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Pflegereform: Ab 2022 mehr Entlastungen für Pflegebedürftige und Angehörige
Entlastungen, Zuschüsse & Lücken

Pflegereform: Was sich ab 2022 für Sie ändert

Infos im Überblick
  • Seit 1. Januar gilt die neue Pflegereform 2022. Beschlossen im Juni des Vorjahres sieht sie finanzielle Entlastungen für Pflege­bedürftige und ihre Angehörigen sowie höhere Versorgungs­leistungen vor. Im Detail gibt es z.B. diese Änderungen:
  • Pflegeheimbewohner erhalten einen zeitlich gestaffelten Zuschuss von mindestens fünf Prozent zum Eigen­anteil ihrer Pflege­kosten. Leistungsbeträge für Pflegesachleistungen wurden um fünf Prozent erhöht. Leistungs­beträge für Kurzzeitpflege um 10 Prozent.
  • Als Pflegebedürftiger werden Sie verstärkt darauf hingewiesen, dass Ihr Beratungsan­spruch während des gesamten Pflegeprozesses gilt.
  • Außerdem: Ab dem 01.09.2022 können Pflegeeinrichtungen nur noch mit der Pflegeversicherung (Pflegekasse) abrechnen, wenn sie ihr Pflegepersonal nach Tarif bezahlen.
  • Gut zu wissen: Trotz Pflegereform verbleibt für viele eine Versorgungs­lückeIm Pflege­fall sichert Sie hier eine private Pflege­zusatz­versicherung best­möglich ab – und verringert Ihren Eigenanteil auch bei steigenden Pflegekosten.
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Überblick
Die sogenannte Pflegereform ist am 1. Januar 2022 in Kraft getreten. Hier erfahren Sie, wer davon profitiert und welche Entlastungen für Pflegebedürftige und Angehörige beschlossen und umgesetzt sind.

Am 2. Juni 2021 hat der Deutsche Bundes­tag eine neue Pflege­reform beschlossen. Sie zielt darauf ab, Pflege­bedürftige und ihre An­ge­hörigen finanziell zu entlasten. Beispielsweise sind die Beträge für Pflegesachleistungen gestiegen.

Änderungen gibt es durch die Reform auch für Alten­pfleger/Pflege­kräfte in Pflegeeinrichtungen. Ab 01.09.2022 erhalten Einrichtungen Leistungen der Pflegekassen nur noch bzw. können mit diesen abrechnen, wenn sie ihre Pflegekräfte nach Tarif bezahlen. Außerdem: Pflegedienste können eigen­ständigere Ent­scheidungen bei der ambulanten Pflege treffen.

Die wichtigsten Änderungen durch die neue Pflegereform? Was ändert sich 2022 bei den Pflegekosten?

Diese Neu­regelungen sieht das sogenannte Gesundheits­versorgungs­weiter­entwicklungs­gesetz (GVWG) vor:

  • Heimbewohner (in Pflegeheimen und Pflegeeinrichtungen) erhalten je nach Pflegegrad und Aufenthaltsdauer im Heim Zuschüsse zu den Pflege­kosten.
  • Der Betrag für Kurzzeitpflege wird erhöht.
  • Leistungsbeträge für Pflege­sach­leistungen (für ambulante professionelle Pflegedienste) werden erhöht.
  • Pflegebedürftige können Übergangs­pflege im Kranken­haus in Anspruch nehmen, auch ohne Pflegegrad.
  • Auf Beratungsmöglichkeiten soll laufend hingewiesen werden, z.B. immer dann, wenn eine neue Leistung beantragt wird.
  • Beträge für Pflegesachleistungen können leichter (ohne Antrag) für Entlastungsleistungen verwendet werden.
  • Pflegekräfte dürfen eigenständig Pflegehilfsmittel empfehlen. Die ärztliche Verordnung entfällt somit.
  • Bestimmte Ansprüche gelten nun über den Tod des Pflegebedürftigen hinaus.

Ab wann wird die Pflegereform 2022 umgesetzt?

Die neue Pflegereform ist seit 1. Januar 2022 in Kraft und wurde schritt­weise umgesetzt.

Dies gilt als Empfehlung (nach § 36, §§ 37 und 37c des Sozialgesetzbuches, Fünftes Buch, SBG V). Die Notwendigkeit der Versorgung wird vermutet und insofern ist eine ärztliche Verordnung nicht notwendig. Im Ergebnis kann dies als Verordnung gesehen werden, die jedoch dem Prüfungsvorbehalt der Pflegekasse unterliegt.

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Zuschüsse & Entlastungen
Mehr Geld für Pflege und steigende Leistungen: Lesen Sie hier, welche Neuerungen die Pflegereform vorsieht und wovon Sie als Pflegebedürftiger oder Angehöriger profitieren könnten:
Im Fokus der neuen Pflegereform stehen insbesondere die Pflegebedürftigen (mit Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 2). Bei steigenden Ausgaben für Pflegedienste oder Heimunterbringung greift die Pflegeversicherung ihnen mit Zuschüssen und höheren Leistungen unter die Arme. Die wichtigsten Änderungen finden Sie hier:

Pflegebedürftige (ab Pflegegrad 2), die in einem Pflegeheim leben, bekommen einen Zuschuss zu den Pflegekosten. Wie hoch dieser ausfällt, richtet sich nach dem Eigenanteil des Heimbewohners. Und nach der Dauer der Unterbringung in der vollstationären Unterkunft:

  • Bis 12 Monate: 5 Prozent des Eigenanteils an den Pflegekosten
  • Ab 12 Monaten: 25 Prozent des Eigenanteils an den Pflegekosten
  • Ab 24 Monaten: 45 Prozent des Eigenanteils an den Pflegekosten
  • Ab 36 Monaten: 70 Prozent des Eigenanteils an den Pflegekosten

Der Eigenanteil variiert je nach Bundesland und beträgt durchschnittlich 911 Euro.

Wichtig: Der Zuschuss bezieht sich nur auf Pflegekosten (gegebenenfalls inklusive Ausbildungsvergütungen). Weitere Kosten wie für Unterkunft und Verpflegung im Heim zahlt der Pflegebedürftige in voller Höhe selbst. Siehe auch Ratgeber Pflegeheim Kosten.

Pflegebedürftige, die ein professioneller ambulanter Pflege­dienst zu Hause versorgt (ambulante Pflege), erhalten höhere Leistungs­beträge für Pflege­sach­leistungen. Das sind Dienst­leistungen, die Mit­arbeitende des ambulanten Pflege­dienstes erbringen. Die Steigerung der monatlichen Leistungsbeträge um fünf Prozent ist unabhängig vom Pflegegrad.

Wischen um mehr anzuzeigen

Pflegegrad Monatlicher Leistungshöchstbetrag bis 31.12.2021 Monatlicher Leistungshöchstbetrag ab 01.01.2022              
2 689 € 724 €
3 1.298 € 1.363 €
4 1.612 € 1.693 €
5 1.995 € 2.095 €
 
Bei der Kurzzeitpflege steigen die Leistungsbeträge pauschal um zehn Prozent. Statt wie bisher 1.612 Euro gibt es nun einen Maximalbetrag von 1.774 Euro pro Kalenderjahr für Kurzzeitpflege.

Neu durch die Pflegereform hinzugekommen ist die Möglichkeit der Übergangspflege im Krankenhaus. Ist ein Patient etwa nach einer Operation vorübergehend auf Pflege angewiesen, kann er sie direkt in der Klinik in Anspruch nehmen. Und zwar für bis zu zehn Tage je Krankenhausbehandlung. Voraussetzung ist, dass die Versorgung des Betroffenen nicht anders sichergestellt werden kann.

Wie unterscheiden sich Übergangspflege und Behandlungspflege?

Die Übergangspflege ist nicht zu verwechseln mit der Behandlungspflege. Mit dieser erhalten Sie nach einem Unfall oder einer Krankheit medizinische Pflege im Alltag (ohne Pflegegrad, stationär oder ambulant). Behandlungspflege wird ärztlich verordnet. Die Kosten trägt Ihre gesetzliche Krankenversicherung oder Ihre private Krankenvollversicherung je nach Tarif. Im Gegensatz zur neuen Übergangspflege im Krankenhaus gibt es für die Behandlungspflege keine festgelegte Dauer. Die Erstverordnung gilt in der Regel 14 Tage.

Zu beachten: Eine endgültige Regelung für die Private Krankenversicherung steht noch aus (Stand März 2022).

  • Nach dem Ableben des Pflegebedürftigen können Angehörige vorfinanzierte Pflegeleistungen erstattet bekommen.
  • Auf die Möglichkeit von
    Pflegeberatungen 
    soll jetzt auch bei Beantragung zahlreicher Pflegeleistungen aktiv hingewiesen werden. Bislang war das nur bei der Beantragung des Pflegegrads der Fall.
  • Pflegesachleistungen lassen sich auch ohne vorherigen Antrag in Entlastungsleistungen umwandeln.
  • Auch Pflegekräfte dürfen nun die Versorgung mit Hilfsmitteln empfehlen. Die ärztliche Verordnung entfällt somit. Pflegekassen nehmen die Notwendigkeit des Hilfsmittels an und prüfen die Erstattung.
Finden Sie im Pflege Glossar oder in weiteren 30 Ratgebern interessante Infos zur Pflege und Pflegeversorgung.
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Für wen Neuerungen gelten
Die Pflegereform entlastet nicht nur Pflegebedürftige im eigenen Zuhause und Heimbewohner. Auch auf Pflegekräfte in Einrichtungen kann sich die Pflegereform auswirken:
 

Grundsätzlich wirkt sich die Pflegereform auf die Leistungen für Versicherte in der Pflegepflichtversicherung aus. Wer zusätzlich privat vorsorgt, z.B. über eine Pflegezusatz­versicherung (oft PZT genannt), hat sich dadurch ohnehin umfassendere Pflegeleistungen gesichert.

Die neue Pflegereform 2021/22 hat folgende Auswirkungen

 

  • Heimbewohner bekommen höhere Zuschüsse zu den Pflege­kosten des Pflege­heims. Lesen Sie hier als Heimbewohner weitere Infos zur Pflegereform.
  • Pflegebedürftige erhalten unter anderem prozentual mehr Leistungen für die Kurzzeitpflege und höhere Pflegesachleistungen (für ambulante Pflegedienste).
  • Pflegekräfte: Pflegeeinrichtungen dürfen ab 01.09.2022 nur noch mit der Pflegeversicherung (Pflegekasse) abrechnen, wenn sie Pflege- und Betreuungspersonal nach Tarif bezahlen.
  • Pflegepersonal & Pflegebedürftige: Für eine Erleichterung des Pflegealltags sorgt die Regelung, dass Pflegekräfte nun Pflegehilfsmittel empfehlen können. Pflegekassen prüfen dann ohne ärztliche Verordnung eine Erstattung.

Was ändert sich 2022 für pflegende Angehörige?

 

  • Angehörige haben über den Tod eines Pflegebedürftigen hinaus bestimmte Erstattungsansprüche an die Pflegeversicherung.
  • Angehörige und Pflege­bedürftige bekommen besseren Zugang zur Pflegeberatung: Sie werden auf die Möglichkeit der Pflegeberatung während der gesamten Pflegedauer aktiv hingewiesen.
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Gut zu wissen
Trotz vieler Neuerungen bleiben Versorgungs­lücken in der Pflege bestehen. Eine private Pflege­zusatz­ver­sicherung sorgt dafür, dass Sie best­möglich abgesichert sind: Ihr Eigenanteil an den Pflegekosten bleibt gering oder entfällt sogar ganz.

Insbesondere in der häuslichen Pflege durch Angehörige sieht die Pflege­reform keine ver­besserten Leistungen oder Zuschüsse vor. Das Pflegegeldwurde nicht erhöht. Dabei ist Pflege durch Angehörige zu Hause die häufigste Art der Be­treu­ung in Deutsch­land. Auch für Verhinderungspflege sind keine Erhöhungen vor­gesehen.

Zwar werden im Zuge der Pflege­reform Pflege­sach­leistungen (professionelle Pflegedienste) höher bezuschusst, gleich­zeitig wird Unter­stützung durch Pflege­kräfte aber immer teurer. Stichwort Pflegenotstand: Durch zunehmenden Fach­kräfte­mangel gibt es weniger Pflege­personal für immer mehr Pflege­fälle in Deutsch­land.

Laut dem Institut der deutschen Wirt­schaft in Köln könnten bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflege­kräfte in der stationären Ver­sorgung fehlen. Die Ver­sorgungs­lücke im gesamten Pflege­bereich könnte sich auf insgesamt fast 500.000 fehlende Fach­kräfte vergrößern.

Damit Sie im Fall der Fälle finanziell besser abgesichert sind, lohnt sich eine private Pflege­zusatz­versicherung:

  • Trotz Pflegereform sind die tatsächlich anfallenden Kosten im Pflege­fall in vielen Fällen höher als die gesetz­lich vor­geschriebenen Pflege­leistungen. Um den Differenz­betrag nicht aus eigenen Mitteln stemmen zu müssen, ist eine private Pflegezusatzversicherung sinnvoll.
  • Die Pflegereform bezieht sich auf staat­lich definierte Leistungen der Pflege­pflicht­versicherung. Durch eine private Pflege­zusatz­versicherung können Sie nach Ihrem persönlichen Bedarf und indi­vidueller bestimmen, welche Pflege Sie wann und wie in An­spruch nehmen.
  • Stichwort Pflegenotstand und wachsende Pflegeheimkosten: Mit einer privaten Vor­sorge erhalten Sie garantiert die vertraglich ver­ein­barten Leistungen.
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Antrag: Nicht nötig
Die gute Nachricht: Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen müssen keine neuen Anträge auf die gestiegenen Leistungen stellen. Die Erhöhung erfolgt auto­matisch je nach vor­liegendem Pflege­grad (und Aufenthaltsdauer in der Pflegeeinrichtung). Damit schafft die Pflege­reform 2021/22 Zugang zu den angepassten Leistungen, ohne dass Pflegebedürftige oder Angehörige einen aktiven Antrag stellen müssen.
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Gut zu wissen
Nein. Das Pflegestärkungsgesetz steht nicht direkt im Zusammen­hang mit der Pflege­reform. Jedoch hatte das zweite Pflege­stärkungs­gesetz (PSG II) starke Aus­wirkungen auf die Pflege in Deutschland.
  • Seit 2017 gelten durch das PSG II neue Regeln dafür, wie Pflege­bedürftig­keit fest­gestellt und eingestuft wird. Aus bislang drei Pflege­stufen wurden fünf Pflegegrade. Dadurch sollen mehr Betroffene im Pflege­fall Leistungen der Pflegepflichtversicherung erhalten.
  • Vor 2017 orientierten sich Pflegeversicherungsleistungen am Zeit­aufwand der pro "Pflege­stufe" veranschlagt war (die Pflegezeit war dabei ein maßgeblicher Faktor für die Pflegestufe).
  • Die nun gültigen Pflegegrade geben dagegen an, wie selbst­ständig der Pflege­bedürftige im Alltag noch ist. Je höher der Pflege­grad, desto stärker ist der Betroffene in seiner Selbst­ständigkeit be­ein­trächtigt. Umso höher fallen die Pflege­leistungen aus.
Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Ist die private Vorsorge in Form von Pflegezusatzversicherungen trotz Pflegereform notwendig?

    Ja. Eigenständige Vorsorge für den Pflegefall macht verstärkt Sinn. Denn die Pflegebedürftigkeit in Deutschland steigt und trotz Pflege­reform bleiben Finanzierungs­lücken zwischen staat­lichen Leistungen und tatsächlichen Pflege­kosten bestehen. Sorgen Sie nicht privat vor, kommt diese Differenz im Pflege­fall auf Sie oder Ihre Angehörigen zu. Lesen Sie im Ratgeber, unter welchen Umständen Elternunterhalt bezahlt werden muss.

    Je nach Bedarf und Lebens­situation empfiehlt sich deshalb eine private Pflege­zusatz­versicherung, der Abschluss einer Pflegerente (z.B. gegen Einmalbetrag) oder die staatlich geförderte Pflege Bahr Pflegezusatzversicherung.

  • Werde ich als Heimbewohner durch die neue Pflegereform entlastet?

    Ja, der Zuschuss für Sie als Heimbewohner ist ein zentraler Bestandteil der Pflegereform. Je nach Pflegegrad erhalten Sie einen prozentualen Leistungszuschuss. Dieser bemisst sich an Ihren im Pflegeheim (Pflegeeinrichtung) verbrachten Jahren.

    Wichtig: Der Zuschuss bezieht sich nur auf fällige Pflege- und Ausbildungskosten. Unterbringung und Verpflegung im Pflegeheim sowie Investitionskosten zahlen Sie als Bewohner weiterhin selbst. Details finden Sie im Ratgeber Pflegeheim Kosten.

    Was heißt das für die Zukunft? Da ab 2022 auch die Personalkosten für Pflegekräfte (siehe z.B. Ratgeber zu polnischen Pflegekräften) steigen, ist noch nicht absehbar, inwiefern der Leistungszuschlag langfristig für Entlastung sorgt. Das Durchschnittsniveau des zu zahlenden Eigenanteils wird in einigen Jahren möglicherweise wieder der Stand vor der Pflegereform erreichen. (Kritiker der Pflegereform sprechen davon, dass die rasant steigenden Pflegekosten unter Umständen sogar zu einer Mehrbelastung der Pflegebedürftigen führen könnten.) Umso sinnvoller ist eine private Pflegevorsorge, die Ihre Versorgungslücken schließt.

  • Gibt es im Zuge der Pflegereform mehr Pflegegeld?

    Nein. Durch die neue Pflegereform erhalten Sie kein höheres Pflegegeld in der häuslichen Pflege durch Angehörige. Eine private Pflegeversicherung (Pflegezusatzversicherung) ist daher empfehlenswert, um auch bei der Pflege zu Hause durch Angehörige ausreichende Mittel zu erhalten.
  • Welchen Einfluss hat die Pflegereform auf die Altenpflege?

    Ab 01.09.2022 soll es Versorgungsverträge nur noch mit Einrichtungen geben dürfen, die nach Tarifverträgen oder mindestens in entsprechender Höhe bezahlen. Das bedeutet: Pflegeheime dürfen mit der Pflegeversicherung/Pflegekasse nur dann abrechnen (und die Heimbewohner erhalten somit Leistungen aus der Pflegeversicherung), wenn Betreuungs- und Pflegekräfte in der Einrichtung nach Tarif bezahlt werden. Grundsätzlich erhalten Pflegekräfte mehr Kompetenzen, indem sie Pflegehilfsmittel empfehlen können. Pflegekassen prüfen dann ohne ärztliche Verordnung eine Erstattung.
  • Wie wird die Pflegereform finanziert?

    Die Pflegereform finanziert sich nach dem Plan der Bundes­regierung über verschiedene Säulen. Maß­geblich sind ein pauschaler Zu­schuss durch den Bund und ein Beitrags­zuschuss durch Versicherte. Ab 2022 erhält die Pflege­ver­si­che­rung (bzw. die Pflegekassen als Träger) einen Bundes­zu­schuss in Höhe von einer Milliarde Euro.

    Für Kinderlose erhöht sich der Kinderlosenzuschlag zur sozialen Pflegeversicherung (SPV) um 0,1 Prozentpunkte. Der allgemeine Beitragssatz zur SPV beträgt 3,05 Prozent. Kinderlose zahlen neu einen Zuschlag von 0,35 Prozent und damit insgesamt 3,4 Prozent des Bruttolohns (maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze).

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