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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Sie sind pflegebedürftig, wenn Sie aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen Hilfe von anderen benötigen, etwa bei der täglichen Körperpflege. Diese Pflege können Angehörige oder professionelle Pflegedienste übernehmen.
  • Damit Sie die passende Pflege erhalten, stuft ein Gutachter Sie in einen von fünf Pflegegraden ein. Dafür bewertet er Ihre Selbstständigkeit und ermittelt anhand sechs vorgegebener Kategorien, wie viel Hilfe Sie benötigen.
  • Zudem müssen Ihre Einschränkungen länger als sechs Monate andauern, damit Sie entsprechende finanzielle Leistungen durch die Pflegepflichtversicherungen erhalten.
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Allianz - Illustration: Pflegerin am Pflegebett einer älteren Frau
Definition
Allianz - Illustration: Pflegerin am Pflegebett einer älteren Frau
Pflegebedürftigkeit bedeutet, dass Sie Hilfe bei alltäglichen Verrichtungen wie Duschen oder Essen benötigen. Helfen können Ihnen dabei beispielsweise angehörige Personen oder ein professioneller Pflegedienst. Wenn Sie voraussichtlich mehr als sechs Monate pflegebedürftig sind, unterstützt Sie die Pflegekasse. Dafür muss ein Gutachter Ihre Pflegebedürftigkeit feststellen und Sie in einen von fünf Pflegegraden einteilen. Dieser bestimmt die Höhe der Leistungen, die Sie bei ambulanter und/oder stationärer Pflege erhalten. Für die Einstufung sind Ihre bedingte Selbstständigkeit und Ihre Fähigkeiten (Alltagskompetenz) entscheidend. Ob deren Beeinträchtigung körperliche, geistige oder psychische Ursachen hat, spielt dabei keine Rolle.
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Oft gefragt

Pflegestufen und Pflegegrade

Als zum Jahreswechsel von 2016 auf 2017 die Pflegestufen in Pflegegrade umgewandelt wurden, änderte sich auch die Einteilung der Pflegebedürftigkeit.

  • Stufen: Bis 2016 gab es drei Pflegestufen, für Demenzkranke zusätzlich die Pflegestufe 0.
  • Grade: Seit 2017 erfolgt die Einstufung in fünf Pflegegrade, die verschiedenen Beeinträchtigungen sind gleichgestellt.

Können Sie Pflegeleistungen ohne Pflegegrade erhalten?

In bestimmten Fällen haben Sie auch ohne einen Pflegegrad Anspruch auf Pflegeleistungen. Wenn Sie sich beispielsweise nach einer aufwendigen Operation erholen müssen, können Sie für bis zu acht Wochen Übergangspflege erhalten. Diese zahlt Ihre Krankenkasse, jedoch nicht jede Private Krankenversicherung. Wir erstatten unseren Versicherten jedoch die Kosten analog GKV. Sie können dann Grundpflege, Behandlungspflege und eine hauswirtschaftliche Versorgung erhalten. Damit werden Sie zu Hause gepflegt und gleichzeitig medizinisch betreut.

Allianz - Illustration: Gut zu wissen - Feststellung der Pflegebedürftigkeit
Gut zu wissen
Allianz - Illustration: Gut zu wissen - Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Mit der Einführung des zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) ist ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt worden. Dabei wurden die drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade abgelöst und neue Begutachtungsrichtlinien für Pflegebedürftigkeit (Neue Begutachtungsassessment (NBA)) vorgestellt. 

Laut SGB XI stellt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff nun einen umfassenden Blick auf alle Aspekte der Pflegebedürftigkeit in Deutschland dar. Gleichzeitig wird die Gleichbehandlung somatisch, kognitiv und psychisch beeinträchtigter Menschen gesetzlich verankert.

Ratgeber
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Begutachtung
Mann in blauem Hemd zeigt einem älteren Paar Unterlagen

Ob Sie pflegebedürftig sind, wird anhand des Neuen Begutachtungsassessments (NBA) ermittelt. Dabei beurteilt der Gutachter (z. B. der MDK oder MEDICPROOF) Ihre Selbstständigkeit in sechs Bereichen (Modulen):

  • Mobilität
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Umgang mit krankheits-/therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Pflegebedürftigkeit bei psychiatrischen Erkrankungen

Für die Beantragung eines Pflegegrads macht es zunächst keinen Unterschied, ob der Antragssteller an einer körperlichen, kognitiven oder psychischen Erkrankung leidet. Die Höhe des Pflegegrads wird unabhängig von Krankheit und Vorgeschichte anhand des Begutachtungsinstruments für Pflegebedürftigkeit gemessen. Daher kann die Pflegeversicherung auch für Depressionen oder Demenz einen Pflegegrad bewilligen. 

Was ist während der Begutachtung von Menschen mit Demenz zu beachten?

Für den Begutachtungstermin des demenzerkrankten Pflegebedürftigen sollten Sie als Angehöriger vor Ort sein. Dabei dienen Sie Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen und dem Gutachter als wertvolle Unterstützung.

Bereiten Sie sich als Angehöriger oder Bevollmächtigter gemeinsam auf das Gespräch vor, sammeln Sie alle geforderten Dokumente und sprechen Sie mit Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen vertrauensvoll über die Pflege bei Demenz. Idealerweise können Sie auch schon ein Pflegetagebuch vorweisen.

Beim Begutachtungstermin nimmt sich der Gutachter zunächst Zeit für ein Gespräch mit dem Pflegebedürftigen und spricht im Anschluss die Informationen mit Angehörigen oder Bevollmächtigten in Ruhe durch.

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Gut zu wissen
Allianz Icon: Tip - Vorraussetzungen für Leistungsanspruch

Zunächst gilt: Für den Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse müssen Sie grundsätzlich in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre lang pflegeversichert gewesen sein. Die Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung ist an Ihre Krankenversicherung gekoppelt. Eine weitere Anforderung ist Ihre derzeitige Pflegebedürftigkeit. Maßgeblich hierfür sind:

  • Krankheit oder Behinderung: Die Art Ihrer gesundheitlichen Einschränkung ist entscheidend.
  • Hilfebedarf im täglichen Leben: Sie müssen nachweisen, dass Sie im Alltag regelmäßig Hilfe benötigen.
  • Dauerhafte Hilfebedürftigkeit: Sie benötigen mindestens sechs Monate Unterstützung.
  • Erhebliches Maß an Hilfebedürftigkeit: Sie erhalten in den sechs Modulen des Neuen Begutachtungsassessments die entsprechende Punktzahl.
Allianz Icon: Tip - Vorraussetzungen für Leistungsanspruch
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Im Überblick
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Ablauf der Begutachtung
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Es lohnt sich ein Pflegetagebuch bereits ab dem Zeitpunkt der Antragstellung auf Pflegeleistungen zu führen. Dieses dient als wertvolle Hilfestellung für den späteren Begutachter.
Illustration Mann bereitet sich für Begutachtungstermin vor
Illustration Mann bereitet sich für Begutachtungstermin vor
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Illustration Gutachter macht sich ein Bild von der Situation
Den Nachweis einer Pflegebedürftigkeit kann nur ein Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen bei gesetzlich Versicherten) oder von MEDICPROOF (bei Privatversicherten) vornehmen. Dafür nimmt dieser sich in etwa eine Stunde für die Begutachtung Zeit. In einem persönlichen Gespräch stehen vor allem alltägliche Einschränkungen im Fokus.
Illustration Gutachter macht sich ein Bild von der Situation
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Im Anschluss erstellt der Gutachter einen ausführlichen Bericht und leitet diesen an die Pflegeversicherung weiter. Diese stuft die pflegebedürftige Person in einen Pflegegrad ein und regelt damit die gesetzlich verankerten Pflegeleistungen.
Illustration Gutachterin fasst Ergebnisse zusammen
Illustration Gutachterin fasst Ergebnisse zusammen
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Illustration Mann schaut wegen des Widerspruchtermins auf einen Kalender
Falls Ihr Pflegeantrag von der Pflegekasse abgelehnt werden sollte, dann können Sie innerhalb von vier Wochen widersprechen. Die Frist beginnt ab dem Tag, an dem Sie das Ergebnis erhalten. Begründen Sie zielorientiert, weshalb die vorausgegangene Entscheidung aus Ihrer Sicht falsch war. Präzise Dokumentationen wie ein Pflegetagebuch können dabei behilflich sein.
Illustration Mann schaut wegen des Widerspruchtermins auf einen Kalender
Eine herausfordernde Situation für beide Seiten. Vor allem bei Pflegebedürftigkeit im Alter ist der Rollenwechsel vom Elternteil zum Hilfsbedürftigen ist nicht einfach. Ebenso wenig wie der Wandel vom Kind zum pflegenden Angehörigen. Sich die Situation einzugestehen, ist laut der Initiative „Pflegen und Leben“ der erste wichtige Schritt. Sollte keine Einigung in Sicht sein, bietet sich die Hilfe von Dritten an, beispielsweise einer Pflegeberatung.
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Geld- und Sachleistungen

Jedem Pflichtversicherten stehen per Gesetz Pflegeleistungen zu. In der Regel sind dies Geldleistungen und SachleistungenAllerdings reichen die Leistungen der Pflegekassen im Pflegefall oft nicht aus. 

Je höher der festgestellte Pflegegrad, desto mehr Betreuung und Pflegeleistung benötigen Sie. Dementsprechend steigen bei Pflegebedürftigkeit die Kosten (inklusive Eigenanteil) für Angehörige und die pflegebedürftige Person. Sollte es bei Pflegebedürftigkeit der Eltern zu finanziellen Engpässen kommen, dann müssen die Kinder im Rahmen des Elternunterhalts unterstützen. Eine private Pflegezusatzversicherung sorgt in diesem Fall für finanzielle Entlastung.

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