Richtig planen, stressfrei umziehen

Checkliste Umzug – Was ist zu beachten?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Checkliste erleichtert stressfreies Umziehen
  • Ein Wohnungswechsel bringt einige Herausforderungen mit sich. Eine Checkliste für den Umzug erleichtert den Aus- und Einzug in ein neues Zuhause erheblich. Wichtig ist es, frühzeitig zu planen, in Etappen zu denken und Zeitpuffer einzuplanen.
  • Beantragen Sie den Umzug oder Wechsel bereits mehrere Wochen oder Monate im Voraus bei Ihren zuständigen Anbietern für Telefon, Internet, Strom und Wasser. Denn Ummelden benötigt Vorlauf. Vergessen Sie auch nicht, Ihrem Versicherer Ihre neue Adresse mitzuteilen.
  • Wägen Sie Vor- und Nachteile von Speditionen, privaten Umzugshelfern und geliehenen Transportern gegeneinander ab. Und organisieren Sie nicht alles in letzter MinuteDie alte Wohnung können Sie zum Beispiel einige Tage nach dem Umzug an den Vermieter übergeben, damit Sie Zeit zum Putzen und Renovieren haben.
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Allianz - Info: Illustration Gut zu wissen
Gut zu wissen
Allianz - Info: Illustration Gut zu wissen
Im Internet finden Sie eine Anleitung zum Ausmisten. Lesen Sie hier, wie leicht es fällt, sich von unnützen Dingen zu trennen. So entlasten Sie Umzugskartons – und Ihren Rücken.
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Leitfaden
Allianz - Auszug Wohnungsübergabe: Mann schraubt Lampe ab

1. Lesen Sie sich den Mietvertrag Ihrer alten Wohnung erneut genau durch

Darin steht, welche Schönheitsreparaturen Sie ausführen müssen und ob Sie die Wohnung renoviert, mit gereinigtem Teppich oder einfach nur „besenrein“ zu übergeben haben. Auch die Höhe der Kaution steht meist im Mietvertrag.

Wichtig: Erst nach einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren hält der Gesetzgeber das Streichen der Wände für notwendig. Ansonsten verhält es sich rechtlich so, dass die Wohnung zum Mietende so aussehen muss wie zum Mietbeginn. Übliche Abnutzungserscheinungen dürfen jedoch sein. Haben Sie eine teure Küche oder andere hochwertige Einrichtungsgegenstände eingebaut, werten diese die Wohnung auf und können dem Vermieter (oder dem Nachmieter) auch verkauft werden.

2. Vereinbaren Sie einen gemeinsamen Termin zur Wohnungsübergabe

Besprechen Sie mögliche Schäden mit Ihrem Vermieter: Handelt es sich um normale Abnutzungserscheinungen (beispielsweise Kalkablagerungen im Bad, Kratzer im Laminat), sind diese durch die Miete abgegolten. Beschädigungen durch „unsachgemäße Behandlung“ hingegen muss der Mieter ersetzen. Dazu gehören zum Beispiel herausgerissene Türklinken, Brandlöcher im Teppich oder demolierte Balkongeländer.

Nicht vergessen: Sämtliche ausgehändigten und nachgemachten Schlüssel erhält der Vermieter. Die Zählerstände von Strom, Wasser und Gas lesen Sie am besten im Beisein von Zeugen ab und notieren diese in einem Übergabeprotokoll.

3. Beugen Sie mit einem Übergabeprotokoll Ärger vor

Im Übergabeprotokoll werden neben den Zählerständen auch Schäden dokumentiert. Wurde nichts beanstandet, steht auch das im Protokoll, das übrigens beide Parteien unterschreiben.

4. Kümmern Sie sich um Ihre Kaution

Die Kaution beträgt maximal drei Monatsmieten. Sie haben die Summe wahrscheinlich beim Einzug bezahlt. Der Vermieter ist verpflichtet, den Betrag auf einem Bankkonto anzulegen. Er kann davon Mietrückstände ausgleichen oder Schäden an der Wohnung bezahlen. Ansonsten muss die Kaution spätestens sechs Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückgezahlt werden. Dabei darf der Vermieter noch fällige Nebenkosten aus der Endabrechnung abziehen.

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Privatperson vs. Spedition

72 Prozent aller Umzüge in Deutschland organisieren Privatpersonen selbst. Nur 28 Prozent erledigt eine Spedition. Das liegt vor allem an den Kosten. Doch bei Umzügen über eine größere Distanz, mit viel Hausrat, empfindlichen Möbeln oder Kunstgegenständen ist ein Umzugsunternehmen die bessere Wahl. Die Möbelpacker kümmern sich um den Ab- und Aufbau Ihrer Möbel, packen Ihre Kartons ein und wieder aus, schließen Elektrogeräte an und hängen Gardinen und Lampen für Sie auf.

 Ist eine Spedition für Sie sinnvoll? Die Tabelle verrät es Ihnen: Wer überwiegend mit "ja" antworten kann, kann gut auch selbst umziehen. Wer mehr "nein" sagt, sollte besser eine Möbelspedition beauftragen.

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Haben Sie für den Umzug Zeit? ja nein, nicht wirklich
Haben Sie zuverlässige Helfer, die mit anpacken? ja nein, eher nicht
Ziehen Sie innerhalb von 25 Kilometern um? ja nein, weiter weg
Reicht ein Transporter/Lkw bis 3,5t aus? Dürfen Sie den Wagen fahren? ja nein
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Zehn Tipps
 Allianz - Spedition Umzugsunternehmen: Möbelpacker schleppen Umzugskartons
  1. Holen Sie sich rechtzeitig vor dem Umzug mehrere Angebote von Speditionen ein.
  2. Fragen Sie nach, ob das Unternehmen eine Betriebshaftpflichtversicherung und eine Umzugs-Transportversicherung besitzt.
  3. Wenn Sie absolut sichergehen wollen, wählen Sie ein Unternehmen, das dem Bundesverband Möbelspedition (AMÖ e.V.) angehört. Diese Unternehmen unterliegen den strengsten Haftungskriterien.
  4. Legen Sie Ihren Umzugstermin nicht auf das Monatsende – dann wird es billiger.
  5. Schicken Sie dem Spediteur vorher eine detaillierte Liste Ihres Hausrats.
  6. Klären Sie genau, welche Aufgaben und Abbauarbeiten die Möbelpacker übernehmen sollen.
  7. Halten Sie alle Absprachen in einem Vertrag fest.
  8. Müssen Antiquitäten, Kunstgegenstände oder wertvolle Schmuckstücke transportiert werden? Dann besprechen Sie vorher die Haftungsfrage mit der Spedition oder übernehmen Sie diesen Transport selbst.
  9. Spätestens am Tag nach dem Umzug müssen Schäden, die durch die Spedition verursacht wurden, reklamiert werden. Schauen Sie sich Ihre Möbel also sofort genau an.
  10. Schäden, die Sie bereits am Umzugstag feststellen, sollten Sie direkt schriftlich festhalten. Fragen Sie den Kolonnenführer, also den Chef der Möbelpacker, nach seinem Arbeitsschein. Ein solches Dokument hat beinahe jeder Handwerker auf seiner Baustelle dabei. Lassen Sie die Schäden dort festhalten.
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Zeitraum und Fristen

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Versicherungen (z.B. Ihre Allianz) und Banken Am besten schon vor dem Umzug – kontaktieren Sie zeitnah Ihren persönlichen Berater.  
Strom Drei bis sechs Wochen vor dem Umzug. Bei Anbieterwechsel: Die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Ende des nächsten Kalendermonats.  
Gas Drei bis sechs Wochen vor dem Umzug. Bei Anbieterwechsel: Die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Ende des nächsten Kalendermonats.  
Telefon und Internet (für Telekom-Kunden) Mindestens drei bis vier Wochen vor dem Umzug, besser vier bis acht Wochen vorher – vor allem bei Neubauten.  
Kabelfernsehen Drei bis vier Wochen vor dem Umzug  
Zeitung 2-3 Wochen vor dem Umzug  
Post Nachsendeantrag ein bis zwei Wochen vor Umzug beauftragen  
Einwohnermeldeamt Innerhalb einer Woche nach dem Umzug  
Auto Innerhalb einer Woche nach dem Umzug auf der Zulassungsstelle. In manchen Landkreisen leitet das Einwohnermeldeamt die neue Adresse weiter, wenn Sie Ihre Wohnung ummelden. Außerdem zeitnah die Kfz-Versicherung verständigen.  
Arbeit, Kindergarten, Schule, Krankenkasse Zeitnah nach dem Umzug  
Familienkasse
Zeitnah nach dem Umzug  
Rundfunkbeitrag Zeitnah nach dem Umzug  
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Passender Schutz

Die Hausratversicherung  versichert Mobiliar, Kleidung, elektrische Geräte und dergleichen in der alten und der neuen Wohnung unter anderem gegen Gefahren wie Feuer, Einbruchdiebstahl und Leitungswasserschäden – bis drei Monate in der alten Bleibe. Danach besteht übergangslos in der neuen Wohnung Versicherungsschutz.

Vor dem Umzug:

  • Prüfen Sie, wie viel Ihr Hausrat wert ist. Berücksichtigen Sie dabei den Neuwert: Der Betrag, der bei einer Neuanschaffung aufgewendet werden müsste, entspricht der Versicherungssumme und wird im Schadenfall ersetzt. Ist die Versicherungssumme niedriger angesetzt, ersetzt die Hausratversicherung den Schaden nur anteilig. Es empfiehlt sich in der Regel, mit 650 Euro pro Quadratmeter der Wohnfläche zu rechnen.
  • Melden Sie Ihre neue Adresse, Art der Wohnung, die Wohnungsgröße und die neue Versicherungssumme Ihrer Hausratversicherung.

Gut zu wissen:

  • Möbelspediteure haften gesetzlich für Schäden, die sie am Umzugsgut verursachen, mit bis zu 620 Euro pro Kubikmeter Transportvolumen. Nach Bedarf erhalten Sie über die Spedition auch eine zusätzliche Transportversicherung.
  • Die Allianz bietet Ihnen die Möglichkeit, höherwertigen Hausrat auch über die Kunstversicherung ArtPrivat zu versichern. In welchen Fällen sich diese empfiehlt, hängt von der Zusammensetzung des Hausrates ab. Unsere Kunstexperten stehen Ihnen hier beratend zur Seite.

Wer mit privaten Helfern umzieht, bezahlt auch Schäden, die Helfer im Haus oder an vorbeifahrenden oder parkenden Autos fahrlässig anrichten. Davor schützt die Privat-Haftpflichtversicherung.

Empfehlung: Unbedingt frühzeitig abschließen!

Schnell ist am Umzugswagen der Seitenspiegel abgefahren oder die Stoßstange eingedrückt, nur, weil man im Umzugsstress steckt.

Deshalb empfehlen wir:

  • Mieten Sie den Transporter oder Lkw mit Vollkasko an – am besten mit geringer Selbstbeteiligung  im Schadensfall.
  • Wenn Sie mit dem eigenen Auto umziehen, prüfen Sie, ob Ihr Auto vollkaskoversichert ist.

Abhängig vom jeweiligen Produktbaustein, sichert die Rechtsschutzversicherung  unter anderem Streit mit dem Vermieter und/oder dem Umzugsunternehmen ab. Eine sinnvolle Absicherung – falls es vor, während oder nach dem Umzug zu Rechtsstreitigkeiten kommt.

  • Mieter und Vermieter können abhängig von Ihrer jeweiligen Eigenschaft den Immobilen-/Vermieter-Rechtsschutz abschließen. Das ist ein Zusatzbaustein zur Privaten Rechtsschutzversicherung. Er deckt zum Beispiel Streitigkeiten um das Umzugsunternehmen ab.
  • Beim Rechtsschutz gibt es grundsätzlich eine Wartezeit, bis der Versicherungsschutz greift.

Die Unfallversicherung  sichert Sie finanziell ab, falls nach einem Unfall, den Sie zum Beispiel bei einem Umzug erleiden, Schäden zurückbleiben.

Empfehlenswert für alle, die beim Umzug mit anpacken.

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Was möchten Sie gerne wissen?
  • Bekomme ich von meinem Arbeitgeber Sonderurlaub für den Umzug?

    Einen gesetzlichen Anspruch auf Sonderurlaub haben Sie wegen Umzugs nicht. Allerdings lohnt hier ein Blick in Ihren Arbeitsvertrag. Denn viele Arbeitgeber unterstützen einen „betriebsbedingten“ Umzug, der Sie näher zur Firma bringt, mit bis zu zwei Tagen Sonderurlaub. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist: Sprechen Sie Ihren Vorgesetzten einfach an. Fragen Sie ihn nach Sonderurlaub oder ob Sie demnächst früher gehen dürfen, um Ummeldungen und Ähnliches zu erledigen. Viele Chefs haben hier Verständnis.
  • Ist ein Umzug mit Familie komplizierter als ein Single-Umzug?

    Natürlich, schon allein deshalb, weil viel mehr Sachen transportiert werden müssen. Es gibt aber auch mehr zu organisieren: Wer beaufsichtigt die Kinder während des Umzugs? Fällt der Umzug in die Schulzeit oder die Ferien? Habe ich auch die Adressen der Kinder umgemeldet und weitergegeben? Eine Besonderheit für Alleinerziehende und Patchwork-Familien: Der andere Elternteil muss dem Umzug des Kindes zustimmen. Das gilt sogar dann, wenn Sie im selben Haus nur von einer Wohnung in die andere ziehen.
  • Wie sinnvoll ist eine separate Umzugsversicherung?

    Eine klassische „Umzugsversicherung“ gibt es nicht. Viele Leute verlassen sich deshalb voll und ganz auf die Privathaftpflicht der einzelnen Helfer. Damit kommen Sie aber nicht weit.

    Eine Privathaftpflicht zahlt selten für Schäden, die der private Helfer an Ihrem Eigentum oder der Mietswohnung verursacht. Sie springt auch nicht ein, wenn Sie selbst beim Transport Ihre Möbel beschädigen. Auch dann nicht, wenn Sie per Zeitungsannonce Umzugshelfer engagieren. Denn diese würden für solche Fälle eine Betriebshaftpflichtversicherung brauchen, die sie wahrscheinlich nicht haben. Einzig dann, wenn Sie mit einer Spedition umziehen, sind Sie auf der sicheren Seite. Sie haftet für Schäden, die durch ihre Mitarbeiter oder Fahrzeuge entstehen (außer an Geld, Urkunden, Dokumenten, Juwelen, lebenden Tieren und Pflanzen) – denn sie hat neben ihrer Betriebshaftpflichtversicherung auch eine Umzugs-Transportversicherung. Fragen Sie uns, wenn Sie unsicher sind, ob die Versicherungssumme dieser speziellen Transportversicherung ausreicht oder ob die angebotene Zusatzversicherung wirklich nötig ist.

  • Ich ziehe ins Ausland um. Was muss ich beachten?

    Innerhalb der EU brauchen Sie eine Aufenthaltsgenehmigung – außerhalb der EU oft zusätzlich ein Arbeitsvisum. Einige Länder verlangen außerdem Sprachkenntnisse. Insgesamt müssen Sie einige bürokratische Hürden überwinden. Die deutsche Botschaft und das Konsulat des Ziellandes sowie Ihre Universität, das DAAD oder das Unternehmen, für das Sie im Ausland arbeiten werden, beraten Sie dazu.

    Auch der Umzug will gut geplant sein: Manche Länder setzen einen internationalen Führerschein voraus, falls Sie den Umzugstransporter selbst fahren wollen. Besser ist es, eine Spedition zu beauftragen, die auf Auslandsumzüge spezialisiert ist. Berücksichtigen Sie unbedingt die Einfuhr- und Zollbestimmungen des Landes, um nicht bereits an der Grenze unliebsame Überraschungen zu erleben. Der Nachsendeauftrag der Post funktioniert auch im Ausland. Zahlreiche Behörden in Deutschland benötigen aber nun keine Um-, sondern eine Abmeldung, zum Beispiel das Einwohnermeldeamt, das Finanzamt, die Familienkasse und die Kfz-Zulassungsstelle.

    Auch einige Versicherungen müssen Sie neu abschließen – doch nicht alle: Bei der Allianz sind Sie in der privaten Haftpflichtversicherung und in der privaten Krankenversicherung unter Umständen bis zu einem Jahr auch im Ausland versichert. Am besten lassen Sie sich dazu beraten, welcher Versicherungsschutz nötig ist und welcher nicht.

  • Was bedeutet bei der Wohnungsübergabe „besenrein“?

    Eine „besenreine“ Wohnung ist leer geräumt und insgesamt ordentlich hinterlassen. Der Boden ist gefegt oder gesaugt. Es gibt keinerlei Spinnweben oder grobe Verschmutzungen, auch nicht an den Fenstern. Der Zustand von Toilette und Herd muss hygienisch unbedenklich sein.
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