Kosten ab, die Ihnen im Pflegefall ent­stehen. Ein Beispiel: In Pflege­grad 5 betragen Heim- und Pflegekosten durch­schnitt­lich 4.209 Euro im Monat. Das ist deut­lich mehr, als Versicherungsträger der Pflegeversicherung übernehmen. Das Risiko ist groß, dass eine Ver­sor­gungs­lücke entsteht. Diese müssen Sie oder Ihre Angehörigen aus eigenen finanziellen Mitteln schließen.
 
Lesen Sie hier, wie groß Ihre Versorgungslücke bzw. Ihr Eigenanteil sein könnte.

Im Rahmen der Pflegereform zahlen gesetzliche Pflegekassen oder die private Pflegepflichtversicherung seit 1.1.2022 zusätzlich zu pauschalen Leistungsbeträgen einen Leistungszuschlag. Die Höhe hängt von der Dauer der vollstationären Pflege ab.

Der Zuschlag ist bezogen auf den pflegebedingten Eigenanteil – genauer den sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) inkl. Ausbildungsvergütung (AV) – des jeweiligen Pflegeheims bei vollstationärer Pflege in den Pflegegraden 2 bis 5.

Der Leistungszuschlag beträgt im ersten Jahr 5 Prozent der so definierten pflegebedingten Aufwendungen. Im 2. Jahr beträgt dieser 25 Prozent, im 3. Jahr 45 Prozent und ab dem 4. Jahr 70 Prozent.

Quellen für bundesweit durchschnittliche stationäre Pflegekosten: Verband der Ersatzkassen (VdEK 07/2021) und Wissenschaftliches Institut der PKV (WIP-Studie 05/2020) sowie GBE-Bund.

Im Pflegefall möchten Sie finanziell abgesichert sein, ohne Ihre Angehörigen zu belasten? Dann ist beispielsweise eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll. Je nachdem, in welchem Umfang Sie Ihr Pflegerisiko absichern möchten, gibt es passende private Vorsorgemöglichkeiten. Den Basis-Versicherungsschutz der Pflegeversicherung-Träger können Sie zum Beispiel mit diesen Allianz Zusatzversicherungen erweitern:

  • Pflegezusatzversicherung: PflegetagegeldBest leistet je nach Pflegegrad einen vertraglich festgelegten Tagessatz. Je nachdem, ob Sie im Heim oder zu Hause von Pflegekräften oder Angehörigen betreut werden.
  • PflegeBahr: Der Tarif ist ein solider Einstieg in die private Pflegeversicherung. Der Staat fördert den PflegeBahr jährlich mit bis zu 60 Euro.
  • Pflegerentenversicherung: Die PflegePolice Flexi zahlt im Pflegefall eine garantierte monatliche Pflegerente. Die Höhe der Pflegerente bestimmt sich je nach Grad der Pflegebedürftigkeit und vereinbarter Leistung.
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Ihren Pflegegrad einschätzen

Der Allianz Pflegegrad Rechner ist ein Tool für Ihre persönliche Einschätzung des voraussichtlichen Pflegegrads. Er ersetzt nicht die Beurteilung Ihrer Pflegebedürftigkeit durch einen unabhängigen medizinischen Gutachter.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Welche Pflegeberatungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für privat Pflegeversicherte?

    Pflegeberatung und Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen gibt es online, per Telefon oder Videochat. Auf Wunsch beraten Experten Sie auch persönlich zu Hause. Sie sind selbst pflegebedürftig und Mitglied einer privaten Pflegepflichtversicherung? Oder Angehöriger eines solchen Leistungsempfängers? Dann können Sie unter anderem diese Beratungsmöglichkeiten nutzen:

    • Für privat Pflegepflichtversicherte: Die compass Pflegeberatung der privaten Kranken­versicherer unterstützt Sie bei allen Fragen rund um das Thema Pflege und hilft bei der Auswahl von Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen. Unter 0800 1018800 erreichen Sie die Experten kostenlos.
    • Für Versicherte in der Pflegezusatzversicherung der Allianz: Wenn Sie bei der Allianz privat vorsorgen, steht Ihnen die Allianz Pflege Assistance WDS.care mit sofortiger Hilfe im Pflegefall zur Seite. Die Experten beraten Sie und Ihre nahen Familienangehörigen – selbst wenn diese nicht bei der Allianz versichert sind. Jederzeit und bei Bedarf auch weltweit und kostenlos!
  • In welcher Form sollte ein Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherungen gestellt werden?

    Den Antrag stellen Sie formlos per E-Mail, Fax oder Brief bei der Pflegekasse der pflegebedürftigen Person. Wichtig: Zwar können Sie Leistungen bei einem Träger der Pflegeversicherung auch telefonisch beantragen. Dann können Sie jedoch nicht nachweisen, wann Sie den Antrag gestellt haben. Das Antragsdatum ist jedoch für den Leistungsbeginn entscheidend. Darum ist eine schriftliche Beantragung sinnvoll.
  • Welche Leistungen der Pflegeversicherungen können für pflegende Angehörige verwendet werden?

    Sowohl soziale Pflege­versicherungen als auch private Pflege­pflicht­versicherungen zahlen Pflegegeld. Diese Leistung der Versicherungsträger steht zwar ausschließlich dem Versicherten (SPV) oder dem Versicherungsnehmer (der PPV) zu. Jedoch entscheidet dieser selbst über die Verwendung des Pflegegeldes und kann es pflegenden Angehörigen, Freunden oder ehren­amtlichen Leistungs­erbringern zukommen lassen.
  • Finanzierung der Pflegeversicherung: Wer zahlt wo Beiträge ein?

    • Die Pflegeversicherung-Finanzierung wird von den Mitgliedern gesetzlicher und privater Pflegekassen, den gesetzlich Pflegeversicherten mit ihren Beiträgen ermöglicht. Die Beiträge der gesetzlich Pflegeversicherten decken die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung (SPV). Die individuelle Beitragshöhe ist vom Bruttoeinkommen (bzw. Bruttojahresgehalt) abhängig.
    • In der privaten Pflegeversicherung (PPV) spielt das Einkommen der Versicherten bei der Bemessung ihrer Beiträge, die sie zahlen, keine Rolle. Entscheidend ist das individuelle Pflegerisiko, das mit zunehmendem Eintrittsalter steigt.
    • Für beide gilt bei der Berechnung der maximalen Beitragshöhe die jeweils aktuelle Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung.
  • Wer sind die Träger von Pflegeeinrichtungen?

    Die Träger von Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime als Pflegeheime zugelassene Altenheime) erbringen jene pflegerischen Leistungen, die von den Pflegekassen an den Pflegebedürftigen je nach Pflegegrad bezahlt werden.

    Die Einrichtungsträger können natürliche oder juristische Personen sein. Sie betreiben die pflegerische Einrichtung und stellen das Pflegepersonal sowie die Arbeitsmittel. In Deutschland gibt es drei Arten von Trägern für Pflegeeinrichtungen: Staatliche Träger, freigemeinnützige Träger und private Betreiber.

    Heimbewohner (
    Pflegebedürftige) schließen ihren Vertrag mit dem Einrichtungsträger.

    Neu ab 01.01.2022: Um Pflegeberufe attraktiver zu gestalten, sieht die Pflegereform 2021/2022 eine tarifliche Bezahlung von Pflegekräften vor. Träger von Pflegeeinrichtung sind somit ab dem 01.09.2022 verpflichtet, die (bei der Vereinbarung der Pflegesätze/Pflegebedürftigem zugrunde gelegte) Bezahlung der Gehälter ihrer Pflegekräfte einzuhalten und nachzuweisen.

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