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Familie mit mehrere Generationen lachend am Strand
Ihre vollstationäre Pflege für Übergangszeiten und im Notfall

Kurzzeitpflege

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Kurzzeitpflege soll vorübergehende Versorgungslücken in der Pflege schließen.
  • Kurzzeitpflege entspannt die Pflegesituation und erfolgt stets vollstationär, nicht bei Ihnen zu Hause.
  • Anspruch haben Sie beispielsweise nach einem Unfall, nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn Sie aus anderen Gründen (noch) nicht im erforderlichen Umfang zu Hause oder teilstationär gepflegt werden können.
  • Die Leistung ist laut Bundesgesundheitsministerium auf maximal acht Wochen (56 Tage) und bis zu 1.612 Euro pro Jahr begrenzt.
  • Sie können die Kurzzeitpflege mit der Verhinderungspflege kombinieren und insgesamt einen Höchstbetrag von bis zu 3.224 Euro erhalten.
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Gut zu wissen

Wenn Sie für eine begrenzte Zeit nicht zu Hause versorgt werden können, haben Sie die Möglichkeit, vorübergehend eine stationäre Pflegeeinrichtung wie z.B. ein Pflegeheim zu beanspruchen. Es gibt verschiedene Situationen, in denen Sie eine Kurzzeitpflege benötigen könnten:

Dazu zählt beispielsweise die Zeit nach einem Krankenhausaufenthalt oder einem Unfall, wenn eine häusliche Pflege zu aufwendig wäre. Generell hat jeder Pflegebedürftige ein Anrecht auf bis zu acht Wochen Kurzzeitpflege-Unterstützung pro Kalenderjahr. Die Kosten werden entweder von der Pflegekasse oder der Krankenkassen getragen.

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Wann können Sie sie nutzen?

Der Name deutet bereits darauf hin: Eine Kurzzeitpflege hilft Ihnen, Übergangssituationen, Notfälle und Krisenzeiten zu überbrücken. Die Inanspruchnahme entlastet sowohl Sie als auch Ihre Angehörigen. 

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wann Sie Kurzzeitpflege nutzen können: Entweder mit Pflegegrad 1 bis 5 oder ohne Pflegegrad.

  • Möglichkeit eins, mit Pflegegrad: Hier sind Sie bereits in einem der anerkannten Pflegegrade 2 bis 5 eingestuft (vor 2017 Pflegestufe 0 bis 3), um die Pflegeleistungen der Kurzeitpflege zu erhalten. Sind Sie in Pflegegrad 1 eingestuft, können Sie den Ihnen monatlich zustehenden Entlastungsbetrag  von 125 Euro auch für die Kurzzeitpflege einsetzen. Es leisten die Pflegekassen.
  • Möglichkeit zwei, ohne Pflegegrad: Sie können Kurzzeitpflege auch gänzlich ohne Pflegegrad beantragen, sofern Sie z. B. aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit plötzlich pflegebedürftig werden und keine häusliche Pflege möglich ist. In diesem Fall leisten die Krankenkassen.

 In diesen Situationen hilft die zeitlich begrenzte Pflege:

Pflegeorte
Die Kurzzeitpflege findet nicht bei Ihnen zu Hause statt. Nehmen Sie sie in Anspruch, so sind Sie für diese Zeit (voll)stationär in einer entsprechenden Kurzzeitpflegeeinrichtung untergebracht: Das können Pflegeheime, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken sein. 
 
Wie finden Sie für die Kurzzeitpflege freie Plätze? Und: Von welcher Einrichtung darf die Kurzzeitpflege angeboten werden? Lesen Sie im Ratgeber Pflegeheimsuche alles darüber, wie und wo Sie mögliche Kurzzeitpflegeplätze finden.
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Illu - Information
Gut zu wissen
Illu - Information

Ihr Anspruch auf bezuschusste Kurzzeitpflege gilt bis zu 56 Tage, also acht Wochen pro Jahr. Die Kranken- oder Pflegekassen übernehmen in dieser Zeit maximal 1.612 Euro der anfallenden Kosten. 

Sollte das nicht reichen, können Sie die Kurzzeitpflege eventuell mit nicht genutzten Leistungen der Verhinderungspflege kombinieren. Dies gilt aber erst ab Pflegegrad 2.

Kurzzeitpflege verlängern: Geht das? 

Angenommen, Sie haben nach einem Unfall Kurzzeitpflege beantragt und 21 Tage genutzt. Sie werden daraufhin in häusliche Pflege entlassen und können sich am Ende wieder selbst versorgen. Sollte sich Ihre Pflegebedürftigkeit plötzlich wieder ungeplant verstärken, können Sie erneut eine stationäre Pflege beanspruchen. Ihre Kurzzeitpflege verlängert sich dann: Jedoch nur bis zur maximal Länge von insgesamt acht Wochen jährlich.

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Bezahlung und Träger
Welche Kosten entstehen? Was kostet ein Tag Kurzzeitpflege? Bei vollstationärer Pflege können neben den Pflegeleistungen hohe Zusatzkosten für Unterkunft und Verpflegung anfallen.

Die Kosten der Kurzzeitpflege sind abhängig vom jeweiligen Grad der Pflegebedürftigkeit. Je nach Situation fallen dabei Kosten an für die Pflegeleistungen, die medizinische Behandlungspflege und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. 

Zudem kosten Ihre Unterbringung (in der Pflegeeinrichtung) und Verpflegung (Essen, Trinken) Geld, das die Pflege- bzw. Krankenversicherungen nicht zahlen. Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber Pflegeheim Kosten.

Kurzzeitpflege Bezahlung: Was und wer entscheidet?

Kurzzeitpflege Kostenübernahme: Bezüglich der Kosten wird grundsätzlich unterschieden, welcher Träger diese übernimmt. Bei der Pflege mit Pflegegrad 1-5 erfolgt die Kostenübernahme durch die Pflegekassen als TrägerOhne Pflegegrad übernehmen die Krankenkassen nach SGB V die Kosten.

Ermittlung der Kosten pro Tag möglich?

Tägliche Kosten entstehen in der Kurzzeitpflege durch Pflegeleistungen, die je nach Pflegegrad niedriger oder höher ausfallen. Hinzu kommen Unterbringung und Verpflegung. Beides kann je nach Pflegeeinrichtung sehr variieren. Eine pauschale Antwort auf die Tageskosten für eine Kurzzeitpflege gibt es deshalb nicht. 

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Klarheit im Pflegefall
Lesen Sie hier, was die Pflegeversicherung zahlt, wann die Krankenversicherung einspringt – und warum eine Kombination mit der Verhinderungspflege von Vorteil ist.
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Im Vergleich
Die Leistungen der beiden Pflegearten ähneln sich zwar. Ihre Unterschiede liegen aber vor allem bei den Voraussetzungen und den Orten, an denen die Pflege durchgeführt werden kann:

Bei der Verhinderungspflege (manchmal auch Ersatzpflege oder Pflegevertretung genannt) muss ein Angehöriger Sie bereits mindestens sechs Monate gepflegt haben und Ihr Pflegegrad muss zwischen 2 und 5 liegen. Die Verhinderungspflege soll primär Ausfallzeiten Ihrer pflegenden Verwandten überbrücken, wenn diese zum Beispiel krank sind, arbeiten müssen oder Ferienzeit haben. Wie die Kurzzeitpflege, können Sie auch die Verhinderungspflege für maximal sechs Wochen pro Jahr geltend machen.

Weitere Unterschiede: Verhinderungspflege basiert auf einem Pflegegrad und kann im Gegensatz zur Kurzzeitpflege auch teilstationär oder ambulant (zu Hause) erfolgen. Andererseits haben Sie auf Kurzzeitpflege auch Anspruch, wenn Sie vorher keine Pflegeleistungen bezogen haben. Also (noch) ohne Pflegegrad sind.

Ist eine Verrechnung der Verhinderungspflege mit Kurzzeitpflege möglich?

Eine "Verrechnung" ist nur in dem Sinne möglich, als dass Sie die Zeiten und Leistungen der Kurzzeitpflege und der Verhinderungspflege kombinieren können. So erhöhen Sie die Anzahl der gesamten Pflegetage sowie die Höhe der Leistungen. Maximal erhalten Sie für Kurzzeit- und Verhinderungspflege jeweils 1.612 Euro, für beides also insgesamt 3.224 Euro im Jahr.

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Grundleistungen

Anspruch auf die Leistungen der stationären Kurzzeitpflege haben Sie ganz generell – unabhängig davon, ob Sie einen Pflegegrad haben oder nicht. Die Leistungen umfassen:

  • Grundpflege in Heim oder Klinik
  • medizinische Behandlungspflege
  • Teilnahme an hausinternen Angeboten der Einrichtung
  • Betreuung durch einen Sozialdienst

Die Pflege- bzw. Krankenversicherungen zahlen diese reinen Pflegekosten bis zu einer Summe von 1.612 Euro im Jahr. Sie selbst tragen jedoch die Leistungskosten für Unterkunft und Verpflegung sowie eventuelle Instandhaltungskosten des Heimaufenthalts. Erst wenn Sie oder Ihre Angehörigen diese nicht mehr übernehmen können, kann für diese Leistungen das Sozialamt einspringen (vgl. hierzu „Elternunterhalt“). Außerdem können Sie sogenannte Entlastungsleistungen von bis zu 125 Euro pro Monat erhalten und für die Kosten Ihrer Unterkunft einsetzen.

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Illu: Checkliste - Kurzzeitpflege beantragen
Antrag stellen
Illu: Checkliste - Kurzzeitpflege beantragen

Was braucht man für die Beantragung der Kurzzeitpflege? Wann und wie rasch kann ich die Kurzzeitpflege beantragen? Diese Fragen kommen gerade in Notfällen schnell auf. Den Antrag auf Kurzzeitpflege können Sie als Pflegebedürftiger selbst oder als gesetzlicher Betreuer einer pflegebedürftigen Person stellen. 

Wo wird Kurzzeitpflege beantragt?


  • Von Pflegegrad 2 aufwärts bis Pflegegrad 5 erhalten Sie die Anträge und Antragsformulare bei Ihrer Pflegekasse. 
  • Für Pflegegrad 1 oder ohne Pflegegrad ist die Krankenkasse zuständig. Sie können in diesem Fall Kurzzeitpflege beantragen, sobald eine plötzliche Pflegebedürftigkeit eintritt. Sie wird ausschließlich zum Überbrücken von Pflegeengpässen gewährt.

Haben Sie beispielsweise eine private Allianz Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, unterstützen wir Sie gern bei Ihrer Antragstellung. Für die Organisation und Vermittlung Ihrer Kurzzeitpflege können Sie dann unsere Service- und Assistanceleistungen nutzen.

Eine oft gestellte Frage ist auch die, ob es vorab zur Beantragung einen Kurzzeitpflege Rechner gibt? Die zeitlich befristete Pflege hängt von vielen Faktoren ab. Die Kosten einer Kurzzeitpflege lassen sich deshalb nicht pauschal berechnen.

Tipp: Ist es absehbar, dass Sie künftig einen Pflegegrad benötigen (z.B. bei Unfall mit eventueller Invalidität oder bei Demenz) können Sie den Allianz Pflegegrad Rechner nutzen: Er liefert Ihnen eine erste Einschätzung Ihres möglichen Pflegegrades.

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Pflegegrad berechnen und einschätzen
Der Allianz Pflegegrad Rechner ist ein Tool für Ihre persönliche Einschätzung des voraussichtlichen Pflegegrads. Bitte beachten Sie: Das Tool ersetzt nicht die Beurteilung Ihrer Pflegebedürftigkeit durch einen unabhängigen medizinischen Gutachter.
Die passende Versicherung
Im Pflegefall individuell abgesichert mit der Pflegezusatz­versicherung
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Häufige Fragen
  • Wie unterscheidet sich die Kurzzeitpflege von der Langzeitpflege?

    Von Langzeitpflege wird in der Regel gesprochen, wenn ein längerer oder dauerhaft absehbarer Pflegebedarf vorliegt. Sie betrifft üblicherweise die Betreuung von Personen mit erhöhtem Grad an Pflegebedürftigkeit. Die Kurzzeitpflege hingegen ist klar definiert, im Sozialgesetzbuch verankert, erfolgt immer stationär in einer Pflegeeinrichtung und wird für maximal 56 Tage pro Jahr gewährt.
  • Was ist Kurzzeitpflege für Kinder?

    Eine Kurzzeitpflege für Kinder beschreibt eine zeitlich begrenzte, vorübergehende Unterbringung von Kindern und Jugendlichen bei Pflegeeltern. Der Begriff hat in der Regel also nichts mit Pflegebedürftigkeit im Sinne eines kurzfristigen, stationären Pflegebedarfs nach Notfällen oder nach Krankenhausaufenthalten zu tun. Jedoch kann im Rahmen der Pflegeversicherung oder Krankenversicherung für Kinder und Jugendliche - wie für Erwachsene - eine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden. Dabei unterscheiden sich i.d.R. weder die Berechnung (bei mit und ohne Pflegegrad) noch die Pflegeleistung für die Kurzzeitpflege von der für erwachsene Pflegefälle.
  • Wann verfällt die Kurzzeitpflege?

    Sowohl der zeitliche Anspruch auf höchstens 56 Tage Kurzzeitpflege sowie der Leistungsanspruch verfallen am 31.12. des jeweiligen Jahres, also am Ende eines Kalenderjahres. Selbiges gilt für den Anspruch auf Verhinderungspflege.
  • Welche Pflegeberatungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für privat Pflegeversicherte?

    Als Ratsuchender finden Sie eine Vielzahl an Beratungsangeboten ganz in Ihrer Nähe. Aber auch online, per Telefon und Videochat sind Pflegeberatungen möglich.

    Für privat Pflegepflichtversicherte

    Wenden Sie sich an die compass Pflegeberatung, wenn Sie privat pflegepflichtversichert sind. Die Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer steht Ihnen rund um das Thema Pflege zur Seite.

    Weitere Informationencompass Pflegeberatung.

    Für privat Pflegeversicherte der Allianz

    Wenn Sie bei der Allianz privat pflegeversichert sind bzw. privat vorsorgen, steht Ihnen die Allianz Pflege Assistance WDS.care mit sofortiger Hilfe im Pflegefall zur Seite. Die Experten beraten Sie und Ihre nahen Familienangehörigen – auch wenn diese nicht bei der Allianz versichert sind. Jederzeit und bei Bedarf auch weltweit!

    Weitere Informationen im Glossar unter: WDS.care  

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