Nahaufnahme von Anhängerkupplung, die in Werkstatt nachgerüstet wird
Schnell und einfach nachgerüstet

Anhängerkupplung eintragen: Wann besteht Eintragungspflicht?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Anhängerkupplungen mit und ohne Eintragspflicht
  • Die meisten Anhängerkupplungen besitzen eine EU-Zulassung. Das heißt: Sie müssen Ihre Fahrzeugpapiere nicht extra aktualisieren.
  • Liegt hingegen keine EU-Zulassung vor, müssen Sie die neue Anhängerkupplung durch eine Prüforganisation wie den TÜV abnehmen lassen.
  • Wenn Sie ein Fahrzeug besitzen, bei dem der Hersteller keine serienmäßige Anhängerkupplung (kurz AHK) verbaut hat, besteht die Möglichkeit Ihr Kfz nachzurüsten
  • Im Anschluss stellt sich die Frage, ob Sie das hinzugefügte Kfz-Teil zusätzlich in den Fahrzeugschein eintragen lassen müssen. 
Anhängerkupplung eintragen: Illustration Information Gut zu wissen
Gut zu wissen
Anhängerkupplung eintragen: Illustration Information Gut zu wissen

Sie wollen mit dem Wohnwagen  verreisen oder einen Fahrradträger montieren, Ihr Auto hat aber keine Anhängerkupplung? Keine Sorge, an vielen Pkw-Modellen lässt sich eine Anhängerkupplung ganz einfach nachrüsten.

Nur wenn Sie einen Sportwagen oder ein Fahrzeug mit Auspuffanlage in der Mitte besitzen, suchen Sie unter Umständen vergeblich. Auch die Umstellung auf das neue WLTP-Prüfverfahren („Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“) zur Ermittlung von Kraftstoffverbrauch und Abgasgrenzwerten brachte Veränderungen: Seitdem lassen sich einige Fahrzeug-Modelle nachträglich nicht mehr nachrüsten.

Betroffen sind Autos, die durch das zusätzliche Gewicht der Anhängerkupplung die vorgeschriebenen Werte nicht mehr einhalten. Montieren Sie dennoch eine AHK an eines dieser Modelle, risikieren Sie gegebenenfalls Ihre Kfz-Zulassung. 

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Eintragungspflicht
Durch die Einführung von festen Normen innerhalb der Europäischen Union (EU) müssen Sie nachgerüstete Anhängerkupplungen oft nicht eintragen lassen. Das war früher anders: Fahrzeughalter  waren verpflichtet, eine neue Anhängerkupplung in die Fahrzeugpapiere aufzunehmen.

Moderne Anhängerkupplungen sind selten eintragungspflichtig

Der Großteil der auf dem freien Markt erhältlichen Anhängerkupplungen besitzt eine EU-Zulassung und ist somit eintragungsfrei. Wichtig ist, dass die Anhängerkupplung zu Ihrem Fahrzeugtyp passt und fachmännisch montiert wird. Sie müssen Ihre nachgerüstete Anhängerkupplung zwar nicht extra abnehmen und eintragen lassen. Trotzdem sollten Sie die Papiere der neuen Kupplung bei Fahrten immer mitführen. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, lassen Sie sich den fachgerechten Anbau der AHK jederzeit vom TÜV bescheinigen.

Tragen Sie Anhängerkupplungen ohne EU-Zulassung im Kfz-Schein ein

Sollte keine EU-Zulassung vorliegen, müssen Sie die Anhängerkupplung von einer technischen Prüforganisation wie TÜV oder DEKRA abnehmen und im Fahrzeugschein eintragen lassen. Sie sind sich nicht sicher? Dann sollten Sie sich vor Einbau erkundigen, ob eine AHK-Nachrüstung per Einzelabnahme überhaupt möglich ist.

Das Gleiche gilt, wenn in Ihrem Fahrzeugschein noch keine Anhängelast eingetragen oder für Ihr besonders seltenes Kfz keine typengeprüfte Anhängerkupplung erhältlich ist. Lassen Sie sich auch in diesen beiden Fällen von einem Prüfingenieur bestätigen, dass Nachrüstung und Eintragung tatsächlich möglich sind. Nur so vermeiden Sie unnötige Kosten.

Tipp: E-Prüfzeichen steht für eintragungsfrei

Ob Sie Ihre neue Anhängerkupplung abnehmen und eintragen lassen müssen, erkennen Sie unter anderem an der Anhängerkupplung selbst. Befindet sich dort ein E-Prüfzeichen, besitzt sie eine EU-Zulassung und ist eintragungsfrei.

Das E-Prüfzeichen besteht aus einem Kreis, in dessen Innerem der Buchstabe „E“ und eine Kennzahl zu sehen sind. Bei manchen AHK-Modellen ist die entsprechende Kennzeichnung direkt neben dem Schraubenkopf eingestanzt. Bei anderen wiederum ist das E-Prüfzeichen mit einem kleinen Typenschild befestigt.

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Zuständigkeit
Automechanikerin steht neben einem Mann und zeigt auf ein Auto, das auf einer Hebebühne steht

Bei der Nachrüstung einer Anhängerkupplung vetrauen Sie am besten einer Fachwerkstatt. Die Profis verbauen in der Regel eine AHK mit EU-Zulassung, die nicht in den Kfz-Schein eingetragen werden muss. Das ist die für Sie einfachste und kostengünstigste Lösung.

Im gleichen Zug kann die Fachwerkstatt das ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) Ihres Kfz neu programmieren. Damit erkennt es sofort, ob es einen Anhänger zieht. Und es verbessert dementsprechend die Fahrstabilität. Der Einbau einer Anhängerkupplung beeinträchtigt übrigens nicht die Herstellergarantie Ihres Kfz – solange er fachgerecht erfolgt.

Lassen Sie Ihre AHK vom Profi einbauen und eintragen

Wird eine Anhängerkupplung ohne EU-Zulassung verbaut, besteht Eintragspflicht. Auch in diesem Fall ist ein Fachbetrieb der richtige Ansprechpartner. Um Sonderwünsche, Spezialanfertigungen und Nachrüstungen an seltenen Fahrzeugen zuzulassen, besuchen Prüfingenieure von TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS regelmäßig die Werkstätten. So können sie Ihre abgeschlossene AHK-Nachrüstung abnehmen und direkt in den Fahrzeugpapieren vermerken lassen. 

TÜV sollte eine selbst nachgerüstete AHK überprüfen

Sie möchten die Anhängerkupplung lieber selbst nachrüsten? Kein Problem. Lassen Sie den Anbau trotzdem von einer anerkannten Prüfstelle abnehmen. Damit gehen Sie auf Nummer sicher, dass Ihre neue AHK fachgerecht montiert ist. Und Sie erfahren, falls die Kupplung doch eintragungspflichtig sein sollte.

Das Prüfverfahren von TÜV und Co. nennt sich „Teilegutachten für nachträglich eingebaute Teile“. Dabei handelt es sich um ein nationales Verfahren. Prüfer nutzen es speziell für Anbauten ohne ECE-Prüfzeichen. TÜV oder Werkstatt kontrollieren damit, ob das neue Kfz-Teil fachgerecht montiert und die Elektronik richtig verlegt ist.

Hat der Sachverständige den nachträglichen Anbau geprüft und amtlich abgenommen, erhalten Sie das offizielle Teilegutachten. Damit tragen Sie den Anbau bei Ihrer zuständigen Kfz-Zulassungsstelle ein. Ein Vermerk in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) bescheinigt daraufhin, dass Ihre Anhängerkupplung zugelassen ist.

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Gebühren
Lassen Sie eine eintragungsfreie Anhängerkupplung montieren, kommen neben den Montagekosten keine weiteren Gebühren auf Sie zu. Nur wenn Sie sich für eine Anhängerkupplung ohne EU-Zulassung entscheiden, ist die Änderung am Fahrzeug eintragungs- und somit kostenpflichtig.

Liegt für Ihre AHK eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vor, handelt es sich um eine Änderungsabnahme. Die Kosten hierfür betragen zwischen 30 und 50 Euro

Möchten Sie eine Anhängerkupplung ohne Papiere, also ohne ABE oder Teilegutachten, eintragen lassen, ist eine Einzelabnahme erforderlich. Die Kosten hierfür können sich mitunter auf mehrere hundert Euro belaufen. Insbesondere, wenn Ihre Anhängerkupplung aufwendige Belastungstests durchlaufen muss. Folglich ist eine umfassende Einzelabnahme nicht immer wirtschaftlich sinnvoll. 

Die Gebühren für die Eintragung der AHK in den Fahrzeugschein sind nicht bundeseinheitlich geregelt. Das heißt: Jede Kfz-Zulassungsstelle kann ihre eigenen Gebührensätze festlegen. Lassen Sie Ihre Anhängerkupplung in München eintragen, fallen unter Umständen andere Gebühren an als bei einer Eintragung in Berlin oder Hamburg.

Zudem richtet sich die Gebührenhöhe nach dem jeweiligen Aufwand der Kfz-Behörde. Geht es lediglich um die Eintragung der technischen Änderung in den Fahrzeugschein, kommen Kosten in Höhe von 12 Euro auf Sie zu.

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Wichtige Dokumente
Sie machen sich auf den Weg zur Kfz-Zulassungsbehörde, um Ihre nachgerüstete Anhängerkupplung im Fahrzeugschein eintragen zu lassen? Nehmen Sie diese Unterlagen mit:  
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Nachweis der letzten gültigen Hauptuntersuchung (HU-Bericht)
  • Teilegutachten einer technischen Prüfstelle
  • Allgemeine Betriebserlaubnis der Anhängerkupplung (ABE)
  • CoC-Papiere (Certificate of Conformity) bei Importfahrzeugen
Anhängerkupplung eintragen: Illustration Information Gut zu wissen
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Anhängerkupplung eintragen: Illustration Information Gut zu wissen

Verdeckt eine fest montierte Anhängerkupplung das Kfz-Kennzeichen Ihres Fahrzeugs, müssen Sie eine abnehmbare Anhängerkupplung verbauen. Bei Fahrten ohne Anhänger ist diese wieder zu demontieren.

Sie entscheiden sich für eine abnehmbare Anhängerkupplung, obwohl die Sichtbarkeit Ihres Kennzeichens nicht beeinträchtigt ist? Dann dürfen Sie die mobile Anhängevorrichtung immer montiert lassen.

Übrigens: Egal, ob fest verbaut oder abnehmbar, Sie müssen Ihre neue AHK nicht zusätzlich versichern. Eine nachgerüstete Anhängerkupplung ist immer über die bestehende Kfz-Versicherung des Fahrzeugs mitversichert

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