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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Wenn Sie Ihren Camper nicht selbst nutzen, können Sie ihn an andere Perso­nen vermieten und damit Geld verdie­nen.
  • Private Wohnmobile vermieten Sie bei­spiels­weise über Zeitungs­inse­rate, Klein­anzei­gen und Vermiet­platt­formen im Internet.
  • Wie hoch Ihre Miet­ein­nahmen sind, hängt von Fahrzeug­modell, Zu­stand und Saison ab. Mietpreise liegen bei 70 bis 100 Euro pro Tag.
  • Für Ihren Camper schließen Sie immer eine Wohnmobil­versi­che­rung ab. Privat­ver­mieter können sich selbst, ihr Kfz und wechselnde Mieter zusätzlich mit einer Selbst­fahrer­ver­miet­ver­siche­rung absichern.
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Vermietungsmöglichkeiten

Als Privatperson haben Sie verschie­de­ne Möglich­keiten, Ihr Wohn­mobil zu vermieten. Gängige Vermie­tungs­optionen sind:

  • Camper als Online-Kleinanzeige oder Zeitungsinserat einstellen
  • Wohnmobil in Camping­zeit­schrif­ten anbieten
  • Eigene Vermietungswebseite (mit Kalenderfunktion) erstellen
  • Wohnmobil auf gewerblicher Ver­mie­tungs­plattform inserieren
Sharing- und Vermietungsportale wie Campanda, PaulCamper oder Yescapa bringen Mieter und Vermieter von Wohn­mobilen zusam­men. Wohn­mobil­be­sitzer können dort ohne großen Auf­wand ein Inserat einstellen und ihr Rei­se­mobil potenziellen Mietern prä­sen­tie­ren. Der Vorteil solcher Platt­formen sind die öffent­lichen Nutzer­be­wer­tungen. Dadurch entsteht eine soziale Kon­trolle innerhalb der Com­munity. Sowohl Vermieter als auch Mieter haben Inte­res­se an einer reibungslosen Ab­wick­lung. Schwarze Schafe haben auf lange Sicht keine Chance.
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Versicherungsschutz

Um Ihr Reisegefährt im Straßenverkehr bewegen zu dürfen, ist eine Wohnmobil Versicherung Pflicht. Möchten Sie Ihr Fahrzeug an andere Personen vermieten, ist eine reguläre Wohnmobilversicherung jedoch nicht ausreichend. Egal ob Sie Ihren Camper über Online-Plattformen oder per Anzeige vermieten, folgende Policen sind wichtig:

  • Wohnmobil-Haftpflicht­schutz: Ohne gesetzlich vorgeschrie­bene Kfz-Haftpflichtversicherung können Sie Ihr Campingmobil weder zulassen noch im Straßen­ver­kehr bewegen.
  • Kaskoversicherung: Damit Schä­den am Camper versi­chert sind, ist eine Vollkasko oder Teilkasko erforder­lich. Neben allen Teilkasko­schä­den (z.B. durch Dieb­stahl, Hagel, Sturm oder Brand) deckt die Voll­kasko­ver­si­che­rung auch selbst verschul­dete Unfall­kosten am Wohn­mobil sowie Schäden durch Vanda­lismus ab.
  • Wohnmobilvermieter-Schutz­brief: Die Zusatzpolice hilft bei Pannen im europä­ischen Aus­land und deckt Kosten für Unfall­hilfe, Abschleppdienst oder Ersatz­fahr­zeug ab.
  • Selbstfahrer­vermiet­ver­si­che­rung: Der Zusatzschutz für selbstge­nutzte Vermiet­fahr­zeuge greift, wenn Ihre Mieter einen Unfall oder Schaden verur­sachen.
  • Veruntreuungs­ver­si­che­rung: Die Zusatz­versicherung für Selbst­fah­rer­ver­miet­fahr­zeuge schützt den Fahrzeughalter, wenn Mieter das Wohn­mobil entwen­den oder weiter­verkaufen.

Vermieten Sie Ihr Wohnmobil tage­weise über eine Vermietplattform im Internet, ist das Fahrzeug in der Regel auto­ma­tisch über den Anbieter versichert. Meist beinhalten die Tarife ein Rundum­paket aus Kfz-Haftpflicht­ver­siche­rung, Voll­kasko und Bau­steinen, die Sie optional hinzu­buchen können – etwa eine 24-Stunden-Pannen­hilfe oder Innen­raum­versicherung.

Wichtig: Oft gelten diese Zusatz­ver­siche­rungen nur für Wohn­mobile bis 3,5 Tonnen. Einzelne An­bieter (z.B. PaulCamper) versichern auch Reise­mobile bis 7,5 Tonnen.

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Mieteinnahmen & Kosten
Ob Wohnmobil vermieten rentabel ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In der Regel lohnt sich eine gelegentliche Campervermietung. Denn mit den Mieteinnahmen können Sie laufende Kosten decken. Werfen Sie einen Blick auf unsere Kostenkalkulation:
 

Der durchschnittliche Mietpreis für private Wohnmobile beträgt etwa 70 bis 100 Euro pro Tag – je nach Fahrzeug­mo­dell, Ausstattung und Saison. Wie viel Sie verdienen, hängt also unter anderem davon ab, wie oft Sie Ihren Camper vermieten und wann Sie ihn selbst nutzen. Wer sein Wohnmobil beispiels­weise an 100 Tagen im Jahr vermietet, kann 7.000 bis 10.000 Euro Miete einnehmen.

Grundsätzlich gilt: Die Nachfrage ist in der Hauptsaison deutlich größer als in Zwischen- und Nebensaison. Ent­spre­chend variieren die Höhe der Mieteinnahmen und Ihre Kostenkalkulation.

Vermieten Sie Ihr privates Wohn­mobil über ein Internet­portal, dient die Plattform als Vermittler zwischen Ihnen und Miet­inte­res­senten. Für diese Dienstleistung ist bei jeder Buchung eine Provision fällig. Wie hoch die Gebühr ausfällt, hängt vom Portal ab (Stand: Juni 2021):

  • PaulCamper behält 15 Prozent des Mietpreises als Provision ein.
  • Privaten Vermietern zieht Yescapa vier Prozent vom Mietpreis ab und berechnet auch dem Mieter bis zu 15 Prozent als Servicegebühr – ergibt insgesamt bis zu 19 Prozent Provision.
  • Bei Campanda zahlen Wohnmobilbesitzer eine individuelle Provision für erfolgreiche Vermietungen.

Von den Mieteinnahmen ziehen Sie alle laufenden Kosten (Versicherung, Kfz-Steuer, Stellplatzmiete, Wartung, etc.) ab. Auch der erhöhte Verschleiß und potenzielle Reparaturkosten sind zu berücksichtigen, wenn Sie Ihr Wohnmobil ver­mie­ten. Die Kalkulation Ihres Gewinns ist erst realistisch, wenn Sie alle Kosten mit Ihren Einkünften verrechnen.

Die Kostenkalkulation für einen sechs Jahre alten VW T5 Califormia (Tachostand: 75.500 Kilometer) kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

Wischen um mehr anzuzeigen

Posten Betrag in Euro pro Jahr
Wohnmobilversicherung – 660
Kfz-Steuer – 210
Wartung / Reparaturen – 700
Wertverlust – 1.500
Selbst­fahrer­vermiet­ver­siche­rung – 1.470
Vermittlungsprovisionen der Vermietplattform – 1.180
Mieteinnahmen + 7.500
Gewinn 1.780
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Finanzamt & Steuern

Egal ob Sie Ihr privates Wohnmobil nur gele­gent­lich ver­mieten oder als professioneller Ver­mie­ter auftreten, alle Einnahmen sind in der Steuer­erklärung anzuge­ben. Das gilt auch, wenn Sie Ihren Camper nur einma­lig privat ver­mieten.

Ab wann zahle ich Steuern fürs Wohnmobil ver­mie­ten?

Da es für Mieteinnahmen Freibeträge gibt und Einkommens­steuer nur für den Gewinn an­fällt, zahlen Sie oft keine Steuern, wenn Sie Ihr Wohn­mobil gelegentlich vermieten. Solange die Ein­nahmen nur die laufenden Unter­halts­kosten decken (oder minimieren), erzielen Gelegenheits­vermieter keinen einkom­mens­steuer­pflichtigen Gewinn. Trotzdem müssen Privat­ver­mieter ein Klein­gewerbe anmel­den (Kosten: circa 30 Euro) und die Einkünfte beim Finanz­amt dekla­rie­ren. Wer das nicht tut, begeht Steuer­hinter­ziehung und macht sich strafbar.

Ab wann ist Wohnmobil ver­mie­ten gewerblich?

Vermieten Sie Ihr Wohnmobil regel­mäßig mit der Absicht, auf Dauer Gewinn zu machen, liegt unter Umständen eine gewerbliche Tätig­keit nach § 15 Absatz 2 Ein­kommens­steuer­gesetz vor. Dann zahlen Sie zwar auf alle Gewinne Steuern, können dafür aber Kosten für Reparaturen, Wohnmobil-Stellplatz und Co. steuerlich geltend machen.

Tipp: Konsultieren Sie einen Steuer­berater, wenn Sie Ihr privates Wohnmobil vermieten. Zu Abschreibung oder abzugs­fähigen Aufwen­dungen ist eine individuelle Beratung sinnvoll. Eben­so weiß der Experte, ob Sie für das Wohn­mo­bil vermieten ein Gewerbe anmel­den müssen. So vermeiden Sie Probleme mit dem Finanz­amt.

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Tipps für Privatvermieter

Bevor Sie Ihr eigenes Wohnmobil privat vermieten, sollten Sie sich über folgende Aspekte Gedanken machen:

  • Aufwand: Machen Sie sich bewusst, dass Wohnmobil vermieten Zeit und Nerven kostet. Zum Beispiel für den Erstkontakt mit potenziellen Mietern, Fahrzeugübergabe und -rück­nahme sowie regelmäßige Reinigungs- und Wartungs­arbeiten. Auch sollten Sie Vermiet­kalender, Online­profil oder Webseite stets aktuell halten.
  • Übergabe: Gerade Camping­neulinge können mit oder in Ihrem Wohnmobil schnell Schaden anrichten. Planen Sie bei der Fahrzeug­übergabe daher eine umfassende Einweisung ein: von Benutzung der Gasflaschen über Befüllen des Wassertanks bis hin zum Entleeren der Toilette.
  • Vertragliches: Neben dem Mietvertrag ist ein Übergabe- und Rückgabe­protokoll unerlässlich, das beide Seiten unterschreiben. Im Dokument vermerken Sie Zustand (z.B. bestehende Schäden) und Ausstattung Ihres Wohnmobils sowie die Rückgabe­bedingungen. Vergessen Sie nicht die Kaution – für den Fall, dass neue Schäden hinzukommen.
Gut zu wissen: Beliebte Camper

Camping ist beliebter denn je und der Markt für Wohnmobile boomt. Nach Angaben des Caravaning Industrie Verbands e.V. (CIVD) wurden 2020 über 78.000 Reisemobile neu zugelassen. Besonders gefragt sind Fahrzeuge folgender Marken:

  • Bürstner
  • Dethleffs
  • Hobby
  • Hymer/Eriba
  • Mercedes

Egal ob Alkoven, Camping­bus, Kasten­wagen, Teil­integrierter, Voll­integrierter oder ausgebauter Lkw, grundsätzlich lässt sich jedes Reisemobil vermieten. Denn jeder Mieter hat andere Interessen. Ist Ihr Fahrzeug gut gepflegt und gewartet, werden Sie mit der Wohnmobil­vermietung keine Probleme haben.

Tipp: Achten Sie besonders auf den Fahrzeugzustand, wenn Sie ein Wohnmobil privat kaufen. Das gilt auch für gebraucht gekaufte Wohnwagen. Je besser der Camper in Schuss ist, desto leichter lässt er sich vermieten.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Welche Risiken gibt es, wenn ich mein Wohnmobil privat vermiete?

    Wer seinen Camper an fremde Personen vermietet, geht ein unternehmerisches Risiko ein. Verschleiß am Fahrzeug und Schadensrisiko erhöhen sich, je öfter Sie Ihr Wohnmobil vermieten. Entsprechend steigen die Reparatur­kos­ten. Schä­den am Kfz sind zwar versichert, aber trotzdem ärgerlich – insbesondere, wenn Sie das Reisemobil gleich im An­schluss wieder vermieten möchten.

    Außerdem riskieren Wohnmobilvermieter, dass Mieter die vereinbarten Bedingungen nicht einhalten. Zwar können Sie Reiseroute, Destination und geplante Fahrzeugnutzung vorher abstimmen, während der Vermietung aber nicht über­prü­fen. Das heißt: Sie müssen darauf vertrauen, dass Ihre Mieter nicht doch ein Festival ansteuern oder trotz Hunde­verbots einen Vierbeiner mit auf Reisen nehmen.

  • Welche Voraussetzungen sollten Wohnmobil-Mieter erfüllen?

    Ein Wohnmobil mieten dürfen in der Regel Fahrer ab 21 Jahren. Ein gesetzliches Mindestalter gibt es in Deutschland zwar nicht. Aber viele Anbieter handhaben es so und fordern auch eine Mindestzeit der Fahrerlaubnis.

    Die meisten Campingmobile wiegen unter 3,5 Tonnen und dürfen daher mit Führerscheinklasse B gefahren werden. Für Camper über 3,5 Tonnen ist Klasse C1 oder C erforderlich. Überprüfen Sie, ob Ihr Mieter einen entsprechenden Wohnmobil Führerschein besitzt und Ihr Fahrzeug steuern darf. Nur so ist die Wohnmobil Sicherheit und die aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet.

  • Kann ich mir meine Wohnmobil-Mieter aussuchen?

    In der Regel ja. Vermieten Sie Ihr Wohnmobil über Ihre eigene Webseite, Zeitungsinserat oder Kleinanzeigen im Internet, entscheiden Sie selbst, wem Sie den Camper anvertrauen. Sie können Anfragen nach Belieben annehmen oder ablehnen.

    Auch bei Wohnmobilvermietungen über eine Sharing-Plattform sind Sie nicht verpflichtet, jede Buchungsanfrage anzunehmen. Sobald ein Interessent eine Anfrage stellt, können Sie über die Plattform Nachrichten austauschen. Das heißt: Sie entscheiden erst nach der persönlichen Kontaktaufnahme, ob Sie die Buchungsanfrage bestätigen oder absagen.

  • Was ist eine Selbst­fah­rer­ver­miet­ver­si­che­rung fürs Wohn­mo­bil?

    Überlassen Sie Ihr Campingfahrzeug anderen Personen und berechnen dafür ein Entgelt, ist von Selbstfahrer­vermietung die Rede. Dafür ist eine spezielle Ver­si­che­rung notwendig, die soge­nan­nte Selbst­fahrer­vermiet­ver­siche­rung. Sie greift, wenn Sie als Eigen­tümer mit dem Cam­per unterwegs sind. Aber auch, wenn Mieter das Kfz zeitweise nutzen. Versichert sind alle Fahrer mit gültigem EU-Führer­schein. Verur­sachen Mieter mit Ihrem Reise­mobil einen Unfall, springt die Selbst­fahrer­vermiet­versi­che­rung ein – andernfalls bleiben Sie auf dem Scha­den sitzen.

    Eine eigenständige Selbstfahrer­vermiet­ver­sicherung bieten nur we­nige Kfz-Versicherer an. Denn aufgrund des wechseln­den Fahrerkreises be­steht ein erhöhtes Schadens­risiko. Dieses abzudecken, lohnt sich für viele Ver­si­che­rungs­gesellschaften nicht.

  • Für welche Fahrzeuge kann ich eine Selbstfahrervermietversicherung abschließen?

    In der Regel können Sie eine Selbstfahrervermietversicherung für Pkw, Wohnmobile, Wohnwagen und Lkw ab­schlie­ßen. Luxus- und Sportwagen sowie Roller, Motorräder, Quads, Trikes und Anhänger sind oft vom Versicherungsschutz ausgenommen. Aufgrund des erhöhten Schadenrisikos begrenzen einige Anbieter den Versicherungsschutz auf reguläre Pkw.
  • Was kostet eine Selbstfahrervermietversicherung?

    Im Gegensatz zu einer regulären Wohnmobil Versicherung kostet eine Selbstfahrervermietversicherung für Wohnmobile bis zu 2.500 Euro im Jahr. Grund für die teure Versicherungs­prämie ist das erhöhte Schadens- und Unfallrisiko, das der un­be­grenzte und stets wechselnde Fahrer­kreis mit sich bringt.

    Außerdem muss das Wohnmobil regelmäßig zur Hauptuntersuchung: bis 3,5 t 36 Monate bis zur ersten Untersuchung und dann alle 24 Monate, über 3,5 t bis 7,5 t 24 Monate bis zur ersten HU und dann alle 24 Monate (nach dem 6. Jahr alle zwölf Monate), über 7,5 t zwölf Monate bis zur ersten HU und dann weiter jährlich.

    Folglich lohnt sich eine Selbst­fahrer­ver­miet­ver­siche­rung nur, wenn Sie mit entsprechend hohen Miet­ein­nahmen rechnen können.

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