• Für Transportanhänger ist eine eigene Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung vor­ge­schrieben. Optional wählen Sie eine Teil­kasko oder Voll­kasko als Transport­anhänger-Versicherung.
  • Die Kosten einer Versicherung für Transport­anhänger hängen von Kri­te­ri­en wie Bau­form, Erst­zu­lassung und zulässigem Gesamt­gewicht ab.
  • Beachten Sie die maximale Anhänge­last, wenn Sie mit Ihrem Kfz einen Transport­anhänger ziehen. Sichern Sie die Ladung ordnungs­gemäß – zum Beispiel, wenn Sie ein Auto auf dem Hänger transportieren.
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In Deutschland ist für Transportanhänger eine separate Kfz-Haft­pflicht­versicherung vorgeschrieben. Von der Versicherungspflicht ausgenommen sind unter anderem Bootstrailer und Pferdeanhänger. Die Anhänger­versicherung schützt den Hänger – nicht die damit transportierten Güter.

In der Regel ja. Sobald Sie mit Ihrem Transport­anhänger Güter befördern, benötigen Sie eine eigene Kfz-Haft­pflicht­versicherung für den An­hänger. Über die Kfz-Versicherung des Zug­fahrzeugs ist der Transport­anhänger nicht mit­versichert. Das gilt auch für Auto­transport­anhänger. Wenn Sie Ihren Anhänger vermieten, besteht auch hier bis auf wenige Aus­nahmen in Deutsch­land Ver­si­che­rungs­pflicht für Anhänger.

Von der Versicherungspflicht ausgenommen sind Transport­anhänger mit grünem Kenn­zeichen, mit denen Sie Sport­geräte bewegen. Darunter fallen beispiel­sweise Bootstrailer und Pferde­anhänger. Auch für land- oder forstwirtschaftlich genutzte Hänger mit grünem Nummernschild ist keine separate Kfz-Haftpflicht vorgeschrieben.

Welche Schäden die Transport­anhänger-Versicherung abdeckt, hängt von der Versicherungs­art ab. Gesetzlich vor­ge­schrieben ist eine Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung. Sollen Schäden an Ihrem eigenen Transport­anhänger versichert sein, schließen Sie eine Anhänger­versicherung mit Teil- oder Vollkasko ab.

Die wichtigsten Unter­schiede:

  • Kfz-Haftpflicht deckt Schäden ab, die anderen Personen durch Ihren Transport­anhänger entstehen. Für Schäden an Ihrem eigenen Hänger kommt die Ver­si­che­rung nicht auf.
  • Teilkasko übernimmt Schäden, die äußere Ein­flüsse an Ihrem Transportan­hän­ger verursachen. Dazu gehören zum Bei­spiel Dieb­stahl, Hagel­schaden oder Zusammen­stoß mit Tieren.
  • Vollkasko leistet bei allen Teilkasko­schäden und greift zusätzlich bei Vandalismus und selbst verursachten Unfall­schäden am Hänger.

Wichtig: Eine Anhänger­versicherung versichert Ihren Transport­anhänger – nicht die damit beförderten Güter. Wenn Sie ein Auto auf dem Anhänger trans­portieren, über­nimmt die Versicherung keine Schäden, die während der Fahrt am Pkw ent­stehen. Befördern Sie zum Bei­spiel Ihren historischen VW Käfer mit H-Kennzeichen zu einer Rallye, müssen Sie auch den Oldtimer versichern. Ohne separaten Schutz ist das Auto auf dem Anhänger nicht versichert.

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Gut zu wissen: Kosten

Die Kosten einer Versicherung für Transport­anhänger hängen von mehreren Faktoren ab. Am günstigsten ist die gesetz­lich vor­ge­schriebene Kfz-Haft­pflicht. Schließen Sie zusätzlich eine Teil- oder Voll­kasko für Ihren Transport­anhänger ab, ist der Beitrag höher.

Neben der Versicherungs­art beeinflussen weitere Faktoren die Versicherungs­kosten für Transport­anhänger. Dazu gehören:

  • Anhängertyp (z. B. Auto­transport­anhänger, Boots­trailer, Pferde­anhänger)
  • Bauform (z. B. geschlossener oder offe­ner Kasten­aufbau)
  • Erstzulassung
  • Neuwert
  • Nutzungsart (privat, geschäft­lich oder gewerb­lich)
  • Zulässiges Gesamt­gewicht
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Um einen Pkw mit Transportanhänger zu steuern, benötigen Sie mindestens Führer­schein­klasse B. Achten Sie darauf, die zulässige Anhänge­last des Zug­fahr­zeugs nicht zu über­schreiten. Sichern Sie außerdem ordnungs­gemäß die Ladung – zum Beispiel, wenn Sie ein Auto auf dem An­hän­ger transportieren.
  • Anhängelast

    Die Anhängelast beschreibt das maximal zulässige Gewicht, das ein Fahrzeug ziehen darf. Die technisch zulässige Anhängelast in Kilogramm steht in der Zulassungs­beschei­nigung Teil 1 (früher: Fahrzeug­schein).

    Neben der maximal zulässigen Anhängelast ist das maximale Gesamt­gewicht des Gespanns aus Auto und Anhänger wichtig. Bei neueren Fahrzeugen findet sich dazu ein Zusatzeintrag in der Zulassungsbescheiigung Teil 1. Dieser Wert ist oft niedriger als die Summe aus zulässigem Gesamtgewicht des Zugfahrzeugs und maximaler Anhängelast. Ist etwa mit dem Autotransportanhänger-Gewicht bereits das zulässige Gesamtgewicht erreicht, bleibt kein "Puffer" mehr für die Zuladung.

    Ein Rechenbeispiel:

    • Eingetragene zulässige Gesamtmasse Auto + Autotransportanhänger: 4.000 kg
    • Gewicht Auto: 2.500 kg
    • Autotransportanhänger inkl. Ladung darf wiegen: 4.000 kg – 2.500 kg = 1.500 kg
    • Bei Leergewicht Autotransportanhänger 500 kg: Maximalgewicht Ladung 1.500 kg – 500 kg = 1.000 kg
    • Bei Leergewicht Autotransportanhänger 1.000 kg: Maximalgewicht Ladung 1.500 kg – 1.000 kg = 500 kg
  • Führerscheinklasse

    Drei Führerscheinklassen berechtigen Fahrer:innen dazu, Transportanhänger unterschiedlicher Gewichtsklassen zu bewegen:

    1. Führerscheinklasse B: Ermöglicht es, Anhänger mit maximal 750 Kilogramm zulässiger Gesamt­masse zu fahren. Der Transport­anhänger darf auch mehr als 750 Kilogramm wiegen, solange das Gesamt­gewicht von Auto und Anhänger maximal 3.500 Kilogramm erreicht.
    2. Führerscheinklasse B mit Schlüsselzahl 96: Erhöht das erlaubte Gesamt­gewicht des Zug­gespanns auf 4.250 Kilogramm. Den "Führerschein B96" erwerben Sie durch einen Aufbau­kurs ohne Prüfung in einer Fahrschule.
    3. Führerscheinklasse BE: Berechtigt dazu, Anhänger mit bis zu 3.500 Kilogramm zulässiger Gesamt­masse oder Gespanne mit einem Gesamt­gewicht von bis zu 7.000 kg zu bewegen. Für den Erwerb absolvieren Sie einen speziellen Kurs inklusive Abschluss­prüfung in einer Fahrschule.
  • Auto richtig auf Anhänger sichern

    Ob Sie den Transportanhänger für Ihren Oldtimer oder das Abschleppen eines defekten Fahrzeugs nutzen: Achten Sie darauf, dass der Pkw auf dem Transportanhänger korrekt gesichert ist. Folgende Punkte sind wichtig:

    • Legen Sie vorne und hinten Keile unter die Reifen des Anhängers, um ihn richtig zu stützen.
    • Platzieren Sie das Auto mittig auf dem Transport­anhänger, um eine ungleiche Gewichtsverteilung zu vermeiden.
    • Verzurren Sie alle vier Räder so, dass sie sich weder nach vorne noch nach hinten bewegen können. Entscheidend ist, dass die Kraftlinie des Zuggurtes durch den Rad­mittel­punkt führt und somit kein Dreh­moment auf das Rad wirken kann.
    • Sichern Sie Ihr Auto nicht an der Karosserie. Die Federung des Fahrzeugs sorgt dafür, dass es während des Transports kontinuierlich auf und ab schwingt. Dadurch werden die Spannmittel lose oder brechen ab. So kann das Auto während der Fahrt vom Anhänger rollen.
    • Legen Sie Keile hinter die Vorder- und Hinterräder des Pkw und fixieren Sie diese mit sanften Schlägen.
    • Ziehen Sie die Feststell­stellbremse des geladenen Fahrzeugs an und legen Sie den ersten Gang ein.
    • Verwenden Sie unbeschädigte Zurrgurte und achten Sie darauf, dass diese nicht verdreht angelegt sind.
    • Sichern Sie etwaige lose Teile an Zugfahrzeug und geladenem Auto.
    • Legen Sie während der Fahrt regelmäßige Stopps ein und kontrollieren Sie die Zurrgurte auf Spannung.
  • Auto transportieren auf Anhänger: Fahrverhalten ändern!

    Bei Fahrten mit Anhänger verändert sich das Fahrverhalten des Pkw deutlich. Das ist vor allem der Fall, wenn Sie Ihren Anhänger für den Autotransport verwenden. Folgende Punkte sind wichtig, wenn Sie einen Autotrailer bzw. Pkw-Anhänger fahren:

    • Vermeiden Sie starke Gasbefehle. Ihr Wagen kann den Anhänger nur langsam in Bewegung bringen.
    • Geben Sie langsam und gleichmäßig Gas.
    • Halten Sie deutlich mehr Abstand zu voraus­fahrenden Autos. Ihr Bremsweg ist um einiges länger als gewöhnlich. Bei schlechter Witterung kann er bis zu doppelt so lang sein.
    • Vermeiden Sie starke und plötzliche Lenk­bewegungen.
    • Bremsen Sie langsam und gleichmäßig. Vermeiden Sie abrupte Bremsmanöver.
    • Halten Sie sich in Kurven möglichst weit außen. So verhindern Sie, dass der Anhänger gegen die Bordsteinkante fährt.
    • Beim Rückwärtsfahren bewegt sich der Anhänger entgegen der Lenk­richtung. Es empfiehlt sich, dies im Vorhinein in sicherer Umgebung zu üben.
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  • Darf man ein Auto auf einem normalen Anhänger transportieren?

    Grundsätzlich ja. Entscheidend dafür, ob Sie einen Anhänger als Auto­trailer nutzen können, ist die zulässige Nutz­last des Hängers, die maximale Stütz­last der Anhänger­kupplung und das zulässige Gesamt­gewicht des Gespanns inklusive geladenem Auto.
  • Wie befestigt man ein Auto auf einem Anhänger?

    Folgende Punkte sind wichtig, um Ihr Auto auf einem Anhänger zu sichern:

    • Sichern Sie den Anhänger mit Keilen.
    • Sorgen Sie dafür, dass der Pkw mittig auf dem Anhänger steht und die Last gleichmäßig verteilt ist.
    • Befestigen Sie das Auto mit Zurrgurten so an den Rädern, dass kein Drehmoment darauf wirken kann.
    • Stützen Sie die Räder des Autos vorne und hinten zusätzlich mit Keilen.
  • Wie viel kostet es, ein Auto zu transportieren?

    Die Kosten für den Transport eines Pkw hängen davon ab, ob Sie ein pro­fes­sio­nelles Transport­unter­nehmen be­auf­tragen oder selbst das Auto transportieren – auf einem Anhänger, den Sie privat nutzen oder gemietet haben. Bei einem pro­fes­sio­nellen Auto­transport beeinflussen Größe und Art des Fahrzeugs sowie Länge der Transport­strecke die Gebühren. Als groben Richt­wert können Sie mit ungefähr 500 bis 1.000 Euro rechnen.
  • Wie bekomme ich ein abgemeldetes Auto nach Hause?

    Wollen Sie Ihr Auto abmelden, haben Sie verschiedene Möglich­keiten für den Trans­port nach Hause:

    • Mit Anhänger: Sie verladen Ihr ab­ge­mel­detes Auto auf einen geeigneten Anhänger und trans­portieren es damit nach Hause.
    • Mit Kurzzeitkennzeichen: Innerhalb Deutsch­lands können Sie für das ab­ge­meldete Auto bei Ihrer Zulassungs­stelle ein Kurz­zeit­kennzeichen beantragen, das bis zu fünf Tage gültig ist. Mit dem Nummern­schild dürfen Sie das Fahr­zeug überführen. Voraus­setzung ist eine gültige Haupt­untersuchung (HU).
    • Am selben Tag zur Zulassungs­stelle fahren: Sie können bis 23:59 Uhr des Abmelde­tages mit den alten, ent­stempelten Kenn­zeichen zur nächsten Kfz-Behörde in Ihrem Zulassungs­bezirk oder in einem angren­zenden Bezirk fahren. Dort können Sie es neu anmelden.
    • Überführung durch Verkäufer:in: Bitten Sie den Ver­käufer oder die Ver­käuferin, das Auto mit Kenn­zeichen zu Ihnen nach Hause zu über­führen und die Kennzeichen dort zu wechseln.
    • Professioneller Transportdienst: Optional be­auf­tragen Sie einen Transport­dienst oder Spediteur mit der Über­führung Ihres abge­meldeten Pkw.
  • Wie darf ich einen Anhänger transportieren?

    Wollen Sie einen Anhänger überführen, benötigen Sie eine gültige Versi­cherung und ggf. ein Über­führungs­kenn­zeichen. Fehlt das Kennzeichen, können Sie den Anhänger zum Beispiel auf einem Ab­schlepp­fahrzeug trans­por­tieren.
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