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Wert­verlust Elektro­auto

Faktoren & Berechnung
Wertverlust Elektroauto: Frau verbindet Ladekabel mit E-Auto und hält Autoschlüssel in der Hand
  • Für den Wertverlust bei Elektro­autos spielt der Zustand der Antriebs­batterie (= Akku) eine wichtige Rolle. Der Elektroauto-Restwert hängt aber auch von Faktoren wie Marke, Modell und Aus­stattung ab.
  • Es gibt keine allgemeine Formel, mit der Sie den Wert­ver­lust bei E-Autos berechnen können. Als grobe Ori­en­tie­rung: Im ersten Jahr nach Neu­zu­lassung ist der Wert­verlust bei einem Elektro­auto mit rund 25 Prozent am größten. Nach drei Jahren ist ein E-Auto noch un­ge­fähr 50 Prozent seines Listen­preises wert.
  • Mit einigen Tipps lässt sich der E-Auto-Wert­verlust mini­mieren. Kaufen Sie zum Beispiel ein wert­stabiles Modell (z. B. Klein­wagen, Kompakt-SUV) einer bekannten Marke und behandeln den Akku pfleglich, stei­gen die Chancen für einen möglichst hohen Wieder­verkaufs­wert.
Wie bei Verbrennern ist der Wieder­verkaufs­wert eines E-Autos von ver­schiedenen Kriterien abhängig. Dazu zählen Alter, Marke, Modell und Aus­stattung des Fahr­zeugs. Ent­scheidend für den Elektro­auto-Restwert ist auch der Akku bzw. dessen Gesund­heits­zustand. Die wichtigsten Faktoren für den Wert­verlust bei Elektro­autos im Überblick:

Fahrzeugalter

Je neuer ein Elektroauto ist, desto höher ist sein Rest­wert. Das liegt nicht nur an der gering­eren Ab­nutzung. Vor allem der tech­no­logische Fort­schritt spielt eine Rolle: Wenige Jahre alte E-Fahr­zeuge haben meist eine bessere Batterie­tech­nologie, Leistung und Sicher­heits­aus­stattung als Vorgänger­modelle. Vor einigen Jahren waren Listen­preise für Elek­tro­fahrzeuge gegenüber vergleich­baren Ver­brennern außer­dem noch deutlich höher – bei gleich­zeitig geringerer Akku-Kapazität und Elektro­auto-Reich­weite. Das macht viele ältere Modelle im Ver­gleich zu Neu­wagen mit moderner Tech­no­logie weniger attraktiv.

Modell

Als besonders wert­stabil gelten Elektroauto-Modelle aus beliebten Fahr­zeug­segmenten. Dazu zählen zum Bei­spiel Klein­wagen, Mittel­klasse- oder Kompakt-SUVs. Bei Kleinst-, Ober­klasse- und Luxus­model­len ist der E-Auto-Wert­verlust im Ver­gleich oft höher.

Marke

Image und Beliebtheit des Her­stellers kön­nen den Wert­verlust eines Elektro­autos be­ein­flussen. Oft erzielen E-Fahr­zeuge gro­ßer Auto­marken wie BMW bei Wieder­verkauf einen höheren Rest­wert als Modelle un­bekannter Nischen­marken.

Ausstattung

Eine hochwertige (Sonder-)Aus­stattung garantiert nicht, dass der Elektro­auto-Rest­wert bei Ver­kauf höher ist. Ent­schei­dend ist, dass die Aus­stattung den Erwartungen potenzieller Käufer:innen ent­spricht. Sprich: Ein Ober­klasse-Elektro­auto sollte Extras wie Navi­gations­system oder Klima­anlage an Bord haben. Einen batterie­betrie­benen Klein­wagen würde Sonder­zubehör unnötig teuer machen – und so den Wert­verlust beim E-Auto erhöhen.

Kilometerleistung

In der Regel ist der Elektroauto-Rest­wert umso höher, je weniger Kilo­meter der Pkw auf dem Tacho hat. Anders als bei Ver­brennern spielt es bei batterie­betriebenen Fahr­zeugen keine Rolle, ob sie haupt­sächlich auf Kurz­strecken oder Auto­bahn­fahrten Kilo­meter gesam­melt haben. Denn E-Autos verschlei­ßen grund­sätzlich weniger – auch bei hoher jähr­licher Fahr­leistung.

Pflegezustand

Gepflegte Gebraucht­wagen verkaufen sich besser – das gilt auch für E-Autos. Der Wert­ver­lust ist in der Regel geringer, wenn Sie Ihren E-Pkw sauber halten und regel­mäßig zur Inspektion bringen (Stich­wort: lücken­los gepfleg­tes Scheck­heft). Lack­kratzer, Hagel­dellen oder Unfall­schäden mindern den Elektro­auto-Rest­wert dagegen.

Technischer Zustand & Akku

Je jünger das E-Auto ist, desto höhere tech­no­logische Standards bietet es. Auf den Wert­verlust eines Elektro­autos wirkt es sich beispiels­weise positiv aus, wenn es eine leistungs­starke Antriebs­batterie besitzt, die sich an Schnell­lade­säulen mit Strom versorgen lässt.

Entschei­dend für den Rest­wert ist vor allem der Gesund­heits­zustand des Akkus – der sogenannte State of Health (SoH): Ist der Akku­zustand deutlich besser oder schlechter, als er aus­gehend von Alter und Lauf­leistung des Elektro-Pkw sein dürfte, be­ein­flusst das den Wert­verlust positiv oder negativ. Je besser der SoH in Prozent, desto höher ist meist der Wieder­ver­kaufs­wert des E-Autos.

Herstellergarantien

Zusätzlich zur gesetzlich veran­kerten Sach­mängel­haftung für die ersten zwei Jahre gewähren die meisten Her­steller eine Neu­wagen­garan­tie, die teil­weise bis zu fünf Jahre gilt. Viele An­bieter garan­tieren zusätzlich, dass der gebrauchte Akku nach acht Jahren oder 160.000 Kilo­metern noch einen SoH von mindestens 70 Pro­zent aufweist. Solche Garantie­ver­sprechen wir­ken sich posi­tiv auf den Elektro­auto-Rest­wert aus.

Förderung

Die Ende 2023 ausgelaufene staat­liche E-Auto-Förderung beeinflusste den Wert­verlust bei Elektro­autos: Der "Um­welt­bo­nus" senkte die Anschaffungs­kosten für batterie­betrie­bene Neu­fahr­zeuge deutlich – und ver­ringerte so den Abstand zwischen Neu- und Gebraucht­wagen­preisen. Um Stromer aus zweiter Hand wieder attraktiver zu machen, reagierte der Gebraucht­wagen­markt mit einem deut­lichen Preisab­fall. Jetzt führt der Bund die Kauf­prämie wieder ein. Deshalb dürfte sich der Wert­verlust bei Auto und E-Auto wieder voneinander entfernen. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 fördert der deutsche Staat Kauf- und Leasing neuer Elektroautos und Plug-In-Hybride mit bis zu 6.000 Euro. Entscheidend ist die Neuzulassung nach dem 1. januar 2026.

Ob Diesel, Benziner oder E-Auto: Der Wert­ver­lust ist bei jedem Fahr­zeug indi­vi­duell. Genau bestimmen lässt sich der Rest­wert nur mit einem Wert­gutachten für das Auto. Grund­sätz­lich ver­läuft die Wert­ent­wicklung bei Elektro- und Ver­brenner­fahr­zeugen ähnlich: Im ersten Jahr ist der Wert­verfall am höchsten. Danach ver­ringert sich der Wert­verlust bei E-Autos pro Jahr konti­nuierlich und pen­delt sich bei wenigen Prozent im Jahr ein.

Am größten ist der Wertverlust bei einem Elektro­auto nach Erst­zulassung: Im ersten Jahr sinkt der Fahrzeug­wert um rund 25 Pro­zent. Danach fällt der Elektro­auto-Restwert kontinuierlich um etliche Pro­zent pro Jahr ab. Drei Jahre alte Elektro­autos sind noch rund 50 Pro­zent ihres ehe­maligen Listen­neu­preises wert.

Aktuell ist der Wertverlust bei E-Autos im Ver­gleich zu Fahr­zeugen mit Ver­bren­nungs­motor höher. Laut dem Fachmagazin "Elektroauto News" verlieren elektrische Luxus-Fahrzeuge jenseits der 100.000-Euro-Marke innerhalb von ein bis eineinhalb Jahren nicht selten rund die Hälfte ihres Neupreises. Die Analysten von Berylls by AlixPartners berichten, dass gebrauchte drei Jahre alte batterie­betriebene Fahrzeuge (Battery Electric Vehicle = BEV) im Restwert durchschnittlich rund 6.400 Euro unter dem Wert des Benziners liegen.

Die Gründe liegen in der zurückhaltenden Kaufhaltung der Kunden und Kundinnen. Die Skepsis gegenüber der Leistungsfähigkeit gebrauchter Batterien ist groß. Auch die Sorge um eine verminderte Reichweite bremst den Absatz gebrauchter BEV-Fahrzeuge. Hinzu kommt der schnelle technische Fortschritt. Verbraucher:innen möchten sich keine veraltete Technik in die Garage stellen. Als Folge gelangen immer mehr Stromer auf den Gebrauchtwagenmarkt und beschleunigen bei geringer Nachfrage den Wertverlust der Elektroautos. Die rückwirkend zum 1. Januar 2026 geltende neuerliche E-Auto-Förderung der Bundesregierung dürfte den Wertverlust der Elektrofahrzeuge weiter antreiben.

Im August 2025 prognostizierte die auf Rest­wert­analysen spezialisierte Bähr & Fess Forecasts GmbH gemein­sam mit Focus Online, welche Fahr­zeuge inner­halb von vier Jahren pro­zentual am wenigsten von ihrem Neu­wert verlieren werden. Laut der Analyse zählen folgende Modelle zu den batterie­betriebenen "Restwert­riesen 2029":

Quelle: Focus Online

Voraussetzungen: 

  • Kauf des Neuwagens: August 2025 (Listenpreis)
  • Verkauf des Autos: August 2029 (Händlerverkaufspreis)
  • Jahresfahrleistung: klassenspezifischer Durchschnittswert

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Platz
Modell
Neupreis
Restwert 2029
1 Tesla Model Y Standardreichweite 44.990 € 55,2%
2 Porsche Macan 80.700 € 55%
3 Mini Aceman SE 33.200 € 52,2%
Wer bei Fahrzeugkauf und -nutzung ein paar Dinge be­achtet, reduziert den Wert­ver­lust seines E-Autos. Unter anderem ist es sinn­voll, ein möglichst wert­stabiles Modell zu kaufen und den Akku scho­nend zu laden.

Sie schaffen sich einen vollelektrischen Pkw an und möchten das Fahr­zeug später weiter­ver­kaufen? Dann soll­ten Sie schon bei der Kauf­ent­scheidung den Wieder­ver­kaufs­wert des E-Autos im Hinter­kopf behalten. Mit diesen Tipps minimieren Sie den Wert­verlust beim Elektro­auto:

  • Wertstabiles Modell wählen: Sie entscheiden sich für einen beliebten Fahrzeug­typ einer gängigen Marke? Dann stehen die Chancen für einen hohen Wieder­verkaufs­wert beim E-Auto in der Regel gut. Achten Sie auch darauf, dass der Pkw techno­logisch auf dem neuesten Stand ist und beispiels­weise eine Schnell­lade­funktion besitzt.
  • Akku schonen: Die Antriebs­batterie ist die teuerste Kom­po­nente jedes Elektro­autos. Entsprechend spielt der Akku­zustand eine wichtige Rolle für den E-Auto-Wert­verlust. Um die E-Auto-Batterie-Lebensdauer zu ver­läng­ern, sollten Sie den Akku pfleg­lich behandeln – zum Beispiel, indem Sie auf häufige Voll­ladungen und Fahr­ten mit hoher Geschwindig­keit verzichten.
  • Richtig versichern: Eine E-Auto-Versicherung mit Vollkasko deckt fast alle Schäden am eigenen Fahr­zeug ab und erhält so dessen Wert. Je nach An­bieter beinhaltet der Kasko­schutz eine E-Auto-Akku-Versicherung bzw. E-Auto-laden-Versicherung. Damit ist auch die Antriebs­batterie geschützt – zum Beispiel bei Schäden durch Brand, Über­spannung, Fehl­bedienung beim Auf­laden oder Marderschaden am E-Auto.
Optimal abgesichert mit der Allianz Elektro­auto-Versicherung

Wie sich Elektromobilität und damit der Wert­verlust bei E-Autos in Deutsch­land in den nächsten Jahren und Jahr­zehnten ent­wickeln wird, können selbst Per­so­nen mit Expertise nicht sicher vorher­sagen. Auf die Wert­ent­wicklung batterie­betriebener Fahr­zeuge dürften sich vor allem folgende Faktoren aus­wirken:

  • Verfügbarkeit von Roh­stoffen und Halb­leitern ("Chip­krise")
  • Technologische Fort­schritte (z. B. bei Akku-Kapazität)
  • Entwicklung der Her­steller­preise
  • Ausbau der Lade­infrastruktur
  • Umstiegsbereitschaft der Fahr­zeug­halter:innen
  • Die Wiederaufnahme der staatlichen Förderung bei Kauf- oder Leasing von BEV-Fahrzeugen oder Plug-In-Hybriden rückwirkend zum 1. Januar 2026
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