- Mehr als 86 Prozent aller Pflegebedürftigen in Deutschland werden in den eigenen vier Wänden versorgt. Diese Pflege zu Hause erfolgt meist durch private Pflegepersonen wie Angehörige oder ambulante Pflegedienste.
- Abhängig von ihrem Pflegegrad erhalten Pflegebedürftige finanzielle Leistungen von ihrer gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung. Diese decken die tatsächlichen Kosten jedoch meist nicht ab.
- Eine private Pflegezusatzversicherung wie die der Allianz kann helfen, Versorgungslücken bei den Pflegekosten zu schließen. Sie bietet Ihnen eine umfassende Versorgung im Pflegefall.
- Mit der entsprechenden Pflegevorsorge haben Sie die Freiheit: Entscheiden Sie selbst, wie Sie betreut werden möchten und ob eine Pflege zu Hause für Sie sinnvoll ist.
Pflege zu Hause kurz erklärt
- Drei von vier Menschen werden in Deutschland pflegebedürftig.
- Im Pflegefall reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung oft nicht aus – deshalb ist private Vorsorge wichtig!
- Die Allianz steht Ihnen als starker Partner zur Seite mit einer Pflegezusatzversicherung – für beispielsweise 16,80 Euro pro Monat.
Pflege zu Hause: Welche Möglichkeiten gibt es?
Am häufigsten werden pflege- oder hilfsbedürftige Menschen in Deutschland von Angehörigen, Freunden und Freundinnen versorgt. Aber auch nahestehende Bekannte, Nachbarschaftshilfe oder Ehrenamtliche spielen eine wichtige Rolle in der Altenpflege zu Hause.
Unser Tipp: Pflegende Angehörige sollten vor ihrer Pflegetätigkeit eine entsprechende Pflegeschulung durchlaufen. Mithilfe dieser Pflegekurse für Angehörige stellen Pflegebedürftige im Pflegefall sicher, dass eine private Pflege zu Hause gut durchgeführt werden kann. Kundinnen und Kunden der privaten Pflegepflichtversicherung der Allianz finden digitale und individuelle Unterstützung über unseren Pflegebegleiter online.
Zur Entlastung der Angehörigen und für Pflegebedürftige, die noch weitgehend selbstständig sind, ist ein mobiler Pflegedienst oft eine gute Wahl. Ambulante Pflegedienste sind Dienstleister im Gesundheitswesen, deren angestellte Pflegefachkräfte sich um das Wohlergehen und die medizinische Versorgung pflegebedürftiger Personen kümmern. Sie übernehmen, je nach Bedarf, stundenweise mehrmals pro Woche oder täglich pflegende oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Dank Ihrer fachlichen Qualifikation können ambulante Pflegekräfte oft auch Aufgaben der Behandlungspflege übernehmen. Sie kümmern sich zum Beispiel um:
- Medikamentengabe
- Wundversorgung
- Injektionen
- Wechseln von Kathetern
Pflegende Angehörige, die Pflegebedürftige in der Nacht nicht versorgen können oder selbst ein paar Stunden Erholung benötigen, haben verschiedene Möglichkeiten:
- Teilstationäre Versorgung: Pflegebedürftige können für die Nachtpflege in einer stationären Pflegeeinrichtung untergebracht werden.
- Ambulante Intensivpflege: Eine ambulante häusliche Pflege in Form einer professionellen Pflegekraft übernimmt die nächtliche Intensiv- oder Palliativpflege.
- 24 Stunden Pflege zu Hause für schwer Pflegebedürftige
Für Pflegebedürftige mit einem hohen Pflegegrad, die beispielsweise bettlägerig oder dement sind, reicht eine stundenweise Betreuung oft nicht aus. Sie benötigen eine Pflegekraft, die eine 24-Stunden-Rundum-Betreuung zu Hause leistet. Das bedeutet nicht, dass die häusliche Pflegehilfe rund um die Uhr arbeiten muss. Sie sollte jedoch bei einem medizinischen Notfall sofort zur Stelle sein. Meist lebt sie mit der pflegebedürftigen Person unter einem Dach. Der Vorteil einer solchen Tages- und Nachtpflege zu Hause: Die Pflegekraft kennt die Bedürfnisse des oder der Pflegebedürftigen und steht als Ansprechpartner:in zur Verfügung. Sie kümmert sich nicht nur um die Grundpflege (Körperpflege, Essen, Mobilität) und den Haushalt. Sie begleitet Pflegebedürftige auch zum Arzt bzw. zur Ärztin oder bei Behördengängen Für diese Pflege gibt es verschiedene Modelle:
- 24 Stunden Pflege durch (oft) ausländische Pflegekräfte: Die Betreuungskräfte müssen legal angestellt und versichert sein. Ohne gültige Qualifikation dürfen sie keine medizinische Versorgung leisten. Auch die Kostenübernahme durch Krankenversicherung oder Pflegeversicherung erfolgt zu für zugelassene Pflegekräfte.
- 24 Stunden Betreuung durch professionelle Intensivpflegekräfte: Diese sind bei Pflegediensten angestellt.
Wer hat Anspruch auf häusliche Pflege?
Pflegebedürftige können selbst über die Art ihrer Pflege entscheiden. Sie haben laut Gesetzgeber das Recht, so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu leben. Hier gilt der Grundsatz: Ambulant vor stationär. Denn einen passenden und vor allem bezahlbaren Platz im Pflegeheim zu finden ist schwer. Pflegeversicherungen sind daher dazu angehalten, vor allem die häusliche Pflege durch Angehörige oder ambulante Pflege durch einen Pflegedienst zu unterstützen. Diese ambulante Pflege zu Hause umfasst die medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung von Pflegebedürftigen durch Privatpersonen oder professionelle Pflegedienste.
Was kostet die häusliche Pflege im Monat?
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Kosten und Leistungen pro Monat bei häuslicher Pflege
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Pflegegrad 1
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Pflegegrad 2
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Pflegegrad 3
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Pflegegrad 4
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Pflegegrad 5
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|---|---|---|---|---|---|
| Kosten für ambulanter Pflegedienst (beispielhaft) | 857 € | 1.961 € | 3.553 € | 5.177 € | 5.966 € |
| Pflegegeld für häusliche Pflege | 0 € | 347 € | 599 € | 800 € | 990 € |
| Pflegesachleistung (Kostenerstattung Pflegedienst) | 0 € | 796 € | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Leistungen Allianz Pflegezusatzversicherung (Tagessatz 105 €) | 630 € | 945 € | 1.575 € | 2.520 € | 3.150 € |
Die Kosten für einen ambulanten Pflegedienst richten sich in erster Linie nach dem Pflegegrad und dem Zeitaufwand für Pflegemaßnahmen, wie z.B. Unterstützung bei Körperpflege und Ernährung.
Leistung der Pflegeversicherung: Das Pflegegeld steht allen Pflegepflichtversicherten zur freien Verfügung, z. B. für pflegende Angehöriger oder ehrenamtlich tätige Pflegepersonen. Voraussetzung ist, dass die häusliche Pflege sichergestellt ist.
Leistung der Pflegeversicherung: Pflegesachleistungen für ambulante Pflegedienste erhalten nur gesetzlich Pflegeversicherte. In diesem Fall erstattet die Pflegekasse die gesetzliche Leistung direkt an den Pflegedienst. Personen in der privaten Krankenversicherung bekommen den gleichen Betrag je Pflegegrad, rechnen jedoch selbst mit dem Pflegedienst ab.
Beispielrechnung Allianz Tarif PflegegeldBest mit einem Tagesgeldsatz von 105 Euro = maximal 3.150 € pro Monat im Pflegegrad 5 bei ambulanter Pflege. Die Leistungen der Allianz im ambulanten Bereich können mit dem Ergänzungstarif Pflegetagegeld Erhöhung Ambulant erhöht werden. Im Tarif PflegetagegeldBest zahlt die Allianz bei stationärer Pflege bereits ab Pflegegrad 2 die volle Leistung aus, d.h. bei 105 € Tagessatz = 3.150 € pro Monat.
Wie viel die Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst genau kostet, lässt sich nicht pauschal sagen. Zur Orientierung: Durchschnittlich müssen Pflegebedürftige mit monatlichen Kosten zwischen etwa 834 Euro (bei Pflegegrad 1) und knapp 6.000 Euro (Pflegegrad 5) rechnen. Die Kosten sind abhängig vom individuellen Pflegebedarf, dem gebuchten Leistungsumfang und der jeweiligen Region.
Abhängig vom Pflegegrad beträgt der Zuschuss der Pflegekasse bzw. privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) maximal 2.299 Euro im Monat (bei Pflegegrad 5). Der beauftragte ambulante Pflegedienst rechnet die monatlich erbrachten Pflegeleistungen bis zu diesem Höchstsatz als Pflegesachleistungen direkt mit der Pflegekasse ab. Die PPV hingegen übernimmt keine Kosten direkt, sondern erstattet diese bis zu einem gewissen Betrag.
Eine Pflege zu Hause ist eindeutig günstiger, wenn statt eines ambulanten Pflegedienstes Angehörige teils unentgeltlich die häusliche Pflegehilfe übernehmen. Ambulante Pflegedienste rechnen im Mittel Stundensätze von ca. 36 Euro für häusliche Betreuungsleistungen ab. Das bedeutet: Pflegebedürftige und Angehörige können die monatlichen Pflegekosten durch Eigenleistung gezielt reduzieren.
Doch auch hier können Pflegebedürftige je nach Pflegegrad Pflegeleistungen beantragen und diese als finanzielle Aufwandsentschädigung (Material- und Fahrtkosten) an Betreuungspersonen weitergeben. Zusätzlich haben pflegende Angehörige einen gesetzlichen Anspruch auf verschiedene staatliche Hilfen, wie (Familien-)Pflegezeit, kurzzeitige Arbeitsverhinderung oder zinslose staatliche Darlehen.
Vergessen Sie bei aller Kostenersparnis aber bitte nicht: Die Betreuung pflegebedürftiger Personen hat Vor- und Nachteile und stellt Angehörige häufig vor organisatorische, emotionale und physische Herausforderungen.
Qualifizierte 24 Stunden Pflegekräfte (z. B. für die Intensivpflege bettlägeriger oder dementer Personen) können hierzulande rund 4.000 Euro im Monat kosten. Die häusliche Pflege durch ausländische Pflegekräfte, die über entsprechende Agenturen vermittelt werden, ist meist etwas günstiger. Da die gesetzliche Pflegeversicherung Pflegesachleistungen entsprechend dem Pflegegrad auszahlt, entsteht in der Regel eine Versorgungslücke. Den Differenzbetrag zu den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung müssen Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen aus eigener Tasche bezahlen.
Betreuungspersonen, die solch eine häusliche Intensivpflege leisten, rechnen ihre Dienste dabei mit Tagessätzen basierend auf verschiedenen Kriterien ab. Hierzu zählen:
- der Umfang der erforderlichen Pflegetätigkeiten
- die Erfahrung der jeweiligen Pflegekraft in der Seniorenbetreuung
- vorhandene Deutschkenntnisse bei ausländischen Pflegekräften
Für die Kostenübernahme bei der Pflege zu Hause wird zudem nach Art der Pflegeleistungen unterschieden:
- Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung: Der Kostenanteil an den Pflegekosten für körperbezogene Pflegemaßnahmen (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) wird von der Pflegekasse bzw. privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) erstattet. Zumindest bis zur jeweils gesetzlich festgelegten Höchstsumme.
- Medizinische Behandlungspflege: Für ärztlich verordnete, lebenserhaltende medizinische Maßnahmen erfolgt die (anteilige) Kostenerstattung aus der (privaten) Krankenversicherung.
Eine Kostenübernahme der Pflege zu Hause in Form von Sachleistungen aus der Pflegeversicherung erfolgt nur für zugelassene Pflegekräfte.
Bei der ambulanten Pflege zu Hause sind Kosten, die anfallen, oftmals nicht ganz über die Leistungen der Pflegeversicherung abgedeckt. Für die restlichen Kosten, den Eigenanteil, müssen Sie selbst aufkommen. Um die dadurch entstehende Versorgungslücke im Pflegefall zu schließen, empfiehlt sich eine frühzeitige Pflegevorsorge, z. B. mit der privaten Pflegezusatzversicherung (PflegetagegeldBest) der Allianz. Diese können Sie mit einem speziellen Tarif (Pflegetagegeld Erhöhung Ambulant) um höhere Leistungen für ambulante bzw. häusliche Pflege ergänzen.
Bitte beachten Sie: Ein Vertragsabschluss ist unter anderem nur möglich, wenn noch keine Pflegebedürftigkeit besteht und noch kein Pflegegrad beantragt worden ist. Zudem darf in den letzten fünf Jahren keine ernsthafte Krankheit bestanden haben.
Welche Leistungen erhalte ich bei der häuslichen Pflege?
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Pflegegeld
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Pflegesachleistung
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Kombinationsleistung
Kümmert sich ein zugelassener, ambulanter Pflegedienst zu Hause um Sie, erhalten gesetzlich Pflegepflichtversicherte statt Pflegegeld die sogenannten Pflegesachleistungen. Diese rechnet die gesetzliche Pflegepflichtversicherung (SPV) direkt mit dem jeweiligen Pflegedienstleister ab.
Für Versicherte derprivaten Pflegepflichtversicherung (PPV) gilt: Sie bekommen keine Pflegesachleistungen. Stattdessen erhalten Sie für die Inanspruchnahme ambulanter Pflegedienste einen tariflich vereinbarten Kostenersatz (Geldleistungen). Dieser Erstattungsbetrag für Pflegeleistungen wird direkt auf Ihr Konto überwiesen. Die Versicherten rechnen in diesem Fall selbst mit Ihrem Pflegedienst ab.
Wichtig: Die Höhe der Sachleistungen aus der SPV und die der Geldleistungen aus der PPV sind bei entsprechendem Pflegegrad gleich hoch. Nur die Art der Abrechnung unterscheidet sich.
Höhe der Leistungen
Die Höhe der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung (sozialen Pflegepflichtversicherung) oder privaten Pflegeversicherung richtet sich generell nach:
- dem Pflegegrad: Leistungen der Pflegeversicherung zur häuslichen Pflege erhalten nur pflegebedürftige Personen mit einem Pflegegrad 2 (erhebliche Beeinträchtigung) bis Pflegegrad 5 (schwerste Beeinträchtigung mit besonderen pflegerischen Anforderungen).
- der gewählten Pflegeform (häusliche Pflege durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste)
- dem jeweiligen Versicherungsträger (gesetzliche/soziale Pflegepflichtversicherung oder private Pflegepflichtversicherung)
Neben Pflegegeld und Pflegesachleistungen gibt es zusätzliche Leistungen und Zuschüsse, um bei einer Pflege zu Hause die Kosten zu decken. Sie können teils unabhängig vom Pflegegrad für die Anschaffung spezieller Produkte oder Umbaumaßnahmen in Haus oder Wohnung verwendet werden. Ein Überblick:
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Leistung Pflegeversicherung
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Pflegegrad 1
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Pflegegrad 2
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Pflegegrad 3
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Pflegegrad 4
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Pflegegrad 5
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|---|---|---|---|---|---|
| Pflegegeld für häusliche Pflege pro Monat | – | 347 € | 599 € | 800 € | 990 € |
| Pflegesachleistung (Kostenerstattung Pflegedienst) pro Monat | – | 796 € | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Entlastungsbetrag (bis zu 131 Euro, unabhängig vom Pflegegrad) | 131 € | 131 € | 131 € | 131 € | 131 € |
| Einmal-Pflegehilfsmittel (Monatspauschale für Einwegprodukte, z. B. Einmalhandschuhe) | 40 € | 40 € | 40 € | 40 € | 40 € |
| Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen (Betrag pro Einzelmaßnahme, z. B. Treppenlift) | Bis zu 4.000 € | Bis zu 4.000 € | Bis zu 4.000 € | Bis zu 4.000 € | Bis zu 4.000 € |
Leistung der Pflegeversicherung: Das Pflegegeld steht allen Pflegepflichtversicherten zur freien Verfügung, z. B. für pflegende Angehöriger oder ehrenamtlich tätige Pflegepersonen. Voraussetzung ist, dass die häusliche Pflege sichergestellt ist.
Leistung der Pflegeversicherung: Pflegesachleistungen für ambulante Pflegedienste erhalten nur gesetzlich Pflegeversicherte. In diesem Fall erstattet die Pflegekasse die gesetzliche Leistung direkt an den Pflegedienst. Personen in der privaten Krankenversicherung bekommen den gleichen Betrag je Pflegegrad, rechnen jedoch selbst mit dem Pflegedienst ab.
Bis zu 16.000 Euro pro Pflegehaushalt für notwendige Umbauten, wie beispielsweise der Umbau von Badewanne zu Dusche zur Entlastung von Angehörigen und Pflegekräften.
Zum Schließen möglicher Versorgungslücken empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung wie die private Pflegezusatzversicherung der Allianz. Bitte beachten Sie, dass der Vertragsabschluss nur möglich ist, wenn beispielsweise noch keine Pflegebedürftigkeit besteht und noch kein Pflegegrad beantragt wurde. Oder wenn innerhalb der letzten fünf Jahren keine ernsthaften Erkrankungen bestanden. Online abschließen können Sie bis zum 60. Lebensjahr. Sind Sie bereits älter als 60 Jahre, stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
Wann ist die häusliche Pflege von Angehörigen sinnvoll?
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Häusliche Pflege durch
pflegende Angehörige |
Pflege zu Hause durch
ambulante Pflegedienste |
|---|---|---|
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Leistungen der sozialen/gesetzlichen Pflegepflichtversicherung |
Pflegegeld für Pflegebedürftige, um die häusliche Pflege durch Angehörige sicherzustellen. |
Pflegesachleistungen, die direkt mit dem jeweiligen Dienstleister abgerechnet werden |
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Ausbildung und Fachkompetenz |
Meist keine oder geringe Vorkenntnisse; Pflegeschulung empfehlenswert |
Beim Dienstleister angestellte Pflegefachkräfte, die auch medizinische Behandlungspflege übernehmen können |
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Urlaub oder Krankheit der Pflegeperson |
Angehörige können die Verhinderungspflege nutzen oder Pflegebedürftige vorübergehend in Kurzzeitpflege geben. |
Fällt eine Pflegeperson aus, übernehmen andere angestellte Fachkräfte des Dienstleisters die nötigen Pflegetätigkeiten. |
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Arbeitslosigkeit oder Unfall der Pflegeperson |
Bei Freistellung vom Beruf für eine Pflegezeit (Seniorenpflege oder Betreuung zu Hause) zahlt die Pflegeversicherung die Beiträge zur Arbeitslosigkeit. Bei häuslicher Pflege während Arbeitslosigkeit erhalten Sie weiterhin Arbeitslosengeld I und II. Die Pflege zu Hause von Angehörigen ist zudem gesetzlich unfallversichert. |
Angestellte eines mobilen ambulanten Pflegedienstes sind über ihren jeweiligen Dienstleister entsprechend abgesichert. |
- …diese eine gute Beziehung zur pflegebedürftigen Person haben.
- …sie in der Nähe wohnen und sich der Zeitaufwand für die Pflege in Grenzen hält.
- …die pflegende Person bestenfalls schon eine Pflegeschulung durchlaufen hat.
- …keine Angehörigen die Pflege zu Hause übernehmen können/möchten.
- …noch keine starke Pflegebedürftigkeit besteht.
- …finanzielle Mittel für den Eigenanteil an der ambulanten Pflege vorhanden sind.
Im Interview: Persönliche Erfahrungen mit Pflege
Was möchten Sie zur Pflege zu Hause noch gerne wissen?
Welche Leistungen stehen mir im Pflegefall bei ambulanter Pflege zu?
Sind die Kosten für die Pflege von Angehörigen zu Hause steuerlich absetzbar?
Wann übernimmt das Sozialamt die Pflegekosten für z. B. eine häusliche Pflege?
Die Leistungen der sozialen Pflegepflichtversicherung (SPV), also der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung, decken die Pflegekosten oft nicht hinreichend ab. Um diese finanzielle Lücke zu schließen, können Pflegebedürftige eine private Pflegezusatzversicherung abschließen. Wenn die eigenen finanziellen Mittel oder die der Angehörigen nicht ausreichen, um die Kosten vollständig zu decken, können Betroffene beim Sozialamt einen Antrag auf die sogenannte "Hilfe zur Pflege" stellen. Diese Form der Sozialhilfe wird Pflegebedürftigen nur dann gewährt, wenn
- ein Pflegegrad nachgewiesen ist.
- der Pflegebedarf länger als sechs Monate besteht und nicht durch andere Sozialleistungen abgedeckt ist.
- die pflegebedürftige Person auch ihre finanzielle Pflegebedürftigkeit nachweisen kann.
Wie finde ich einen Pflegedienst für zu Hause?
Für Pflegebedürftige und Angehörige ist es bei der Vielzahl an Pflege- und Betreuungsangeboten oft schwer, die passende Lösung zu finden. Der Klinik-Sozialdienst, Pflegekassen, Wohlfahrtsverbände oder Pflegestützpunkte helfen Ihnen bei der Suche nach einem verlässlichen Anbieter für die stundenweise Betreuung pflegebedürftiger Personen. Meist findet sich auch eine Vielzahl von Beratungsangeboten in Ihrer Nähe, falls Sie Fragen zur Pflege zu Hause haben:
Privat Pflegepflichtversicherte müssen sich an die compass Pflegeberatung wenden. Diese Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer steht Ihnen rund um das Thema Pflege zur Seite. Kunden und Kundinnen mit einer Pflegezusatzversicherung der Allianz können sich zusätzlich direkt an die Allianz Pflege Assistance ARZ.care wenden. Diese steht Ihnen mit sofortiger Hilfe im Pflegefall zur Seite. Die Expertinnen und Experten beraten Sie und Ihre nahen Familienangehörigen – auch wenn diese nicht bei der Allianz versichert sind.
Kann die Pflegeversicherung das Pflegegeld kürzen oder streichen?
Ja. In bestimmten Fällen kann eine Pflegeversicherung oder Pflegekasse Pflegebedürftigen das Pflegegeld kürzen oder sogar ganz streichen. Beispielsweise dann, wenn sich eine pflegebedürftige Person vorübergehend in Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege befindet:
- Bei einer Verhinderungspflege haben Pflegebedürftige für bis zu sechs Wochen im Jahr einen Anspruch auf 50 Prozent des Pflegegeldes.
- Während einer Kurzzeitpflege besteht dieser Anspruch auf die Hälfte des Pflegegeldes für bis zu acht Wochen pro Kalenderjahr.
Bei Klinikaufenthalt, Reha oder häuslicher Krankenpflege wird das Pflegegeld nur während der ersten 28 Tage weitergezahlt. Ab Tag 29 bekommen Sie kein Pflegegeld mehr.