Ein schwarzer Tesla fährt auf Straße
Modellvergleich, Einflussfaktoren, Tipps

Elektroauto-Reich­weite: Welche Distanz schafft der Akku?

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Moderne E-Autos erzielen Reichweiten von 120 bis 600 Kilometern, ohne die Batterie nachzuladen. Dank fortschrittlicher Akku-Technologien wird die Durchschnittsreichweite künftig weiter steigen.
  • Neben der Batteriekapazität hängt die Reichweite eines Elektroautos von weiteren Parametern ab. Dazu gehören unter anderem Ge­schwin­dig­keit, Fahrstil, Fahr­zeug­ge­wicht und Außentemperatur.
  • Bei Kälte verbrauchen Elektro­fahrzeuge zehn bis 30 Prozent mehr Energie als im Sommer. Die Batterie entlädt sich schneller und die Reichweite sinkt.
  • Laden Sie den Akku Ihres Stromers im Winter wenige Stunden vor dem Losfahren. Wer den Eco-Modus nutzt und das Kfz mit einer Wärmepumpe ausstattet, macht zusätzliche Kilometer gut.
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Modellvergleich
Die Bestenliste im Jahr 2022 wird von Modellen mit Reichweiten von teilweise weit über 600 Kilometer angeführt. Die tatsächlichen Reichweiten im Elektroauto-Vergleich liegen in der Spitze bei 480 Kilometern. Das ergab der ADAC Ecotest im Jahr 2021.

Elektroautos mit hohen Batteriekapazitäten erreichen die größten Reichweiten. Leistungsstarke, teure Elektroauto-Modelle führen das Reichweiten-Ranking daher an: So hat der Tesla Model S eine Reichweite von bis zu 663 Kilometer und der Mercedes-Benz EQS von bis zu 784 Kilometer. Die Studie EQXX von Mercedes schafft sogar bis zu 1.000 Kilometer.

Eine Ausnahme stellen Kia e-Niro und Hyundai Kona dar: Mit durchschnittlich hohen Batteriekapazitäten (64 kWh) und sparsamen Motoren erzielen sie Reichweiten von fast 400 Kilometern. Auch der Renault Zoe mit 52-kWh-Batterie fährt ohne Ladestopp 335 Kilometer weit.

Haben Hybrid­fahr­zeuge bessere Reichweiten?

Im Gegensatz zu vollelektrischen Autos kann ein Plug-in-Hybrid nur kurze Strecken rein elektrisch fahren. Das liegt an der deutlich kleineren Batterie, die der Hybrid zusätzlich zum Verbrennungsmotor besitzt.

Beziehen Sie die Leistung des Ver­bren­nungs­mo­tors inklusive 40-Liter-Tank ein, schafft der Audi A3 Sportback 40 e-tron eine Gesamt­reichweite von rund 800 Kilometern. Damit übertrifft der Plug-in-Hybrid die maximalen Reich­weiten aktueller Elektro­autos deutlich.

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Die Allianz Elektroauto-Versicherung bietet neben speziellen Leistungen für Ihr Hybrid- oder E-Fahrzeug auch einen Akku-Schutz. Das bedeutet: Schließen Sie zum Beispiel eine Tesla-Versicherung mit Teil- oder Vollkasko bei uns ab, ist die E-Auto-Batterie in allen Produktlinien mitversichert.

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Einflussfaktoren
Je größer und leistungsstärker die Batterie ist, desto weiter kommt das E-Auto, ohne "nachzutanken". Der theoretisch mögliche Maximalwert schwankt jedoch abhängig von verschiedenen Faktoren. Folgende Parameter beeinflussen die Reichweite von Elektrofahrzeugen:
  • Preis und Lebensdauer des Akkus

    Der Akkumulator ist das Herzstück für den Elektroauto-Betrieb. Zudem beeinflusst er die Reichweite des Fahrzeugs und die Ladezeit. Das sollten Sie über die Hochleistungsbatterie wissen:

    Preis: Für die hohen Elektroauto-Preise ist bis heute der Akku verantwortlich. Er ist die teuerste Fahrzeugkomponente. Die Batteriepreise reichen von 6.000 Euro bei einem Mittel­klasse­wagen bis zu 20.000 Euro bei einem Luxus-Stromer von Tesla. Grundsätzlich gilt: Je höher die Kapazität der Batterie, desto kostspieliger ist das Elektroauto. Jedoch ist es immer noch günstiger als ein
    Wasserstoffauto
    .

    Lebensdauer: Elektroauto-Akkus halten acht bis zehn Jahre bzw. 500 bis 1.000 Ladezyklen. In der Regel geht eine Elektroauto-Batterie nicht kaputt. Allerdings büßt sie mit der Zeit einen Teil ihrer Ladekapazität ein – ähnlich wie Akkus von Handys und Laptops.

  • Fahrverhalten und Fahrstrecke

    Fahrverhalten: Bei Elektroautos greift der sogenannte Rekuperations­effekt. Das bedeutet: Durch die Brems­wirkung des Motors geht ein Teil der Energie zurück in den Akku und verlängert so die Reichweite des Elektro­autos. Steigen Sie hingegen zu stark auf die Bremse, geht die Energie in Form von Wärme verloren.

    Fahrstrecke: Im Stadtverkehr erreicht ein Elektroauto höhere Reichweiten als auf Autobahnen und Land­straßen. Denn bei Ge­schwin­dig­kei­ten von 30 bis 50 km/h ist weniger Energie er­for­derlich.

  • Gewicht und Reifenzustand

    Gewicht: Steigt das zu befördernde Gewicht (z.B. durch Ankuppeln eines
    Elektroauto-Anhängers
    ), so muss der Elektromotor mehr Leistung aufbringen.

    Reifenzustand: Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und steigert damit den En­er­gie­ver­brauch.

  • Kapazität und Alter der Batterie

    Speicherleistung: Die Akku-Kapazität von Elektroautos ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Die größten derzeit erhältlichen E-Auto-Batterien speichern etwa 100 Kilowattstunden. Bei einem Ver­brauch von 15 bis 25 Kilo­watt­stun­den pro 100 Kilometer kommen Modelle wie Tesla Model S, Jaguar I-Pace oder Audi e-tron zwischen 400 und 600 Kilometer weit. E-Autos mit niedrigeren Batteriekapazitäten sind zum Beispiel der VW e-Golf mit 35,8 Kilowattstunden oder der BMW i3 (94 Ah) mit 27,2 Kilowattstunden.

    Alter der Batterie: Abhängig von der Nutzungs­intensität nimmt die Speicher­kapazität von Lithium-Ionen-Akkus nach fünf bis acht Jahren ab. Trotz voller Akku­ladung erreicht das Elektro­auto dann nur noch 70 bis 80 Prozent seiner ursprünglichen Maximal­reichweite.

  • Außentemperatur

    Außentemperatur: Die Elektroauto-Reichweite im Winter ist geringer als im Sommer. Der Grund: Bei Kälte laufen die chemischen Re­ak­tion­en im Inneren der Batterie langsamer ab, wodurch mehr Energie benötigt wird. Zudem kann bei Kälte auch der Strombedarf im Innenraum steigen, z.B. durch den Betrieb von Klimaanlage und Sitzheizung. Das Lüf­tungs­ge­bläse kann bis zu 20 % des Gesamt­energie­ver­brauchs ausmachen.
  • So berechnen Sie die Reichweite Ihres E-Autos

    Die Reichweite Ihres Stromers berechnen Sie mit einer einfachen Formel. Dafür brauchen Sie nur zwei Angaben: die Batteriekapazität und den tatsächlichen Energieverbrauch auf 100 Kilometer

    Die Formel zum Berechnen der Reichweite lautet:

    Reichweite (km) = Batteriekapazität (kWh) ÷ Energieverbrauch (kWh/100 km) x 100

    Ein Rechenbeispiel: Hat der Akku Ihres Elektroautos eine Kapazität von 60 kWh und verbraucht auf 100 Kilometern 20 kWh, ergibt sich eine maximale Reich­weite von 300 Kilometern.

    Berechnung: 60 kWh ÷ 20 kWh x 100 = 300 km

    Grundsätzlich gilt: Je geringer der En­er­gie­ver­brauch in Kilo­watt­stunden und je höher die Akkuleistung, desto größer ist die Reichweite.

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Reichweitenverlust
Kälte beeinflusst die Leistung der Batterie eines Elektroautos. Je kälter es ist, desto schneller entlädt sich der Akku. Hinzu kommt gesteigerter Energiebedarf für das Beheizen des Stromers. Das schlägt sich auf die Reichweite der Elektro-Fahrzeuge nieder. Die Kilometer-Einbußen summieren sich auf bis zu 30 Prozent.
Infografik: Reichweitenverluste von Elektroautos bei Kälte

Niedrige Temperaturen verlangsamen die elektrochemischen Prozesse in der Batterie, wodurch Akku mehr Energie aufbringen muss. Die Folge: Die Batterie entlädt sich schneller und die Reichweite sinkt. Hinzu kommt, dass E-Autos im Winter zusätzliche Energie für das Beheizen des Innenraums benötigt wird.

Auch höhere Geschwindigkeiten von über um 100 km/h können sich nachteilig auf die Reichweite Ihres Elektroautos auswirken.

  • Laden Sie die E-Auto-Batterie im Winter nicht über Nacht, sondern einige Stunden vor dem Losfahren. So kühlt der Akku nicht vollständig aus und ist leistungsstärker.
  • Heizen Sie Ihr E-Auto bereits beim Aufladen der Batterie auf. Das schont die Reichweite.
  • Nutzen Sie während der Fahrt statt der Innenraumheizung die strom­spa­ren­de­re Sitz- und Lenkrad­hei­zung.
  • Statten Sie Ihr Elektroauto mit einer Wärme­pumpe (Wärmetauscher) aus. Die Wärme­pumpe nutzt die Ab­wärme anderer Bauteile, um den Innen­raum zu beheizen.
  • Fahren Sie im Eco-Modus, um Motor- und Heiz­leistung zu dros­seln und das Energie­ma­nage­ment des Fahrzeugs zu optimieren.
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