Allianz – Wohnmobil Sicherheit: Frau geht zu ihrem Wohnmobil und trägt eine Kiste mit Sachen. Hinter ihr läuft ein Kind
Kriminellen keine Chance geben

Wohnmobil Sicherheit: Wie Sie Ihren Camper vor Diebstahl schützen

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Campingmobile vor Langfingern schützen
  • Damit Ihr mobiles Zuhause für Diebe und Einbrecher schwerer zu knacken ist, können Sie eine Wegfahrsperre an Reifen oder Lenkrad, Tür- und Fenstersicherungen sowie Sicherheitsschlösser am Fahrzeug anbringen.
  • Eine Wohnmobil-Alarmanlage ist sinnvoll, um Eindringlinge durch Hupen oder Lichtsignale in die Flucht zu schlagen. GPS-Ortungssysteme ermöglichen es, gestohlene Kfz per Satellitenortung ausfindig zu machen.
  • Um Kriminelle nicht unnötig in Versuchung zu führen, sollten Sie Ihren Camper nachts nur auf ausgewiesenen Campingplätzen abstellen und keine Wertsachen offen im Fahrerhaus oder Wohnbereich liegen lassen.
  • Teilkasko und Vollkasko greifen bei Fahrzeugdiebstahl und Einbruchschäden an Ihrem Reisemobil. Die Kfz-Haftpflicht bietet dagegen keinen ausreichenden Versicherungsschutz.
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Gegen den Trend

Die Anzahl der Kfz-Diebstähle in der Bundesrepublik sank 2018 auf ein Rekordtief: Laut „Autodiebstahl-Report 2019“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entwendeten Kriminelle 25.235 kaskoversicherte Fahrzeuge – rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

Dieser positive Trend zeichnet sich allerdings nicht für Camping-Kfz ab: 2018 waren rund 20 Prozent mehr kaskoversicherte Wohnmobile, Wohnwagen  und Co. das Ziel von Autoknackern als 2017. Obwohl insgesamt „nur“ 519 Fahrzeuge gestohlen wurden, stehen Reisemobile damit – nach Mopeds, Mofas und Motorrädern – bei Autodieben am höchsten im Kurs.

Die Tabelle vom GDV zeigt wie viele kaskoversicherte Fahrzeuge (nach Fahrzeugart) Autodiebe im Jahr 2018 gestohlen haben:

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Fahrzeugart
Anzahl
Veränderung zu 2017
in Prozent
Schadenhäufigkeit
je 1.000 Fahrzeuge
Mofas/Mopeds 2.086 - 47% 7,9
Krafträder 2.617 + 1,9% 1,5
Leichtkrafträder 647 - 7,0% 1,9
Camping-Kfz 519 + 20,7% 1,3
Lkw 1.661 - 3,3% 0,7
Zugmaschinen 199 - 28,7% 0,2
Pkw 15.037 - 14,0% 0,4
Andere 2.469 - 3,8% 0,5
Alle Fahrzeuge 25.235 - 9,7% 0,5

Türen und Fenster sind die größten Sicherheits­schwach­stellen bei Reisemobilen

Wohnmobile sind mittlerweile modern ausgerüstet. Ihre Bauweise macht es Langfingern dennoch einfach, auf Beutetour zu gehen. Am häufigsten machen Diebe sich an Türen und Fenstern zu Fahrerkabine und Wohnraum zu schaffen: Das Schloss zur Fahrerhaustür lässt sich leicht aufbohren. Auch Ausstell- und Schiebefenster sind mit einer Brechstange schnell aus der Dichtung gehebelt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sie leicht geöffnet sind.

Ist die Heckleiter des Wohnmobils nicht gesichert, klettern Einbrecher mühelos auf das Dach. Zum Beispiel, um teure Solarmodule zu stehlen oder über die Dachluke ins Fahrzeuginnere zu steigen.

Allianz – Wohnmobil Sicherheit: Infografik zu Sicherheitsschwachstellen von Wohnmobilen
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Noch mehr Sicherheit

Moderne Alarmanlagen für Reisemobile umfassen meist mehrere Magnetkontakte. Diese bringen Sie an Türen, Fenstern und Dachluken an. Über Kabel oder Funk sind die Sensoren mit einer zentralen Steuereinheit verbunden. Versucht ein Unbefugter, an einem Kontaktpunkt ins Fahrzeug einzudringen, reagiert der Sensor und löst Alarm aus. Dabei ertönt beispielsweise ein ohrenbetäubendes Hupkonzert oder die Scheinwerfer des Wohnmobils fangen wild an zu blinken. Meist ist die Wohnmobil-Alarmanlage mit der Batterie des Kfz gekoppelt und benötigt keine zusätzlichen Batterien. Hochwertige Modelle besitzen einen Notstrom-Akku.

Für technisch versierte Camperbesitzer ist es in der Regel kein Problem, die Wohnmobil-Sicherheitstechnik selbst einzubauen oder eine vorhandene Alarmanlage nachzurüsten. Alternativ können Sie die Installation über den Alarmsystemhersteller beauftragen oder von einem Sicherheitsexperten vornehmen lassen.

Wohnmobil-Alarmanlagen sind ab 50 Euro erhältlich

Für einfache Alarmsysteme mit Fernbedienung und Sensoren zum Aufkleben zahlen Sie oft unter 50 Euro. Hochwertige Funk-Alarmanlagen kosten zwischen 100 und 500 Euro. Die Wohnmobilwächter sind zusätzlich mit Gas- und Bewegungsmelder, Rauch-, Hitze-, Infrarot- oder Gravitationssensoren ausgestattet. Beauftragen Sie einen Sicherheitsfachmann mit dem Einbau einer maßgeschneiderten Anlage, liegen die Kosten bei bis zu 1.500 Euro.

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Verhaltenstipps
Allianz – Wohnmobil Sicherheit: Campingplatz mit Wohnmobilen und Anhängern

Übernachten Sie immer auf bewachten Campingplätzen

Stellen Sie Ihr Reisemobil über Nacht möglichst auf einem ausgewiesenen Campingplatz ab. In der Regel kontrollieren die Betreiber, wer das Gelände betritt und lassen nachts Wachpersonal patrouillieren.

Autobahnraststätten oder -parkplätze sollten Sie dagegen nicht als Schlafplatz nutzen. Anonymität und Lärmpegel machen es Gaunern leicht, auf Beutejagd zu gehen. Ist kein Campingplatz in der Nähe, parken Sie Ihr Wohnmobil besser auf einem öffentlichen Parkplatz abseits der Autobahn. Viele Gemeinden stellen Reisenden mit Camping-Fahrzeugen kostenlose Stellplätze als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung.

Lassen Sie Wertgegenstände nicht offen im Wohnmobil liegen

Verwahren Sie Bargeld, Kreditkarten und andere Wertsachen in einem Safe oder außer Sichtweite, etwa im Schlafbereich des Reisemobils. Liegen Geldbörse, Smartphone und Co. für jeden sichtbar im Fahrerhaus oder Wohnbereich, führen Sie Langfinger unnötig in Versuchung.

Halten Sie für den Notfall zudem die Service-Rufnummern zum Sperren Ihrer EC- oder Kreditkarten griffbereit:

Schließen Sie Ihren Camper immer ab

Selbst, wenn Sie Ihr Wohnmobil nur kurz verlassen: Denken Sie daran, abzusperren und den Fahrzeugschlüssel mitzunehmen. Türen, Fenster, Dachluken und Außenklappen des Camping-Kfz sollten stets fest geschlossen sein, wenn Sie sich nicht darin aufhalten. Vergessen Sie zudem nicht, Ihr Heim auf Rädern vor dem Schlafengehen von innen abzuschließen. Ansonsten haben Einbrecher leichtes Spiel, während Sie tief und fest schlafen.

Fallen Sie nicht auf Trickdiebe herein

Kleinganoven greifen auf den Hauptreiserouten in Spanien, Frankreich und Italien oft auf den „Pannentrick“ zurück: Sie täuschen vor, mit ihrem Fahrzeug liegengeblieben zu sein. Auf diese Weise animieren sie hilfsbereite Reisende zum Anhalten. Anschließend stehlen sie Wertsachen aus dem Wohnmobil. Vorsicht ist ebenfalls angebracht bei vermeintlich hilfsbereiten Autofahrern.

Die Kriminellen weisen Sie unterwegs auf angebliche Defekte an Ihrem Camper hin. Gehen Sie nicht darauf ein. Falls doch, bleiben Sie im Reisemobil sitzen. Zeigen Sie, dass Sie Ihr Handy parat haben, um jederzeit Hilfe zu rufen. Lassen Sie Wertsachen zudem nicht in Griffweite in der Fahrerkabine liegen.

Bewahren Sie im Ernstfall einen kühlen Kopf

Jemand macht sich an Ihrem Campingmobil zu schaffen, während Sie sich darin aufhalten? Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie nicht, den potenziellen Einbrecher zu stellen. Meist suchen Täter das Weite, wenn sich im Inneren des Campers etwas regt. Wer im Wohnraum eine Tröte aufbewahrt, kann damit die Stellplatznachbarn auf sich aufmerksam machen – und Übeltäter in die Flucht schlagen.  

Stellen Sie das Wohnmobil auf Ihrem Übernachtungsplatz zudem so ab, dass Sie im Notfall schnell abfahrbereit sind. Das heißt: Senken Sie die Stützen am Camper nicht ab und legen Sie die Fahrzeugschlüssel griffbereit an Ihrem Schlafplatz ab.

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Entschädigung
Grundsätzlich gilt: Bei Autodiebstahl sind Sie nur mit
einer Teilkasko oder Vollkasko abgesichert. Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht bietet keinen Versicherungsschutz, wenn Ihr Camper bei einem Einbruchversuch zu Schaden kommt oder Ganoven das Fahrzeug entwenden.
Allianz – Wohnmobil Sicherheit: Mann sitzt am Schreibtisch und schaut in Unterlagen, vor ihm steht ein Laptop
Die Teilkasko übernimmt die Kosten, wenn Autoknacker beispielsweise ein Wohnmobil-Sicherheitsfenster aufbrechen und die Glasscheibe dabei zu Bruch geht. Oder wenn Autodiebe Ihr neues Wohnmobil von einem Campingplatz stehlen, obwohl Sie es abgesperrt haben.
 
In diesem Fall ersetzt Ihr Versicherer den Neupreis des Kfz. Bei gebrauchten Campingmobilen erstattet die Versicherung in der Regel den Wiederbeschaffungswert.
 
Das heißt: Als Versicherungsnehmer haben Sie Anspruch darauf, sich ein Wohnmobil in gleicher Qualität bzw. gleichem Zustand zu kaufen oder sich die Summe in bar auszahlen zu lassen.

Ergänzend zu den Leistungen der Teilkasko kommt die Vollkasko  bei Diebstahl auch für Schäden durch Vandalismus auf – zum Beispiel, wenn Eindringlinge Ihren Wohnwagen nicht nur aufbrechen, sondern mutwillig die Außenseite zerkratzen.

Entwenden Langfinger bewegliches Inventar wie Campingmöbel, Fotoausrüstung oder Laptop aus Ihrem Reisemobil, sichert eine Camper-Inhaltsversicherung Sie ab. Haben Sie diesen Zusatzschutz abgeschlossen, erstattet der Versicherer Ihnen in der Regel den Neuwert der gestohlenen Gegenstände bis zu einer bestimmten Höchstsumme wie etwa 10.000 Euro.

Wichtig: In welchem Umfang die Kfz-Versicherung Sie bei Diebstahl entschädigt, ist von Anbieter zu Anbeiter verschieden. Machen Sie sich vor Vertragsabschluss Gedanken, wie umfassend Sie Ihr mobiles Zuhause absichern möchten. Der Versicherungsschutz sollte dem Wert des Camping-Fahrzeugs entsprechen. Für hochwertig ausgestattete Neufahrzeuge ist daher eine Vollkasko empfehlenswert.

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Allianz – Wohnmobil Sicherheit: Illustration Gut zu wissen
Gut zu wissen
Allianz – Wohnmobil Sicherheit: Illustration Gut zu wissen

Die Höhe des Versicherungsbeitrags hängt von der Produktlinie ab. Teilkasko oder Vollkasko
 sind teurer. Dafür ist Ihr mobiles Zuhause damit zum Beispiel gegen Einbruch und Sturmschäden gesichert. Günstigen Basisschutz erhalten Sie mit der Kfz-Haftpflicht. Bei der Berechnung der Prämie kalkuliert der Versicherer darüber hinaus mit ein, wie alt und in welche Schadenfreiheitsklasse Sie eingestuft sind.

Auch Ihre Selbstbeteiligung beeinflusst die Kosten. Je höher Sie sich an der Schadensregulierung beteiligen, desto niedriger fällt die Versicherungsprämie aus.

Wollen Sie Ihr Campingmobil mit einer Vollkasko umfangreich gegen Diebstahl, Vandalismus und Co. absichern, sollten Sie pro Jahr mit Versicherungskosten von bis zu 1.000 Euro rechnen.

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Die passende Versicherung
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