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Grobe Fahrlässigkeit: Warum Sie diese in der Hausratversicherung mit abdecken sollten

Allianz - Grob fahrlässig: ein unbeaufsichtigtes Bügeleisen

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Grobe Fahrlässigkeit – Die Themen im Überblick

Grobe Fahrlässigkeit – Das Wichtigste in 30 Sekunden

Allianz - Grobe Fahrlässigkeit: Logo 30 Sekunden

Grob fahrlässiges Handeln kann jedem passieren und geschieht im Alltag oft schneller als gedacht. Ob mögliche Folgen versichert sind, hängt von den Tarifdetails Ihrer Hausratversicherung ab.

  • Grobe Fahrlässigkeit ist nicht immer im Grundschutz enthalten.
  • Ist grob fahrlässiges Verhalten in der Hausratversicherung nicht abgedeckt, kommt es im Schadensfall zu Leistungskürzungen.
  • Ist sie abgedeckt, ist wichtig zu beachten, bis zu welcher Summe auf die Anrechnung grober Fahrlässigkeit verzichtet wird.
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Für grobe Fahrlässigkeit gibt es keine rechtliche Definition. Sie wird jedoch immer dann angenommen, wenn eine Person die erforderliche Sorgfalt massiv missachtet und keine naheliegende Überlegungen  angestellt hat. Eine vertragliche Obliegenheitsverletzung liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer den vertraglichen Pflichten gegenüber seinem  Versicherer nicht nachkommt.

Grobe Fahrlässigkeit: Wann besteht Versicherungsschutz?

Die Absicherung von Folgen grob fahrlässigen Handelns ist nicht immer Bestandteil einer Hausratversicherung. Ein entsprechender Schutz – also der Verzicht auf Anrechnung grober Fahrlässigkeit – kann jedoch je nach Tarif abgeschlossen werden.

Wie kann ich grobe Fahrlässigkeit in meiner Hausratversicherung mitversichern?

Abhängig von der Versicherungsgesellschaft gibt es verschiedene Möglichkeiten, Schäden zu versichern, die Folge grob fahrlässigen Verhaltens sind: im Basistarif, meist mit begrenzter Kostenerstattung, oder in einem Plus- oder Premiumvertrag, teilweise mit unbegrenzter Kostenübernahme.

In der Allianz Hausratversicherung sind Schäden infolge grob fahrlässigen Handelns in allen Tarifen mitversichert: 

  • Grundschutz: bei Schäden bis 10.000 Euro 
  • SicherheitPlus: bei Schäden bis zur Höhe der Versicherungssumme
  • SicherheitBest: unbegrenzte Schadensregulierung

Was zahlt die Versicherung bei grober Fahrlässigkeit?

Ob und in welcher Höhe die Versicherungsgesellschaft einen Schaden infolge grob fahrlässigen Verhaltens zahlt, hängt davon ab, ob es in der Hausratpolice mitversichert ist.

Wichtig ist auch, dass Sie bei Vertragsabschluss darauf achten, bis zu welcher Höhe die Versicherung einen Schaden aufgrund grob fahrlässigen Handelns zahlt. Ist die Summe nämlich zu niedrig, bleiben Sie am Ende im Zweifelsfall dennoch auf hohen Kosten sitzen, und der restliche Teil der Schadensumme wird um den Grad Ihres Verschuldens gekürzt – obwohl Sie grobe Fahrlässigkeit in Ihrem Vertrag abgedeckt haben. Lassen Sie sich hierzu am besten fachkundig beraten.

Kein Versicherungsschutz: So wird Ihr Schaden reguliert

Ist grob fahrlässiges Handeln nicht in der Hausratpolice abgedeckt, übernimmt die Versicherung im Schadensfall nicht die volle Summe des Schadens. Stattdessen kürzt sie sie – abhängig von der Schwere des Verschuldens. Nicht selten liegt diese Kürzung bei 50 Prozent und nicht selten werden solche Versicherungsfälle vor Gericht entschieden. Nachweisbare mildernde oder belastende Umstände verschieben die Kürzungsquote dann nach oben oder unten.

Rechenbeispiel

Sie haben das Haus verlassen, während die Waschmaschine lief. In dieser Zeit kam es zu einem Wasserschaden in Höhe von 3.000 Euro. Die Versicherung geht von grob fahrlässigem Verhalten  aus und kürzt ihre Leistungen daher um 40 Prozent.

Eckdaten
Gesamtschaden (Wasserschaden)3.000 €
Volle Kostenerstattung100 %
Leistungskürzung wg. grober Fahrlässigkeit40 %
Anteilige Kostenübernahme60 %
Berechnung
Gesamtschaden: 3000 €
x
Anteilige Kostenübernahme: 60 %
= Kostenübernahme: 1800 €
Volle Kostenerstattung: 100 %

Statt des Gesamtschadens von 3.000 Euro übernimmt der Versicherer also anteilig nur 1.800 Euro, die Differenz müssen Sie selber tragen.

Tipp:

Bei der Hausrat-Haftpflicht-Kombi MeinHaushalt der Allianz erfolgt bei allen Hausrat-Schäden bis zu 3.000 Euro keine Kürzung wegen grob fahrlässigen Handelns. Liegt der Schaden höher, wird grobe Fahrlässigkeit nur auf die Summe angerechnet, die die 3.000 Euro übersteigt. Die „Hausrat-Haftpflicht-Kombi“ eignet sich vor allem für kleine Wohnungen sowie für Studenten oder junge Menschen, die ins Berufsleben starten.

Wer abgesichert ist, erhält volle Kostenerstattung

Der Versicherer zahlt den Schaden ohne Abzüge bis zur vereinbarten Summe. Das heißt: Er nimmt keine Kürzung aufgrund von grober Fahrlässigkeit vor.

Was genau ist eigentlich grobe Fahrlässigkeit?

Allianz - Ein unbeaufsichtigter Topf auf dem Herd.

Grob fahrlässig handelt, wer in hohem Maße unbedacht und unvorsichtig agiert und somit seine Sorgfaltspflicht verletzt. Ein solches Verhalten kann zum Beispiel vorliegen, wenn eine Person

  • die Waschmaschine anstellt und anschließend das Haus verlässt, 
  • beim längeren Verlassen der Wohnung die Tür nur zuzieht und nicht abschließt, 
  • brennende Kerzen längere Zeit unbeaufsichtigt lässt. 

PDF zum Downloaden: „So vermeiden Sie grob fahrlässiges Handeln“

Wie unterscheidet sich grobe von leichter Fahrlässigkeit?

Die Unterscheidung zwischen grober und einfacher Fahrlässigkeit kann nicht pauschal erfolgen, sondern ist immer eine Abwägung der Gesamtumstände im Einzelfall. Das heißt: Da die Entscheidung darüber, ob grob oder einfach fahrlässig gehandelt wurde, nicht immer leicht zu treffen ist, obliegt sie im Zweifelsfall einem Gericht. Hier aufgeführte Beispiele dienen daher ausschließlich dem besseren Verständnis.

Ganz grob lässt sich festhalten: Im Unterschied zum grob fahrlässigen Handeln verletzen Sie bei leichter (einfacher) Fahrlässigkeit Ihre Sorgfalt zwar ebenfalls, jedoch in geringfügigem Maße. Ein Beispiel: Eine Pfanne mit heißem Fett steht auf dem eingeschalteten Herd, das Telefon klingelt, und Sie verlassen kurzfristig den Raum, um den Anruf entgegenzunehmen. Während Ihrer kurzen Abwesenheit entzündet sich ein Feuer auf dem Herd, es entsteht ein größerer Brandschaden. In diesem Fall liegt eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vor. Die Tatsache, dass Sie jedoch anfangs die Pfanne beobachtet und den Raum nur kurz verlassen haben, macht Ihr Handeln zu einem einfach fahrlässigem.

Zur groben Orientierung dient diese Faustformel: Ist eine angemessene Reaktion auf einen Schadensvorgang „Das kann jedem mal passieren“, liegt vermutlich eine einfache Fahrlässigkeit vor. Heißt es „So etwas darf einfach nicht passieren“, wurde eher grob fahrlässig gehandelt. Der Versicherungsnehmer ist hier aufgefordert, einen Nachweis zu erbringen.

Wo liegt der Unterschied zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz?

Wer vorsätzlich handelt, nimmt Folgen billigend in Kauf beziehungsweise führt sie willentlich herbei. Liegt einem Schaden nachweislich vorsätzliches Handeln zugrunde, haftet der Versicherer nicht. Die Beweispflicht bei Vorsatz liegt auf Seiten des Versicherers, da dies in der Regel einen Ausschluss darstellt. Bei grob fahrlässigem Handeln haftet der Versicherer je nach Verschulden anteilig, voll oder auch gar nicht.

Was ist eine vertragliche Obliegenheitsverletzung?

Obliegenheiten sind Verhaltensvorschriften, die sich aus dem Versicherungsvertrag ergeben und dort in den Versicherungsbedingungen benannt sind. Eine typische Obliegenheit bei der Hausratversicherung ist zum Beispiel, dass sich der Versicherungsnehmer in der kalten Jahreszeit verpflichtet, die Wohnung zu heizen, um Kälteschäden zu vermeiden. Tut er dies nicht, liegt eine vertragliche Obliegenheitsverletzung vor. Ob der Versicherer dann in der Leistungspflicht ist, richtet sich nach dem Grad des Verschuldens.

Tipp:

Damit Sie sich den Schutz Ihrer Hausratversicherung uneingeschränkt erhalten, müssen Sie die im Vertrag aufgeführten Obliegenheiten beachten bzw. sich bei Ihrer Versicherung nach dem Schutz erkundigen.

Wohngebäude & Co.: Grobe Fahrlässigkeit bei anderen Versicherungen

Allianz - Grobe Fahrlässigkeit geschieht oft schneller als gedacht.

Unbedachtes und leichtsinniges Handeln geschieht nicht nur im Haushalt. Daher sollten Sie auch andere Policen auf den Versicherungsschutz bei grober Fahrlässigkeit prüfen.

Die Wohngebäudeversicherung

Wenn Sie beispielsweise im Winter nicht heizen und deshalb ein Wasserrohr bricht, handeln Sie grob fahrlässig – Ihre Versicherung kommt für den Schaden nicht oder nur anteilig auf. Damit Sie davor geschützt sind, ist es auch bei der Wohngebäudepolice empfehlenswert, Schäden infolge grober Fahrlässigkeit abzusichern. Im Basistarif der Allianz Wohngebäudeversicherung  sind Schäden aufgrund grob fahrlässigen Handelns nicht mitversichert. Zwei weitere Allianz Tarife bieten die Kostenübernahme von maximal 10.000 Euro beziehungsweise in unbegrenzter Höhe an.

Die Feuerversicherung / Brandschutzversicherung

Schäden, die in Privathaushalten infolge eines Brands entstehen, sind in der Regel in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung mit abgedeckt: Schäden durch eine noch glühende Zigarettenkippe im Müll beispielsweise, ein Feuer im Kamin, der nicht den Sicherheitsvorschriften entspricht, oder durch einen unbeaufsichtigt brennenden Adventskranz. Im gewerblichen und industriellen Bereich hingegen ist der Abschluss einer eigenständigen Feuerversicherung üblich. Ob als separate oder als Bestandteil einer Wohngebäudeversicherung – es gilt: Wer grob fahrlässig handelt, muss mit Leistungskürzungen rechnen.

Die häufigsten Brandursachen 2016

Allianz - 2016 wurden laut IFS-Schadendatenbank 19% aller Brände durch menschliches Fehlverhalten verursacht

Übrigens: Besonders betroffen von Wohnungs- und Hausbränden sind Senioren. Zum einen nehmen die Gefahrenquellen zu, beispielsweise durch Heizdecken sowie in die Jahre gekommene elektrische Leitungen und Geräte, zum anderen können ältere Menschen aufgrund veränderter Sinneswahrnehmungen und oftmals eingeschränkter Mobilität nicht mehr so schnell auf ein Feuer reagieren. Hier gilt es, neben einer verlässlichen Versicherung für Haus und Hausrat auch auf besondere Vorsichtsmaßnahmen wie zum Beispiel den Einbau von Rauchmeldern zu achten.

Die Privat-Haftpflichtversicherung

In der Privat-Haftpflichtversicherung ist grobe Fahrlässigkeit automatisch mitversichert. Anders verhält es sich bei einem absichtlich herbeigeführten Schaden: Dann handelt es sich um Vorsatz, und der Versicherer lehnt die Deckung in diesem Fall ab.

Die Kfz-Versicherung

Das Überfahren einer roten Ampel oder eines Stopp-Schilds gehört ebenso zu grob fahrlässigem Handeln wie das Aufheben eines heruntergefallenen Handys während des Fahrens. Kommt es infolgedessen zu einem Unfall, zahlt die Versicherung den Schaden nicht pauschal, sondern kürzt – der Schwere des Eigenverschuldens entsprechend – die Leistungen. Um sich dagegen abzusichern, können Sie einen „Verzicht auf Anrechnung grober Fahrlässigkeit“ in Ihrer Kfz- Police vereinbaren. Dann würde Ihre Versicherung im Schadensfall die vollen Kosten bis zur festgesetzten Höchstsumme übernehmen. Bei der Allianz Kfz-Versicherung sind grob fahrlässige Handlungen bei der Haftpflicht und der Vollkasko in allen Tarifen mit abgedeckt.

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