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Junge Frau springt einem Mann in die Arme, um sie herum sind Kartons in einer Wohnung
Von zu Hause ausziehen 

Erste eigene Wohnung:
Checkliste und Tipps

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Der Umzug in die erste eigenen Wohnung sollte gut vorbereitet sein. Alles, an was Sie denken müssen, finden Sie in unserer Checkliste Umzug zum Download.
  • Für Ihren ersten eigenen Hausstand können schnell Kosten von bis zum 2.000 Euro anfallen.
  • Studenten und Azubis unter 25 sind trotz eigener Wohnung oft noch über ihre Eltern versichert. Wer sein eigenes Geld verdient, muss sich mit Auszug in die erste eigene Wohnung dagegen selbst um Versicherungen kümmern.
  • Mit einer Allianz Hausratversicherung sichern Sie Ihre eigene Einrichtung gegen häufige Schäden wie Schimmel oder Wasserschäden ab.
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Auszug richtig vorbereiten
Als junger Erwachsener in die erste eigene Wohnung zu ziehen ist aufregend und mit vielen Erwartungen verbunden. Damit der Start in den neuen Lebensabschnitt ohne böse Überraschungen abläuft, sollte der Umzug gut vorbereitet sein. 
WG-Mitbewohner sitzen zusammen in Wohnzimmer
WG-Mitbewohner sitzen zusammen in Wohnzimmer
Unsere Checkliste zum Download hilft Ihnen, dass der Umzug in die erste eigene Wohnung problemlos abläuft und nichts vergessen wird.
 
Die wichtigsten Punkte aus unserer Liste:
 
  • Ist eine Spedition beauftragt / ein Transporter gemietet?
  • Haben Sie genug Umzugskartons organisiert?
  • Haben Sie Ihren Telefon- oder Internetanschluss an-, bzw. umgemeldet?
  • Haben Sie die Stadtwerke / Ihren Energieversorger informiert?
  • Ist ein Nachsendeantrag beauftragt?
  • Haben Sie alle nötigen Versicherungen?
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Finanzen, Behördengänge und Versicherungen
Frau trägt mit Helfern Umzugskisten in einem Treppenhaus

Mietkosten im Blick behalten

Gerade für Berufs­ein­steiger, Azubis und Studenten ist es nicht immer einfach, sich eine eigene Wohnung zur Miete zu leisten. Rechnen Sie deshalb vorab genau durch, was die erste eigene Wohnung monatlich kosten darf, damit genug Geld für Lebensmittel, Versicherungen, Rücklagen und sonstige Ausgaben bleibt. Faustregel: Die Kaltmiete sollte maximal 30 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens betragen. Richten Sie einen Dauerauftrag für die Überweisung Ihrer monatlichen Miete ein, damit Sie nicht aus Verstehen vergessen, die Miete zu überweisen und in Rückstand geraten. Das kann im schlimmsten Fall zur Wohnungskündigung führen.

Geld sparen und Zuschüsse

Ein Umzug ist immer mit Ausgaben verbunden. Wenn Sie das erste Mal ausziehen und einen eigenen Hausstand gründen, kommen mehrere einmalige Anschaffungen hinzu. Möbel, Geschirr, Koch- und Putzutensilien, Waschmaschine und vieles mehr stehen auf der Einkaufsliste. Auch wenn Ihre Ansprüche nicht allzu hoch sind und Sie keine Designermöbel kaufen, liegen die Kosten schnell bei über 2.000 Euro.

Ein Tipp, um Geld zu sparen: Die erste eigene Wohnungseinrichtung muss nicht teuer sein. Auf Flohmärkten, in Gebrauchtwarenkaufhäusern und online sind oft gut erhaltene Einrichtungsgegenstände zu günstigen Preisen erhältlich – oder sogar geschenkt. Möbel mit kleinen Macken lassen sich mit etwas Farbe oder Politur wieder auf Vordermann bringen.

Studenten, Azubis und Geringverdiener haben zudem die Möglichkeit, sich finanziell unterstützen zu lassen. Eine Beratung bei Bundesagentur für Arbeit, Studentenwerken oder der Gemeinde ist sinnvoll, um herauszufinden, ob Sie Anspruch auf staatliche Förderungen wie BAföG, Berufsausbildungshilfe (BAB) oder Wohngeld haben.

Zusatzkosten einkalkulieren

Fragen Sie bei Ihrem Vermieter nach, wie hoch die Betriebskosten in den letzten Jahren waren. So können Sie eine mögliche Nebenkostennachzahlung direkt einplanen und vermeiden teure Überraschungen. Erkundigen Sie sich, welche Reparaturen in der Wohnung Sie selbst bezahlen müssen und legen Sie sich dafür ein kleines finanzielles Polster zu. Schönheitsreparaturen zahlen in der Regel immer Sie als Mieter. Wurde eine Staffel- oder Indexmiete vereinbart? Dann steigt die Miete automatisch regelmäßig an und Sie müssen die zusätzlichen Kosten mit einplanen. Wie hoch ist die Mietkaution? Diese darf maximal drei Kaltmieten betragen. Aber auch sie muss mit einkalkuliert werden.

Wohnsitz an- oder ummelden

Mit dem Einzug ist der Umzug noch nicht vorbei. Neben dem Einrichten stehen jetzt noch Behördengänge, Anmeldungen und Ummeldungen an. Innerhalb von 14 Tagen nach dem Wohnungswechsel müssen Sie sich bei Einwohnermeldeamt oder Gemeinde ummelden und die Adresse ändern lassen. Dafür benötigen Sie von Ihrem Vermieter eine Wohnungsgeber­bescheinigung. Haben Sie einen eigenen Pkw, müssen Sie auch Ihr Auto ummelden.

Für den Rundfunkbeitrag gibt es übrigens keine Anmeldefristen. Die Anmeldung beim Beitragsservice (ehemals GEZ) erfolgt automatisch, wenn Sie dem Einwohnermeldeamt Ihren neuen Wohnsitz mitteilen.

Um Strom, Gas, Telefon und Internet sollten Sie sich idealerweise kümmern, sobald Sie den Mietvertrag unterschrieben haben. Insbesondere die Neuanmeldung von Internet- und Telefonanschluss kann je nach Anbieter mehrere Wochen dauern.

Versicherungscheck

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  • Welche Versicherungen habe ich schon? Bin ich noch in der Privat-Haftpflichtversicherung meiner Eltern mitversichert oder brauche ich eine eigene?
  • Wie viel ist mein Hausrat wert? Oder anders gefragt: Wenn durch einen Brand oder einen Wasserschaden alles verloren ginge, hätte ich genügend Geld, um alles neu zu kaufen?
  • Besitze ich Gegenstände, die besonders teuer waren, etwa ein Mountainbike? Sind diese Dinge zum Beispiel mit einer Fahrradversicherung abgesichert?
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Gut zu wissen
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Nicht nur Studenten, auch immer mehr Berufstätige bilden Wohn­gemein­schaften. Manche mögen abends nicht in eine leere Wohnung kommen, andere tun sich zusammen, um Geld zu sparen. So oder so gilt: Je mehr Leute in einem Haushalt leben, desto mehr Absprachen sind nötig.

Unter anderem ist zu klären, wer wofür haftet und was durch eine Hausratversicherung in der WG abgesichert wird. Welcher Versicherungsschutz sinnvoll ist, erklären unsere Kollegen im Online-Forum Allianz hilft.

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Schäden absichern 
Wer noch bei seinen Eltern lebt, macht sich selten Gedanken über Versicherungen. Doch mit dem Auszug und Einzug in die eigenen vier Wände entfällt die Familien­versicherung oftmals. Aber: Nicht jede Versicherung der Eltern benötigen Sie auch für Ihre erste eigene Wohnung.

Die Hausrat­versicherung sichert Ihre Möbel und Gegenstände ab

Eine Hausrat­versicherung sichert Ihre eigene Einrichtung ab. Also Möbel, Deko, Kleidung und je nach Tarif sogar Fahrräder. Ziehen Sie das erste Mal von zu Hause in ein WG-Zimmer oder Wohnheim, sind Sie übrigens oft noch über die Außen­versicherung der Hausrat Ihrer Eltern abgesichert.

Wer einen eigenen Hausstand gründet, also eine eigene Wohnung bezieht und die eigenen Möbel absichern möchte, benötigt selbst eine Hausratversicherung. Besonders für Personen, die Wert auf individuelle und hochwertige Einrichtung legen, ist eine Hausratversicherung sinnvoll.

Die Versicherungskosten orientieren sich an Wohnungsgröße und Quadratmeterzahl. Da die erste Wohnung meist nicht sonderlich groß ist, sind die Beitragszahlungen in der Regel überschaubar. 

Eine Privat-Haftpflicht­versicherung sollte jeder haben

Eine Privat-Haftpflicht­versicherung ist ein Must-have. Die Police sichert Sie bis in hohe Millionenbeträge gegen Schäden ab, die Sie anderen Personen oder fremdem Eigentum zufügen. Das gilt nicht nur, wenn Sie bei Freunden versehentlich die teure Kaffee­maschine kaputt machen. Sondern auch wenn in Ihrer Mietwohnung eine Vase herunterfällt und eine Schramme im Parkett hinterlässt.

Bis zum 25. Lebensjahr sind Student oder Azubi übrigens meist über die Privat-Haftpflicht­versicherung ihrer Eltern abgesichert. Klären Sie unbedingt vor dem Umzug ab, ob Sie noch über Ihre Eltern versichert sind. So können Sie rechtzeitig selbst eine Versicherung abschließen.

Versicherung einzelner Gegenstände

Der Gegenstandsschutz ist eine Gegenstandsversicherung, die für Ihre wertvollen Gegenstände und Sportgeräte zu Hause und unterwegs umfangreichen Schutz bietet. Versichert wird nur, was Ihnen besonders wichtig ist, z. B. Ihr Mountainbike, Ihre Uhr oder Kamera. Mit dem Gegenstandsschutz können Sie Ihre wertvollen Lieblingsstücke umfassend gegen Diebstahl und Beschädigung absichern. Im Schadenfall ersetzt Ihnen die Gegenstandsversicherung den Neuwert Ihrer Lieblingsstücke.

Glasversicherung ist nicht unbedingt nötig

Eine Glasversicherung sichert je nach Tarif Glasschäden in und an einer Wohnung ab. Dieser Schutz ist optional, kann sich aber durchaus lohnen, wenn Sie in eine Wohnung mit viel Glas, beispielsweise mit einem Wintergarten ziehen.

Eigentümer benötigen eine Wohn­gebäude­versicherung

Wer keine Wohnung anmietet, sondern vom Elternhaus direkt in eine Eigentums­immobilie zieht, braucht zudem eine Wohngebäudeversicherung. Diese springt bei Unwetterschäden, etwa durch Blitzeinschlag oder Hochwasser, ein.

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Erlaubt oder nicht? 
Pünktlich Miete zahlen, die Hausordnung beachten und die Wohnung pfleglich behandeln, gehören selbstverständlich zur ersten und jeder weiteren Wohnung dazu. Damit Sie sich in Ihrem ersten eigenen Zuhause wirklich wohlfühlen, muss neben der Wohnung auch die Nachbarschaft stimmen. Damit das Zusammenleben klappt und es nicht zum Nachbarschaftsstreit kommt, sollten Sie darauf achten, welche Dinge in einer Mietwohnung erlaubt sind und welche nicht.
  • Bohren und hämmern dürfen Sie theoretisch werktags von 6 bis 22 Uhr. Aber besser nicht übertreiben und nur zu Uhrzeiten handwerklich arbeiten, in denen es einen selbst nicht stört.
  • Auch Musikmachen ist während dieser Zeit im Allgemeinen erlaubt – wobei Sie auf Klavierspielen um 6 Uhr morgens besser verzichten sollten.
  • Grillen auf dem Balkon ist gestattet – sofern es in Hausordnung oder Mietvertrag nicht verboten ist. 
  • Nicht alles, was erlaubt ist, muss man ausnützen. Am besten bemühen Sie sich um ein freundliches Miteinander.
  • Laut feiern dürfen Sie nicht. Rein rechtlich auch dann nicht, wenn Sie die Party vorher per Aushang ankündigen. Ein persönliches Gespräch kann allerdings dabei helfen, das Einverständnis der Nachbarn zu bekommen.
  • Auch sehr laute Instrumente wie Schlagzeug oder Trompete sind meist nur stundenweise erlaubt – maßgeblich ist der Mietvertrag.
  • Das Treppenhaus dürfen Sie nicht als Abstellkammer missbrauchen – ausrangierte Möbel und Fahrräder haben dort nichts zu suchen.
  • Eine Mietwohnung umzubauen, ist ohne Einverständnis des Vermieters nicht gestattet. Möchten Sie zum Beispiel das Waschbecken im Badezimmer austauschen, holen Sie vorab dessen schriftliche Erlaubnis ein.
  • Sie machen ein Auslandssemester und möchten Ihre Wohnung untervermieten? Dafür benötigen Sie ebenfalls die Zustimmung Ihres Vermieters. Andernfalls droht die Kündigung.
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