- Eine Eigenschadendeckung ist in der Regel ein Zusatzbaustein der Kfz-Haftpflichtversicherung. Er leistet bei Schäden, die Sie mit ihrem Kfz an Ihrem Eigentum verursachen.
- Die Eigenschadendeckung zahlt in der Regel bei Schäden an Ihrem Zweitwagen, teilweise sind auch Ihre Garage oder Ihr Fahrrad versichert.
- Schäden an dem Wagen, mit dem Sie den Unfall verursacht haben, übernimmt dagegen dieVollkasko.
- DieKosten für die Eigenschadendeckung hängen von Faktoren wie Deckungssumme und Selbstbeteiligung ab, sind aber für gewöhnlich günstiger als eine Vollkasko.
Eigenschadendeckung in der Kfz-Versicherung
Das Wichtigste zur Eigenschadendeckung
Was ist die Eigenschadendeckung in der Kfz-Versicherung?
Wozu dient eine Eigenschadendeckung?
Dieser optionale Schutz schließt eine Versicherungslücke: Er kommt zum Beispiel zum Tragen, wenn Sie einen Zweitwagen besitzen und diesen beim Einparken mit Ihrem Erstwagen beschädigen. In diesem Fall übernimmt die Eigenschadendeckung die Reparaturkosten für Ihren Zweitwagen. Ihre Kfz-Haftpflicht schützt Sie dagegen vor Schäden, die Sie bei Dritten verursachen. Vollkasko oder Teilkasko sichern Sie bei einem Unfall Ihr eigenes Kfz ab.
Wichtig: Die Deckungssummen bei der Eigenschadendeckung sind oft niedriger als bei der Kfz-Haftpflicht. Während Ihre Haftpflicht oft Schäden in Millionenhöhe versichert, liegen die Deckungssummen bei der Eigenschadenversicherung eher im niedrigen sechsstelligen Bereich.
Für wen ist die Eigenschadendeckung sinnvoll?
Eine Eigenschadendeckung kann sich lohnen, wenn Sie…
- …mehrere Fahrzeuge in Ihrem Haushalt haben, die auf Sie zugelassen sind.
- …das Auto Ihres Partners oder Ihrer Partnerin ebenfalls auf Sie zugelassen ist.
- …Firmeninhaber sind und einen Fuhrpark besitzen.
Allianz Vorteile: Eigenschadendeckung bei der Allianz
Bei der Allianz ist in drei von vier Produktlinien Eigenschadendeckung bereits automatisch in der Kfz-Versicherung enhalten.
Mit Ausnahme der Produktlinie Direct zahlt die Allianz bei Sachschäden, die Sie mit dem versicherten Fahrzeug an ihrem Eigentum verursachen, wie zum Beispiel an einem weiteren Fahrzeug oder an Ihrem Gebäude.
- In DirectPlus und Komfort beträgt die maximale Entschädigungsleistung 100.000 Euro pro Versicherungsjahr.
- In Premium zahlen wir sogar bis zu 200.000 Euro pro Versicherungsjahr.
Wie funktioniert die Schadensregulierung bei der Eigenschadendeckung?
Bei einem Eigenschaden läuft die Regulierung ähnlich wie bei einem regulären Schaden ab:
- Dokumentieren Sie den Schaden sorgfältig. Machen Sie Fotos und protokollieren Sie den Schadenshergang.
- Melden Sie den Schaden Ihrer Versicherung. Diese übernimmt die Prüfung des Schadenfalls.
- Die Versicherung wickelt die Erstattung der Reparaturkosten über die Eigenschadendeckung ab.
- Haben Sie eine Selbstbeteiligung abgeschlossen, übernimmt die Versicherung nur die übrigen Kosten. Der Schaden darf außerdem nicht die vertraglich vereinbarte Deckungssumme übersteigen.
Wieviel kostet die Eigenschadendeckung?
Diese Faktoren beeinflussen die Kosten der Eigenschadendeckung
- Umfang der zu versichernden Gegenstände: Versichern Sie lediglich einen Zweitwagen, fällt Ihre Eigenschadendeckung günstiger aus, als wenn Sie einen ganzen Fuhrpark versichern wollen. Eine Eigenschadendeckung für Ihre Wohnmobil-Versicherung kostet ebenfalls mehr als für einen normalen Pkw.
- Höhe der Selbstbeteiligung: Viele Eigenschadendeckungs-Tarife beinhalten eine Selbstbeteiligung. Diese liegt meist zwischen 300 und 500 Euro. Vereinbaren Sie als Versicherungsnehmer:in eine höhere Selbstbeteiligung, zahlen Sie meist einen geringeren Beitragssatz.
- Höhe der Deckungssumme: Die Kosten Ihrer Eigenschadendeckung steigt, je höher die vertraglich vereinbarte Deckungssumme ist. Gewöhnlich liegt diese zwischen 100.000 und 300.000 Euro, die Summe kann auf Wunsch auch höher ausfallen.
Unterschied zwischen Eigenschadendeckung und Vollkasko
Wann zahlt die Eigenschadendeckung und wann die Vollkasko?
Ein Beispiel: Sie fahren mit Ihrem Auto in Ihrer eigenen Garage gegen Ihren Zweitwagen. Beide Fahrzeuge tragen eine große Delle davon, zudem sind jeweils ein Scheinwerfer defekt. Welche Versicherung leistet in diesem Fall – und wofür?
- Die Eigenschadendeckung übernimmt die Reparaturkosten an Ihrem Zweitwagen, da sie Schäden am eigenen Eigentum versichert.
- Für die Schäden am unfallverursachenden Wagen – das Auto, das Sie steuerten – leistet die Vollkaskoversicherung. Die Vollkasko bietet Versicherungsschutz für jeden Schaden am eigenen Auto, den Sie selbst verursacht haben.
Weitere Unterschiede zwischen Eigenschadendeckung und Vollkasko
Eine Vollkaskoversicherung umfasst neben dem Schutz bei selbst verursachten Eigenschäden auch weitere Leistungen, welche bei einer Eigenschadendeckung fehlen. Die Vollkasko zahlt zum Beispiel bei:
- Umweltschäden durch Hagel, Tierbiss oder Blitzschlag
- Schäden durch Vandalismus
- Diebstahl
- Schäden an Ihrem eigenen Auto nach einem Unfall mit Dritten
Aufgrund dieses umfassenden Schutzes ist eine Vollkasko-Versicherung meist teurer als eine Eigenschadendeckung. Die Eigenschadendeckung ist dagegen eine günstige Alternative, falls Sie lediglich Ihren eigenen Besitz (Zweitwagen sowie teilweise Garage, Zaun, etc.) schützen wollen.
Häufige Fragen zur Eigenschadendeckung
Wer zahlt selbstverschuldete Schäden am Auto?
Was heißt Eigenschadendeckung bei der Kfz-Versicherung?
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