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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Für Mopeds, Mofas, Roller, E-Roller und andere Kleinkrafträder mit bis zu 50 Kubikzentimetern (ccm) Hubraum bzw. mit einer Höchst­ge­schwin­dig­keit von 45 km/h besteht Versicherungspflicht in der Moped­ver­si­che­rung. Ein gültiges Versicherungs­kenn­zeichen weist nach, dass diese Zweiräder versichert sind und am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.
  • Mopedkennzeichen sind immer ein Jahr lang gültig – vom 1. März bis Ende Februar des Folgejahres.
  • Kleinkraftradfahrer, die ohne oder mit abgelaufenem Versicherungs­kenn­zeichen unterwegs sind, machen sich strafbar und haben keinen Haftpflichtschutz.
  • Erhältlich sind Kennzeichen für Mopeds, Roller und anderer Klein­kraft­räder bei Versicherungen, in Versicherungsagenturen sowie bei Banken und Automobilclubs.
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Moped mit blauen Kennzeichen für das Jahr 2021
Bedeutung
Moped mit blauen Kennzeichen für das Jahr 2021

Versicherungskennzeichen für Mopeds sind immer zweizeilig aufgebaut: In der oberen Zeile stehen drei Ziffern und in der unteren drei Buchstaben (ohne Umlaute, ohne Q).

Mithilfe der Buchstabenkombination lässt sich die Versicherungsgesellschaft ermitteln, bei der das Moped haft­pflicht­versichert ist. Die Zahlen­kombi­nation dient zur Unterscheidung der Ver­si­che­rungs­nehmer. Wunsch­kenn­zeichen für Mopeds gibt es daher nicht.

Am unteren Rand des Schildes ist außer­dem das Versicherungsjahr aufge­führt, in dem das Kennzeichen gültig ist. Links daneben steht die Prägung "GDV" für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Gut zu wissen: Kennzeichenfarbe
Illustration Info: Gut zu wissen

Versicherungskennzeichen für Mopeds, Mofas und Roller haben jedes Jahr eine andere Farbe. Diese wechselt jeweils zu Beginn des neuen Versicherungsjahres am 1. März zwischen schwarz, blau und grün. 2021 sind die Mopedkenn­zeichen blau, 2020 waren sie schwarz. 2022 ist grün an der Reihe.

Die Kennzeichenfarbe ändert sich jedes Jahr. Damit erkennt die Polizei auf den ersten Blick, ob Versicherungsschutz fürs Kleinkraftrad besteht. Ist das nicht der Fall, verstößt der Zweiradlenker gegen § 6 Pflichtversicherungsgesetz. Auf das Vergehen stehen Geld- oder Frei­heits­strafen von bis zu einem Jahr.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Moped, E-Scooter und Co.

Folgende Fahrzeuge benötigen für den Betrieb auf öffentlichen Straßen eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung mit dazugehörigem Versicherungs­kenn­zeichen:

  • Kleinkrafträder wie Mofas, Mopeds und Mokicks mit einem Hubraum von maximal 50 ccm und einer Höchstgeschwindigkeit von höchstens 45 km/h
  • Elektrofahrräder (E-Bikes) mit einer Motorleistung bis zu 500 Watt und einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h; Treten ist nicht notwendig
  • Schnelle Pedelecs (S-Pedelecs) mit einer Motorleistung über 250 Watt und Tretunterstützung bis 45 km/h; Pedelecs bis 250 Watt und Unter­stützung bis 25 km/h sind Fahr­räder
  • Segways und ähnliche Mobilitäts­hilfen mit elektrischem Antrieb mit einer Maximal­geschwindig­keit von bis zu 20 km/h
  • Quads und Trikes mit einer Höchst­geschwindigkeit von maximal 45 km/h und einem Hubraum von bis zu 50 ccm
  • E-Scooter beziehungsweise E-Roller mit Betriebserlaubnis, die maximal auf 45 km/h beschleu­nigen können
  • Motorisierte Krankenfahrstühle
  • Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchst­geschwin­digkeit von 60 km/h, die bereits vor 1. März 1992 versichert waren

Wann benötige ich ein amtliches Kennzeichen für mein Moped?

Für Zweiräder mit einem Hubraum von mehr als 50 ccm oder einer Höchst­geschwin­digkeit von über 45 km/h ist ein Mopedkennzeichen nicht ausreichend. Um einen umfassenden Versicherungs­schutz zu gewährleisten, sind bei diesen Leichtkraftfahrzeugen eine Leichtkraftrad Versicherung bzw. bei einem Hubraum von über 125 ccm eine Motorradversicherung und ein amtliches Kfz-Kennzeichen erforderlich.

Anders als das Mopedkennzeichen ist dieses Nummernschild für Motorräder, Pkw und andere zulassungspflichtige Kraftfahrzeuge nicht bei Versicherungen, sondern nur bei Kfz-Zulassungs­stellen erhältlich. Das dient dazu, das Fahrzeug zweifelsfrei seinem Halter zuzuordnen.

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Rückseite eines roten Kraftrads mit blauem Mopedkennzeichen aus dem Versicherungsjahr 2021
Günstiger Versicherungsschutz
Rückseite eines roten Kraftrads mit blauem Mopedkennzeichen aus dem Versicherungsjahr 2021

In der Regel kostet ein Moped­kenn­zeichen für die ganze Versicherungs­saison deutlich unter 100 Euro. Die günstigsten Tarife starten bei etwa 30 Euro, bei den teuersten Anbietern liegen die Kosten bei rund 140 Euro.

Die Beiträge variieren teils stark von An­bieter zu Anbieter und sind zudem von der Art des Fahrzeugs und dem Alter des Fahrers abhängig. So zahlen uner­fah­rene Mopedfahrer unter 25 Jahren bei den meisten Kfz-Versicherungen eine höhere Prämie als ältere Fahrer.

Ich hole das Ver­si­che­rungs­kenn­zeichen erst später im Jahr: Zahle ich die volle Versicherungs­summe?

Nein. Wenn Sie das Versicherungs­kenn­zeichen erst nach Beginn des Ver­si­che­rungs­jahres am 1. März benötigen, verringern sich die Kosten entsprechend. Wollen Sie Ihr Moped beispielsweise erst ab 1. Mai nutzen, reduziert sich der Beitrag für die Mofaversicherung anteilig.

Kaufen Sie das Mopedkennzeichen zum Saisonstart im März, zahlen Sie bei der Allianz 54 Euro. Holen Sie es erst im Mai, liegen die Kosten bei 48,60 Euro – voraus­gesetzt, Sie sind älter als 25 Jahre. Jüngere Versicherungsnehmer müssen tiefer in die Tasche greifen.

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Gültigkeit, Strafen, Montage

Mit dem Versicherungskennzeichen sind Kleinkrafträder für maximal zwölf Mo­na­te abgesichert – und zwar unab­hängig vom Vertragsbeginn immer bis zum Ende des Verkehrsjahres am 28./29. Februar des Folgejahres. Wer mit einem abge­laufenen Mopedkennzeichen unterwegs ist oder das Nummernschild falsch am Fahrzeug anbringt, riskiert Geldbußen bis hin zu einer Freiheits­strafe.

Wo erhalte ich ein Ver­sicherungs­kenn­zei­chen für Moped, Roller und Co. und welche Dokumente benötige ich dafür?

Sie können Mopedkennzeichen in einer Filiale Ihrer Versicherung oder auch bei einigen Banken und Sparkassen kaufen. Bei Vertragsabschluss müssen Sie neben Ihrem Ausweis die Allgemeine Betriebs­erlaubnis (ABE) Ihres Mopeds, Rollers oder sonstigen Kleinkraftrads vorlegen.

Das Dokument erhalten Sie beim Kauf des Zweirads mit einem Hubraum von weniger als 50 ccm. Es enthält wichtige Angaben zur Fahrzeug-Identifikations­nummer (FIN) sowie Hersteller, Antriebs­art, Fahr­gestell­nummer und Baujahr. Natürlich ist auch für E-Roller ein Versicherungs­kenn­zeichen Pflicht.

Noch nicht volljährige Jugendliche benötigen darüber hinaus die Unter­schrift ihrer Eltern, um ein Ver­si­che­rungs­kennzeichen für ihr Moped zu beantra­gen. Nachdem Sie diese Unterlagen vorgezeigt und die Versicherungs­prämie gezahlt haben, können Sie das neue Moped­kenn­zeichen direkt mitnehmen. Eine Kfz-Zulassung wie beim Auto ist nicht nötig. Sie erhalten bei Abschluss der Mopedversicherung auch keine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer).

Kann ich Versicherungs­kennzeichen für Moped online bestellen?

Einige Versicherer bieten diesen Service an. Um das Nummernschild online anzufordern und nach Hause geliefert zu bekommen, müssen Sie eine Moped­ver­sicherung bei dem jeweiligen Anbieter abgeschlossen haben. Zusätz­lich benötigen Sie einige Angaben aus der Allgemeinen Betriebserlaubnis Ihres Mopeds.

Wie lange ist das Moped­kennzeichen gültig?

Die Gültigkeit Ihres Mopedkennzeichens beträgt immer ein Jahr – und zwar ab Saisonbeginn am 1. März bis zum 28./29. Februar des Folgejahres. In dieser Zeit ist Ihr Fahrzeug über die Haftpflicht­ver­si­che­rung gegen Schadensersatz­ansprüche Dritter abgesichert, zum Beispiel wenn Sie einen Unfall haben und mit Ihrem Moped eine Person verletzen oder fremdes Eigentum beschädigen.

Haben Sie eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen, springt diese zusätzlich bei Diebstahl sowie Schäden durch Sturm, Hagel, Brand, Wildunfälle oder Kurz­schlüsse ein.

Wichtig: Eine Kündigung des Ver­si­che­rungs­vertrags ist nicht notwendig. Der Schutz läuft zum Ende des Ver­si­che­rungs­jahres am 28./29. Februar automatisch aus. Möchten Sie Ihr Moped im darauf­folgenden Jahr weiterfahren, sollten Sie sich rechtzeitig um einen neuen Versicherungsvertrag und ein neues Mopedkennzeichen kümmern.

Welche Strafen drohen bei abgelaufenem Kennzeichen?

Wer mit abgelaufenem Moped­kenn­zeichen auf öffentlichen Straßen unter­wegs ist und einen Unfall verursacht, muss den entstandenen Schaden aus eigener Tasche bezahlen und für mögliche Schadens­ersatz­for­derungen des Unfallgegners aufkommen. Er ist in diesem Fall nicht mehr versichert.

Darüber hinaus müssen Mopedfahrer, die ohne gültiges Versicherungskennzeichen fahren oder ihr Zweirad dauerhaft auf einem Gehweg parken, laut Paragraf 6 des Pflichtversicherungsgesetzes (PflVG) mit einer Geldstrafe oder einer Freiheits­strafe bis zu einem Jahr rechnen.

Falsches Versicherungs­kennzeichen an Moped, Roller & Co.: Diese Strafen drohen

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Verstoß
Bußgeld
Sie fahren mit einem Moped, dessen Versicherungs­kennzeichen nicht den Vorschriften entspricht. 10 €
Sie händigen die für das Moped erforderliche Versicherungs­bescheinigung bei einer Verkehrskontrolle nicht aus. 10 €
Sie fahren auf einer öffentlichen Straße Moped, ohne die Versicherungs­bescheinigung dabeizuhaben. 10 €
Sie fahren mit einem Moped ohne gültiges Versicherungs­kennzeichen auf einer öffentlichen Straße. 40 €
Sie fahren mit einem Moped ohne Kennzeichen auf einer öffentlichen Straße. 40 €
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Checkliste
Rückansicht von zwei Kleinkrafträdern mit Versicherungskennzeichen
  • Bringen Sie das Moped­kenn­zeichen an der Rückseite des Fahrzeugs unter der Schlussleuchte fest an.
  • Das Versicherungskennzeichen muss bei Tageslicht auf eine Entfernung von mindestens 15 Metern gut lesbar sein. Kontrol­lieren Sie deshalb, dass es weder verschmutzt ist noch spiegelt oder verdeckt wird.
  • Der untere Rand des Moped­kenn­zeichens muss mindestens 20 Zentimeter über der Fahrbahn liegen.
  • Das Versicherungskennzeichen darf um maximal 30 Grad in Fahr­richtung geneigt sein und muss aus einem 45-Grad-Winkel von beiden Seiten des Zweirads aus gut erkennbar sein. Zur einfachen und sicheren Montage sind ge­eig­nete Kennzeichenhalter im Fach­handel oder online erhältlich. Manche Versicherungen bieten die pas­sen­de Halterung kostenlos beim Kauf des Mopedkennzeichens an.

Ist mein parkendes Mo­ped nur dann ver­sichert, wenn ein gültiges Ver­si­che­rungs­kennzeichen daran angebracht ist?

Selbst wenn es nur geparkt und nicht in Betrieb ist: Versicherungsschutz für Ihr Moped besteht nur dann, wenn Sie ein gültiges Kennzeichen an ihm montiert haben. Stellen Sie den Roller ohne oder mit abgelaufener Plakette auf einer öffentlichen Straße ab und das Fahrzeug wird beschädigt oder gestohlen, tragen Sie die entstandenen Kosten selbst.

Darüber hinaus stellt Parken ohne gültiges Versicherungskennzeichen – zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen – eine Ordnungswidrigkeit dar, die nach dem Bußgeldkatalog mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro geahndet wird.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Minderjährige Mopedfahrer
Illustration Info: Gut zu wissen

Ab 16 Jahren dürfen junge Mopedfahrer ihr Fahrzeug bei Versicherungen, Banken oder Sparkassen versichern. Zwei Möglichkeiten stehen zur Auswahl: Entweder unterschreibt der gesetzliche Vertreter – normalerweise Vater oder Mutter – den Versicherungsantrag, oder stellt dem minderjährigen Antragsteller eine Vollmacht aus.

Gleiches gilt für Fahrer von Roller, Mofa und E-Scooter (Höchstge­schwindigkeit über 20 km/h). Elektrokleinstfahrzeuge mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h schützen Asphaltpiloten bereits ab 14 Jahren mit einer Versicherung.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Darf ich mein Kleinkraftrad ohne oder mit abgelaufenem Versicherungskennzeichen auf eine öffentliche Straße stellen?

    Grundsätzlich gilt: Für abgestellte Fahrzeuge im öffentlichen Ver­kehrs­raum besteht keine Zulas­sungs­pflicht. Damit sind sie auch nicht steuer- und ver­si­che­rungs­pflichtig. Im Sinne des Straßen­rechts handelt es sich beim Abstellen eines Mopeds mit ungültigem Versicherungskennzeichen allerdings um eine genehmigungs­pflichtige Sondernutzung.

    Stellen Sie einen Roller mit abge­laufenem Nummern­schild ohne Genehmigung dauerhaft auf dem Gehsteig ab, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen. Werden Sie dazu angehalten, das Mofa zu entfernen und kommen dieser Aufforderung nicht nach, riskieren Sie, dass Ihr Fahrzeug kostenpflichtig abgeschleppt wird.

  • Bietet eine Mopedversicherung auch im Ausland Versicherungsschutz?

    Eine Mopedversicherung sichert Sie innerhalb der geografischen Grenzen Europas sowie in außer­europäischen Gebieten ab, die zum Geltungsbereich der Europäischen Union gehören (z.B. Schweiz). Das deutsche Ver­si­che­rungs­kenn­zeichen ist dort gleichermaßen gültig.

    Informieren Sie sich vor einer Auslandsreise, ob zusätzlich ein Länder­kennzeichen sowie das Mitführen einer Internationalen Versicherungskarte (ehemals "Grüne Karte") erforderlich sind. Letztere sichert Mopedfahrer auch in nicht-europäischen Ländern wie Albanien, Marokko, Russland oder der Ukraine umfassend ab.

  • Was passiert mit dem Kennzeichen, wenn ich mein Moped vor Ablauf des Versicherungsjahres verkaufe oder stilllege?

    Im Fall einer Stilllegung können Sie das Mopedkennzeichen Ihrer Kfz-Versicherung zurückgeben und erhalten die bereits gezahlte Prämie anteilig zurückerstattet. Verkaufen Sie Ihr Mofa, hat der neue Besitzer die Möglichkeit, die bestehende Mopedversicherung zu übernehmen. Der Versicherer schreibt den Vertrag dann auf ihn um und er zahlt anteilig die Bei­träge für das laufende Ver­si­che­rungs­jahr. Dem bisherigen Besitzer werden diese Beiträge gutgeschrieben.

    Die Kosten privat aufzuteilen und die Mopedversicherung nicht offiziell umschreiben zu lassen, ist dagegen keine gute Idee: Dann läuft das Fahrzeug weiter unter Ihrem Namen und Sie müssen gegebenenfalls für Sach- und Personenschäden aufkommen, die der neue Fahrzeughalter  verursacht.

  • Ich habe mehrere alte Oldtimer-Mopeds. Besteht die Möglichkeit, ein rotes Mopedkennzeichen zu bekommen?

    Einzelne Versicherungs­gesell­schaften bieten Händlern oder Sammlern, die mehrere Klein­kraft­räder mit Oldtimer-Status besitzen, ein rotes Versicherungs­kenn­zeichen an. Dieses Nummernschild montieren Sie im Wechsel an dasjenige Oldtimer-Zweirad aus Ihrer Sammlung, mit dem Sie auf die Straße wollen.

    Allerdings ermöglicht das rote Mopedkennzeichen keine regelmäßige Nutzung, sondern ausschließlich Überführungs-, Probe- und Einstellfahrten oder die Teilnahme an Oldtimer-Treffen oder Rallyes. Der Preis für die rote Plakette entspricht in diesem Fall etwa den Kosten eines normalen Mopedkennzeichens.

  • Was tun, wenn ich das Versicherungskennzeichen für mein Moped oder meinen Roller verloren habe oder es gestohlen wurde?

    Melden Sie den Verlust oder Dieb­stahl des Roller- oder Moped­kenn­zeichens umgehend Ihrer Kfz-Versicherung und der Polizei. So stellen Sie sicher, dass eine missbräuchliche Verwendung nicht Ihnen angelastet wird.

    Ihr Versicherer stellt anschließend ein neues Kennzeichen für Ihr Kleinkraftrad für Sie aus, für das Sie anteilig die Prämie für das laufende Versicherungsjahr bezahlen. Darüber hinaus kann eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von etwa zehn Euro anfallen.

  • Was tun, wenn ich die Versicherungskarte bzw. den Versicherungsschein verloren habe?

    Bei Verlust oder Unbrauchbarkeit der Versicherungsbescheinigung sollten Sie Ihre Moped­ver­si­che­rung umgehend darüber in Kenntnis setzen. Sie erhalten dann zeitnah Ersatz.
  • Kann ich mein Moped-Versicherungskennzeichen für ein neues Fahrzeug übernehmen?

    Nein, in der Regel erwerben Sie bei einem Fahrzeugwechsel ein neues Nummernschild für Ihr Klein­kraft­rad. Die Kosten berechnen sich abhängig von der Restzeit des aktuellen Ver­si­che­rungs­jahres. Das alte Kennzeichen geben Sie zusammen mit dem Versicherungs­schein bei Ihrem Versicherer ab. Ihr Versicherungsunternehmen verrechnet anteilig den bereits bezahlten Beitrag für die nicht genutzte Zeit.

    Ausnahme: Tauschen Sie Ihr Moped gegen ein identisches Modell ein, ist der Wechsel prämienneutral. In diesem Fall bleiben die im Vertrag fest­ge­hal­tenen Fahrzeugdaten gleich und Sie können das Versicherungs­kenn­zeichen für Ihr neues Zweirad weiternutzen.

  • Gibt es bei der Versicherung einen Unterschied zwischen Kleinkraftrollern und Leichtkraftrollern?

    Ja, Versicherungsgesellschaften unterscheiden zwischen den beiden Fahrzeugkategorien. Je nachdem, welches Fahrzeug Sie im Straßenverkehr bewegen möchten, sind unterschiedliche Ver­si­che­rungen vorgeschrieben:

    • Ein Kleinkraftrad bzw. -roller ist ein Zweirad oder Dreirad mit maximal 50 ccm Hub­raum und einer Höchst­ge­schwin­dig­keit von 45 km/h. Darunter fallen unter an­de­rem Mofas, Mokicks, Mo­peds, Roller und Fahr­räder mit Hilfsmotor wie E-Bikes. Für sie reicht eine Mopedversicherung aus.
    • Gemäß § 2 Nr. 10 Fahrzeug-Zulassungs-Verordnung (FZV) fallen Krafträder mit einem Hubraum von 51 bis 125 ccm und einer maxi­malen Motorleistung von 11 kW bzw. 15 PS unter die Bezeichnung Leicht­kraft­roller bzw. Leicht­kraft­räder. Für sie ist eine reguläre Motorradversicherung notwendig.

    Übrigens: Der Unterschied zwi­schen einem Leicht­kraft­roller und einem Leicht­kraft­rad besteht darin, dass Sie beim Leicht­kraft­roller die Füße nebeneinander auf das Trittbrett stellen können. Beim Leichtkraftrad platzieren Sie die Füße links und rechts vom Rahmen auf Fußrasten. In der Regel be­fin­den sich Tank und Motor in der Mitte.

  • Kann ich die Mopedversicherung von der Steuer absetzen?

    Ja, Privatpersonen können die Moped-Haftpflichtversicherung steuerlich geltend machen. Die Kosten führen Sie in der Anlage "sonstige Vorsorge­auf­wen­dun­gen" Ihrer Einkommens­steuer­erklärung auf. Arbeitnehmer kön­nen sich jährlich maximal 1.900 Euro anrechnen lassen, Selbst­stän­dige bis zu 2.800 Euro.

    Die Moped-Teilkasko ist als Sach­ver­si­che­rung hingegen nicht von der Steuer absetzbar.

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