Begriffserklärung

Pflege

Im Bereich der Pflege und Pflegeleistungen gibt es eine Vielzahl von Fachbegriffen, die nicht immer leicht verständlich sind. Wir haben für Sie einige davon zusammengetragen und mit kurzen Erklärungen versehen.
Das finden Sie hier
  • Alltagskompetenz

    Unter Alltagskompetenz versteht man, dass ein Erwachsener die alltäglichen Aufgaben innerhalb seiner Kultur selbständig und unabhängig in einer eigenverantwortlichen Weise erfüllen kann. 
  • Beamte Pflegeversicherung für Beamte und Beamte auf Widerruf

    Für Beamte gilt in Deutschland die Pflicht einer Pflegeversicherung. Tritt der Fall der Pflegebedürftigkeit ein, kann die Pflegeversicherung helfen, die Basiskosten abzudecken. Gesetzlich krankenversicherte Staatsdiener zahlen in die soziale Pflegeversicherung ein und privat krankenversicherte Beamte in die private Pflegepflichtversicherung. Die Beiträge richten sich nach dem Bruttoeinkommen, dem Alter während des Beitrittes und dem Gesundheitszustand selbst.
  • Begutachtung

    Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung erhalten Pflegebedürftige erst, wenn die Pflegebedürftigkeit durch ein Gutachten festgestellt worden ist.

    Zu diesem Zweck beauftragt der Soziale Pflegeversicherer den Medizinischen Dienst (MDK) und die Private Pflegepflichtversicherung die MEDICPROOF GmbH.

    Die Begutachtung erfolgt durch einen Arzt oder eine Pflegefachkraft (Gutachter).

  • Behandlungspflege

    Die Behandlungspflege beinhaltet von einem Arzt angeordnete, an Pflegekräfte delegierte und unter seiner Aufsicht durchgeführte Maßnahmen der ärztlichen Behandlung, wie zum Beispiel Insulininjektionen, Verbandswechsel, Katheterwechsel, Medikamentengaben, Blutdruckkontrollen. Sie dienen dazu, Krankheiten zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Behandlungspflege erhalten Versicherte in ihrem eigenen Haushalt  oder in dem ihrer Familie als häusliche Krankenpflege, wenn es zur Sicherung des Ziels der ärztlichen Behandlung oder zur Vermeidung einer Krankenhausbehandlung erforderlich ist.
  • Behinderteneinrichtung

    Pflege in einer Behinderteneinrichtung erfolgt, wenn die Pflege eines Pflegebedürftigen in einer vollstationären Einrichtung der Behindertenhilfe (§ 43a SGB XI) durchgeführt wird.
  • Beratungseinsatz

    Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, haben je nach Pflegegrad einmal halbjährlich (Pflegegrad 2 und 3) bzw. vierteljährlich (Pflegegrad 4 und 5) einen Beratungseinsatz durchführen zu lassen.
  • compass private pflegeberatung

    Die compass private Pflegeberatung bietet kostenlose Information, Beratung und Hilfestellung rund um das Thema Pflege für Versicherte der Privaten Pflegepflichtversicherung.

    Telefonnummer 08 00.1 01 88 00 (bundesweit gebührenfrei)

    Internet: http://www.compass-pflegeberatung.de/

    Leistungsumfang:

    • direkte Information und Beratung am Telefon,
    • Vermittlung eines Informations- und Beratungsgesprächs zu Hause.
  • Demenz

    Demenz ist ein Symptomkomplex als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit unterschiedlich ausgeprägter Störung vieler höherer Hirnfunktionen einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Auch Sozialverhalten, emotionale Kontrolle und Motivation können beeinträchtigt sein.
  • Elternunterhalt

    Die Pflegepflichtversicherung übernimmt nur einen Teil der Leistungen in einem Pflegefall. Falls Sie die übrigen Kosten nicht selbst tragen können, werden Ihre Kinder unter bestimmten Umständen hinzugezogen. Diese müssen dann für Ihren Unterhalt bezahlen - das ist der sogenannte Elternunterhalt. Je nach Einkommen und Vermögen wird bestimmt, wie viel Ihr Kind zahlen muss. Zusätzlich spielt bei der Höhe auch der eigene Bedarf eine Rolle, das bedeutet Ihr Pflegegrad. 
  • Entlastungsbetrag

    Pflegebedürftige erhalten neben den Leistungen der ambulanten und teilstationären Pflege einen zusätzlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125,00 EUR. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Entlastungsleistungen, z.B. Leistungen der Tages- oder Nachtpflege oder Leistungen der Kurzzeitpflege.
  • Grundpflege

    Kann eine pflegebedürftige Person Ihre eigenen Grundbedürfnisse nicht mehr selbst erfüllen,  kann die Grundpflege in Anspruch genommen werden. Diese kann in den eigenen vier Wänden, teilstationär oder vollstationär erfolgen. Findet die Grundpflege zuhause statt, können auch Angehöre, Freunde oder Nachbarn die Aufgaben erfüllen. Die Kosten werden teilweise von der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung übernommen.
  • Hälftiges Pflegegeld

    Die Hälfte des Pflegegeldes wird während der Verhinderung einer Pflegeperson bis zu sechs Wochen und bei einer Kurzzeitpflege bis zu acht Wochen weitergezahlt.
  • Häusliche Pflege

    Häusliche Pflege erfolgt, wenn die Pflege eines Pflegebedürftigen in seiner häuslichen Umgebung durch eine Pflegeperson oder durch einen Pflegedienst durchgeführt wird.
  • Investitionskosten

    Pflegeheime können von ihren zu betreuenden Personen Entgelte für die notwendigen Investitionen, wie z. B. für Miete, Pacht, Nutzung oder Mitbenutzung von Grundstücken etc. erheben, soweit sie keine öffentlichen Fördermittel erhalten. Das regelt § 82 Abs. 4 „Finanzierung der Pflegeeinrichtungen“ SGB XI.
  • Kinderlose bzw. Versicherte ohne Kinder

    Die Pflegeversicherung ist grundsätzlich für jeden Pflicht in Deutschland. Das bedeutet für gesetzlich Versicherte die Mitgliedschaft bei der sozialen Pflegeversicherung und für privat Versicherte der Abschluss einer privaten Pflegepflichtversicherung. Versicherte ohne Kinder zahlen ab dem Alter von 23 Jahren einen Kinderlosenzuschlag von 0,25 Prozentsatzpunkten an die soziale Pflegeversicherung. Ausnahmen bestehen für Wehrdienstleistende, Zivildienstleistende, Leistungsbezieher von Arbeitslosengeld II und Personen, die vor 1940 geboren wurden. Privatversicherte zahlen keinen Zuschlag.  
  • Kinder Pflegepflichtversicherung

    Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind Kinder prinzipiell bei der Familienversicherung versichert. Für gesetzlich Versicherte Eltern mit der sozialen Pflegepflichtversicherung entstehen keine Kosten für die Kinder, sondern reduzierte Beitragssätze. Gegenüber Kinderlosen werden 0,25 Prozent eingespart. Elter mit der privaten Pflegepflichtversicherung zahlen keinen Beitrag für die Kinder und der Nachwuchs ist ohne Aufschlag mitversichert. Die Pflegeversicherungen übernehmend die Kosten der Leistungen in einem Pflegefall für die Kinder. Aus diesem Grund entstehen keine Unterschiede zu den Pflegegraden und Leistungen gegenüber Erwachsenen.
  • Kombinationsleistung

    Das Pflegegeld (für ehrenamtliche Pflegekräfte) und die Pflegesachleistung (für professionelle Pflegekräfte) können miteinander kombiniert werden. Wird die Pflegesachleistung nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen, so wird daneben anteiliges Pflegegeld gezahlt.
  • Kurzzeitpflege

    Kann die häusliche Pflege  zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf eine zeitlich befristete Pflege in einer vollstationären Einrichtung. Die Leistung der Kurzzeitpflege ist dabei auf längstens acht Wochen und einen Höchstbetrag von bis zu 1.612 Euro begrenzt. Außerdem kann die Leistung der Kurzzeitpflege mit Leistungen der Verhinderungspflege kombiniert werden. Diese ergibt sich aus § 42 SGB XI „Kurzzeitpflege“.
  • Medicproof

    Als Tochterunternehmen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) prüft die MEDICPROOF GmbH, ob bei privat versicherten Antragstellern eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und welchem Pflegegrad diese zuzuordnen ist.

    Internet: https://www.medicproof.de/

  • Modul

    Der Grad der Selbständigkeit wird in sechs verschiedenen Modulen (Lebensbereichen) gemessen, diese werden unterschiedlich gewichtet und zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt. Dieses Ergebnis bildet dann den Pflegegrad.

    Die sechs Lebensbereiche sind:

    • Mobilität
    • kognitive und kommunikative Fähigkeiten
    • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
    • Selbstversorgung
    • Bewältigung von und selbstständiger Umfang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
    • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.
  • Pflege Bahr

    Eine Grundversorgung erhalten Sie sowohl bei gesetzlicher als auch privater Pflegepflichtversicherung, falls ein Pflegefall eintritt. Durch die staatlich geförderte Pflege Bahr kann die Unterstützung noch erweitert werden, um eine Pflege-Mindestabsicherung zu erhalten. Die Pflege Bahr kann ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden und ist ab dem Pflegegrad 1 gültig.
  • Pflegebedürftigkeit

    Das Pflegegesetz (SGB XI) definiert alle Personen als pflegebedürftig, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können.

    Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate bestehen und sie muss verbunden sein mit einer geringen, erheblichen, schweren oder schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten.

  • Pflegebedürftigkeits-Richtlinien

    Die Richtlinien regeln rechtsverbindlich die Abgrenzung der Merkmale der Pflegebedürftigkeit (§ 14 SGB XI) und der Pflegegrade (§ 15 SGB XI) sowie das Verfahren der Feststellung der Pflegebedürftigkeit (§ 18 SGB XI). 

    Sie gelten unabhängig davon, ob im häuslichen oder stationären Bereich gepflegt werden soll. 

    Die Richtlinien sind für die Pflegekassen (§ 46 SGB XI) und die Private Pflegepflichtversicherung (§ 110 SGB XI) verbindlich.

  • Pflegebegutachtung

    Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) begutachtet Ihre Situation und entscheidet über Art und Umfang der Leistungen anhand der fünf Pflegegrade.

    Privat Versicherte werden durch den Medizinischen Dienst der privaten Pflegeversicherer, MEDICPROOF, begutachtet.

  • Pflegegeld

    Das Pflegegeld ist eine finanzielle Leistung der Pflegeversicherung. Sie wird gezahlt, wenn die Pflege selbst sichergestellt wird – zum Beispiel, wenn die Pflege durch Angehörige erfolgt.
  • Pflegegrade 1-5

    Liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, erfolgt eine Einteilung je nach Grad der noch vorhandenen Selbständigkeit und Fähigkeiten in einen der fünf Pflegegrade laut dem Pflegestärkungsgesetz.
    Begriffserfklärungen zur Pflege: Übersicht der Pflegegrade
    Mehr Informationen zu 1,2,3,4: Entspricht 1 = 20%, 2 = 30%, 3 = 50%, 4 = 100% des versicherten Tagessatzes (im Beispiel gerechnet mit 65 Euro Tagessatz mit 30 Tagen/Monat). Stand: Januar 2020
  • Pflegehilfsmittel

    Die häusliche Pflegehilfe in der gesetzlichen Pflegeversicherung wird ergänzt um die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, wie z. B. Verbrauchshilfsmittel (z.B. Inkontinenzartikel) oder technische Hilfsmittel (z.B. Pflegebett, Badewannenlifter), die der Erleichterung der häuslichen Pflege dienen oder eine selbständigere Lebensführung des Pflegebedürftigen ermöglichen. Technische Hilfsmittel werden vorrangig leihweise überlassen.
  • Pflegekraft

    Unter dem Begriff Pflegekraft werden sämtliche Berufe in der Pflege zusammengefasst, wie z.B. Altenpfleger.
  • Pflegekurse

    Für Angehörige und sonstige an einer ehrenamtlichen Pflegetätigkeit interessierte Personen werden kostenlose Schulungskurse ermöglicht, die die notwendigen Fähigkeiten zur eigenständigen Durchführung der Pflege vermitteln und helfen sollen, mit den seelischen und körperlichen Belastungen der Pflege besser fertig zu werden.

    Kunden der Privaten Pflegepflichtversicherung können sich direkt bei compass private Pflegeberatung informieren.

  • Pflegepauschbetrag

    Eine Privatperson, die sich unentgeltlich um eine zu pflegende Person in der häuslichen Umgebung kümmert, wird vom Staat durch einen Pflegepauschbetrag belohnt. Sinn dahinter ist, dem Pflegenden für die Extrakosten wie beispielsweise Fahrtkosten entgegenzukommen. Ein Pauschbetrag von jährlich 924 Euro kann steuerlich geltend gemacht werden.
  • Pflegeperson

    Pflegepersonen sind Personen, die nicht erwerbsmäßig einen Pflegebedürftigen in seiner häuslichen Umgebung pflegen.
  • Pflegepflichtversicherung

    Privatversicherte Personen sind gesetzlich dazu verpflichtet eine private Pflegepflichtversicherung abzuschließen. Diese Versicherung zählt als gesetzlicher Mindestschutz, falls Sie pflegebedürftig werden. Die Leistungen decken sich mit denen der sozialen Pflegeversicherung für gesetzlich Versicherte. Tritt ein Pflegefall ein, wird die Pflegebedürftigkeit nach einem der fünf Pflegegrade beurteilt.
  • Pflegesachleistung

    Sachleistung bedeutet, dass die Pflegeversicherung die Leistung nicht in Form einer Geldzahlung erbringt, damit der Versicherte davon selbst die Pflege bezahlt, sondern dass die Pflegeversicherung eine Pflegeeinrichtung durch einen Versorgungsvertrag damit beauftragt, die Pflegehilfe zu erbringen.

    In der Privaten Pflegepflichtversicherung werden keine Sachleistungen erbracht, sondern je nach Pflegegrad entsprechender Kostenersatz.

  • Pflegetagebuch

    In einem Pflegetagebuch wird dokumentiert, welche Pflege- und Hilfsleistungen Pflegebedürftige benötigen und wie viel Zeitaufwand dafür aufkommt. Dies unterstützt die erleichterte Feststellung der Schwere Ihrer Pflegebedürftigkeit um Ihnen den passenden Pflegegrad zuordnen zu können. Wichtig ist, dass alles, was Sie in das Pflegetagebuch schreiben, wahrheitsgemäß ist und keine Situationen verschönert werden.
  • Pflegeunterstützungsgeld

    Für eine einmalige Freistellung von der Arbeit von bis zu 10 Tagen erhalten pflegende Angehörige eine Lohnersatzleistung (Pflegeunterstützungsgeld), wenn in einer akut aufgetretenen Pflegesituation die Organisation oder Sicherstellung der Pflege nötig ist.
  • Pflegeversicherung

    Durch unterschiedliche Umstände wie Unfall, Krankheit oder altersbedingt benötigt jeder Mensch eventuell Unterstützung. Mithilfe der privaten Pflegeversicherung, welche an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann, wird die Familie in einem Pflegefall entlastet. Desto früher die Versicherung abgeschlossen wird, umso geringer sind die Beitragskosten.
  • Pflegezeit

    Die Pflegezeit gestattet einem Arbeitnehmer, sich für eine begrenzte Zeitdauer von der Arbeit freistellen zu lassen oder in Teilzeit zu arbeiten, um Angehörige zu pflegen, ohne dadurch den Arbeitsplatz zu gefährden.

    Dadurch soll die Möglichkeit eröffnet werden, pflegebedürftige nahe Angehörige in häuslicher Umgebung zu pflegen. Es soll dazu beitragen, Berufstätigkeit und familiäre Pflege besser miteinander vereinbaren zu können.

    Wenn pflegende Angehörige Pflegezeit in Anspruch nehmen, zahlt die Pflegeversicherung in dieser Zeit, unter gewissen Voraussetzungen, einen Ausgleich zum entgangenen Arbeitsentgelt sowie Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung und an die Arbeitslosenversicherung.

    Für weitere Details ist es empfehlenswert, sich an die zuständige Pflegeversicherung zu wenden.

  • Pflegezusatzversicherung

    Bei einem Pflegefall ist nur die Pflegepflichtversicherung meist nicht ausreichend, um ein finanziell unabhängiges Leben zu führen. Mit der Allianz Pflegezusatzversicherung PflegetagegeldBest erhalten Pflegebedürftige ein bestimmtes Pflegetagegeld. Die Höhe wird nach Tagessatz, Pflegegrad und ambulant bzw. stationär bestimmt. Zudem kommen Service- und Assistanceleistungen für Sie selbst und Ihre Angehörigen dazu.

    Warum ist eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll?

    Die Pflegepflichtversicherung deckt meistens nicht alle Kosten ab, weshalb der Rest aus eigener Tasche gezahlt werden muss. Die Pflegezusatzversicherung hilft, diese Versorgungslücke zu füllen, ohne das eigene Vermögen oder das der Angehörigen belastet wird.

  • Soziale Sicherung der Pflegepersonen

    Sofern die Pflege durch eine nicht erwerbsmäßig tätige Pflegeperson erfolgt, werden für diese unter bestimmten Voraussetzungen auch Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung gezahlt. Außerdem besteht Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung.

    Voraussetzung für die Absicherung der Pflegeperson in der Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung:

    Die Pflege wird nicht erwerbsmäßig betrieben. Pro Woche wird mindestens 10 Stunden gepflegt, regelmäßig auf mindestens zwei Tage verteilt. Daneben darf die Pflegeperson nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die gepflegte Person mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist.

  • Stationäre Betreuungsleistungen

    Neben den Leistungen der stationären Pflege wird ein Zuschlag für die Betreuung gezahlt, wenn eine entsprechende Vergütungsvereinbarung mit der Pflegeeinrichtung besteht.
  • Stationäre Pflege

    Stationäre Pflege erfolgt, wenn die Pflege eines Pflegebedürftigen in einer zugelassenen vollstationären Einrichtung durchgeführt wird.
  • Studenten Pflegeversicherung

    Auch für Studenten gilt die Pflicht einer Kranken- und Pflegeversicherung. Normalerweise, unter bestimmten Voraussetzungen, können Studenten bei den Eltern bis zum 25. Lebensjahr mit familienversichert sein - ohne Beitrag. Die beitragsfreie Mitversicherung bei Ehepartnern erfolgt ohne Altersgrenzen. Geht der Student einer Tätigkeit nach, übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten für die Pflegeversicherung. Aufgrund des jungen Alters und dem meist sehr guten Gesundheitszustand, stehen Studenten günstigere Tarife und zusätzlicher Schutz im Pflegefall zur Verfügung. 
  • Teilstationäre Pflege

    Kann die häusliche Pflege eines Pflegebedürftigen nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden, besteht Anspruch auf zeitlich unbegrenzte teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege. Das gilt insbesondere 

    • in Fällen einer kurzfristigen Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit 
    • in Fällen einer Einschränkung der Pflegetätigkeit der Pflegeperson 
    • zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege
  • Träger

    Die Träger der Pflegeversicherungen sind die Pflegekassen. Diese sind untrennbar an die Krankenkassen gebunden. Das bedeutet, Sie sind dort pflegeversichert, wo Sie auch krankenversichert sind. Die Leistungen zwischen der gesetzlichen und privaten Pflegekassen unterscheiden sich nicht. Durch die Träger erhalten Pflegebedürftige eine Grundabsicherung, die bei den Kosten unterstützen. 
  • Verhinderungspflege

    Bei der Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens 6 Wochen je Kalenderjahr, wenn eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens 6 Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Mit der Verhinderungspflege können auch Alltagsbegleitungen, Haushaltshilfe etc. finanziert werden. Vorausgesetzt, es besteht eine Einstufung mindestens in den Pflegegrad 2 und die zu pflegende Person wohnt zu Hause. Bei der Verhinderungspflege sind zwei Höchstgrenzen zu beachten: maximal sechs Wochen und ein Höchstbetrag von 1.612 Euro. Außerdem kann die Leistung der Verhinderungspflege mit Leistungen der Kurzzeitpflege kombiniert werden.
  • Vollstationäre Pflege

    Vollstationäre Pflege bedeutet, dass sich der Pflegebedürftige am Tag und in der Nacht (ohne zeitliche Begrenzung) in einem zugelassenen Pflegeheim aufhält.
  • WDS.care Pflege-Assistance

    Wenn Sie bei der Allianz privat versichert* sind, steht Ihnen die Allianz Pflege Assistance WDS.care mit umfassenden Service- und Assistanceleistungen zur Seite.

    Die Experten unseres Partners bieten sofortige Hilfe im Pflegefall für Sie und Ihre Angehörigen - jederzeit und bei Bedarf auch weltweit. Und das völlig kostenfrei - selbst für nahe Angehörige, die nicht bei uns versichert sind.  

    Ihre 24/7 Service-Hotlines:

    0201-177 848 66 (für PflegetagegeldBest)

    0201-177 848 65 (für PflegePolice Flexi, PflegeRente gegen Einmalbeitrag)

    0800-471 022 1   (für Kapital-UnfallSchutz mit Pflege)

    E-Mail Adresse:

    allianz-pflegeservice@wds.net

    Beratung & Organisation der individuellen Pflege, z. B.

    • Beratung zu Hause oder telefonisch innerhalb von 24 Stunden (z. B. zur Bedarfsanalyse, Wohnsituation, Beantragung der Pflege)
    • 24h-Pflegeheimplatzgarantie am Wunschort
    • Versorgung durch Pflegedienste aller Art (z.B. Kurzzeitpflege)
    • Hausnotruf

    Unterstützung für pflegende Angehörige, z.B.:

    • Psychologischer Mediator zur familiären Konfliktlösung
    • Selbsthilfegruppen
    • Umgang mit Demenzerkrankungen
    • Pflegeschulungen

    Vermittlung lebenspraktischer Services, z. B.:

    • Haushalt & Reinigung
    • Einkaufen & Menüservice
    • Krankentransport & Begleitung
    • Garten- & Haustierbetreuung

    * Für Neu- und Bestandskunden PflegetagegeldBest (Bestandskunden nur bei den Tarifen PZTB02, PZTB03, PZTBEST, PZTP02), PflegePolice Flexi, PflegeRente gegen Einmalbetrag und Allianz Kapital-UnfallSchutz mit Pflege

  • Wohngruppen

    Die Gründung einer ambulanten Wohngemeinschaft kann mit bis zu 2.500,00 EUR bezuschusst werden. Unter gewissen Voraussetzungen steht zudem eine monatliche Pauschale von 214,00 EUR bei Versorgung in einer Wohngruppe zur Verfügung.
  • Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

    Es können durch die Pflegeversicherung Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen gewährt werden, wenn dadurch im Einzelfall die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederhergestellt wird. Die Zuschüsse dürfen einen Betrag in Höhe von 4.000 Euro je Maßnahme nicht übersteigen.
Auf der Übersichtsseite finden Sie weitere interessante Fragen und Antworten zu Ihren Allianz Produkten.
+
  • Ansprechpartner vor Ort
  • Hotline