0800 4100 280 Für Sie kostenlos erreichbar: Mo bis Fr 8 - 20 Uhr

Wohnmobil & Wohnwagen privat vermieten

Tipps & Tricks für Wohnmobil- & Wohnwagenbesitzer
Wohnmobil oder Wohnwagen privat vermieten: Junge Frau sitzt vor Wohnmobil in Wald

Bevor Sie Ihr eigenes Wohnmobil privat vermieten, sollten Sie sich über folgende Aspekte Gedanken machen.

Beim Verleihen überlassen Sie Ihr Wohnmobil unentgeltlich anderen Personen – es fließt kein Geld, daher entstehen in der Regel keine steuerpflichtigen Einnahmen und es muss kein Gewerbe angemeldet werden. Beim Vermieten hingegen erhalten Sie eine Gegenleistung (Miete). Sie erzielen Einnahmen, die steuerlich relevant sind. Daraus ergeben sich entsprechende Pflichten wie die Angabe der Einnahmen in der Steuererklärung oder ggf. eine Gewerbeanmeldung.

Erfolgt die Vermietung eines Wohnmobils privat mit der Absicht, auf Dauer Gewinn zu machen, liegt unter Umständen eine gewerbliche Tätig­keit nach § 15 Absatz 2 Ein­kommens­steuer­gesetz vor. Dann müssen alle Gewinne versteuert werden. Kosten für Kfz-Steuer, Reparaturen oder Wohn­mobil-Stellplatz können Vermieter:innen steuerlich geltend machen.

Tipp: Konsultieren Sie einen Steuer­berater oder eine Steuerberaterin, wenn Sie Ihr privates Wohn­mobil ver­mieten. Zu Ab­schreibung oder abzugs­fähigen Aufwen­dungen ist eine individuelle Beratung sinnvoll. Der Experte oder die Expertin weiß auch, ob Sie für Wohn­mo­bil-Vermieten ein Gewerbe anmel­den und was Sie versteuern müssen. So vermeiden Sie Probleme mit dem Finanz­amt.

Für die private Vermietung eines Wohnmobils muss das Fahrzeug ordnungsgemäß zugelassen, verkehrssicher und entsprechend versichert sein (inkl. Vermietversicherung). Sie müssen Eigentümer:in des Wohnmobils sein – Leasingfahrzeuge dürfen in der Regel nicht ohne Zustimmung des Leasinggebers vermietet werden. Eine gültige Hauptuntersuchung (HU) muss vorliegen. Als Halter:in tragen Sie die Verantwortung für den technischen Zustand und die sichere Übergabe des Fahrzeugs.

Optimal abgesichert mit der Allianz Wohnmobil Versicherung
Um Ihr Reisegefährt im Straßenverkehr bewegen zu dürfen, ist eine Wohnmobil Versicherung Pflicht. Möchten Sie Ihr Fahrzeug an andere Personen vermieten, ist eine reguläre Wohnmobilversicherung jedoch nicht ausreichend. Egal ob Sie Ihren Camper über Online-Plattformen oder per Anzeige vermieten, folgende Policen sind wichtig:
  • Wohnmobil-Haftpflicht­schutz: Ohne gesetzlich vorgeschrie­bene Kfz-Haftpflichtversicherung können Sie Ihr Campingmobil weder zulassen noch im Straßen­ver­kehr bewegen.
  • Kaskoversicherung: Damit Schä­den am Camper versi­chert sind, ist eine Kaskoversicherung erforder­lich. Neben allen Teilkasko­schä­den (z.B. durch Dieb­stahl, Hagel, Sturm oder Brand) deckt die Voll­kasko­ver­si­che­rung auch selbst verschul­dete Unfall­kosten am Wohn­mobil sowie Schäden durch Vanda­lismus ab.
  • Wohnmobilvermieter-Schutz­brief: Die Zusatz­police hilft bei Pannen im europä­ischen Aus­land und deckt Kosten für Unfall­hilfe, Abschlepp­dienst oder Ersatz­fahr­zeug ab.
  • Selbstfahrer­vermiet­ver­si­che­rung: Im Gegensatz zu einer regulären Wohn­mobil Ver­siche­rung kostet eine Selbst­fahrer­miet­versiche­rung für Wohn­mobile bis zu 2.500 Euro im Jahr. Grund für die teure Versicherungs­prämie ist das erhöhte Schadens- und Unfall­risiko, das der un­be­grenzte und stets wechselnde Fahrer­kreis mit sich bringt. Der Zusatzschutz für selbstge­nutzte Vermiet­fahr­zeuge greift, wenn Ihre Mieter:innen einen Unfall oder Schaden verur­sachen. Diese Versicherung können Sie bei der Allianz nicht abschließen. Die Kosten für eine Selbst­fahrer­miet­versiche­rung für Wohn­mobile betragen bis zu 2.500 Euro im Jahr. Grund für die teure Versicherungs­prämie ist das erhöhte Schadens- und Unfall­risiko, das der un­be­grenzte und stets wechselnde Fahrer­kreis mit sich bringt.
  • Veruntreuungs­ver­si­che­rung: Die Zusatz­versicherung für Selbst­fah­rer­ver­miet­fahr­zeuge schützt den Fahrzeughalter oder die Fahrzeughalterin, wenn Mieter:innen das Wohn­mobil entwen­den oder weiter­verkaufen.
  • Noch Fragen zur Allianz Wohn­mobil-Versicherung? Unser Service-Team berät Sie gerne. 
  • Sie möchten Ihr Wohn­mobil bei der Allianz versichern? Hier berechnen Sie Ihren Tarif.

Vermieten Sie Ihr Wohnmobil tage­weise über eine Vermietplattform im Internet, ist das Fahrzeug in der Regel auto­ma­tisch über den Anbieter versichert. Meist beinhalten die Tarife ein Rundum­paket aus Kfz-Haftpflicht­, Voll­kasko und Bau­steinen, die Sie optional hinzu­buchen können. Etwa eine 24-Stunden-Pannen­hilfe: Mit der Zusatzversicherung des Vermietportals stellen Sie sicher, dass Ihre Mieter:innen bei einer Panne schnell wieder mobil sind. Bei hochwertig ausgestatteten Campern lohnt sich eine Innen­raum­versicherung. Die Zusatzversicherung übernimmt Kosten für die Reparatur von Beschädigungen im Inneren des Reisegefährts (z. B. an Polstern, Campingküche).

Wichtig: Oft gelten Zusatz­ver­siche­rungen nur für Wohn­mobile bis 3,5 Tonnen. Einzelne An­bieter (z. B. PaulCamper) versichern auch Reise­mobile bis 7,5 Tonnen.

Egal, ob Sie gelegentlich Ihren Camper privat ver­mieten oder professionell vermieten: Sie geben alle Einnahmen in Ihrer Steuererklärung an – auch, wenn Sie einmalig Ihr Wohnmobil ver­mieten.

Für Mieteinnahmen gibt es Freibeträge und Einkommens­steuer fällt nur für den Gewinn an. Deshalb zahlen Sie oft keine Steuern, wenn Sie Ihr Wohn­mobil gelegentlich privat vermieten. Solange die Ein­nahmen nur die laufenden Unter­halts­kosten decken (oder minimieren), erzielen Gelegenheits­vermieter:innen keinen einkom­mens­steuer­pflichtigen Gewinn. Trotzdem müssen Privat­ver­mieter:innen ein Klein­gewerbe anmel­den (Kosten: circa 30 Euro) und die Einkünfte beim Finanz­amt dekla­rie­ren. Wer das nicht tut, begeht Steuer­hinter­ziehung und macht sich strafbar.

Das hängt davon ab, ob die Vermietung des Wohn­mo­bils von privat gelegent­lich oder unter­nehmerisch erfolgt. Zum Beispiel: Statt Ihr neues Wohnmobil winterfest zu machen, möchten Sie es außer­halb der Reise­saison ein- oder zwei­mal privat vermieten. In diesem Fall können Sie die An­schaf­fungs­kosten meist nicht steuer­lich absetzen. Ab welcher Ver­miet­dauer, Mieter­anzahl und Ein­nahmen­höhe die steuer­liche Abschreibung der An­schaf­fungs­kosten möglich ist, klären Sie am besten mit einem Steuer­berater oder einer Steuerberaterin.

Ob es sich rentiert, einen Camper privat zu vermieten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In der Regel lohnt sich die gelegentliche Vermietung von Wohnmobilen privat. Denn mit den Mieteinnahmen können Sie laufende Kosten decken. Werfen Sie einen Blick auf unsere Kosten-Kalkulation:
  • Kostendeckung: Einnahmen können Versicherung, Steuer, Wartung und Reparaturen abdecken.
  • Nutzung in Standzeiten: Das Wohnmobil verdient Geld, anstatt ungenutzt herumzustehen.
  • Steuerliche Absetzbarkeit: Kosten des Fahrzeugs können anteilig abgesetzt werden.
  • Einfache Abwicklung über Plattformen: Anbieter wie PaulCamper oder Goboony übernehmen oft Vermittlung und Versicherung

Vermieten Sie Ihr privates Wohn­mobil über ein Internet­portal, dient die Platt­form als Vermittler zwischen Ihnen und miet­interessierten Personen. Für diese Dienst­leistung ist bei jeder Buchung eine Pro­vision fällig. Wie hoch die Gebühr für das Vermiet­geschäft ausfällt, hängt vom Portal ab (Stand: Januar 2026):

  • PaulCamper behält 15 Prozent des Miet­preises als Provision ein.
  • Privaten Vermietern und Vermieterinnen zieht Yescapa acht Pro­zent vom Miet­preis ab. Für Mieter:innen – also Personen, die den Camper von Ihnen privat mieten – fallen keine Gebühren an.
  • Bei Campanda zahlen Wohn­mobil­besitzer:innen eine individuelle Provision für erfolg­reiche Ver­mietungen.
  • Hoher Aufwand: Übergaben, Einweisungen, Reinigung und Verwaltung kosten viel Zeit.
  • Verschleiß & Schäden: Höhere Kilometerleistung, Abnutzung im Innenraum und mögliches „Mieter-Risiko“ (unsachgemäße Behandlung) 
  • Spezialversicherung nötig: die private Kfz-Versicherung deckt keine Vermietung; eine Selbstfahrervermietversicherung ist teuer. 
  • Steuerliche Aspekte: Einnahmen sind in der Regel steuerpflichtig (Einkommenssteuer).

Wie viel Sie verdienen, hängt unter anderem davon ab, wie oft Sie Ihren Camper vermieten. Wer sein Wohnmobil beispielsweise an 100 Tagen im Jahr vermietet, kann 7.000 bis 10.000 Euro Miete einnehmen. Was es kostet, ein Wohnmobil zu mieten, hängt von Fahrzeugmodell, Ausstattung und Saison ab. Der durchschnittliche Mietpreis für private Wohnmobile beträgt ca. 70 bis 100 Euro pro Tag.

Rechnen Sie damit, deutlich schwankende Preise zu erzielen, wenn Sie Ihren Camper vermieten. Die Nachfrage ist in der Hauptsaison deutlich größer als in Zwischen- und Nebensaison. Bedenken Sie dies bei der Höhe der Mieteinnahmen und Ihrer Kostenkalkulation. Sie möchten ja nicht draufzahlen, wenn Andere Ihr Wohnmobil von privat mieten.

Von den Mieteinnahmen ziehen Sie alle laufenden Kosten (Versicherung, Wohn­mobil-Steuern, Stellplatz­miete, Wartung, etc.) ab. Auch der erhöhte Verschleiß und potenzielle Reparatur­kosten sind zu berück­sichtigen, wenn Sie Ihr Wohn­mobil ver­mieten. Die Kalkulation Ihres Gewinns ist erst realistisch, wenn Sie alle Kosten mit Ihren Ein­künften verrechnen.

Die Kostenkalkulation für einen sechs Jahre alten VW T5 California (Tacho­stand: 75.500 Kilo­meter) kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

Wischen um mehr anzuzeigen

Posten
Betrag in Euro pro Jahr
Wohnmobilversicherung – 660
Kfz-Steuer – 210
Wartung / Reparaturen – 700
Wertverlust – 1.500
Selbst­fahrer­vermiet­ver­siche­rung – 1.470
Vermittlungsprovisionen der Vermietplattform – 1.180
Mieteinnahmen + 7.500
Gewinn 1.780

Einnahmen abhängig von vereinbartem Mietpreis je nach Saison, z.B.:

  • 50 Tage in der Nebensaison à 75 € = 3.750 €
  • 30 Tage in der Hauptsaison à 125 € = 3.750 €
  • Insgesamt: 7.500 € Mieteinnahmen pro Jahr

 

 

  • Noch Fragen zur Allianz Wohn­mobil-Versicherung? Unser Service-Team berät Sie gerne. 
  • Sie möchten Ihr Wohn­mobil bei der Allianz versichern? Hier berechnen Sie Ihren Tarif.

Welche Voraussetzungen sollten Wohnmobil-Mieter erfüllen?

In der Regel dürfen Fahrer und Fahrerinnen ab 21 Jahren ein Wohn­mobil mieten. Ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindest­alter gibt es in Deutschland nicht. Viele Anbieter:innen fordern aber eine Mindest­zeit der Fahrerlaubnis.

Die meisten Camping­mobile wiegen unter 3,5 Tonnen und dürfen mit Führer­schein­klasse B gefahren werden. Für Camper über 3,5 Tonnen ist Klasse C1 oder C erforder­lich. Über­prüfen Sie, ob Ihr Mieter oder Ihre Mieterin einen entsprechenden Wohnmobil-Führerschein besitzt und Ihr Fahr­zeug steuern darf. Nur so ist die Wohn­mobil-Sicher­heit und die aller Verkehrs­teilnehmer:innen gewährleistet.

Kann ich mir meine Wohnmobil-Mieter aussuchen?

In der Regel ja. Vermieten Sie Ihr Wohnmobil über eine eigene Webseite, Zeitungsinserate oder Online-Kleinanzeigen, entscheiden Sie selbst, wem Sie den Camper anvertrauen. Sie können Anfragen nach Belieben annehmen oder ablehnen.

Auch bei Wohnmobilvermietungen über eine Sharing-Plattform sind Sie nicht verpflichtet, jede Buchungsanfrage anzunehmen. Sobald eine interessierte Person eine Anfrage stellt, können Sie über die Plattform Nachrichten austauschen. Das heißt: Sie entscheiden erst nach der persönlichen Kontaktaufnahme, ob Sie die Buchungsanfrage bestätigen oder absagen.

Hat Ihnen dieser Inhalt geholfen?
Vielen Dank für Ihre Rück­meldung!
Fragen? So bekommen Sie schnell Unterstützung
Rufen Sie bei unserer Service-Hotline an
Telefonische Beratung von
Mo bis Sa 8-20 Uhr
Finden Sie den passenden Tarif in unserem Online-Rechner

Ermitteln Sie Ihren individuellen Beitrag zur Wohnmobil-Versicherung.