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Ambulante Pflege: Pflegerin kämmt älterer Frau die Haare
Kosten, Leistungen, Bewilligung

Ambulante Pflege: Professionelle Betreuung daheim

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Ambulante Pflege ist die medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung von Pflegebedürftigen in deren Zuhause durch professionelle ambulante Pflegedienste. Im Vergleich dazu kann die häusliche Pflege auch durch Privatpersonen (Angehörige, Freunde, Bekannte oder Nachbarn) erfolgen.
  • Für Pflegebedürftige ist die ambulante Unterstützung in den eigenen vier Wänden in vielen Fällen sinnvoll. Übernehmen Angehörige oder andere Personen die Pflege, kann ein ambulanter Pflegedienst sie zusätzlich unterstützen und entlasten.
  • Anspruch auf Leistungen für ambulante Pflege haben Pflegebedürftige in Pflegegrad 2 bis 5: Ihnen stehen monatliche Pflegesachleistungen zwischen 689 und 1.995 Euro zu (Höchstbeträge je nach Pflegegrad).
  • Wie hoch die Kosten für ambulante Pflege ausfallen, hängt vom Pflegegrad ab, aber auch bedingt von Bundesland und Pflegedienstleister.
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Definition
Unterstützt ein professioneller Pflegedienst Pflegebedürftige in ihrem Alltag daheim, spricht man von ambulanter Pflege. Kümmern sich Angehörige oder Freunde um pflegebedürftige Personen, ist von häuslicher Pflege die Rede.

Ambulante Pflege umfasst die professionelle medizinische, pflegerische und haus­wirtschaft­liche Versorgung pflege­bedürftiger Menschen in ihrem Zuhause:

  • Die Pflege­tätigkeit erfolgt also außerhalb teil­stationärer oder voll­stationärer Pflege­einrichtungen (vollstationäre Pflege).
  • Die ambulante Pflegetätigkeit kann aber auch außerhalb von vollstationären Einrichtungen der "Hilfe für behinderte Menschen" erfolgen.
  • Sie kann zudem innerhalb von privaten Wohngemeinschaften wie z.B. dem betreuten Wohnen stattfinden.

Der Begriff ambulante Pflege bezieht sich vor allem auf Dienst­leistungen mobiler Pflege­dienste. Sie beschäftigen professionell geschulte Fachkräfte. Ambulante Pflegedienste können pflegende Angehörige oder andere private Pflegepersonen bei der Pflegetätigkeit unterstützen - oder die Pflege vollständig übernehmen.

Bei kurzfristiger ambulanter Pflege unter­stützen Pflege­dienste Patienten zum Beispiel nach einer OP im Haushalt. Langfristige ambulante Pflege sieht die regelmäßige Betreuung hilfsbedürftiger Personen in deren Zuhause vor. Mobile Pflege­dienste versorgen Pflege­bedürftige dann mehr­mals täglich oder wöchentlich. 

Auch rein privat organisierte Pflege von Angehörigen gilt als "ambulant". Denn die Betreuung erfolgt vor Ort in den eigenen vier Wänden des Pflege­bedürftigen. Man spricht dann aber eher von häuslicher Pflege oder von Pflege zu Hause.

Anspruch auf Leistungen für ambulante Pflege haben pflegebedürftige Personen, die in Pflegegrad 2 bis 5 eingestuft sind. Auch in Pflege­grad 1 können Sie einen mobilen Pflege­dienst beauftragen. Die Kosten übernehmen Sie jedoch selbst. Für die Pflegegrade 2 bis 5 zahlt die Pflege­versicherung Pflegegeld und Pflegesachleistungen.

Beides sind Leistungen der sozialen Pflegeversicherung. Die Pflegesachleistungen können Pflege­bedürftige teilweise oder ganz aufwenden, um ambulante Pflege anzufordern. Der Pflege­grad bestimmt die Leistungen: Je höher er ist, desto mehr Pflege­geld und Pflege­sach­leistungen erhalten Sie.

Pflegebedürftige haben Anspruch auf verschiedene Hilfsleistungen der Pflegeversicherung: entweder auf Auszahlung von Pflegegeld oder auf besagte Pflegesachleistungen und Pflegehilfsmittel. Ebenso zählen Wohnumbaumaßnahmen oder Beratung zum "Leistungskatalog der ambulanten Pflege". Unterstützen Angehörige und ein ambulanter Pflegedienst den Hilfsbedürftigen im Alltag, kann er eine Kombination aus Pflegesachleistungen und Pflegegeld beziehen, die sogenannte Kombinationsleistung.
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Ambulante Pflege vs. stationäre Pflege

Der grundlegende Unterschied zwischen ambulanter und stationärer Pflege ist der Ort, an dem der Pflegebedürftige versorgt wird.

Bei ambulanter Pflege leben Sie weiterhin in Ihrem Zuhause. Angehörige oder Pflegedienste kommen zu Ihnen nach Hause. Dort helfen Sie Ihnen im Haushalt, bei der Körperpflege oder medizinischen Versorgung.

Ist häusliche Pflege nicht möglich, kommt ein Umzug in ein Altenwohnheim, Pflegeheim oder in eine andere Pflegeeinrichtung in Betracht. Vorteil bei teil- oder vollstationärer Pflege: Bei einem Notfall stehen zeitnah Hilfspersonen zur medizinischen und pflegerischen Versorgung zur Verfügung. Kurzzeitpflege beispielsweise ist die stationäre Pflege für einen begrenzten Zeitraum.

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Pro & Contra
Die Betreuung pflegebedürftiger Personen stellt Angehörige oft vor organisatorische, emotionale und physische Herausforderungen. Die Übersicht zeigt, welche Vor- und Nachteile ambulante Pflege haben kann:
  • Der Pflegebedürftige kann weiterhin in seinem gewohnten räumlichen Umfeld leben. Vor allem für Demenzkranke ist eine vertraute Umgebung wichtig.
  • Soziale Kontakte (Nachbarn, Bekannte, Angehörige) bleiben leichter erhalten.
  • Mobiles Pflegepersonal entlastet pflegende Angehörige bei der Betreuung und beantwortet Fragen.
  • Versorgung und Pflegealltag können individuell auf den Pflegebedürftigen abgestimmt werden. Tagesabläufe und Routinen bleiben bestehen.
  • Ambulante Pflege ist meist günstiger als die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung.
  • Wohnt der Pflegebedürftige allein und hat wenige soziale Kontakte, kann es zu Vereinsamung kommen.
  • Gegebenenfalls sind in der Wohnung Umbauarbeiten nötig, um adäquate Pflege daheim zu ermöglichen. Dafür gibt es jedoch Unterstützung (Leistungen für Wohnumbaumaßnahmen).
  • Sofortige Hilfe in Notfallsituationen ist in der Regel nicht gewährleistet.
  • Ambulante Pflegekräfte stehen oft unter Zeitdruck und können unter Umständen nicht ausreichend auf Pflegebedürftige eingehen.
Oft gefragt

Für Pflegebedürftige, die einen Großteil ihres Alltags noch allein stemmen können, ist mobile Pflege meist eine gute Wahl. Ob ambulante Pflege infrage kommt, hängt auch vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab.

Ist eine aufwendige medizinische Versorgung oder Rundumbetreuung erforderlich, ist stationäre Pflege unter Umständen sinnvoller. Auch die Wohnsituation entscheidet, ob ambulante Pflege zu Hause durchführbar ist.

In folgenden Fällen ist ambulante Pflege im eigenen Zuhause in der Regel sinnvoll:

  • Der Pflegebedürftige ist in der Lage, weitgehend selbstständig im eigenen Haushalt zu leben.
  • Der Pflegebedürftige möchte in seinem gewohnten sozialen Umfeld bleiben.
  • Pflegende Angehörige sollen durch die Unterstützung mobiler Pflegedienste entlastet werden.
  • Der Pflegebedürftige will Mehrkosten für eine stationäre Betreuung sparen.
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Übersicht
Mobile Pflegedienste und individuelle Pflegekräfte bieten ambulante Pflege an. Kümmern sich Angehörige oder Bekannte um Pflegebedürftige, spricht man eher von häuslicher Pflege.
Zeitliche Einschätzungen

Wie viel Unterstützung Pflegebedürftige im Alltag benötigen, hängt ganz von ihrer individuellen Verfassung ab. Während oft bereits eine stundenweise Unterstützung im Haushalt oder ein mobiler Essensdienst ausreicht, erfordern andere Pflegefälle eine Vollzeitbetreuung. Es gibt folgende weitere Betreuungsmodelle:

Stundenweise ambulante Pflege

Benötigt der Pflegebedürftige nur hin und wieder Hilfe, reicht oftmals eine stundenweise Unterstützung durch professionelle Pflegedienste aus. Abhängig vom individuellen Pflegebedarf des Pflegebedürftigen wird eine feste Stundenanzahl gebuchtDas können drei, fünf, acht, zehn oder eine andere Anzahl von Stunden sein.

Häusliche Betreuung über Nacht

Neben der Möglichkeit, Pflegebedürftige teilstationär versorgen zu lassen und für die Nachtpflege in eine Pflegeeinrichtung zu bringen, kann die nächtliche Betreuung zu Hause auch eine professionelle Pflegekraft übernehmen. Die ambulante häusliche Pflege nachts kommt meist bei Intensiv- oder Palliativ-Pflege (ambulante Intensivpflege) zum Einsatz. Sie wird vor allem pflegende Angehörige genutzt, die den Patienten in der Nacht nicht versorgen können oder selbst ein paar Stunden Erholung benötigen.

24-Stunden-Ganztagspflege zu Hause

Für schwer Pflegebedürftige, die dauerhaft bettlägerig oder z.B. an Demenz erkrankt sind, reicht eine Betreuung nach Stunden oft nicht aus. Sie benötigen eine Pflegekraft, die eine 24-h-Betreuung zu Hause leistet. Dabei kümmert sich die Pflegekraft sowohl um die medizinische Versorgung als auch um den Haushalt.

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Leistungen
Übernimmt ein ambulanter Pflegedienst Aufgaben, reichen die Leistungen von medizinischer Pflege bis hin zu Haushaltshilfe und sozialer Betreuung: Damit versorgt er Pflegebedürftige in ihren eigenen vier Wänden.

Ambulante Pflegedienste kümmern sich je nach Bedarf mehrmals pro Woche oder mehrmals täglich um das Wohl­ergehen pflege­bedürftiger Personen. Dort angestellte Fach­kräfte übernehmen pflegende oder haus­wirtschaftliche Tätig­keiten im häuslichen Umfeld. Zudem entlasten ambulante Pflege­hilfen, die stundenweise vorbei­kommen, pflegende Angehörige.

Das Leistungsangebot ambulanter Pflege­dienste

Ihre Leistungen lassen sich in vier Haupt­kategorien unterteilen:

  1. Grundpflege bietet Unterstützung im täglichen Leben. Zum Beispiel bei der Körper­pflege, beim An- und Umziehen und bei Mahlzeiten.
  2. Ergänzend dazu gibt es medizinische Behandlungspflege. Nur ausgebildetes Fach­personal darf diese Art der Kranken­pflege zu Hause durchführen. Sie beinhaltet Verabreichen von Medikamenten, Verbands­wechsel (Wundversorgung) und Injektionen, zum Beispiel das Spritzen von Insulin. Zu beachten: Nicht alle Maßnahmen der medizinischen Behandlungspflege müssen zwingend von ausgebildetem Fachpersonal ausgeführt werden. Das gilt vielmehr nur für besondere Tätigkeiten wie z.B. intravenöse Injektionen. 
  3. Ambulante Pflege­dienste können darüber hinaus die haus­wirt­schaftliche Versorgung über­nehmen. Darunter fallen Haushalts­tätig­keiten wie Putzen, Kochen oder Wäsche waschen. 
  4. Bei der Betreuungsleistung steht die Unterhaltung des Pflege­bedürftigen im Mittel­punkt. Dazu gehören Leistungen wie Vorlesen, gemeinsames Spazieren­gehen oder Spiele spielen.

Ambulante Pflege: Zeitabrechnung

Nutzen hilfsbedürftige Personen professionelle Pflege­dienste für die Pflege zu Hause, entscheiden sie sich meist für eine oder mehrere der vier Leistungs­kategorien. Oder sie buchen ein Zeit­kontingent. Das bedeutet: Eine Pflegekraft steht täglich für eine fest­gelegte Stunden­anzahl zur Verfügung. Der Pflege­bedürftige kann in dieser Zeit je nach Bedarf frei aus den angebotenen Leistungen wählen.

Für Sie
  • Klären Sie in einem Beratungsgespräch (z.B. im Rahmen einer Pflegeberatung) ab, welche Leistungen Sie benötigen und welche Kosten die Pflegekasse übernimmt. Dann können Sie bei den Pflegediensten gezielter Fragen stellen.
  • Achten Sie darauf, ob der Pflegedienst einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse hat. Sonst kann der Dienst keine Pflegesachleistungen abrechnen. 
  • Informieren Sie sich über die Qualifikationen des Pflegepersonals und versichern Sie sich, dass das betreuende Personal nicht allzu oft wechselt. Zentrale Qualitätsmerkmale bei Pflegediensten sind Verlässlichkeit und Kontinuität. 
  • Fragen Sie nach der Zusammenarbeit mit Hausärzten. Je besser diese ist, desto schneller kann der Pflegedienst Ihre medizinischen Fragen beantworten. 
  • Ein letzter, aber entscheidender Tipp: Ihnen sollte durch das Angebot sofort klar sein, welche monatlichen Kosten auf Sie zukommen. Meiden Sie unbedingt Dienste, deren Kostenaufstellungen intransparent wirken.
Ratgeber
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Kosten & Erstattung
Die Kosten für ambulante Pflege hängen vom Pflegegrad bzw. Pflegeaufwand ab. In der Regel werden Verträge zwischen Pflegediensten und Krankenkassen abgeschlossen. Letztere legen die abrechenbaren Beträge für Pflege fest.
Wie viel ambulante Pflege kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn der Grad der Pflege­bedürftigkeit entscheidet, in welcher Höhe Hilfsbedürftigen Pflege­sach­leistungen zustehen und welche Kosten die Pflege­ver­si­che­rung übernimmt. Zudem fallen Kosten für ambulante Pflege­dienste und Pflege­dienst­leister aufgrund verschiedener Faktoren unterschiedlich aus.

Die Gebühren für ambulante Pflegedienste übernimmt die Pflegeversicherung bis zu einer festgelegten Höchstsumme. Der Betrag richtet sich nach dem Pflegegrad (bis 2017: Pflegestufe). Im höchsten Pflegegrad 5 beträgt der Zuschuss maximal 1.995 Euro im Monat. Bis zu diesem Betrag rechnet der beauftragte Dienst die monatlich erbrachten Leistungen als Pflege­sach­leistungen direkt mit der gesetzlichen Pflegeversicherung (Pflegekasse) ab.

Die private Pflegepflichtversicherung (PPV) rechnet nicht mit Pflegediensten ab, sondern erstattet dem Pflegeversicherten die Kosten. Personen in Pflegegrad 1 erhalten keine Pflegesachleistungen, aber einen Entlastungsbetrag von 125 Euro pro Monat und Zuschüsse zum Hausnotruf.

Maximale Leistungen für ambu­lante Pflege je nach Pflegegrad

Wischen um mehr anzuzeigen

Pflegebedürftigkeit in Pflegegraden Pflegegeld Pflegesachleistung (Maximalbetrag pro Monat)
 Pflegegrad 1 - 125 € Entlastungsbetrag
 Pflegegrad 2 316 € 689 €
 Pflegegrad 3 545 € 1.298 €
 Pflegegrad 4 728 € 1.612 €
 Pflegegrad 5 901 € 1.995 €

Die gesetzliche Pflegeversicherung sieht vor, dass der Arbeitgeber grundsätzlich die Hälfte des Beitrags zahlt. Den anderen Teil zahlt der Arbeitnehmer, plus gegebenenfalls den Kinderlosenzuschlag. Die Höhe der Beiträge ist abhängig vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers.

Sind Sie freiwillig in der GKV versichert (z. B. als Selbstständiger oder Rentner), dann sind Sie im Regelfall alleine für die Beiträge verantwortlich. Dies gilt auch für Versicherte der privaten Pflegepflichtversicherung. Sofern Sie abhängig beschäftigt sind, erhalten Sie jedoch sowohl in der gesetzlichen Pflegeversicherung als auch in der privaten Pflegepflichtversicherung grundsätzlich einen Zuschuss vom Arbeitgeber. 

Beiträge private Pflegepflichtversicherung: Diese berechnen sich auf der Grundlage bestimmter gesetzlichen Regelungen, insbesondere nach Alter und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss.

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Der Allianz Pflegegrad Rechner ist ein Tool zur persönlichen Einschätzung eines voraussichtlichen Pflegegrads. Er ersetzt nicht die Beurteilung Ihrer Pflegebedürftigkeit durch einen unabhängigen medizinischen Gutachter.
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Häufige Fragen
  • Wie hoch ist das Pflegegeld in Kombination mit der Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes und teilstationärer Pflege?

    Das hängt davon ab, welchen Pflegegrad die hilfsbedürftige Person hat. Prinzipiell gilt: Wer ambulante Pflege­sach­leistungen und/oder Pflege­geld bezieht, kann teil­stationäre Pflege (z.B. Tag- oder Nachtpflege) ohne Anrechnung voll in Anspruch nehmen.
  • Ich pflege selbst, bekomme ich Unterstützung von einem ambulanten Pflegedienst?

    Ja, vorausgesetzt die Person, die Sie versorgen, ist mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft. Dann hat sie Anspruch auf Unterstützung durch einen ambulanten Pflege­dienst. Erfolgen häusliche Pflege durch Angehörige und ambulante Versorgung durch einen Pflegedienst parallel, erhalten Pflegebedürftige eine Kombinations­leistung. Das Pflegegeld für Angehörige und die Pflege­sach­leistung werden dann anteilig ausgezahlt.
  • Sind die Kosten für die Pflege von Angehörigen zu Hause steuerlich absetzbar?

    Die folgenden Aussagen gelten noch für 2020 und damit auch für die Steuererklärung 2020. Den Pflege-Pauschbetrag können Ihre Angehörigen unter gewissen Umständen bei der eigenen Steuererklärung geltend machen. Wenn Sie ein Angehöriger zu Hause (auch in seiner eigenen Wohnung) pflegt, hat dieser grundsätzlich Anspruch auf den jährlichen Pauschbetrag in Höhe von 924 Euro. Dieser Betrag kann beispielsweise Kosten für Fahrten oder Kleidung abdecken.

    Sie müssen dafür allerdings „hilflos“ (Merkzeichen ´H´ im Schwerbehindertenausweis oder Pflegegrad 4 oder 5) sein. Ihr Angehöriger darf sich bei der Pflege von einem ambulanten Pflegedienst zeitweise unterstützen lassen. Damit der Pflege-Pauschbetrag gewährt wird, dürfen Sie Ihren Angehörigen zudem nicht bezahlen, auch nicht mit Mitteln aus dem PflegegeldBitte beachten Sie, dass es sich hier nur um eine vereinfachte, pauschalierte Darstellung handelt. Im Zweifel gehen Sie bitte zum Beispiel auf einen Rechtsanwalt oder Steuerberater zu.

    Für Ihre Steuererklärung 2021 gelten andere Pauschbeträge in Abhängigkeit der Pflegebedürftigkeit bzw. Hilflosigkeit.

  • Was sind wohnumfeldverbessernde Maßnahmen?

    Wenn Sie zu Hause gepflegt werden, sollte Ihr Wohnumfeld zu Ihren Bedürfnissen passen. Dafür sind oft verschiedene Umbauarbeiten nötig. Die Pflegekasse unterstützt Sie hierbei: Unabhängig von Ihrem Pflegegrad erhalten Sie pro Maßnahme bis zu 4.000 Euro. Wohnen Sie mit mehreren Pflegebedürftigen zusammen, sind es sogar bis zu 16.000 Euro.
  • Welche Pflegeberatungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für privat Pflegeversicherte?

    Ratsuchende finden eine Vielzahl an Beratungsangeboten ganz in ihrer Nähe. Aber auch online, per Telefon und Videochat sind Pflegeberatungen möglich.

    • Für privat Pflegepflichtversicherte: Wenden Sie sich an die compass Pflegeberatung, wenn Sie privat pflegepflichtversichert sind. Die Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer steht Ihnen rund um das Thema Pflege zur Seite. Weitere Informationen erhalten Sie unter compass Pflegeberatung.
    • Für privat Pflegezusatzversicherte der Allianz: Wenn Sie bei der Allianz durch eine private Pflegezusatzversicherung vorsorgen, steht Ihnen die Allianz Pflege Assistance WDS.care mit sofortiger Hilfe im Pflegefall zur Seite. Die Experten beraten Sie und Ihre nahen Familienangehörigen – auch wenn diese nicht bei der Allianz versichert sind. Jederzeit und bei Bedarf auch weltweit! Weitere Informationen im Glossar unter WDS.care.

    Übrigens: Für den Allianz Tarif PflegetagegeldBest gelten folgende Altersgrenzen (Höchstaufnahmealter): Grundsätzlich können Versicherte bis zum vollendeten 70. Lebensjahr aufgenommen werden. Der Online-Abschluss ist nur bis zum vollendeten 60. Lebensjahr möglich.

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