- Eine Knirscherschiene ist eine meist zahnärztlich verordnete Kunststoffschiene zum Schutz Ihrer Zähne. Sie lindert gesundheitliche Probleme, die durch Zähneknirschen (Bruxismus) verursacht werden.
- Denn unbewusstes und nächtliches Zähneknirschen kann vielfältige Symptome hervorrufen, wie z. B. Kopf-, Ohren- und Zahnschmerzen. Auch schwerwiegende kieferorthopädische Probleme können auftreten.
- Die Kosten für eine Knirscherschiene betragen im Durchschnitt zwischen 150 und 1.000 Euro. Sie sind abhängig vom Schienentyp und werden von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) häufig nicht übernommen.
- Ein Vorteil einiger privater Zahnzusatzversicherungen, wie etwa der Allianz MeinZahnschutz Tarife: Sie erstatten bis zu 100 Prozent der Kosten für die Anfertigung, Anpassung und Behandlung mit Knirscherschienen.
Zahnschutz durch Knirscherschiene
Knirscherschiene kurz erklärt
Was ist eine Knirscherschiene?
Fast 10 Prozent der deutschen Bevölkerung knirscht mit den Zähnen. Zähneknirschen (Bruxismus) kann zum Verschleiß der Zähne führen oder Symptome wie Kopf- und Ohrenschmerzen auslösen. Aber auch Zahnfehlstellungen oder komplexe Kiefergelenksbeschwerden wie die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) können die Folge sein. Betroffene bemerken das Knirschen häufig nicht (unbewusstes Zähneknirschen), da es meist während des Schlafens auftritt (nächtliches Zähneknirschen).
Die Behandlung erfolgt in der Regel über kieferorthopädische Maßnahmen wie einer Aufbissschiene oder Knirscherschiene, umgangssprachlich auch Knirschschiene genannt. Je nach Art der Knirscherschiene sollen diese Kunststoffschienen (weiteren) Zahnbeschädigungen vorbeugen oder Fehlstellungen des Gebisses korrigieren.
Bruxismus
Bruxismus bezeichnet eine Bewegungsstörung, bei der die Patientinnen und Patienten ungewollt Zähneknirschen oder ihre Zähne zusammenpressen. Der genaue Grund für Bruxismus ist nicht bekannt. Aber Auslöser wie Stress, Angst, Schlafstörungen und bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen. Meist erfolgt die Behandlung mit einer speziellen Knirscherschiene oder Nachtschiene. Ergänzende Behandlungsoptionen wie entspannende Medikamente oder eine Verhaltensänderung (Entspannungstherapie) können nächtliches Zähneknirschen reduzieren.
Zu den Symptomen von Bruxismus zählen:
- Kopfschmerzen, besonders am Morgen
- Zahnschmerzen, Schmerzen im Kiefer, der Kaumuskulatur und im Gesicht
- Ohrenschmerzen ohne erkennbare Ursache
- Verspannungen im Kiefer
- Beschädigte Zähne, Zahnfleisch und Zahnprothesen
- Schlafstörungen
- Geräusche beim Zähneknirschen oder Zusammenpressen, die von Schlafpartnern bzw. -partnerinnen gehört werden können
Craniomandibuläre Dysfunktion
Sie leiden unter Bruxismus oder CMD? Dann ist es wichtig, dass diese Bewegungsstörung schnellstmöglich behandelt wird. Nur so können Sie langfristige Schäden an Zahnfleisch und Zähnen vermeiden.
Wie viel kostet eine Knirscherschiene?
Knirscherschiene: Arten und Kosten
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Knirscherschiene
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Kosten
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Charakteristika
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| Weiche Schiene | ca. 150- 500 € | Gummiartige Schiene aus farblosem Kunststoff mit hohem Tragekomfort |
| Harte Schiene | ca. 150- 500 € | Hartes, transparentes Kunststoffmaterial (ähnlich einer Zahnspange); effektivere Korrektur von Kieferfehlstellungen |
| Adjustierte Schiene | ca. 300- 1.000 € | Aufwändig an den Kiefer angepasste harte Schiene zur Korrektur der Bisslage und Reduktion der Knirschaktivität |
| Nicht adjustierte Schiene | ca. 150- 500 € | Weicher Kunststoffüberzug über den Zahnbogen mit reiner Schutzfunktion ("Miniplastschiene" genannt) |
Welche Kosten der Knirscherschiene übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung?
Die Kosten für die Anfertigung und Anpassung einer Knirscherschiene müssen gesetzlich Versicherte zumindest teilweise privat tragen. Denn in Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Knirscherschiene nur bei einer medizinischen Notwendigkeit. In vielen Fälle trägt die GKV die Kosten nicht. Beispielsweise, wenn das Knirschen lediglich ein nervöses Verhalten ist oder die Schiene nur zur Vermeidung von Zahnabnutzung verwendet wird. Auch zahlt die gesetzliche Krankenversicherung meist nicht für:
- Funktionsanalyse (Gnathologie)
- Funktionstherapie
- die präzise computergestützte Konstruktion und Fertigung der Schiene
- Die Allianz MeinZahnschutz Tarife übernehmen, abhängig von der gewählten Absicherung, der Behandlung und dem Schienentyp, bis zu 100 Prozent der Kosten für eine Knirscherschiene oder Aufbissschiene.
Ist eine Zahnzusatzversicherung für die Knirscherschiene sinnvoll?
Damit Sie im Zweifelsfall nicht auf den hohen Kosten sitzen bleiben, kann sich der Abschluss einer Zusatzversicherung lohnen. Die Allianz MeinZahnschutz-Tarife übernehmen für Aufbissschienen bis zu 100 Prozent der Kosten und erstatten vollständig Ihre Rechnungen für Zahnreinigung, Prophylaxe und Zahnbehandlung ohne Begrenzung.
Beitragsbeispiele: Allianz MeinZahnschutz
Wie reinigt man eine Knirscherschiene?
- Entfernen Sie die Schiene aus dem Mund und waschen Sie sie gründlich mit warmem Wasser.
- Verwenden Sie eine Zahnbürste mit weichen Borsten, um die Knirschschiene gründlich zu reinigen. Vermeiden Sie es, harte Bürsten oder Reinigungsmittel zu verwenden, da dies die Schiene beschädigen kann. Sie können zur Reinigung auch eine Zahnpasta verwenden. Achten Sie aber darauf, dass es sich um eine weiche Paste handelt. Und spülen Sie die Schiene gründlich mit Wasser ab, nachdem Sie die Paste verwendet haben.
- Trocknen Sie die Knirschschiene mit einem sauberen Tuch ab.
- Lassen Sie die Schiene trocknen und setzen Sie sie nach dem Zähneputzen ein. Es ist wichtig, die Knirschschiene täglich zu reinigen, um sicherzustellen, dass sie hygienisch und frei von Bakterien und Plaque ist.
Kann ich mit einer Knirscherschiene essen und trinken?
Darf ich mit einer Knirscherschiene rauchen?
Weitere Fragen zum Thema Knirscherschienen
Was ist der Unterschied zwischen einer Aufbissschiene und einer Knirscherschiene?
Kann eine Knirscherschiene gegen Schnarchen vorbeugen?
Kann das Tragen einer Knirscherschiene Kopfschmerzen verursachen?
Ab wann wird das Zähneknirschen bei Kindern problematisch?
Führt Zähneknirschen bei Kindern zu Zahnschäden, Schmerzen im Kieferbereich oder anhaltenden Kopfschmerzen, besteht Handlungsbedarf. Eltern sollten ihr Kind in diesen Fällen dringend zahnärztlich untersuchen lassen. Nur so lassen sich mögliche Folgen für das kindliche Gebiss analysieren und bewerten. Die Behandlung mit einer Knirscherschiene bei Kindern, oder anderen kieferorthopädischen Maßnahmen wie einer Zahnspange, ist daher nicht ungewöhnlich.
Wann setzt die Wirkung einer Knirscherschiene ein?