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Junge Frau springt einem Mann in die Arme, um sie herum sind Kartons in einer Wohnung
Von zu Hause ausziehen 

Erste eigene Wohnung:
Checkliste & Tipps für den Start

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Eine eigene Wohnung können Sie in Deutschland schon mit 16 Jahren anmieten – wenn Sie das Einverständnis Ihrer Eltern haben. Laut Statistik wohnen junge Deutsche im Schnitt bis zum 24. Lebensjahr im "Hotel Mama".
  • Studenten und Azubis unter 25 sind trotz eigener Wohnung oft noch über ihre Eltern versichert. Wer sein eigenes Geld verdient, muss sich mit Auszug in die erste eigene Wohnung dagegen selbst um Versicherungen kümmern.
  • Mit einer Hausratversicherung sichern Sie Ihre eigene Einrichtung gegen häufige Schäden wie Schimmel oder Wasserschäden ab.
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Statistik 

In Deutschland kann man mit 16 Jahren eine Wohnung mieten – sofern die Eltern einverstanden sind und für ihren Nachwuchs bürgen. Ab 18 Jahren ist keine Erlaubnis mehr erforderlich. Laut dem Statistischen Bundesamt der Europäischen Union ziehen die Deutschen im Durchschnitt "erst" mit 24 Jahren aus – anders als zum Beispiel in Schweden, wo junge Erwachsene ihr Elternhaus schon mit 20 Jahren verlassen.

In Italien und Spanien wiederum liegt das Durchschnittsalter beim Auszug in die erste eigene Wohnung bei rund 30 Jahren. In Deutschland gab es 2019 übrigens mehr als 17 Millionen Single-Haushalte bei einer Gesamtzahl von mehr als 41 Millionen Haushalten. Die Tendenz ist steigend.

"Endlich was eigenes. Darauf pass ich auf"

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen
Illustration Info: Gut zu wissen

Nicht nur Studenten, auch immer mehr Berufstätige bilden Wohn­gemein­schaften. Manche mögen abends nicht in eine leere Wohnung kommen, andere tun sich zusammen, um Geld zu sparen. So oder so gilt: Je mehr Leute in einem Haushalt leben, desto mehr Absprachen sind nötig.

Unter anderem ist zu klären, wer wofür haftet und was durch eine Hausratversicherung in der WG abgesichert wird. Welcher Versicherungsschutz sinnvoll ist, erklären unsere Kollegen im Online-Forum Allianz hilft.

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Kosten, Mietvertrag, Umzug & Co. 
Frau trägt mit Helfern Umzugskisten in einem Treppenhaus

Vor dem Umzug in die erste eigene Wohnung: Was ist zu beachten?

Bevor es an die Wohnungssuche geht, sollten Sie sich Gedanken über Ihre Finanzen machen und realistisch abschätzen, was Sie sich monatlich leisten können. Faustregel: Die Kaltmiete sollte maximal 30 Prozent des monatlichen Netto-Einkommens betragen. Gerade für Berufs­ein­steiger, Azubis und Studenten ist das schwer einzuhalten. Rechnen Sie deshalb vorab genau durch, was die erste eigene Wohnung monatlich kosten darf, damit genug Geld für Lebensmittel, Versicherungen, Rücklagen und sonstige Ausgaben bleibt.

Bei Wohnungs­besichtigung zweite Meinung einholen

Nicht nur Schnitt, Größe und Mietpreis der Immobilie sollten Sie bei der Besichtigung beachten. Achten Sie auch auf den Zustand des gesamten Mietshauses sowie der Fenster und Heizung. Fragen Sie den Vermieter, wie hoch die Betriebskosten in den letzten Jahren waren. So können Sie eine mögliche Nebenkostennachzahlung direkt einplanen und vermeiden teure Überraschungen.

Nicht nur für unerfahrene Wohnungssuchende lohnt es sich, eine zweite Person zum Besichtigungstermin mitzunehmen. Ihre Begleitung schaut sich die Wohnung meist mit einem objektiveren Blick an und bemerkt möglicherweise Mängel, die Ihnen entgehen.

Mietvertrag genau auf Klauseln prüfen

Sie haben die Zusage für Ihre erste eigene Wohnung bekommen und können nun den Mietvertrag unterschreiben. Schauen Sie sich das Dokument genau an, um mögliche Vertragsklauseln zu entdecken.

  • Ist die ausgewiesene Wohnfläche plausibel?
  • Welche Reparaturen müssen Sie selbst bezahlen? Schönheitsreparaturen zahlen in der Regel immer Sie als Mieter.
  • Ist der Mietvertrag befristet oder unbefristet?
  • Wie lange ist die Kündigungsfrist? In der Regel sind es drei Monate.
  • Ist ein Kündigungsausschluss festgelegt? Das bedeutet, dass Sie für eine bestimmte Zeit nicht kündigen dürfen.
  • Wird eine Staffel- oder Indexmiete vereinbart? Dann steigt die Miete automatisch regelmäßig an und Sie müssen die zusätzlichen Kosten mit einplanen.
  • Wie hoch ist die Mietkaution? Diese darf maximal drei Kaltmieten betragen.

Bei der Wohnungs­übergabe Schäden genau doku­mentieren

Testen Sie, ob Herd, Wasserhähne sowie Klospülungen einwandfrei funktionieren. Kontrollieren Sie ebenfalls, ob Fenster und Türen richtig schließen. Bestehende Schäden und Mängel, Zählerstände sowie die Anzahl der Schlüssel notieren Sie gemeinsam mit dem Vermieter in einem Übergabeprotokoll. Anschließend unterschreiben sowohl Sie als auch der Vermieter das Dokument.

Wie läuft der Umzug in die erste eigene Wohnung reibungslos?

Endlich ist es soweit: Der Umzugstag steht vor der Tür. Wer vorab gut geplant, Kisten gepackt und einen Umzugswagen organisiert hat, schafft den Umzug gemeinsam mit Umzugshelfern meist an einem Tag. Eine Umzug-Checkliste erleichtert die Vorbereitung.

Hilfreich ist es, Kisten und Möbel zu beschriften. Bereiten Sie einen Möbelplan vor: Wo soll das Bett stehen und wo der Esstisch? So können Sie und Ihre Helfer die Einrichtungsgegenstände direkt in den Räumen platzieren, in denen sie auch später stehen sollen.

Nicht vergessen: Richten Sie spätestens jetzt einen Dauerauftrag für die Miete ein. Die Zahlungen müssen am dritten Werktag des Monats beim Vermieter ankommen.

Welche Behördengänge stehen nach dem Umzug an?

Mit dem Einzug ist der Umzug noch nicht vorbei. Neben dem Einrichten stehen jetzt noch Behördengänge, Anmeldungen und Ummeldungen an. Innerhalb von 14 Tagen nach dem Wohnungswechsel müssen Sie sich bei Einwohnermeldeamt oder Gemeinde ummelden und die Adresse ändern lassen. Dafür benötigen Sie von Ihrem Vermieter eine Wohnungsgeber­bescheinigung. Haben Sie einen eigenen Pkw, müssen Sie auch Ihr Auto ummelden.

Für den Rundfunkbeitrag gibt es übrigens keine Anmeldefristen. Die Anmeldung beim Beitragsservice (ehemals GEZ) erfolgt automatisch, wenn Sie dem Einwohnermeldeamt Ihren neuen Wohnsitz mitteilen.

Um Strom, Gas, Telefon und Internet sollten Sie sich idealerweise kümmern, sobald Sie den Mietvertrag unterschrieben haben. Insbesondere die Neuanmeldung von Internet- und Telefonanschluss kann je nach Anbieter mehrere Wochen dauern.

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Gut zu wissen
Illustration Info: Gut zu wissen

Ein Umzug ist immer mit Ausgaben verbunden. Wenn Sie das erste Mal ausziehen und einen eigenen Hausstand gründen, kommen mehrere einmalige Anschaffungen hinzu. Möbel, Geschirr, Koch- und Putzutensilien, Waschmaschine und vieles mehr stehen auf der Einkaufsliste. Auch wenn Ihre Ansprüche nicht allzu hoch sind und Sie keine Designermöbel kaufen, liegen die Kosten schnell bei über 2.000 Euro.

Ein Tipp, um Geld zu sparen: Auf Flohmärkten, in Gebrauchtwarenkaufhäusern und online sind oft gut erhaltene Einrichtungsgegenstände zu günstigen Preisen erhältlich – oder sogar geschenkt.

Studenten, Azubis und Geringverdiener haben zudem die Möglichkeit, sich finanziell unterstützen zu lassen. Eine Beratung bei Bundesagentur für Arbeit, Studentenwerken oder der Gemeinde ist sinnvoll um herauszufinden, ob Sie Anspruch auf staatliche Förderungen wie BAföG, Berufsausbildungshilfe (BAB) oder Wohngeld haben.

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WG-Mitbewohner sitzen zusammen in Wohnzimmer
Auszug richtig vorbereiten
WG-Mitbewohner sitzen zusammen in Wohnzimmer
  • Welche Versicherungen habe ich schon? Bin ich noch in der Privat-Haftpflichtversicherung meiner Eltern mitversichert oder brauche ich eine eigene?
  • Wie viel ist mein Hausrat wert? Oder anders gefragt: Wenn durch einen Brand oder einen Wasserschaden alles verloren ginge, hätte ich genügend Geld, um alles neu zu kaufen?
  • Besitze ich Gegenstände, die besonders teuer waren, etwa ein Mountainbike? Sind diese Dinge zum Beispiel mit einer  Fahrradversicherung abgesichert?
  • In den meisten Bundesländern sind Rauchmelder gesetzlich vorgeschrieben. Ist die Wohnung damit ausgerüstet? Falls nicht: Vermieter darauf ansprechen – er ist dafür zuständig.
  • Ziehe ich in eine WG oder miete ich eine Wohnung über einen anderen Mieter an? Dann unbedingt abklären, wer Hauptmieter oder Untermieter ist.
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Erlaubt oder nicht? 
Pünktlich Miete zahlen, die Hausordnung beachten und die Wohnung pfleglich behandeln gehören selbstverständlich zur ersten und jeder weiteren Wohnung dazu. Damit Sie sich in Ihrem ersten eigenen Zuhause wirklich wohlfühlen, muss neben der Wohnung auch die Nachbarschaft stimmen. Damit das Zusammenleben klappt und es nicht zum Nachbarschaftsstreit kommt, sollten Sie darauf achten, welche Dinge in einer Mietwohnung erlaubt sind und welche nicht.
  • Bohren und Hämmern dürfen Sie theoretisch werktags von 6 bis 22 Uhr. Aber besser nicht übertreiben und nur zu Uhrzeiten handwerklich arbeiten, in denen es einen selbst nicht stört.
  • Auch Musikmachen ist während dieser Zeit im Allgemeinen erlaubt – wobei Sie auf Klavierspielen um 6 Uhr morgens besser verzichten sollten.
  • Grillen auf dem Balkon ist gestattet – sofern es in Hausordnung oder Mietvertrag nicht verboten ist. 
  • Nicht alles, was erlaubt ist, muss man ausnützen. Am besten bemühen Sie sich um ein freundliches Miteinander.
  • Laut feiern dürfen Sie nicht. Rein rechtlich auch dann nicht, wenn Sie die Party vorher per Aushang ankündigen. Ein persönliches Gespräch kann allerdings dabei helfen, das Einverständnis der Nachbarn zu bekommen.
  • Auch sehr laute Instrumente wie Schlagzeug oder Trompete sind meist nur stundenweise erlaubt –maßgeblich ist der Mietvertrag.
  • Das Treppenhaus dürfen Sie nicht als Abstellkammer missbrauchen – ausrangierte Möbel und Fahrräder haben dort nichts zu suchen.
  • Eine Mietwohnung umzubauen, ist ohne Einverständnis des Vermieters nicht gestattet. Möchten Sie zum Beispiel das Waschbecken im Badezimmer austauschen, holen Sie vorab dessen schriftliche Erlaubnis ein.
  • Sie machen ein Auslandssemester und möchten Ihre Wohnung untervermieten? Dafür benötigen Sie ebenfalls die Zustimmung Ihres Vermieters. Andernfalls droht die Kündigung.
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Schäden absichern 

Wer noch bei seinen Eltern lebt, macht sich selten Gedanken über Versicherungen. Doch mit dem Auszug und Einzug in die eigenen vier Wände entfällt die Familien­versicherung oftmals. Aber: Nicht jede Versicherung der Eltern benötigen Sie auch für Ihre erste eigene Wohnung.

Eine Privat-Haftpflicht­versicherung sollte jeder haben

Eine Privat-Haftpflicht­versicherung ist ein Must-have. Die Police sichert Sie bis in hohe Millionenbeträge gegen Schäden ab, die Sie anderen Personen oder fremdem Eigentum zufügen. Das gilt nicht nur, wenn Sie bei Freunden versehentlich die teure Kaffee­maschine kaputt machen. Sondern auch wenn in Ihrer Mietwohnung eine Vase herunterfällt und einen Schramme im Parkett hinterlässt.

Bis zum 25. Lebensjahr sind Student oder Azubi übrigens meist über die Privat-Haftpflicht­versicherung ihrer Eltern abgesichert. Klären Sie unbedingt vor dem Umzug ab, ob Sie noch über Ihre Eltern versichert sind. So können Sie rechtzeitig selbst eine Versicherung abschließen.

Die Hausrat­versicherung sichert Ihre Möbel und Gegenstände ab

Eine Hausrat­versicherung sichert Ihre eigene Einrichtung ab. Also Möbel, Deko, Kleidung und je nach Tarif sogar Fahrräder. Ziehen Sie das erste Mal von zu Hause in ein WG-Zimmer oder Wohnheim, sind Sie übrigens oft noch über die Außen­versicherung der Hausrat Ihrer Eltern abgesichert.

Wer einen eigenen Hausstand gründet, also eine eigene Wohnung bezieht und die eigenen Möbel absichern möchte, benötigt selbst eine Hausratversicherung. Besonders für Personen, die Wert auf individuelle und hochwertige Einrichtung legen, ist eine Hausratversicherung sinnvoll.

Die Versicherungskosten orientieren sich an Wohnungsgröße und Quadratmeterzahl. Da die erste Wohnung meist nicht sonderlich groß ist, sind die Beitragszahlungen in der Regel überschaubar. 

Glasversicherung ist nicht unbedingt nötig

Eine Glasversicherung sichert je nach Tarif Glasschäden in und an einer Wohnung ab. Dieser Schutz ist optional, kann sich aber durchaus lohnen, wenn Sie in eine Wohnung mit viel Glas, beispielsweise mit einem Wintergarten ziehen.

Eigentümer benötigen eine Wohn­gebäude­versicherung

Wer keine Wohnung anmietet, sondern vom Elternhaus direkt in eine Eigentums­immobilie zieht, benötigt zudem eine Wohngebäudeversicherung. Diese springt bei Unwetterschäden, etwa durch Blitzeinschlag oder Hochwasser, ein.

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