Mann koppelt einen Anhänger ans Auto
Wichtige Unterlagen, TÜV & Co. 

Anhänger anmelden: Gut vorbereitet zur Kfz-­Zulassungs­stelle

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Bevor Sie Ihren Anhänger an ein Zugfahrzeug kuppeln und im öffentlichen Straßenverkehr bewegen, melden Sie ihn bei der Kfz-Behörde Ihres Haupt­wohnsitzes an. Denn: Für Anhänger besteht in Deutschland Zulassungs­pflicht.
  • Für die Zulassung benötigen Sie Ihren Personalausweis, Fahrzeug­schein (Zulassungs­bescheinigung Teil I) Fahrzeugbrief (Zulassungs­bescheinigung Teil II) und eine elektronische Versicherungs­bestä­tigung (eVB-Nummer).
  • Ohne Kfz-Haftpflicht­versicherung dürfen Sie Anhänger weder anmelden noch auf öffentlichen Straßen bewegen.
  • Die Kosten für die Anhänger-Zulassung betragen rund 30 Euro und können je nach Landkreis variieren.
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Rechtlicher Rahmen
Egal ob Tieflader, Pkw-Anhänger oder Trailer für den Transport von Sport­geräten: Laut Fahrzeug-Zulassungs­verordnung (FZV) sind Sie verpflichtet, Ihren Anhänger bei der Kfz-Behörde anzumelden. Erst dann dürfen Sie ihn an ein Zugfahrzeug kuppeln und im Straßenverkehr bewegen. Einzige Ausnahme: Anhänger, die in land- und forst­wirt­schaft­lichen Betrieben zum Einsatz kommen. Sie sind zulassungsfrei. Melden Sie etwa einen land­wirt­schaft­lichen Transport­anhänger an, zahlen Sie zudem keine Kfz-Steuer.
Silbergrauer Pkw mit Anhänger fährt auf Landstraße

Anhänger anmelden: Was brauche ich für die Zulassung?

Um Ihren Autoanhänger anzumelden, legen Sie bei der Kfz-Zulassungsstelle folgende Dokumente vor:

  • Personalausweis oder Reisepass mit amtlicher Meldebestätigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • ggf. Auszug aus Handelsregister bzw. Vereinsregister (bei Gewerbeanmeldung auf juristische Personen wie GmbH, AG oder e.V.)
  • ggf. Vollmacht

Für importierte Anhänger verlangt die Kfz-Behörde zusätzliche Unterlagen

Möchten Sie einen Anhänger anmelden, den Sie im Ausland erworben haben, sind bei der Zulassung darüber hinaus folgende Dokumente erforderlich:

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA)
  • EWG-Über­einstimmungs­bescheinigung (Certificate of Conformity, kurz: COC-Papiere)
  • Zoll­unbedenklichkeits­bescheinigung bei Einfuhr außerhalb der EU
  • Einfuhrumsatzsteuererklärung bei EU-Import
  • Ausländische Fahrzeugpapiere bzw. Kaufvertrag oder Importbescheinigung
  • Vollgutachten einer technischen Prüfstelle mit technischem Datenblatt gemäß § 21 Straßen­verkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) bzw. COC-Papiere/Datenbestätigung des Herstellers

Je nach Zulassungsstelle ist für Anhänger-Anmeldung kein TÜV nötig

Ob Sie Ihren Anhänger ohne TÜV zulassen können, ist von Kfz-Behörde zu Kfz-Behörde unter­schiedlich. In vielen Landkreisen reicht ein TÜV-Stempel mit Datum im Fahrzeugschein aus. Haben Sie den Prüfbericht verloren, ist dies ebenfalls kein Problem: Der TÜV speichert die Daten zentral. Bei Verlust können Sie eine Zweitschrift der Bescheinigung anfordern. Zuständig ist die Prüfstelle, die bei Ihrem Pkw die letzte Hauptuntersuchung vorgenommen hat.

Den Anhänger ohne Kfz-Haftpflichtversicherung zuzulassen, ist dagegen nicht möglich. Denn: Erst wenn Sie den Basisschutz für den Hänger abgeschlossen haben, erhalten Sie die eVB-Nummer, die Sie der Kfz-Behörde als Nachweis für einen gültigen Ver­siche­rungs­schutz vorlegen. Teilkasko oder Vollkasko für Anhänger sind hingegen freiwillig.

Sie können Anhänger auch ohne Papiere anmelden

Sie möchten Ihren Anhänger ohne Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief zulassen? In diesem Fall überprüft die Kfz-Behörde, wer Eigentümer des Anhängers ist. Legen Sie den Kaufvertrag und eine Bestätigung des Verkäufers vor. Darin versichert der Vorbesitzer, dass er den Fahrzeugbrief (Zulassungs­bescheinigung Teil II) nicht mehr besitzt.

Anschließend überprüft die Zulassungs­stelle, ob der Gebraucht-Anhänger als gestohlen gemeldet wurde. Ist der Fahrzeugschein (Zulassungs­bescheinigung Teil I) vorhanden und das alte Anhänger­kennzeichen bekannt, können Sie bei der Kfz-Zulassungs­behörde in der Regel problemlos einen Ersatz-Fahrzeugbrief anfordern.

Anhänger-Anmeldung mit Wechsel­kenn­zeichen ist möglich

Wer zwei Anhänger mit einem Gesamtgewicht von bis zu 750 Kilogramm besitzt, kann sie mit einem Wechselkennzeichen zulassen. Das Nummernschild dürfen Sie abwechselnd für beide Trailer nutzen. Wichtig: Klären Sie vorab mit Ihrem Kfz-Versicherer, ob die elektronische Versicherungs­bestätigung für das Sonderkennzeichen geeignet ist. Für die Anmeldung auf der Kfz-Behörde benötigen Sie für jeden Anhänger eine eigene eVB.

Erforderlicher Führerschein

Mit einem Führerschein der Klasse B ("Pkw-Führerschein") dürfen Sie Anhänger ziehen, sofern das Gespann ein zulässiges Gesamtgewicht (zGG) von höchstens 3,5 Tonnen auf die Waage bringt. Ausnahme: Ist der Anhänger für eine Gesamtmasse von maximal 750 Kilo zugelassen, dürfen Sie ihn mit Klasse B auch nutzen, wenn das Zugfahrzeug allein bereits 3,5 Tonnen wiegt.

Ein Extra-Führerschein für Anhänger (Klasse BE) ist erforderlich, wenn Sie schwere Gespanne ab 3,5 Tonnen zGG steuern. Alternativ können Sie Ihre B-Lizenz um Schlüsselzahl 96 erweitern. "Klasse B96" berechtigt Sie dazu, Gespanne mit bis zu 4,25 Tonnen zulässiger Gesamtmasse zu bewegen. Das Zugfahrzeug darf dabei höchstens 3,5 Tonnen wiegen. Relevant ist Schlüsselzahl B96 unter anderem für Privatpersonen, die einen Wohnwagen oder Pferdeanhänger an ihr Fahrzeug ankuppeln möchten.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Zulässige Gesamtmasse
Illustration Info: Gut zu wissen

Welches zulässige Gesamtgewicht für Ihren Autoanhänger gilt, entnehmen Sie dem Fahrzeugschein. Ein Beispiel: In Zulassungs­bescheinigung Teil I ist vermerkt, dass das Gesamtgewicht Ihres einachsigen Hängers maximal 1.000 Kilogramm betragen darf. Hat er ein Leergewicht von 300 Kilogramm, dürfen Sie ihn maximal mit 700 Kilogramm beladen.

Erwischt die Polizei Sie mit überladenem Anhänger, riskieren Sie zehn bis 235 Euro Bußgeld – und im schlimmsten Fall einen Punkt in Flensburg.

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Tempolimit erhöhen
Auf deutschen Straßen darf die Geschwindigkeit mit Anhänger höchstens 80 km/h betragen. Ist Ihr Hänger für Tempo 100 zugelassen, erhöht sich die Maximalgeschwindigkeit auf Kraftfahrtstraßen und Auto­bahnen auf 100 km/h. Auf Landstraßen liegt die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne trotz Tempo-100-Plakette bei 80 km/h.
Pkw-Anhänger-Gespann fährt auf Landstraße Richtung Autobahn

Nur technisch geeignete Zugfahrzeuge und Anhänger erhalten 100er-Zulassung

Sie möchten einen Anhänger auf 100 zulassen, um auf Autobahn und Co. schneller unterwegs zu sein? Dann muss Ihr Gespann folgende technische Voraussetzungen erfüllen:

  • Der Anhänger ist bauartbedingt für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt.
  • Die Anhängerreifen sind für bis zu 120 km/h geeignet (= Geschwindigkeitsindex L) und höchstens sechs Jahre alt.
  • Das Zugfahrzeug ist mehrspurig, besitzt ein zulässiges Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen und ist mit einem Antiblockiersystem (ABS) ausgestattet.
  • Leermasse des Zugfahrzeugs und zGG des Anhängers entsprechen einem bestimmten Verhältnis: Abhängig von der technischen Ausrüstung des Anhängers darf seine Gesamtmasse dem 0,3- bis 1,2-Fachen des Leergewichts des Zug-Kfz entsprechen. Welches Verhältnis abhängig von der Anhängerart bestehen sollte, sehen Sie hier: 

Wischen um mehr anzuzeigen

Anhänger ohne hydraulische Stoßdämpfer Anhänger mit Bremse und hydraulischen Stoßdämpfern
  Wohnwagen Sonstige Anhänger
0,3 0,8 bzw. 1,0 1,1 bzw. 1,2
 
Besitzen Sie einen Anhänger oder Caravan mit Bremse und hydraulischen Stoßdämpfern, gilt der jeweils höhere Wert, wenn:
  • … der Anhänger mit einer geeigneten Kupplung mit Stabilisierungseinrichtung oder einem geeigneten fahrdynamischen Stabilitätssystem ausgestattet ist.
  • … das Zugfahrzeug laut Zulassungsbescheinigung ein geeignetes fahrdynamisches Stabilitätssystem für den Anhängerbetrieb besitzt.
Wichtig: Sobald Ihr Fahrzeug-Anhänger-Gespann den genannten technischen Anforderungen nicht mehr entspricht, verlieren Sie die 100er-Zulassung. Das heißt: Sind die Reifen Ihres Wohnwagens zum Beispiel älter als sechs Jahre, erlischt die Genehmigung. Mit bis zu 100 km/h dürfen Sie den Caravan erst wieder bewegen, wenn Sie neue Reifen mit Geschwindigkeitsindex L aufgezogen haben.

Stützlast begrenzt Beladung des Gespanns

Ebenfalls zu beachten ist die maximale Stützlast: Sie definiert das Höchst­gewicht, mit dem die Deichsel des Trailers auf der Kupplung des Zugfahrzeugs lasten darf. Der Maximalwert für den Zugwagen ist in Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) in Feld 13 angegeben. Die Stützlast des Anhängers finden Sie in der Regel auf der Anhängerdeichsel. Weichen die Stützlasten voneinander ab, orientieren Sie sich an der niedrigeren Gewichtsangabe.

Zwar dürfen Sie die maximale Stützlast von Zug-Kfz und Anhänger nicht überschreiten. Beladen Sie den Trailer jedoch so, dass die maximale Stützlast annähernd erreicht ist. Denn: Je näher die tatsächliche Stützlast dem Höchstwert kommt, desto sicherer liegt das Gespann auf der Straße. Vor Abfahrt kontrollieren Sie die tatsächliche Stützlast zum Beispiel mit einer speziellen Stützlastwaage.

Kein Anhänger mit 100er-Zulassung ohne Her­steller­bescheinigung

Die 100-km/h-Zulassung erhalten Sie gegen Vorlage der Hersteller­bescheinigung bei der Kfz-Behörde. Das Dokument weist nach, dass Ihr Anhänger alle technischen Voraussetzungen für die höhere Maximalgeschwindigkeit erfüllt. Je nach Kfz-Behörde benötigen Fahrzeughalter zusätzlich ein neues TÜV-Gutachten, das die Verkehrstauglichkeit des Hängers bescheinigt. Erst dann erhält er die "Tempo-100-Plakette".

Übrigens: Vor Besuch der Kfz-Behörde können Sie die Plakette nicht kaufen. Die mit dem jeweiligen Behördensiegel versehenen Schilder erhalten Sie erst bei der Zulassungsstelle. Das gesiegelte 100-km/h-Schild bringen Sie gut sichtbar an der Rückseite des Anhängers an. So schreibt es der Gesetzgeber vor. Für das Zugfahrzeug ist keine Geschwindigkeits­markierung erforderlich.

100er-Zulassung gilt nicht im Ausland

Die Tempo-100-Plakette berechtigt Sie nur auf deutschen Straßen dazu, mit bis zu 100 km/h unterwegs zu sein. Außerhalb der Bundesrepublik gelten die nationalen Vorschriften des jeweiligen Landes. In der Schweiz und Italien beispielsweise dürfen Anhängergespanne grundsätzlich höchstens 80 km/h fahren. Niederlande, Litauen, Luxemburg und Kroatien geben ein Tempolimit von 90 km/h auf Autobahnen vor. Informieren Sie sich daher vor der Abreise, welche Geschwindigkeitsbegrenzungen für Ihr Gespann zu beachten sind.
Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Vor Abfahrt
Illustration Info: Gut zu wissen

Überprüfen Sie Ihren Anhänger vor jeder Fahrt. Folgende Punkte sollten dabei auf Ihrer Checkliste stehen:

  • Ist die Kugelkupplung richtig eingerastet und gesichert?
  • Ist der Handbremshebel gelöst?
  • Ist das Stützrad korrekt hochgestellt und fixiert?
  • Sind die Unterlegkeile entfernt und sicher verstaut?
  • Sind Auffahrschienen fest montiert, verstaut und gesichert?
  • Sind Abstell-, Schnellhub- und Kurbelstützen angehoben und gesichert?
  • Sind Bordwände und Klappen sicher verschlossen?
  • Ist die Beleuchtung funktionsbereit und unbeschädigt?
  • Ist die Beladung des Anhängers richtig verteilt und gegen Verrutschen gesichert?
  • Entspricht der Reifendruck der Hersteller­empfehlung, die auf der Reifenflanke angegeben ist? Sind die Reifen unbeschädigt? Besitzen sie eine ausreichende Mindestprofiltiefe?
  • Liegt das Abreißseil über der Anhängervorrichtung des Zugfahrzeugs?
  • Ist die Plane ordnungsgemäß geschlossen und abgespannt?

Kontrollieren Sie bei der ersten Inbetriebnahme zudem nach etwa 50 Kilometern das Anzugsmoment der Radbolzen. Sitzen sie nicht fest genug, ziehen Sie sie nach.

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Gebühren

Die Gebühren für die Anhänger-Zulassung unterscheiden sich von Landkreis zu Landkreis. In der Regel zahlen Sie ca. 30 Euro. Lassen Sie sich für Ihr Gespann eine 100-km/h-Zulassung genehmigen, kommen 15 bis 20 Euro für die Tempo-100-Plakette hinzu.

Ist ein TÜV-Prüfbericht notwendig, kalkulieren Sie zusätzlich 25 bis 60 Euro ein. Sind die technischen Voraussetzungen für die Anhänger 100er-Zulassung nicht erfüllt, können Sie Ihr Kfz nachrüsten. Welche Kosten hierfür anfallen, hängt von Fahrzeugtyp und Aufwand ab.

Hinzu kommt die Kfz-Steuer, die Sie jährlich für den Anhänger entrichten. Wie hoch die Steuerabgabe ausfällt, hängt vom zulässigen Gesamtgewicht des Trailers ab: Pro angefangenen 200 Kilo zahlen Sie jährlich 7,46 Euro

Rechenbeispiel: Bringt Ihr Anhänger 700 Kilo auf die Waage, zahlen Sie pro Jahr 4 x 7,46 Euro (= 29,84 Euro) Kfz-Steuern. Maximal beträgt die Abgabe an den Fiskus 373 Euro im Jahr.

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Umzug und Stilllegung

Sie sind in einen anderen Landkreis umgezogen oder haben Ihren Wohnsitz innerhalb derselben Stadt oder Gemeinde verlegt. Dann müssen Sie alle Ihre Kraftfahrzeuge ummelden  dazu zählen auch Autoanhänger. Wie bei der Zulassung benötigen Sie hierfür Ihren Personalausweis, Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief sowie eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer).

Darüber hinaus ist eine gültige Hauptuntersuchung (HU) inklusive Abgasuntersuchung (AU) erforderlich. Diese führt unter anderem der Technische Überwachungsverein (TÜV) durch. Ist der TÜV Ihres Anhängers abgelaufen, sind Sie dazu verpflichtet, die HU nachzuholen. Erst wenn Ihr Anhänger eine neue TÜV-Plakette hat, können Sie ihn bei der Kfz-Zulassungsbehörde ummelden.

Wenn Sie Anhänger ummelden, sind Kosten fällig

Egal, ob Sie Ihren Anhänger online ummelden oder persönlich in der Zulassungsstelle erscheinen: Rechnen Sie mit Gebühren in Höhe von etwa 30 Euro. Sind Sie selbst verhindert, können Sie Ihr Fahrzeug auch von einer anderen Person ummelden lassen. Voraussetzung: Sie stellen Ihrem Stellvertreter eine schriftliche Vollmacht aus. Damit meldet er den Anhänger in Ihrem Auftrag bei der Kfz-Behörde um.

Wer seinen Anhänger abmeldet, benötigt Fahrzeugpapiere und Kennzeichen

Sie nutzen Ihren Autoanhänger längere Zeit nicht mehr oder möchten ihn verkaufen? Dann melden Sie ihn bei der Zulassungsstelle ab. Dazu sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
  • Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II)
  • Kennzeichenschilder

Ohne Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief können Sie einen Anhänger in der Bundesrepublik nicht abmelden. Ihre Kfz-Versicherung für Ihren Anhänger brauchen Sie nach Abmelden oder Stilllegen Ihres Hängers nicht mehr. Sie können diese allerdings nicht jederzeit kündigen.

Kündigungsfrist von Kfz-Versicherung für Anhänger beachten

Wie bei Auto, Motorrad oder Wohnmobil setzen Kfz-Versicherungen auch bei Anhängern einen Monat zum Jahresende als Kündigungsfrist an. Stichtag, um Ihre Anhänger-Versicherung fristgerecht zu beenden, ist dementsprechend der 30. November.

Spätestens an diesem Tag muss die schriftliche Kündigung bei Ihrem Versicherer eingehen. Wollen Sie sowohl Auto als auch Anhänger endgültig abmelden, bringen Sie die Kfz-Kennzeichen und den Verwertungsnachweis der Altauto-Annahmestelle mit.

Stilllegen des Anhängers ist bis zu sieben Jahre möglich

Wer Pkw und Hänger nicht endgültig abmelden und verschrotten möchte, kann die Fahrzeuge für maximal sieben Jahre stilllegen. Vorteil ist, dass Sie in dieser nutzungsfreien Zeit Versicherungs­beiträge und Kfz-Steuern sparen. Möchten Sie mit dem Gespann wieder auf die Straße, ist eine Wiederzulassung erforderlich. Das heißt: Sie melden beide Fahrzeuge erneut bei der Kfz-Zulassungsbehörde an.

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Online-Zulassung

Seit 1. Oktober 2019 können Sie Pkw, Anhänger und Co. im Internet zulassen, umschreiben oder abmelden. Mit diesem Stichtag ist die internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz) für Privatpersonen möglich (Stufe 3). Im nächsten Schritt (Stufe 4) soll der Online-Service auch für Unternehmen, Vereine und andere juristische Personen nutzbar sein. Zuständig für die Bereitstellung des i-Kfz-Angebots sind die Bundesländer bzw. die dortigen Kommunal­behörden.

Vorteil der i-Kfz: Bürgerinnen und Bürger können Standardzulassungsvorgänge online rund um die Uhr und ortsunabhängig erledigen. Zudem entfallen lange Wartezeiten auf der Kfz-Behörde.

Folgende Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um die "i-Kfz" zu nutzen:

  • Sie besitzen einen neuen Personalausweis mit aktivierter "electronic Identity"-Funktion (eID-Funktion) und den dazugehörigen PINs.
  • Sie haben ein Kartenlesegerät oder alternativ ein Smartphone mit kostenloser "Ausweis-App2".
  • Stempelplakette und Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) des Anhängers sind mit einem verdeckten Sicherheitscode ausgestattet. Bei Fahrzeugen, deren Erstzulassung nach 1. Januar 2015 erfolgte, ist das standardmäßig der Fall.
  • Sie können die Zulassungsgebühren bargeldlos mit EC- oder Kreditkarte bezahlen.

Zulassung via i-Kfz kostet etwas mehr als bei Kfz-Behörde

Die Preise für die i-Kfz sind bundesweit einheitlich: Melden Sie Ihren Anhänger online an, zahlen Sie 27,90 Euro statt 27 Euro bei der Kfz-Behörde. Eine Ummeldung fällt mit 28,20 Euro statt 27 Euro ebenfalls geringfügig teurer aus als vor Ort.

Wer seinen Hänger abmeldet, kommt etwas günstiger weg: Die Außerbetriebsetzung kostet online 5,70 Euro statt 6,90 Euro bei der Zulassungsstelle. In diesem Fall kann auch eine andere Person die Online-Abmeldung für den Fahrzeughalter vornehmen.

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