Pflegegeld: Alle Infos im Überblick
Finanzielle Unterstützung für pflegende Angehörige

Pflegegeld: Leistungen für Pflege zu Hause

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Sie erhalten Pflegegeld, wenn Angehörige, Bekannte oder Freunde Sie zu Hause pflegen. Zudem müssen Sie mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft sein.
  • Die Pflegeversicherung zahlt Ihnen als Pflegeversicherten das Pflegegeld monatlich. Je höher der Grad der Pflegebedürftigkeit, desto höher der Betrag. Sie können frei entscheiden, wie Sie das Geld einsetzen.
  • Das Pflegegeld lässt sich mit einer Pflegesachleistung verbinden. Die häusliche Betreuung kann also neben Privatpersonen auch ein professioneller Pflegedienst übernehmen. Dann verringert sich Ihr Pflegegeld prozentual um den Anteil der Pflegesachleistungen.
  • Oft deckt das Pflegegeld aus der Pflichtversicherung nicht alle Kosten. Um diese Versorgungslücke zu schließen und zusätzliche finanzielle Belastungen abzuwenden, lohnt sich eine Pflegezusatzversicherung.
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Definition
Das Pflegegeld soll pflegebedürftigen Menschen helfen, ihren Alltag weitestgehend selbstbestimmt weiterzuführen. Um es zu erhalten, müssen Sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen.

Sie haben die Wahl, wo Sie gepflegt werden wollen. Laut Bundesgesundheitsministerium entscheiden sich vier von fünf Pflegebedürftigen für die Pflege im eigenen Zuhause (Pflegehilfe), damit sie ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen müssen.

Die Pflege in den eigenen vier Wänden übernehmen meist Angehörige, was die Pflegesituation oft entspannt. Im Gegensatz zu professionellen Pflegekräften erhalten Angehörige dafür kein Gehalt. Wenn Sie Pflegegeld beantragen, zahlt Ihnen die Pflegekasse entsprechend Ihres Pflegegrades ein monatliches Pflegegeld ab Pflegegrad 2, höhere Pflegegrade erhalten eine höhere Summe. Sie sollten ihre Tätigkeiten dokumentieren, um den Zeitaufwand der Pflege messen zu können.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium (PDF-Download), April 2022

Mit Pflegekasse ist die Pflegeversicherung der gesetzlichen Krankenkassen gemeint. Wenn Sie privat krankenversichert sind, dann ist die Pflegeversicherung Ihrer Privaten Krankenversicherung zuständig.

Über das Pflegegeld dürfen Sie frei verfügen. Sie können zum Beispiel das Pflegegeld für Angehörige und andere Personen verwenden, die Sie pflegen. Damit bekommen diese einen finanziellen Ausgleich für ihre Mühen. Pflegegeld ist eine Geldleistung, diese dürfen Sie also auch z.B. für eine Haushaltshilfe verwenden oder sich damit selbst etwas Gutes tun. Sie müssen keinen Pflegegeld Verwendungsnachweis einreichen.

Um Pflegegeld zu bekommen, müssen Sie Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung beantragen. Gesetzlich Versicherte stellen den Antrag bei der Pflegekasse, privat Versicherte beantragen Leistungen wie Pflegegeld bei ihrem Versicherungsunternehmen. Dabei wird auch der Pflegegrad festgestellt.

Egal ob gesetzlich oder privat versichert: Beim Pflegegeld erhalten Pflegebedürftige immer dieselben Leistungen. Während gesetzlich Versicherte automatisch pflegeversichert sind, müssen privat Versicherte die Pflegeversicherung extra abschließen. Die Pflegeversicherung ist Pflicht, den Anbieter können sich privat Versicherte aber aussuchen.

Ein weiterer Unterschied bei der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung besteht darin, dass eine andere Organisation die Pflegebedürftigkeit prüft: Gesetzliche Krankenversicherungen beauftragen den Medizinischen Dienst (MDK), private Versicherungsunternehmen den Gutachterdienst MEDICPROOF.

Gut zu wissen

In Bayern gibt es eine Besonderheit: Das Landespflegegeld. Es wird für alle Bürger mit einem Hauptwohnsitz in Bayern zusätzlich zum Pflegegeld, ab Pflegegrad 2, ausbezahlt.

Das bayrische Landespflegegeld beträgt 1.000 Euro pro Kalenderjahr und ist als Wertschätzung und finanzielle Unterstützung für pflegebedürftige Menschen gedacht. Sie erhalten damit auch die Möglichkeit, pflegenden Angehörigen, Freunden, Helferinnen und Helfern etwas Gutes zu tun. Informationen und den Online-Antrag finden Sie unter Bayrisches Landesamt für Pflege.

Auch andere Bundesländer wie z.B. Berlin, Bremen oder Rheinland-Pfalz zahlen Landespflegegelder, diese unterscheiden sich jedoch in Voraussetzung und Höhe. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem zuständigen Landesamt, der Bezirksverwaltung oder Stadtverwaltung.

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Unterstützung für Pflegebedürftige
Die Auszahlung des Pflegegeldes ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Es erhalten nur pflegebedürftige Menschen, die zu Hause von Angehörigen oder Bekannten versorgt werden. Bei stationärer Pflege gibt es kein Pflegegeld.

Unter welchen Voraussetzungen gibt es Pflegegeld?

Es gibt zwei Voraussetzungen, um Pflegegeld zu beziehen:

  • Sie sind pflegebedürftig und haben einen Pflegegrad zwischen 2 und 5.
  • Ein Angehöriger oder eine andere ehrenamtlich tätige Person pflegt Sie zu Hause. Dies kann sowohl Ihre eigene als auch die Wohnung des Pflegenden sein.

Wer bekommt Pflegegeld?

Die pflegebedürftige Person erhält das Geld per Überweisung auf ihr Konto. Doch wenn Sie Ihre Betreuung vollständig einem professionellen Pflegedienst übertragen, erhalten Sie kein Pflegegeld (keine Geldleistung). Stattdessen werden die Pflegekosten des Dienstes als Pflegesachleistung abgerechnet. Hierfür stellt die Pflegekasse einen Maximalbetrag zur Verfügung, der für Pflegedienste in Anspruch genommen werden darf.

Auch wenn es Pflegesachleistung heißt, handelt es sich um Unterstützung für Pflegebedürftige durch eine Person – in diesem Fall die Fachkraft des Pflegedienstes. Besonders schwerstkranke Menschen benötigen oft Intensivpflege durch eine speziell ausgebildete Fachkraft. 

Die Pflegegeld-Höhe richtet sich nach dem Pflegegrad.

Unabhängig vom Pflegegrad haben Sie bzw. Ihre pflegenden Angehörigen Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat. Der Entlastungbetrag ist zweckgebunden.

Es gibt auch Pflegegeld für Kinder, wenn sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen. Kinder können durch Behinderungen, Unfälle oder Krankheiten pflegebedürftig sein, auch hier prüft ein Gutachten den Pflegegrad. Ansprechpartner sind die gesetzlichen Krankenkassen beziehungsweise das Versicherungsunternehmen bei privat Versicherten. Die Leistungen sind teilweise die gleichen wie bei Erwachsenen.

Kleinkinder bis zum 18. Lebensmonat werden den Pflegegraden anders, in der Regel höher, zugeordnet. Mit Erreichen des 18. Lebensmonats wird dann automatisch ein Pflegegrad zurückgestuft. Lesen Sie mehr dazu im Ratgeber Pflegeversicherung für Kinder.

Pflegegeld bekommen Sie, wenn Sie bereits in einen Pflegegrad (mindestens Pflegegrad 2) eingestuft wurden. Auch wenn Sie noch keinen Pflegegrad haben, können Sie Leistungen beantragen: Die Pflegeversicherung prüft dann, ob Sie in einen Pflegegrad eingestuft werden und Ihnen somit auch Pflegegeld zusteht. Die Einstufung erfolgt anhand eines Pflegegrad-Punktesystems.

Übrigens: Mit der Pflegezusatzversicherung der Allianz können Sie finanzielle Versorgungslücken schließen. Im Tarif PflegetagegeldBest gelten für Sie folgende Altersgrenzen: Grundsätzlich können Versicherte bis zum vollendeten 70. Lebensjahr (Höchstaufnahmealter) aufgenommen werden. Der Online-Abschluss ist nur bis zum vollendeten 60. Lebensjahr möglich.

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Gut informiert
Einen klassischen Pflegegeldrechner gibt es nicht. Die Höhe des monatlichen Pflegegeldes ist festgelegt und wird nicht individuell berechnet. Sie ist abhängig vom Pflegegrad und kann in einer Pflegegeld-Tabelle nachgelesen werden. Eine Pflegegeld-Erhöhung erfolgt nur bei einer Höherstufung des Pflegegrads. Darüber hinaus sieht das Pflegegesetz vor, dass das Pflegegeld alle drei Jahre überprüft und gegebenenfalls erhöht wird. Das Pflegegeld ab Pflegegrad 2 für privat Versicherte ist genauso hoch wie für gesetzlich Versicherte. In folgender Pflegegeld-Tabelle sehen Sie, welches Pflegegeld 2022 in dem jeweiligen Pflegegrad bezahlt wird:

Wischen um mehr anzuzeigen

Wie viel Geld erhalte ich bei welchem Pflegegrad?
Bei Pflegegrad 1 0 € Pflegegeld/Monat
Bei  Pflegegrad 2 316 € Pflegegeld/Monat
Bei Pflegegrad 3 545 € Pflegegeld/Monat
Bei Pflegegrad 4 728 € Pflegegeld/Monat
Bei Pflegegrad 5 901 € Pflegegeld/Monat
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Antrag stellen
Um die Leistung/Pflegegeld zu erhalten, müssen Sie einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung stellen. Dabei wird Ihr Pflegegrad festgestellt. Der Prozess im Überblick.
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Das Pflegegeld beantragen Sie selbst bei der Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung. Sollten Sie dazu nicht in der Lage sein, darf dies eine andere Person für Sie übernehmen. Der Antrag kann z.B. auch per E-Mail, Fax, per Telefon oder Kurzbrief formlos erfolgen.

Wichtig: Stellen Sie den Antrag, sobald Sie davon ausgehen, dass eine Pflegebedürftigkeit vorliegt.

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Die Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung schickt Ihnen ein Formular zu, das Sie ausfüllen und zurücksenden.
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Die Pflegeversicherung bzw. Pflegekasse prüft den Antrag. Um die Pflegebedürftigkeit festzustellen, beauftragt die gesetzliche Pflegekasse den Medizinischen Dienst (MDK) oder andere unabhängige Gutachter. Bei privaten Versicherungen übernimmt das MEDICPROOF.

Sie erhalten Pflegegeld ab Pflegegrad 2: Die Auszahlung der Leistungsbeträge erfolgt ab dem Ersten des Monats der Antragstellung, sofern zu diesem Zeitpunkt die Leistungsvoraussetzungen bereits vorlagen.

Ihre Pflegegrad-Einstufung
Wenn Ihr Pflegegrad steigt, erhalten Sie auch ein höheres Pflegegeld. Dafür müssen Sie allerdings bei Ihrer Pflegekasse oder Ihrem privaten Versicherungsunternehmen erneut einen Antrag stellen, um Pflegegeld ab Pflegegrad 2 oder höher zu erhalten.

Ihre Pflegekasse wird den Antrag ablehnen, wenn Sie die Voraussetzungen für das Pflegegeld nicht erfüllen. Sollten Sie beispielsweise in keinen oder nur in den Pflegegrad 1 eingestuft werden, haben Sie kein Anrecht auf ein Pflegegeld. Auch wenn Sie sich für eine stationäre Pflege entscheiden oder ausschließlich professionelle Pflegedienste beschäftigen, ist ein Pflegegeld für Sie nicht möglich. 

Kann ich Widerspruch gegen die Einstufung einlegen?

Falls Sie gegen die Entscheidung des Medizinischen Dienstes Widerspruch bei der Pflegekasse einlegen wollen, haben Sie dafür ab Erhalt des Bescheides einen Monat Zeit.

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Finanzen
Auch pflegebedürftige Menschen können arbeiten, das ist per Gesetz sogar explizit erlaubt. Denn mit der Erwerbsarbeit und den damit verbundenen Routinen erhalten Sie sich einen wesentlichen Teil Ihres Alltags.

Wenn Sie das Pflegegeld von Ihrer Pflegeversicherung erhalten, ist es eine Sozialleistung. Diese müssen Sie als Empfänger nicht versteuern. Geben Sie das Pflegegeld Angehörigen, müssen auch diese keine Steuern darauf zahlen. Somit ist das Pflegegeld für Sie als Pflegebedürftiger und dessen Angehörige steuerlich nicht relevant

Anders sieht es aus, wenn Sie von einer Person gepflegt werden, die in keinem Angehörigenverhältnis zu Ihnen steht. Dann zählt das weitergeleitete Pflegegeld als Einkommen des Pflegenden. Ob eine Einkommenssteuerpflicht für das Pflegegeld besteht, muss vom jeweiligen Finanzamt geprüft werden.

Nein, auch wenn Sie Ihrem pflegenden Angehörigen oder Lebenspartner Ihr Pflegegeld als Honorierung seiner Arbeit überlassen, gilt das nicht als Einkommen. Das bedeutet, dass er oder sie es also nicht versteuern muss. Der Betrag kann aber in Ausnahmefällen als „fiktives Eigeneinkommen“ angesehen werden, wenn Ihr Angehöriger Unterhalt zahlen muss. Somit kann es in die Berechnung des Unterhalts einfließen.

Wichtig für pflegende Angehörige: Damit der sogenannte Pflegepauschbetrag gewährt wird, darf der Pflegebedürftige seine pflegenden Angehörigen nicht bezahlen, auch nicht mit Mitteln aus dem Pflegegeld.

Soweit der weitergeleitete Betrag die Pflegegeld-Höhe nicht übersteigt, stellt er auch bei freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Pflegepersonen keine Beitragsbemessungsgrundlage dar. Da es keinen Pflegegeld Verwendungsnachweis gibt, müssen Sie nicht nachweisen, wofür Sie es eingesetzt haben.

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Pflegegeld und Pflegesachleistungen
Kombinationsleistungen sind dann sinnvoll, wenn es Angehörigen, Freunden oder Bekannten nicht möglich ist, Sie jeden Tag zu pflegen. Wenn sie beispielsweise berufstätig sind oder sich um eigene Kinder kümmern müssen, übernimmt in dieser Zeit ein Pflegedienst Ihre Betreuung. Allerdings wird der Aufwand dafür von der Höhe des ausgezahlten Pflegegeldes anteilig abgezogen.

Nehmen Sie eine Kombinationsleistung in Anspruch, bekommen Sie sowohl Pflegegeld als auch die Dienstleistungen eines Pflegedienstes (Pflegesachleistung). Die Höhe des Pflegegeldes vermindert sich dabei prozentual anteilig im Verhältnis zum Wert der in Anspruch genommenen Pflegesachleistungen.

Das heißt: Wer zum Beispiel 80 Prozent des Maximalbudgets der Pflegesachleistungen nutzt, erhält noch anteiliges Pflegegeld in Höhe von 20 Prozent des ihm zustehenden Betrages. Oft ist der Höchstbetrag durch den Einsatz eines Pflegedienstes bereits ausgeschöpft. Dann kann kein volles bzw. anteiliges Pflegegeld mehr gezahlt werden kann.

Sowohl gesetzlich Versicherte als auch Privatversicherte können die Kombinationsleistung in Anspruch nehmen, die Leistungen und die Höhe des Pflegegeldes sind bei beiden Systemen gleich. Einen Unterschied gibt es bei der Abrechnung:

  • Gesetzlich Versicherte beantragen die Kombinationsleistung bei der Pflegekasse. Die Pflegesachleistungen (Kosten für den Pflegedienst) rechnet der Dienstleister direkt mit der Pflegekasse ab. 
  • Privat Versicherte erhalten eine Rechnung des Pflegedienstes. Diese rechnen sie mit dem privaten Versicherungsunternehmen ab und erhalten eine Kostenerstattung.
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Zu beachten
In bestimmten Fällen bekommen Sie weniger Pflegegeld. Bei Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Inanspruchnahme eines professionellen Pflegedienstes oder bei Verstoß gegen Auflagen (z.B. Beratung) kann die Leistung gekürzt werden.
Einstufung in Pflegegrade

Mit dem Pflegestärkungsgesetz (PSG) I und II von 2017 hat der Gesetzgeber Pflegebedürftigkeit neu definiert und fünf Pflegegrade eingeführt. Ihre Pflegebedürftigkeit bewertet der Gutachter seitdem anhand des Grads Ihrer Selbstständigkeit in verschiedenen Bereichen, die zum Beispiel von Krankheiten wie Demenz eingeschränkt wird. Mit einem Pflegetagebuch entlasten Sie den Gutachter. Als pflegebedürftig gilt, wer:

  • von körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingten Belastungen eingeschränkt wird und
  • Hilfe bei alltäglichen Aufgaben benötigt (Grundpflege).
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Pflegegrad einschätzen

Der Allianz Pflegegrad Rechner ist ein Tool für Ihre persönliche Einschätzung des voraussichtlichen Pflegegrads. Er ersetzt nicht die Beurteilung Ihrer Pflegebedürftigkeit durch einen unabhängigen medizinischen Gutachter.

Hier erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob und welcher Pflegegrad bei Ihnen festgestellt werden könnte. Die verbindliche Beurteilung übernimmt ein unabhängiger medizinischer Dienst. Anhand des des Pflegegrades können Sie in der Pflegegeld-Tabelle feststellen, mit welcher Summe Sie rechnen können.
Rechtzeitig vorsorgen

Die Pflegeversicherung soll pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Seit 1995 ist sie eine Pflichtversicherung für privat und gesetzlich Versicherte und neben Krankenversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung ein eigenständiger Zweig der Sozialversicherung. Denn die Menschen in Deutschland werden durchschnittlich immer älter, doch ab dem 80. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit, Hilfe zu benötigen, auf etwa 32 Prozent.

Allerdings deckt die Pflegepflichtversicherung oft nicht alle Kosten für die Pflege einer Person ab. Wie hoch die Summe genau ist, lesen Sie in der Pflegegrad Tabelle. Eine private Pflegezusatzversicherung kann die Versorgungslücke schließen. So werden Familienangehörige oder Sie selbst finanziell weniger belastet. 

Quelle: dummy Bundesgesundheitsministerium (Stand: Oktober 2021)

Die passende Versicherung
Im Pflegefall individuell abgesichert mit der Pflegezusatz­versicherung
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Häufige Fragen
  • Wann wird Ihnen das Pflegegeld ausgezahlt?

    Wenn Sie nach Prüfung einen Anspruch auf Pflegegeld haben gilt: Leistungsbeginn ist der Erste des Monats der Antragstellung, wenn zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzungen für die Leistung (Pflegegeld) vorlagen. Für die Monatsberechnung wird ein Monat mit 30 Tagen angesetzt.
  • Ist ein Verwendungsnachweis für das Pflegegeld erforderlich?

    Nein, wofür Sie das Geld verwenden, können Sie selbst entscheiden. Es ist kein Verwendungsnachweis für das Pflegegeld erforderlich. Das gilt auch beim Pflegegeld für Kinder.
  • Was passiert mit Ihrem Pflegegeld bei Krankenhausaufenthalt, Reha oder häuslicher Krankenpflege?

    Sie erhalten bis zu vier Wochen das volle Pflegegeld als Weiterzahlung, wenn Sie sich in einer (Rehabilitations-)Klinik aufhalten oder durch eine häusliche Krankenpflege ein Krankenhausaufenthalt vermieden oder verkürzt werden kann. Bei Aufenthalt in der Klinik: Ab dem 29. Tag gibt es kein Pflegegeld bei Krankenhausaufenthalt. Die Auszahlung des Pflegegeldes ist solange ausgesetzt, bis Ihre Angehörigen die Pflege wieder übernehmen.
  • Wann endet die Pflegegeldzahlung?

    • Im Todesfall bezahlt die Pflegeversicherung das Pflegegeld für den gesamten Monat. Eine Rückforderung des Pflegegeldes erfolgt in diesem Falle nicht. 
    • Sie erhalten kein Pflegegeld mehr, wenn ein professioneller Dienst Ihre Pflege vollständig übernimmt oder wenn Sie dauerhaft in eine stationäre Einrichtung ziehen.
  • Gab es eine Pflegegeld Erhöhung 2022?

    Nein, es gab keine Pflegegeld-Erhöhung 2022. Allerdings wurden Akuthilfen für pflegende Angehörige, die im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt wurden, bis Ende des Jahres verlängert. Das Pflegegeld 2022 ist genauso hoch wie das Jahr zuvor.
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