Mann poliert mit einem Tuch die Motorhaube seines Wagens
Wie viel Geld bringt mein Pkw noch?

Wertverlust Auto: So schnell sinkt der Verkaufspreis Ihres Pkws

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In 30 Sekunden erklärt: Definition
  • Ein Auto verliert im ersten Jahr etwa ein Viertel seines Listenpreises, also des Preises, den der Hersteller für ein Fahrzeug unverbindlich empfiehlt. Ein drei Jahre altes Fahrzeug ist beim Verkauf etwa noch 50 Prozent seines Listenpreises wert.
  • Nach vier Jahren sinkt der Wert kontinuierlich um etwa fünf bis sechs Prozent pro Jahr.
  • Nach einem fremdverschuldeten Unfall zahlt die Versicherung des Unfallverursachers einen pauschalen Betrag als Ausgleich für die Wertminderung. Da ein Unfallfahrzeug auf dem Gebrauchtwagen­markt schwerer zu verkaufen ist, gilt ein Unfall als stärkster wertmindernder Einflussfaktor.
  • TÜV und Scheckheft steigern den Restwert des eigenen Autos.
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Orientierungshilfe

Autofahrer, die einen älteren Gebrauchtwagen besitzen, stehen irgendwann vor der Entscheidung: Soll ich das Fahrzeug noch reparieren lassen – oder ist es Zeit für ein neues? Eine Faustregel kann bei der Entscheidung helfen: Sobald die Reparatur mehr als die Hälfte des Restwerts ausmacht – das ist der Preis, den Sie beim Autoverkauf bekommen – ist es besser, den Wagen zu verkaufen.

Das trifft auch zu, wenn der Wiederbeschaffungs­wert niedriger ist als die Reparaturkosten. In diesem Fall ist es günstiger, das gleiche Modell beim Händler oder privat zu kaufen, als das Alte instandsetzen zu lassen. Eine Reparatur macht in diesem Fall Sinn, wenn Sie emotional an Ihrem Automobil hängen und es unbedingt weiterfahren möchten.

Die folgende Grafik (Quelle: ADAC) zeigt, dass sich nach etwa zehn Jahren der Restwert eines Autos und die jährlichen Reparaturkosten einander annähern. Wer trotzdem noch viel Geld in den alten Wagen steckt, sollte ihn laut Empfehlung des ADAC auch wirklich bis zur Verschrottung behalten.

Allianz - Wertverlust Auto ADAC: Grafik zum Wertverlust im Verhältnis zu Reparaturkosten
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Schätzwerte und Gutachten

Welchen Wertverlust ein Kfz hat, ist mathematisch nicht exakt zu berechnen. Es gibt weder Rechner noch Formel, um konkrete Zahlen zu ermitteln. Lediglich so genannte Restwertrechner, wie sie zum Beispiel die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) online kostenlos anbietet, geben Auskunft über den ungefähren aktuellen Händlereinkaufswert des gesuchten Fahrzeugmodells. Dazu muss das Fahrzeug identifiziert und Kilometerstand und Erstzulassung angegeben werden.

Eine gute Einschätzung bezüglich Autowert erhalten Interessenten auch aus den Daten der großen Gebrauchtfahrzeugbörsen im Internet oder mittels der sogenannten Schwackeliste. Diese gibt das Marktforschungs­unternehmen Schwacke GmbH (ehemals EurotaxSchwacke) jährlich mit Wertangaben zu rund 30.000 Fahrzeugen in unterschiedlichen Ausführungen und Ausstattungen heraus.

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) beobachtet den Gebrauchtwagenmarkt und berücksichtigt bei ihrer Analyse unter anderem die Verkaufspreise. Zusätzlich gibt die DAT eine jährliche Restwert-Prognose für 50 Automodelle ab.

Wer genau wissen möchte, wie viel sein Auto zu einem bestimmten Zeitpunkt wert ist, kann auch ein individuelles Experten-Gutachten kostenpflichtig in Auftrag geben. DEKRA oder TÜV erstellen beispielsweise Expertisen, für die der Preis zwischen 125 und 200 Euro liegt.

Wie berechnen Experten den Wertverlust eines Autos?

Profis wie Händler können den Wertverlust von Neuwagen schätzen, indem sie eine Reihe komplexer Faktoren in ihre Berechnungen einbeziehen.

Zu diesen Kriterien der Fahrzeugbewertung gehören:

  • Fahrzeugklasse
  • Motor
  • Wertverlust von Modellvorgängern
  • Analyse des Gebrauchtwagenmarkts
  • Sondereffekte (wie die Dieselkrise 2015)

Wertverfall betrifft jeden Autohersteller unterschiedlich

Innerhalb seines Lebens verliert jedes Auto stetig an Wert. Ob Luxusauto oder Kompaktklasse, Mittelklasse oder Kleinwagen – jede Fahrzeugkategorie ist von Wertverlust betroffen. Wobei es Unterschiede hinsichtlich Wertstabilität bei Herstellern und Modellen gibt.

Ein Porsche 911 gehört beispielsweise zu den wertbeständigsten Fahrzeugen, wohingegen Luxusklasse-Kollegen wie BMW M850i xDrive Cabrio oder Aston Martin Rapide S im ersten Jahr jeweils einen Wertverlust von rund 35 Prozent verzeichnen. Was aber nicht bedeutet, dass alle Autos der Marken BMW und Aston Martin im ersten Jahr einen hohen Wertverlust erleiden und alle Porsche-Modelle besonders wertbeständig sind.

Der Wertverlust bei importierten wie heimischen Automarken variiert von Modell zu Modell und muss einzeln betrachtet werden. Im Schnitt verliert ein Wagen im ersten Jahr etwa ein Viertel, nach drei Jahren erhält ein Autobesitzer nur noch circa die Hälfte des ursprünglichen Neupreises.

Wertmeister 2020: Porsche und Mini räumen ab

Die Schwacke GmbH ermittelt in Kooperation mit der "Auto Bild" jährlich die wertbeständigsten Modelle in 13 Fahrzeugklassen, die sogenannten Restwertriesen. Im Ranking 2020 schnitten vor allem Porsche und Mini mit je zwei Klassensiegern am besten ab. Im Vergleich zu den Vorjahren holten ausländische Autohersteller als Wertmeister auf und verdrängten in einigen Kategorien deutsche Marken von den Siegerplätzen.

"Wertverlust Autos"-Tabelle: Diese Pkws verlieren am wenigsten Wert

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Fahrzeugsegment
Marke
Baureihe
Verkaufsbezeichnung
Werterhalt in %
Kleinstwagen Hyundai i10 Hyundai i10 1.2 Trend 61,34 %
Kleinwagen Mini One Mini One Blackyard 61,72 %
Kompaktwagen Toyota Corolla Toyota Corolla 2.0 Hybrid Lounge 59,83 %
Mittelklasse Skoda Superb Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4x4 56,42 %
Oberklasse Audi A6 Audi A6 Avant 50 TDI quattro 47,83 %
Luxusklasse Porsche Panamera Porsche Panamera 4 48,59 %
Sportwagen Porsche 911 Porsche 911 Carrera S 59,75 %
Vans Mercedes-Benz V-Klasse Mercedes-Benz V 250 d lang Exclusive 56,41 %
Kleine SUV Renault Captur Renault Captur TCe 155 Edition One 61,33 %
Kompakte SUV Range Rover Range Rover Evoque Range Rover Evoque P250 R-Dynamic HSE  64,99 %
SUV BMW X5 BMW X5 xDrive25d xLine 58,20 %
Elektrofahrzeuge (unter 40.000 €) Mini Mini Cooper Mini Cooper SE Trim L 61,56 %
Elektrofahrzeuge (über 40.000 €) Tesla Model S Model S 57,75 %
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Preisentwicklung
Fabrikneue Autos stehen auf Parkplatz

Der Wertverfall eines Neuwagens beginnt am ersten Tag des Autokaufs und verläuft nach Neuzulassung zunächst rasant. Nach einem Jahr ist ein Auto durchschnittlich nur noch drei Viertel seines Neupreises wert. Zwischen dem 3. und dem 10. Zulassungsjahr verläuft der Wertverlust linear

Nach etwa zwölf Jahren spielt der Erhaltungszustand gegenüber dem Alter eine immer bedeutendere Rolle. So stellt sich eine Stabilisierung des Restwertes ein, wenn der Zustand des Fahrzeugs auf gleich bleibendem Niveau erhalten bleibt.

So viel Wert verliert ein Auto pro Jahr in Prozent

  • Nach einem Jahr: Angenommen, Sie kaufen einen Neuwagen für 30.000 Euro. Bereits nach zwölf Monaten ist sein Wert etwa um ein Viertel, also 25 Prozent, gesunken. Das heißt, Sie können ihn vermutlich noch für ungefähr 22.500 Euro verkaufen.
  • Nach drei Jahren ist der Wertverlust am größten. Nach dieser Zeitspanne ist das Fahrzeug laut Experten insgesamt nur noch etwa die Hälfte wert. Den Neuwagen aus unserem Beispiel könnten Sie also nur noch für knapp 15.000 Euro weiterverkaufen. Das heißt: Das Auto hat 15.000 Euro an Wert eingebüßt.
  • Ab dem vierten Jahr ist der Wertverlust deutlich geringer und bleibt relativ konstant. Wer beim Kauf eines gebrauchten Autos diesen Aspekt berücksichtigen möchte, sollte nach mindestens vier Jahre alten Gebrauchtwagen schauen. Diese Automobile haben den größten Wertverlust bereits hinter sich. 
  • Nach vier, fünf, sechs oder gar zehn Jahren sinkt der Wert eines Wagens weiterhin um etwa fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Ist der Wagen, den Sie beispielsweise neu für 30.000 Euro gekauft haben, fünf Jahre alt, bekämen Sie noch etwa 12.000 Euro für ihn.

Übrigens: Weil es sich bei den Angaben lediglich um Schätzungen handelt, ist es nicht üblich, den Wertverlust pro Tag auszurechnen.

"Wertverlust Auto"-Diagramm: Die Kurve zeigt Ihnen die Einbußen über einen Zeitraum von zehn Jahren in Euro:

  Allianz - Wertverlust Auto Kurve: Diagramm zum Wertverlust eines Neuwagens innerhalb von zehn Jahren

So hoch ist der Wertverfall eines Autos pro Monat in Prozent

Eine Formel oder Faustregel, die angibt, wie viel ein Auto monatlich an Wert verliert, gibt es nicht. Der ADAC aber berechnet zum Beispiel regelmäßig die monatlichen Kosten für fast jedes in Deutschland lieferbare Neuwagenmodell und veröffentlicht die Ergebnisse online.

Zu den Kosten, die sich aus Fixkosten (z.B. Versicherung und Kfz-Steuer), Betriebskosten (etwa für Kraftstoff) und Werkstattkosten zusammensetzen, gehört auch der Wertverlust. Den Wertverfall, den ein neues Auto vom ersten Tag an erleidet, ist danach sogar der größte Posten der monatlichen Autokosten.

Für ein Audi A3 Sportback 30 TFSI (ab 05/20), das für die Berechnung 30.283 Euro kostet, errechnete der Automobilclub beispielsweise einen monatlichen Wertverlust von 327 Euro (Stand: November 2020). Das ist mehr als die Hälfte der monatlichen Autokosten – ohne Versicherung und Steuer – von 597 Euro.

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Bei Unfall und Schäden
Warndreieck steht vor einem Auto auf einer Landstrasse
Mehrere Einflussfaktoren sind für den Wertverlust eines Kfz verantwortlich. Ein Auto mit 250.000 km auf dem Tacho bringt weniger, als ein Wagen mit 20.000 km. Dass auch ein Autounfall den Wert eines Fahrzeugs stark mindert, liegt auf der Hand. Muss ein Gebrauchtwagen als "Unfallauto" inseriert werden, sind die Chancen gering, beim Verkauf den Wunschpreis zu erzielen. Diese Mängel wirken sich wertmindernd auf Ihre Autobewertung aus.

1. Ein Unfallwagen lässt sich schlechter verkaufen

Nach einem Unfall lässt sich Ihr Fahrzeug oft nur mit Abschlag verkaufen. Können Sie die Reparatur nicht mit Rechnungen einer Fachwerkstatt belegen, kann der Käufer nicht sicher sein, ob die Reparatur nach den Vorgaben des Autoherstellers ausgeführt wurde. Eine unsachgemäße Reparatur kann hohe Folgekosten nach sich ziehen und macht das Fahrzeug außerdem zum Sicherheitsrisiko für alle Mitfahrer.

Wollen Sie Ihren Wagen verkaufen, müssen Sie angeben, ob er in einen Unfall verwickelt war – unabhängig, ob selbst- oder fremdverschuldet.

Gut zu wissen, wenn Sie nicht schuld waren: Die Versicherung des Unfallverursachers ist dann verpflichtet, Ihnen einen pauschalen Betrag als Ausgleich für die Wertminderung zu zahlen.  

2. Wertverlust eines Autos steigt pro Kilometer

Neben dem Baujahr sagt auch die Laufleistung etwas über die Wertigkeit eines Autos aus. Der Wertverlust eines Autos pro gefahrenem Kilometer nimmt stetig zu.

Viele Kilometer auf dem Tacho lassen auf eine hohe Abnutzung der Bauteile und des Wagens schließen – vor allem, wenn er hauptsächlich in der Stadt unterwegs war. Autobahnkilometer wirken sich nicht so stark auf den Verschleiß eines Autos aus.

Falls Sie Ihr Auto verkaufen möchten, sollten Sie es idealerweise inserieren, bevor es eine Laufleistung von 10.000, 50.000 oder 100.000 Kilometern erreicht. Die Erfahrung zeigt, dass der Gebrauchtwagenwert deutlich sinkt, sobald das Auto die jeweilige Marke überschritten hat.

3. Hagelschäden mindern auch den Fahrzeugwert

Als Hagel bezeichnen Experten einen Niederschlag von Eisklumpen ab einem Durchmesser von über 0,5 Zentimetern. Ab einem Durchmesser von zwei Zentimetern können Hagelschäden am Fahrzeug entstehen. Oft werden leicht beschädigte Autos lackschadenfrei repariert. Bei schweren Schäden geht es nicht ohne Lackieren – das muss dem Käufer mitgeteilt werden.

4. Lackschäden sind Unfallschäden

Alles, was über eine leichte Lackbeschädigung hinausgeht, gilt als Unfallschaden. Ebenso wie beim Hagelschaden, der oftmals Lackieren nach sich zieht, verschlechtert eine Nachlackierung ihre Verhandlungsposition beim Verkauf.

5. Ein Auto ohne Scheckheft hat es auf dem Markt schwer

Ein Scheckheft dient als Nachweis aller empfohlenen Inspektionen. Es vermittelt potenziellen Käufern ein Gefühl dafür, wie zuverlässig und gepflegt der Wagen ist. Bieten Sie ein Auto ohne Scheckheft zum Kauf an, müssen Sie damit rechnen, nicht den gewünschten Preis dafür zu erzielen.

6. Je mehr Besitzer ein Auto hatte, desto stärker sinkt sein Preis?

Die Faustregel lautet: Je mehr Vorbesitzer ein Fahrzeug hatte, desto mehr weicht sein Verkaufspreis vom Kaufpreis ab. Die Erfahrung zeigt aber, dass die meisten Käufer vor allem auf einen guten Pflegezustand Wert legen. Nur weil Sie bereits der zweite oder dritte Halter Ihres Fahrzeugs sind, heißt das nicht automatisch, dass Sie sehr viel weniger Geld dafür bekommen.

7. Auto ohne TÜV kaufen? Besser nicht!

Die meisten Käufer suchen nach einem Fahrzeug in einwandfreiem Zustand. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Verkauf eine Haupt- und Abgasuntersuchung durchführen zu lassen. Die neue TÜV-Plakette signalisiert Interessenten, dass das Kfz keine technischen Mängel hat. Kosten für die Untersuchungen holen Sie durch einen um einige hundert Euro besseren Verkaufspreis wieder rein.

8. Sonderausstattung ist ein Sonderfall

Jegliche Art von Sonderausstattung macht Neuwagen in der Regel deutlich teurer. Wie sich Extras auf den Restwert auswirken, ist jedoch unterschiedlich. Es kommt darauf an, ob die jeweilige Sonderausstattung dem Käufer so wichtig ist, dass er bereit ist, dafür mehr auszugeben. Auch die Farbe eines Autos beeinflusst den Gebrauchtwagenpreis. Zu den beliebtesten Farben gehören Schwarz sowie Grau- und Silbermetallic.

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Selbstzünder
Illustration:  Icon Information

Auch fünf Jahre nach der Dieselaffäre 2015 ist die Nachfrage nach gebrauchten Dieselautos gedämpft. Nachdem anfangs Fahrzeuge der Schadstoffklassen 5 oder schlechter unter Preisverfall litten, sind mittlerweile auch modernere Dieselautos betroffen. 

Neben der Abgas-Schummeleien der Autohersteller verstärkte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im März 2018 den Preisrutsch bei Selbstzündern. Es erlaubt Städten, Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhängen.

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) ermittelte im April 2018, dass einige ehemals wertstabile Diesel nach drei Jahren nur noch 53 Prozent des Neupreises wert seien.

Selbst Automobile mit Schadstoffklasse 6 gerieten im weiteren Verlauf 2018 unter die Preislawine. Erst als der Bundestag im Juni 2019 Fahrverbote für Euro-6-Pkw ausschloss, stabilisierte sich zunächst der Preisverfall bei Autos dieser Kategorie. Der Corona-bedingte Teillockdown im Frühjahr setzte die Abwärtsspirale wieder in Gang. 

Mittlerweile liegen die durchschnittlichen Gebrauchtwagenpreise eines dreijährigen Dieselfahrzeugs bei rund 50,9 Prozent im Vergleich zum Listenpreis.

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Vollkasko oder Teilkasko

Welchen Wertverlust ein Kfz hat, ist mathematisch nicht exakt zu berechnen. Es gibt weder Rechner noch Formel, um konkrete Zahlen zu ermitteln. Lediglich so genannte Restwertrechner, wie sie zum Beispiel die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) online kostenlos anbietet, geben Auskunft über den ungefähren aktuellen Händlereinkaufswert des gesuchten Fahrzeugmodells. Dazu muss das Fahrzeug identifiziert und Kilometerstand und Erstzulassung angegeben werden.

Eine Vollkaskoversicherung gleicht nach einem Unfall die Kosten für eine fachgerechte Reparatur aus. Der Wertverlust wird dadurch begrenzt. Zusätzlich zu allen Leistungen einer Teilkasko – dazu zählen beispielsweise die Erstattung des Zeitwerts bei Diebstahl und Übernahme von Sachschäden wie eine durch Steinschlag beschädigte Windschutzscheibe – sichert die Vollkasko Ihr Fahrzeug darüber hinaus auch gegen mut- oder böswillige Beschädigungen ab. Gesetzlich vorgeschrieben ist für Fahrzeughalter aber nur die Kfz-Haftpflichtversicherung.

Welchen Schutz braucht mein Neuwagen?

Zwar deckt eine Teilkasko bereits ein breites Spektrum von Schäden ab. Eine Vollkasko empfiehlt sich aber für jeden, der hohe Reparaturkosten am Neuwagen befürchtet. Denn sie zahlt auch bei selbstverschuldeten Unfällen. Unter anderem deswegen und weil die Leistungen noch umfangreicher sind, raten Versicherungsexperten allen Neuwagenbesitzern zur Vollkasko. Die meisten Versicherer ersetzen den Neupreis, wenn das Auto nicht älter als ein Jahr ist.

Wie versichere ich meinen Gebrauchtwagen am besten?

Experten empfehlen für Autos ab dem sechsten Zulassungsjahr einen Teilkaskoschutz, weil sich die entsprechend höhere Prämie einer Vollkasko – gemessen am Fahrzeugwert – jetzt meist nicht mehr lohnt. Bei Autos, die älter als zehn Jahre sind, rentiert sich eine Teilkasko in der Regel nicht mehr, und die Kfz-Haftpflicht reicht aus: Sie fahren günstiger, wenn Sie in Kauf nehmen, etwaige Teilkaskoschäden selbst zu bezahlen.

Wenn Sie noch unsicher sind, welcher Versicherungsschutz für Sie der richtige ist: Auf unserer Ratgeberseite "Vollkasko oder Teilkasko" erhalten Sie weitere nützliche Informationen.

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Häufige Fragen
  • Kann ich den Wertverlust meines Pkw steuerlich geltend machen?

    Den Wertverlust beim Verkauf eines Gebraucht­wagens können Sie als Privatperson von der Steuer absetzen – wenn Sie das Auto nicht länger als ein Jahr gefahren, nicht gewerblich genutzt und die Kilometer-Pauschale überschritten haben. Ein Beispiel:

    Sie haben im Januar 2020 einen Pkw für 75.000 Euro gekauft. Im Oktober 2020 verkaufen Sie das Auto für 50.000 Euro. Da Anschaffung und Verkauf innerhalb eines Jahres erfolgt sind, können Sie den sogenannten Veräußerungs­verlust von 25.000 Euro steuerlich als Spekulationsverlust geltend machen. Dieser Spekulationsverlust kann Spekulationsgewinne bis zur gleichen Höhe mindern. Bei einem Einkommensteuersatz von 40 Prozent ergäbe sich für Sie eine Steuerersparnis von 10.000 Euro.

  • Wie wertstabil ist ein Elektroauto?

    In den letzten Jahren sah es mit der Wertentwicklung von Elektroautos nicht so rosig aus. Der durchschnittliche Wertverlust eines Autos mit Elektroantrieb war beträchtlich. Aufgrund besserer Technik schätzen Experten den Wertverlust von Stromern mittlerweile auf dem Niveau von Benzinern ein.

    Als wertbeständig erwiesen sich 2020 im Preissegment über 40.000 Euro laut Schwacke GmbH der Tesla S und bei den E-Autos unter 40.000 Euro der Mini Cooper SE Trim L. Restwertprognosen für strombetriebene Pkw könnten sich in den nächsten Jahren weiter positiv entwickeln. Nämlich dann, wenn Batterien günstiger und leistungsfähiger werden und Benziner und Diesel wegen weiterer Umweltvorschriften im Preis steigen.

  • Gibt es Möglichkeiten, wie ich den Wertverlust meines Gebrauchtwagens minimieren kann?

    Aufhalten lässt sich der Prozess nicht, minimieren aber schon. Wenn Sie sich ein Auto eines beliebten Herstellers und ein gängiges Modell kaufen, werden Sie merken: Die Nachfrage nach diesem Kfz ist auch nach längerer Gebrauchszeit noch hoch. Ein sorgfältiger Umgang mit dem Fahrzeug, regelmäßige Wartung und Verzicht auf Rauchen im Auto tragen zum Eindruck eines gepflegten Pkw bei.
  • Ich möchte einen EU-Neuwagen wieder verkaufen. Habe ich im Vergleich zu deutschen Fahrzeugen einen höheren Wertverlust?

    Das ist durchaus möglich. Autohersteller produzieren für ausländische Märkte teilweise abweichende Modellvarianten. Sie gehen bei diesen EU-Neuwagen auf kulturell unterschiedliche Bedürfnisse der Kunden in Bezug auf Ausstattung und Designkriterien ein. Auch andere Sicherheitsstandards spielen eine Rolle. So verzichten Automobilkonzerne gelegentlich auf Sicherheitssysteme wie die elektronische Wegfahrsperre. Die Folge: Auf dem deutschen Markt sind diese modifizierten Modelle weniger gefragt. Der Wertverlust ist höher, deren Restwert und somit Wiederverkaufswert entsprechend niedriger.
  • Ich möchte mir ein Auto kaufen. Wann habe ich den geringsten Wertverlust?

    Neuwagen verlieren in den ersten drei Jahren nach Erstzulassung  sehr viel an Wert. Darum sollten Sie ein Auto wählen, das bereits drei Jahre alt ist. Der größte Wertverlust ist zu diesem Zeitpunkt überstanden. Für verhältnismäßig wenig Geld bekommen Sie beim Gebrauchtwagen­kauf ein technisch nach wie vor aktuelles Fahrzeug mit passablem Restwert.
  • Was muss ich nach dem Kauf eines Neuwagens beachten, um den Wertverlust gering zu halten?

    Nach Neuwagenkauf kommt es auf richtige Pflege und regelmäßigen Kundendienst bei einer Fachwerkstatt an. Scheckheftgepflegte, schicke Autos sind ab dem Tag der Erstzulassung begehrter als verwahrloste Blechkisten und punkten mit einem höheren Restwert. Selbstverständlich spielt auch die Kilometerleistung eine Rolle. Je weniger Kilometer ein Fahrzeug auf dem Tacho hat, desto geringer der Wertverlust.

    Die Weichen für einen niedrigeren Wertverlust stellen Sie bereits vor dem Autokauf. Hier ist die Wahl der Autofarbe entscheidend. Schwarze und silberne Fahrzeuge sind bei Käufern sehr beliebt und finden schneller einen Abnehmer als Fahrzeugbesitzer eines pinkfarbenen Schlittens. Ebenfalls ein wichtiges Kauf-Kriterium ist die Ausstattung des Wagens – je üppiger und komfortabler, desto besser.

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