Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Unterschiedliche Ursachen: Zahnwachstum, Karies, Zahnfleischentzündung oder besonders empfindliche Zähne – von Zahnschmerzen ist jede Altersgruppe betroffen.
  • Schmerzursache klären: Zahnschmerzen verschwinden in den seltensten Fällen wieder von selbst. Ein Zahnarztbesuch ist daher immer empfehlenswert.
  • Schmerzen lindern: Schmerzmittel versprechen schnelle Hilfe bei Zahnschmerzen. Schmerzlindernd sind zudem der Einsatz von Kälte bzw. Wärme oder natürliche Hausmitteln wie Nelke und Salbei.
  • Täglich vorsorgenRegelmäßig Zähne putzen, gründliche Mundhygiene und die professionelle Zahnreinigung sind der Schlüssel für schmerzfreie und gesunde Zähne. Die Zahnzusatzversicherung der Allianz übernimmt 100 Prozent der Kosten für die Prophylaxe beim Zahnarzt.
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Hintergrund
Wer kennt das nicht? Ein stechender Schmerz beim Eisessen, ein dumpfes Pochen im Zahnfleisch oder ein Ziehen im Unterkiefer: Zahnschmerzen äußern sich je nach Ursache auf unterschiedliche Art und Weise. In fast allen Fällen werden sie von Betroffenen als äußerst unangenehm empfunden und sollten von einem Zahnarzt untersucht werden.
 
Haare oder Fingernägel verursachen nur Schmerzen, wenn man sie im wahrsten Sinne des Wortes an ihrer Wurzel packt. Bei unseren Zähnen ist das anders. Hier schützen Zahnschmelz sowie das umgebende Zahnfleisch das empfindliche Zahninnere, den Zahnhals und die Zahnwurzel. Das im Zahn liegende Zahnmark ist durchzogen von Nervenfasern und Blutgefäßen. Reagieren diese Nerven empfindlich auf äußere Reize wie Wärme, Kälte oder Druck, verspüren wir Zahnschmerzen.

Allerdings reagieren nicht alle Zähne gleich auf Reize: Die meisten Menschen verspüren nur Zahnschmerzen, wenn auch wirklich ein Grund dafür vorliegt. Beispielsweise bei einer Zahnfleischentzündung, Karies oder Zahnnervenentzündung. Einige haben sehr schmerzempfindliche Zähne, die bereits bei einem Luftzug oder einer heißen Suppe „Alarm“ geben und so Zahnschmerzen auslösen. Die häufigste Ursache für solche schmerzempfindliche Zähne sind freiliegende Zahnhälse oder entzündetes Zahnfleisch. Es gibt auch andere Arten von Zahnschmerzen, die zum Beispiel beim Liegen oder beim Essen auftreten. Bei diesen ist die Ursache nicht immer sofort erkennbar. Auf jeden Fall sollten Sie zur Klärung der Ursache bei undefinierbaren Zahnschmerzen Ihren Zahnarzt aufsuchen.

Vor allem empfindliche Zähne brauchen einen besonderen Schutz. Lesen Sie hier mehr zu den Leistungen der Allianz MeinZahnschutz-Tarife:

Anhaltende oder immer wiederkehrende Zahnschmerzen sind für die Betroffenen besonders quälend. Chronische Zahnschmerzen gehen meist einher mit einer Überempfindlichkeit beim Aufbeißen oder allgemein empfindlichen Zähnen. Karies, Parodontits, Zahnfüllungen oder größere Zahnbehandlungen wie das Beschleifen der Zähne zum Anpassen einer Krone oder Wurzelbehandlungen können die Ursache für chronischen Zahnschmerzen sein. Aber auch "unsichtbare" Auslöser, wie die chronische Überlastung der Zähne bei craniomandibulärer Dysfunktion (Kiefergelenkbeschwerden), Stress oder die Angst vor dem Zahnarzt können chronische Zahnschmerzen triggern.
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Arten des Zahnschmerzes
Zahnschmerzen sind nicht gleich Zahnschmerzen: Je nach Art (Pochen, Ziehen, Klopfen) und Ursache des Zahnschmerzes (Entzündung, Reizung, Empfindlichkeit) fallen Zahnschmerzen unterschiedlich stark aus und müssen behandelt werden.
  • Zahnschmerzen bei Karies

    Wer kennt sie nicht – Karies und Baktus, die beiden erschreckend sympathischen Kinderbuch-Figuren? Karies lautet denn auch die häufigste Diagnose bei ziehenden Zahnschmerzen und kälte- oder hitzeempfindlichen Zähnen. Auch Zahnschmerzen nach dem Essen sind typische Anzeichen für Karies. Durch mangelnde Mundhygiene siedeln sich im Mundraum Bakterien an. Sie bilden einen Film auf dem Zahn, den sogenannten Plaque, und greifen die Zähne an. Ein Fall für den Zahnarzt. Dieser entfernt großzügig die von Karies betroffenen Stellen und baut den Zahn dort neu auf. Kleinere Schäden lassen sich durch eine Füllung beheben. Karies in fortgeschrittenem Stadium hingegen macht eine Wurzelkanalbehandlung oder gar eine Krone erforderlich.
  • Zahnschmerzen Zahnfleisch

    Durch einen Zahnfleischrückgang infolge von Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis oder Zahnfleischentzündung, werden die Zähne bzw. Zahnhälse und Zahnwurzel angreifbar. Dann liegen die kleinen sogenannten Dentinalkanälchen im Zahninneren frei und signalisieren beim kleinsten Auslöser Schmerzen ans Gehirn.
  • Zahnschmerzen durch Entzündungen

    Entzündungen können sich in verschiedenen Teilen unseres Gebisses ausbreiten und dort zu Zahnschmerzen oder einer Zahnentzündung führen:

    • Zahnfleischentzündungen durch falsche Mundhygiene
    • Wurzelentzündung infolge fortgeschrittener Karies
    • Entzündungen des Zahnnervs (Pulpitis)
    • Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) nach viraler/bakterieller Infektion
  • Zahnschmerzen bei entzündetem Zahnnerv

    Es gibt zwei verschiedene Krankheitsformebn: reversible Pulpitis (umkehrbarer entzündeter Zahnnerv) und irreversible Pulpitis (unumkehrbarer entzündeter Zahnnerv).
    Bei einer reversiblen Pulpitis hat sich der Zahn durch chemische oder mechanische Reize im Laufe einer Zahnbehandlung oder durch Bakterienbefall entzündet. Heftige, ziehende Zahnschmerzen bei Kältekontakt sind Anzeichen hierfür. Die Lösung: Der Zahnarzt versiegelt die Zähne und verschreibt Präparate zur Fluoridierung.
    Eine irreversible Pulpitis geht mit starken Zahnschmerzen einher, die durch Berührung, Beißen und Kauen verstärkt werden. Wärme verstärkt den Schmerz, Kälte bringt kurzzeitig Linderung. Eine Wurzelbehandlung ist hier die bevorzugte Behandlungsmethode.
  • Zahnschmerzen wegen Knirschen

    Ein anderer Grund liegt in nächtlichem Zähneknirschen. Durch einen ungünstigen Biss oder auch eine Zahnfehlstellung werden die Zähne falsch bzw. einseitig abgenutzt und belastet. Ständige bzw. langanhaltende Schmerzen sind die Folge. Eine nächtliche Beißschiene aus Kunststoff schützt die Zähne vor Abrieb und Abnutzung und mindert die Schmerzen.
  • Zahnschmerzen durch Druck

    Vorsicht auch bei fleißigem Zähneputzen! So wichtig Mundhygiene und mehrmals tägliches Zähneputzen auch sind: Sie sollten dennoch richtig ausgeführt werden. Zu hoher Druck beim Putzen, ein regelrechtes "Schrubben" des Zahnfleisches oder eine Zahnbürste mit zu harten Borsten fördern eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit von Zähnen und Zahnfleisch.
  • Zahnschmerzen während oder nach einer Behandlung

    Zahnschmerzen nach einem (zahn-)ärztlichen Eingriff sind völlig normal, wenn Zähne oder Zahnfleisch durch die Behandlung gereizt sind. Je nachdem, wie schmerzempfindlich die Zähne sind, können solche Schmerzen etwa 2-3 Tage anhalten. Hierzu zählen beispielsweise Zahnschmerzen nach Wurzelbehandlung, Parodontitis Behandlung, Zahnschmerzen nach Füllung oder Zahnschmerzen nach Bohren. Aber auch andere medizinische Eingriffe im Kopfbereich, wie z. B. eine Nasen-OP, können Zahnschmerzen verursachen.
  • Zahnschmerzen durch freiliegende Zahnhälse

    Gründlich, aber nicht übereifrig: Zu viel Druck und Kraftaufwand, eine zu harte Zahnbürste oder Zähneknirschen reizen das Zahnfleisch. Geht es zurück, liegen die empfindlichen Zahnhälse frei, eine Parodontitis wird begünstigt. Angegriffene Zähne werden vom Zahnarzt mit Lacken versiegelt. Die richtige Putztechnik sowie die richtige Wahl der Zahnpasta und Zahnbürsten lösen das Problem dauerhaft.
  • Zahnschmerzen durch Weisheitszähne

    Sie treten meist erst mit Beginn des Erwachsenenalters in Erscheinung, sind nicht bei allen Menschen in gleicher Zahl vorhanden und verursachen nur unter bestimmten Bedingungen Zahnschmerzen: Weisheitszähne. Reicht der Platz im Kiefer für diese vier zusätzlichen Backenzähne nicht aus, machen sie sich durch pochende dumpfe Schmerzen bemerkbar. Die Zahnschmerzen können auf die Ohren und den gesamten Kopf ausstrahlen. Ist dies der Fall, müssen Weisheitszähne von einem Zahnarzt oder Kieferchirurgen entfernt werden.
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Zähne und Psyche
Stress macht uns psychisch und physisch schwer zu schaffen – auch unseren Zähnen. Zähne zusammenpressen löst ebenso Zahnschmerzen aus wie bakterielle Entzündungen infolge eines geschwächten Immunsystems.

Zahnschmerzen durch Stress sind oft nur eine Folge körperlicher Anspannung. Verspannungen von Nacken und Kiefermuskulatur, Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne in Stresssituationen nehmen Betroffene anfangs gar nicht so bewusst wahr. Überträgt sich der Druck jedoch auf die Zähne, bekommen wir Zahnschmerzen. Gegen solche Zahnschmerzen ohne Karies helfen Massagen, spezielle Entspannungstechniken oder Krankengymnastik weiter.

Hat der Körper mit beruflicher Belastung oder extremen Lebenssituationen zu kämpfen, kann dies unser Immunsystem schwächen. Unsere Zähne werden anfällig für Infektionen und Zahnfleischentzündungen, die zahnärztlich behandelt werden müssen.

Für die Zahnprobleme ist keine körperliche Ursache festzustellen? Zahnschmerzen können auch durch psychischen Stress im Rahmen von Depressionen oder Angsterkrankungen auftreten. Psychotherapeuten und spezialisierte Zahnärzte versuchen in solchen Situationen, die Probleme ganzheitlich anzugehen.

Ratgeber
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Erste Hilfe & bewährte Hausmittel

Schmerzmittel haben sich als schnelle Hilfe gegen Zahnschmerzen etabliert, sind aber mit Nebenwirkungen verbunden. Hausapotheke und Haushalt bieten einige wirksame Alternativen.

Was tun gegen Zahnschmerzen, wenn nicht sofort ein Zahnarzt-Termin verfügbar ist? Wer auf eine sanftere Schmerzbehandlung setzt, kann zu einigen bewährten Hausmitteln greifen.

  • Schmerzmittel bei Zahnschmerzen

    Zuverlässige Abhilfe bei akuten Zahnschmerzen versprechen Schmerzmittel. Gängige Wirkstoffe wie Acetylsalizylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol sind in entsprechenden Präparaten rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei verschiedenen Zahnschmerzen Arten (Zahnschmerzen Schneidezahn, Zahnschmerzen Zahnfleisch)  bewährt hat sich die orale Einnahme von Schmerzhemmern in Tablettenform oder als Brausetabletten für eine noch schnellere Wirkung. Sie lassen sich gut dosieren und können direkt vom Körper aufgenommen werden. Schmerzmittel sind auch in Form eines Zahnschmerzen Gel von diversen Herstellern in Apotheken oder dem Versandhandel erhältlich. Lassen Sie sich hierzu in jedem Fall von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Hausmittel gegen Zahnschmerzen

    Es müssen nicht immer medikamentöse Schmerzmittel sein. Die eigene Küche oder Mutter Natur bieten viele antibakterielle und schmerzlindernde Hausmittel gegen Zahnschmerzen.
    Ein Klassiker aus dem Gewürzregal gegen Zahnschmerzen ist die Gewürznelke. Beim Zerkauen setzt sie ätherische Öle frei, die desinfizieren und betäubend wirken. Nelkenöl kann direkt auf den schmerzenden Zahn geträufelt werden. Alternativ können Sie einfach eine ganze Nelke kauen – aber besser nicht direkt mit dem schmerzenden Zahn selbst. Auch andere Gewürze wie Cayennepfeffer (direkt auf der schmerzenden Stelle) oder Zimt (als Mundspülung) wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Beliebte Kräuter wie Kamille, Salbei und Thymian (als Tee oder Munfspülung) zählen ebenfalls zu den natürlichen Hausmitteln bei Zahnschmerzen.
  • Was hilft besser bei Zahnschmerzen: Wärme oder Kälte?

    Für Zahnschmerzen bei Kälte Hausmittel gilt: Kälte setzt man bei Entzündungen ein. Ist das Zahnfleisch entzündet, geschwollen oder die Wange dick und pocht der Schmerz, hilft Kälte. Kälte wirkt zum einen schmerzlindernd, zum anderen entzündungshemmend. Bei Zahnfleischentzündungen oder Zahnwurzelentzündung kann zum Kühlen ein Kühlpad oder das vorsichtige Lutschen eines Eiswürfels helfen. Handelt es sich hingegen um eine (Nerven-)Reizung, setzt man Wärme ein.  In jedem Fall sollten Sie bei anhaltenden Zahnschmerzen Ihren Zahnarzt aufsuchen.
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Hormonelle Veränderungen & empfindliches Zahnfleisch
Eine Schwangerschaft bedeutet für Frauen eine riesige körperliche Umstellung. Hormonhaushalt und Mundschleimhaut verändern sich, das Gewebe wächst und wird besser durchblutet. Leicht blutendes und geschwollenes Zahnfleisch, schmerzempfindliche Zähne oder Entzündungen sind typische Begleiterscheinungen.

Nicht jede Schwangerschaft hat Auswirkungen auf Ihre Zahngesundheit. Die hormonellen Veränderungen und das Gewebewachstum können jedoch Entzündungen im Mundraum begünstigen, Zahnschmelz und Zahnfleisch anfällig für Karies und Co machen. Typische Veränderungen an Zähnen und Zahnfleisch bei Schwangeren sind:

  • vermehrte Zahnfleischentzündungen (Schwangerschaftsgingivitis)
  • Parodontitis, begünstigt durch entzündetes Zahnfleisch und Zahnfleischrückgang
  • gutartige Zahnfleischwucherungen (Schwangerschaftsepulis)

In der Regel sind diese Veränderungen und Krankheitsbilder bei Schwangeren leicht behandelbar oder bilden sich nach der Geburt von selbst zurück. Grundsätzlich sollten Sie während der Schwangerschaft nur unbedingt nötige Zahnbehandlungen wie beispielsweise die Entfernung akuter Karies vornehmen lassen. Sie wollen in absehbarer Zeit Ihre Zähne machen lassen? Größere Eingriffe, wie Füllungen, Zahnersatz oder Zahnkorrekturen können bis nach der Geburt warten. Denn Röntgenbilder, Zahnfüllungen mit kritischem Material wie Amalgam und die Einnahme von Antibiotika sollen vermieden werden. Was Sie bei Zahnproblemen und Zahnschmerzen bei Schwangerschaft noch beachten sollten und warum eine Zahnzusatzversicherung für Schwangere sinnvoll sein kann, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Thema:  Vorsorge für werdende Mütter

Um Mutter und ungeborenes Kind zu schützen, sollten Schmerzmittel wie Paracetamol nur bei extremen Schmerzen eingenommen werden. Hausmittel gegen Zahnschmerzen wie eine antibakterielle Mundspülung mit Salbei oder Kamille sind meist die schonendere Alternative.
Gerade in der Schwangerschaft sind eine gründliche Zahnpflege und Mundhygiene besonders wichtig. Auch wenn das Zahnfleisch beim Zähneputzen empfindlich reagiert und die Verwendung von Zahnseide unter Umständen schnell zu Blutungen führt. Um sicherzugehen, dass sich diese Veränderungen in gesundem Rahmen halten, sollten Schwangere wie gewohnt ihren Zahnarzt aufsuchen. Zweimal während der Schwangerschaft zur Prophylaxe und einmalig für eine professionelle Zahnreinigung. Der beste Zeitpunkt hierfür: das erste Trimester der Schwangerschaft (bis 13. Woche) für Prophylaxe/Zahnreinigung sowie das letzte Schwangerschaftsdrittel (zwischen 25. und 35. Woche) für die 2. Prophylaxe.
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Erste Zähne, Zahn­wachstum, Zahn­spange
Entwicklungsbedingte Zahnschmerzen begleiten uns von Geburt an: vom Durchbrechen des ersten Zähnchens bei Säuglingen, dem Zahnwachstum bei Kleinkindern bis zur Entwicklung des kindlichen Milchzahngebisses.
 
Zahnschmerzen durch natürliche Ursachen treten bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter auf. Durch das Zahnwachstum beginnen Zahnungsschmerzen bei Babys teils schon im 6. Lebensmonat. Dann bahnt sich meist der erste Vorderzahn seinen Weg aus dem Kiefer; nach und nach folgen die anderen Zähne. Eine Belastung für Eltern und Kinder. Denn gerade das Durchbrechen der allerersten Zähnchen ist für Säuglinge und Kleinkinder sehr schmerzhaft. Sie sind sehr weinerlich, quengeln nachts, "kauen" oder nuckeln an ihren Fingern und speicheln viel. Ein Beißring – am besten gekühlt – oder das Nagen an einer Veilchenwurzel helfen gegen Jucken und Druck im Kiefer. Homöopathische Salben mit Kamille-Extrakt beruhigen die betroffenen Stellen und wirken schmerzlindernd.
Gut sortierte Drogeriemärkte und Apotheken bieten eine Auswahl entsprechender Produkte gegen Zahnungsschmerzen (spezielle Zahnschmerzen bei Kindern) an. Bei starken Schmerzen oder zusätzlichen Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen, suchen Sie unbedingt Ihren Kinderarzt auf.
Ist das erste Zahnwachstum abgeschlossen und das Milchzahngebiss ausgebildet, treten Zahnschmerzen in der Regel weniger häufig auf. Wenn doch, zählen zu den Ursachen für Zahnschmerzen bei Kindern meist störende Wackelzähne, die ersten Löcher in den Milchzähnen oder Zahnfehlstellungen. Um Fehlstellungen aufgrund bestimmter Angewohnheiten (z. B. Daumenlutschen, Zungenpressen oder Lippenbeißen) oder schief gewachsener Zähne entgegenzuwirken, raten Zahnärzte oder Kieferorthopäden den Betroffenen in der Regel zu einer Zahnspange. Der Einsatz einer solchen kieferorthopädischen Korrekturmaßnahme ist je nach Alter des Kindes, Art und Ausprägung der Fehlstellung sinnvoll. Doch auch das Tragen einer Zahnspange über einen längeren Zeitraum, oft jahrelang, ist nicht immer schmerzfrei: Ungewohnte Spannungen in Gebiss und Kiefer sind anfangs völlig normal. Auch Brackets/Befestigungen der Zahnspange, die an Zunge bzw. Zahnfleisch scheuern, können zu Zahnschmerzen bei Kindern führen. Lesen Sie hier mehr zum Thema:
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Wenn der Schmerz bleibt
Auf die Frage "Was hilft bei Zahnschmerzen?" gibt es letztlich nur eine Antwort: ein Besuch beim Zahnarzt. Medikamentöse Schmerzmittel oder natürliche Hausmittel helfen kurzfristig, die Ursache beseitigen sie aber nicht.
Machen Sie so bald wie möglich einen Termin bei Ihrem Zahnarzt. Nur er kann einen erkrankten Zahn reparieren oder die entzündeten Stellen im Mund behandeln. Je früher, desto besser. Und desto höher die Chancen für die Rettung eines kaputten oder entzündeten Zahns. Nur so ist eine dauerhafte Besserung der Schmerzen zu erwarten. Zeichnet sich ab, dass der betroffene Zahn behandelt werden muss, lohnt es sich zu prüfen, ob Sie nachträglich eine Zahnzusatzversicherung abschließen können.
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Zahn­schmerzen vorbeugen
"Vorsorge ist besser als Nachsorge" trifft auch bei Zahnschmerzen zu. Weniger Süßigkeiten, gründliches Zähneputzen und regelmäßige Prophylaxe beim Zahnarzt: So halten Sie Zähne und Zahnfleisch lange fit und gesund.
Dass mehrmals täglich Zähneputzen essenziell für die Zahnpflege ist, lernen heute schon Kleinkinder. Erwachsene sollten zusätzlich immer eine Zahnseide verwenden, um die für Borsten nur schwer zugänglichen Zahnzwischenräume zu reinigen. Bei Zahn-Engstellung helfen kleine Zahnzwischenraum-, sogenannte Interdentalbürsten.
Fast genauso wichtig wie die richtige Zahnpflege selbst sind vorbeugende Maßnahmen. Was Sie selbst täglich für Ihre Zähne tun können? Wichtige Hinweise zu Essen & Trinken und welche negativen Auswirkungen es haben kann, diese nicht zu beachten, haben wir Ihnen hier zusammengestellt:

Wischen um mehr anzuzeigen

Vorbeugende Maßnahmen gegen Zahnschmerzen
Negative Konsequenzen bei Nichtbeachtung
Weitgehender Verzicht auf Alkohol und Zigratten

Schlecht durchblutetes und verfärbtes Zahnfleisch

Verfärbungen an den Zahnoberflächen

Weniger Verzehr von Süßspeisen, zuckerhaltigen Getränken und Säften Drohende Karies
Maßvoller Konsum säurehaltiger Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte Angegriffener Zahnschmelz

Neben der richtigen Mundhygiene und regelmäßigem Zähneputzen lassen sich die meisten Zahnschmerzen Arten durch zahnmedizinische Vorsorge vermeiden. Wer zweimal pro Jahr seinen Zahnarzt zur Prophylaxe aufsucht, kann Zahnkrankheiten verhindern und Zahnproblemen rechtzeitig entgegenwirken. Noch bevor Zahnschmerzen auftauchen und das körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen.

In den Allianz MeinZahnschutz-Tarifen ist die Prophylaxe inklusive. Die Allianz erstattet beispielsweise 100 Prozent der Kosten - auch mehr als einmal im Jahr und ohne Grenzen bis zu den Höchstsätzen laut Gebührenordnung. Bitte beachten Sie, dass ein Abschluss bis zum vollendeten 65. Lebensjahr möglich ist. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner vor Ort

Zu beachten sind dabei die tarifliche Zahnstaffel und die Gebührenordnung. Die Allianz zahlt bis zu den Höchstsätzen laut Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

 
Zu den Vorbeugemaßnahmen bei Zahnschmerzen zählt auch die professionelle Zahnreinigung (PZR). Sie ist Bestandteil der jährlichen Prophylaxebehandlungen und wird von speziell geschultem Personal in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Dabei entfernen sogenannte Dental-Hygieniker oder Prophylaxeassistenten Zahnstein und Plaques (bakterielle Zahnbeläge). Eine anschließende Politur der Zahnoberflächen und eine schützende Versiegelung lassen Ihre Zähne wieder strahlen.
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Gut abgesichert
Bei Zahnschmerzen ist der Gang zum Zahnarzt meist unvermeidbar. Damit Sie dort neben Ihren Beschwerden nicht auch Ihr Geld loswerden, ist der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sinnvoll.

Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt je nach Zahnbehandlung nur einen geringen Kostenanteil. Mit einer Zahnzusatzversicherung bekommen Sie bis zu 100 Prozent der Kosten zurückerstattet. Das lohnt sich vor allem für Menschen mit empfindlichen Zähnen, die öfter an Zahnschmerzen leiden. Das bedeutet: Viel Zahnschutz, keine Sorgen bei hohen Zahnarztkosten. Und dank Sofortschutz können Sie versicherte Leistungen bei Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeiten in Anspruch nehmen.

Vorsorge und die richtige Mundhygiene sind besonders wichtig für Ihre Zahngesundheit. Deshalb wird Zahnprophylaxe in Form einer professionellen Zahnreinigung bei der Allianz zu 100 Prozent erstattet. Sind Karies, Parodontitis oder Zahnwurzelentzündung die Ursache für Zahnschmerzen, hilft nur eine entsprechende Zahnfüllung oder Zahnbehandlung. Auch hier erhalten Sie bei der Allianz in den MeinZahnschutz-Tarifen die Behandlungskosten zu 100 Prozent erstattet. Für Zahnersatz oder maßgefertigte Aufbiss- oder Knirscherschienen erhalten Sie je nach Tarif bis zu 100 Prozent erstattet. Finden Sie jetzt heraus, was die MeinZahnschutz-Tarife der Allianz für Sie leisten und kosten:

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Häufige Fragen
  • Wie kann ich Zahnschmerzen betäuben?

    Schmerzmittel bei Zahnschmerzen sind bewährte Ersthilfe bei Schmerzen aller Art. Wirkstoffe wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalizylsäure hemmen die Entstehungsprozesse von Schmerzen und Fieber und wirken diesen Beschwerden entgegen. Bei extremen Zahnschmerzen nach einem medizinischen Eingriff verschreiben Ärzte oft spezielle Schmerzmittel in höheren Dosen, die auch Zahnschmerzen betäuben. Beispiele hierfür sind Zahnschmerzen nach Bohren, Zahnschmerzen nach Füllung oder Zahnschmerzen nach Nasen-OP.
    Angesichts vieler Nebenwirkungen empfiehlt sich außerdem der Blick in die eigene Küche. Bewährte Hausmittel wie Gewürznelken, Salbei oder Kamille wirken ganz ohne Chemie antibakteriell und schmerzlindernd.
  • Zahnschmerzen bei einem toten Zahn – ist das möglich?

    Stirbt das Zahnmark eines Zahns infolge einer Entzündung wie Karies ab, wird er nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. Der Zahn ist "tot" und kann keine Schmerzen mehr weiterleiten. Wird ein toter Zahn jedoch nicht behandelt, kann sich in seinem Inneren ein Abszess bilden. Dieser strahlt in Zahnfleisch und Kiefer aus und verursacht Zahnschmerzen oder im schlimmsten Fall eine Kieferentzündung. Tote Zähne sollten daher in jedem Fall vom Zahnarzt kontrolliert und ggf. durch eine Wurzelbehandlung oder Zahnextraktion behandelt werden.
  • Kann es sein, dass ein kranker Zahn so ausstrahlt, dass ein nicht betroffener Zahn wehtut?

    Gerade im Falle von Zahnschmerzen bei Karies und Zahnschmerzen durch Zahnstein ist eine Lokalisation des Schmerzes schwierig. Karies an den Zahnzwischenräumen kann zu Schmerzen an beiden Zähnen führen. Selbst wenn im besten Fall nur einer der beiden von bakterieller Karies angegriffen und beschädigt ist. Ähnliches gilt für Zahnfleischentzündungen oder geschwollenes Zahnfleisch, deren Verortung schwierig ist. Hier kann sich der Schmerz auf mehrere Zähne ausweiten. Auch bei Zahnschmerzen wegen Knirschen ist eher ein Bereich denn ein einzelner Zahn betroffen, da oft die Kiefermuskeln aufgrund der meist nächtlichen Überlastung ebenfalls schmerzen.
  • Sollte ich meine Zähne bei Zahnschmerzen eher kühlen oder wärmen?

    Ob bei Zahnschmerzen eher Kälte oder Wärme hilft, kommt auf die Art der Zahnschmerzen und die Schmerzursache an. Generell gilt: Bei Entzündungen hilft Kühlen, bei Nervenreiz eher Wärme. Eine Zahnfleischentzündung oder eine Zahnwurzelentzündung äußern sich oft durch eine geschwollene und heiße Backe sowie einen dumpfen pochenden Schmerz im Kiefer. Zahnschmerzen am Nerv bzw. eine Nervenreizung lassen sich durch Wärme, wie z. B. das Umlegen eines Schals beruhigen.
  • Können Zahnschmerzen auch von selbst wieder weggehen?

    Zahnschmerzen als Symptom bei Grippe, Erkältung oder Sinusitis, sind typische Begleiterscheinungen der betreffenden Krankheiten. Sie dauern im Normalfall nur so lange an, bis die Erkrankung selbst auskuriert ist. Dann verschwinden sie von allein wieder. Ähnliches gilt auch für Zahnschmerzen bei Säuglingen und Kleinkindern im Zuge des Zahnwachstums. Sie sind temporär und lassen nach, sobald Milchzähne durchgebrochen bzw. voll ausgebildet sind. Bei Schwangeren sind meist Mundraumveränderungen der Auslöser für Zahnschmerzen. In den meisten Fällen können sie während der Schwangerschaft vom Zahnarzt behoben werden oder geben sich nach Geburt von selbst.

    Anders verhalten sich Zahnschmerzen beim Kauen oder Zahnschmerzen beim Aufbeißen: Sie sind oft ein Hinweis auf nächtliches Zähneknirschen oder eine Zahnfehlstellung. Spezielle Knirscherschienen und kieferorthopädische Behandlungen beugen weiterer Abnutzung der Zähne vor.

    Ohne Untersuchung und Behandlung verschwinden auch Zahnschmerzen durch andere Zahnprobleme nicht. So ist ein Zahnarztbesuch u. a. unvermeidbar bei:

    • Zahnschmerzen durch Zahnstein
    • Zahnschmerzen bei Karies
    • Parodontitis Zahnschmerzen
    • Zahnfleischentzündung
    • Zahnwurzelentzündung
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