Allianz - Mietsachschaden: Beistelltisch mit Pflanzer vor grauer couch
Wenn die Mietwohnung Schaden nimmt

Mietsachschäden: Gut geschützt mit der Privathaftpflicht

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Wer haftet bei Schäden in Mietwohnungen?
  • Kratzer im Parkett, abgesplitterter Lack am Türrahmen, ein Sprung im Waschbecken: In einer privat gemieteten Wohnung und an den darin enthaltenen Vermögensgegenständen kann schnell etwas kaputtgehen. Solche Schäden nennt man Mietsachschäden.
  • Eine Regulierung dieser Schäden erfolgt meist über die Haftpflichtversicherung des Mieters.
  • In manchen Fällen greifen auch andere Versicherungen wie die Hausratversicherung oder die Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Denn nicht jeder Mietsachschaden ist in jeder Versicherung und in allen Tarifen gleichermaßen enthalten.
  • Insbesondere Tierhaltern wird empfohlen, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, damit auch Schäden, die das eigene Haustier verursacht, abgedeckt sind.
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Gut zu wissen

Mit einer Wohnung mietet man auch das darin enthaltene, fest verbaute Inventar, das wie die Räumlichkeiten zum Eigentum des Vermieters gehört und nur für die Dauer des Mietverhältnisses zur Nutzung überlassen wird. Im Gegenzug dafür zahlt der Mieter monatlich einen bestimmten Betrag – die Miete.

Von Mietsachschäden spricht man laut Definition, wenn gemietete Räume, die fest verbaute Einrichtung oder darin enthaltene, mitvermietete Gegenstände beschädigt werden. Haben Sie zum Beispiel einen schweren Hammer fallen lassen und dadurch eine Bodenfliese in der Küche zerstört, liegt ein Mietsachschaden vor, weil der Bodenbelag zum fest verbauten Inventar der Wohnung gehört.

Beispiele für typische Mietsachschäden

 

  • Ihnen entgleitet ein Zahnputzbecher aus Porzellan oder Glas, der auf dem Waschbeckenrand aufschlägt und dort einen Sprung verursacht.
  • Beim Haaretrocknen fällt Ihnen der Föhn aus der Hand und beschädigt den Badewannenrand.
  • Eine heruntergefallene Zigarette hinterlässt einen Brandfleck auf dem Holzparkett oder im fest verlegten Teppichboden.
  • Ein Blumentopf rutscht Ihnen aus den Händen und schlägt ein Stück aus der Fensterbank heraus.
  • Beim Umräumen sorgen Sie mit der Kante eines Stuhls für eine Schramme im Kücheneinbauschrank.
  • Sie verschütten versehentlich Rotwein auf den hellen fest verlegten Teppichboden im Wohnzimmer.
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Richtig versichert
Allianz - Mietsachschaden: Modernes Wohnzimmer mit Fahrrad an der Wand

Wer etwas kaputt macht, muss für den Schaden aufkommen – das gilt auch für Mietwohnungen. Für die Reparatur oder Ausbesserung von Mietsachschäden muss also der Mieter aufkommen oder dem Vermieter Schadensersatz leisten. Je nach Art des Schadens kann es sich hier um beachtliche Summen handeln. Aber keine Sorge: Da es sich bei Mietsachschäden um eine Forderung Dritter handelt, springt in der Regel die Privathaftpflichtversicherung ein. Voraussetzung ist, dass Sie den Schaden nicht bewusst und mutwillig verursacht haben.

Folgende Mietsachen deckt die private Haftpflichtversicherung ab:

 

  • Türen
  • Fenster und Fensterrahmen
  • Wände
  • Bodenbeläge aller Art: Parkett, Laminat, Dielen, Bodenfliesen, Teppiche
  • Sanitäranlagen wie Waschbecken, Toiletten, Badewannen, Duschkabinen
  • Fest integriertes Mobiliar wie Einbauschränke und Küchenzeilen

Wer als Mieter eine Garage, ein Gartenhaus oder Außenflächen nutzt, sollte in jedem Fall prüfen, ob die Haftpflichtpolice eine mögliche Ausschlussklausel dafür enthält oder ob Schäden in diesen speziellen „Wohnbereichen" ebenfalls abgedeckt sind.

Allmählichkeitsschäden sollten mitversichert sein

Nicht jeder Schaden ist sofort sichtbar. Stattdessen bleiben manche über längere Zeit im Verborgenen, etwa weil Sie ein Loch in die Wand gebohrt und dabei unbemerkt ein Rohr beschädigt haben, aus dem in der Folgezeit Wasser austritt. Es kann Tage, Wochen oder sogar Monate dauern, bis die leckende Stelle durch einen feuchten Fleck in der Tapete oder Schimmel auffällt. Diese schleichenden Prozesse werden als Allmählichkeitsschäden bezeichnet. Darunter fallen in der Regel Schäden, die durch Wasser, Rauch, Staub, Ruß oder anhaltenden Temperatureinfluss verursacht werden.

In der Vergangenheit haben viele Versicherer Allmählichkeitsschäden nicht in ihre Haftpflichtpolicen aufgenommen. Als Mieter sollten Sie daher darauf achten, dass Ihre Privathaftpflicht auch solche zunächst unbemerkten Mietsachschäden abdeckt.

Schlüsselverlust decken reguläre Haftpflichtversicherungen meist nicht ab

In Haftpflicht-Basispolicen ist der Verlust von Wohnungsschlüsseln in der Regel nicht mitversichert. Allerdings kann Schlüsselverlust über einen Zusatzbaustein in die Privathaftpflicht integriert werden. Eine solche Zusatzversicherung ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn das Miethaus mit einer Zentralschließanlage und Generalschlüsseln ausgestattet ist. Bei Verlust hat der Vermieter das Recht, den Wechsel der gesamten Schließanlage zu veranlassen. Die Kosten dafür liegen schnell im fünfstelligen Eurobereich.

Die Haftpflicht zahlt in der Regel auch bei Mietsachschäden in einer Ferienwohnung

Sind Mietsachschäden in Ihrer Privat-Haftpflichtversicherung eingeschlossen, gilt der Versicherungsschutz normalerweise auch für Schäden, die Sie als Versicherungsnehmer in gemieteten Hotelzimmern oder Ferienhäusern verursacht hat. Ein Blick in den Leistungsumfang Ihrer Versicherungspolice gibt hier Aufschluss.

Gut zu wissen

Beim Abschluss der privaten Haftpflichtversicherung sollten Mieter insbesondere auf die Höhe der Versicherungssumme achten. Wird die Mietwohnung beispielsweise bei einem Brand derart zerstört, dass die Wiederherstellungskosten höher sind als die Versicherungssumme, trägt der Mieter die ungedeckten Kosten selbst. Gesetzliche Vorgaben, welche die finanziellen Belastungen für den Schadensverursacher begrenzen, gibt es in Deutschland nicht. Das heißt: Der Verursacher haftet in unbegrenzter Höhe. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass die Versicherungssumme auch einen Totalschaden abdeckt, sollte eine ausreichend hohe Deckungssumme wählen. Der Mindestschutz der meisten Versicherungen liegt bei rund 500.000 Euro. In erweiterten Varianten kann die Versicherungssumme aber bis in den zweistelligen Millionenbereich gehen.

Neben der Deckungssumme kann auch eine Selbstbeteiligung – zum Beispiel in Höhe von 150 Euro – vereinbart werden, die der Mieter bei jedem entstandenen Mietsachschaden beisteuern muss. Den Rest zahlt die Versicherung. Der Vorteil von Tarifen mit höherer Selbstbeteiligung ist, dass ein geringerer Jahresbeitrag fällig wird.

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Gut zu wissen

Vermieten Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung, sollten Sie sich zusätzlich absichern. Als Vermieter haben Sie nämlich eine Verkehrssicherungspflicht, beispielsweise, wenn das Dach aufgrund von zu hoher Schneelast einstürzt, eine Instandhaltungspflicht sowie eine Streu- und Reinigungspflicht und haften für sämtliche Schäden, die Ihre Mieter durch Mängel der Mietsache erleiden. Fällt zum Beispiel die Verkleidung von der Wohnungsdecke, müssen Sie für eventuelle Verletzungen des Mieters oder Schäden an seiner Einrichtung aufkommen. Ohne Versicherung kann das teuer werden.

Für Immobilieneigentümer ist daher eine Wohngebäudeversicherung empfehlenswert. Sie deckt Schäden ab, die am und nicht im Gebäude auftreten – zum Beispiel durch Blitzeinschlag oder Explosionen. Mit dem Zusatzbaustein Glasversicherung können Sie unter anderem die Gebäudeverglasung, Fenster und Türen gegen Bruchschäden versichern. Schutz vor Naturgewalten wie Starkregen oder Hochwasser leistet zudem die Elementarversicherung, die Sie ebenfalls als Zusatzbaustein ergänzend zur Wohngebäudeversicherung abschließen können.

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Allianz - Mietsachschaden: Braun weißer Terrier zerbeißt Stofftier
Tierhalterhaftpflicht
Allianz - Mietsachschaden: Braun weißer Terrier zerbeißt Stofftier

Die gute Nachricht: In der Privat-Haftpflichtversicherung sind Mietsachschäden durch zahme Haustiere wie Katzen, Fische, Vögel und einige weitere Kleintiere in der Regel mitversichert. Allerdings nur, wenn es sich um Schäden handelt, die auf ein plötzliches Ereignis zurückzuführen und daher unvermeidbar sind. Hätte der Tierhalter sie verhindern können, besteht kein Versicherungsschutz.

Mietsachschäden durch Hunde

Nicht alle Schäden, die an einer Mietsache entstehen können, zählen zum regulären Versicherungsumfang der Haftpflichtversicherung. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht versicherbar sind. Ein Schaden an der Mietwohnung, der beispielsweise durch einen Hund verursacht wird, lässt sich über eine spezielle Hundehalter-Haftpflichtversicherung absichern. Wenn Ihr Vierbeiner beispielsweise den neuen Parkettboden oder den Türrahmen zerkratzt, übernimmt die Versicherung die Kosten für die Reparatur oder Neuanschaffung. Allerdings deckt nicht jede Tierhalterhaftpflicht Mietsachschäden im Grundschutz ab, sodass Sie bei Vertragsabschluss darauf achten sollten, dass der Mietsachschadenschutz in der Police inbegriffen ist.

Gut zu wissen
Verursacht ein Untermieter einen Schaden an der Wohnung oder der darin verbauten Einrichtung, haftet in der Regel trotzdem der Hauptmieter gegenüber dem Eigentümer beziehungsweise dem Vermieter der Wohnung – selbst, wenn ihn keine Schuld an dem Schaden trifft. Hat der Untermieter eine Privathaftpflichtversicherung, in der Mietsachschäden eingeschlossen sind, so sollte er den Schaden seiner Versicherung melden. Es besteht die Möglichkeit, dass der Schaden übernommen und gegenüber dem Hauptmieter reguliert wird – eventuell auch direkt mit dem Vermieter oder Eigentümer der Wohnung, ohne Umweg über den Hauptmieter. Wenn die Privathaftpflicht des Untermieters den Schaden nicht übernimmt, muss der Hauptmieter für die Reparaturkosten aufkommen. Anschließend kann er seine Aufwendungen vom Untermieter zurückverlangen. 
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Vorgehen im Schadenfall
Verursachen Sie als Mieter einen Mietsachschaden, sind Sie verpflichtet, Ihren Vermieter darüber zu informieren. Diese Meldepflicht gehört zu den Obhutspflichten eines jeden Mieters. Unterlassen Sie die Schadenanzeige, machen Sie sich schadensersatzpflichtig. Unabhängig von der Anzeigepflicht gegenüber Ihrem Vermieter sollten Sie den Mietsachschaden auch der Versicherung melden und dabei wie folgt vorgehen:
01
Kontakt aufnehmen
Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Versicherung auf und melden Sie den Schaden. Das kann postalisch, telefonisch oder online erfolgen.
Allianz - Privat Haftplichtversicherung - Mietsachschäden Illustration: Mann ruft bei Versicherung an
Allianz - Privat Haftplichtversicherung - Mietsachschäden Illustration: Mann ruft bei Versicherung an
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Schadenminderungspflicht
Als Versicherungsnehmer haben Sie eine Schadensminderungspflicht. Das heißt: Sie müssen gegebenenfalls Maßnahmen einleiten, die das Schadensausmaß so gering wie möglich halten – zum Beispiel bei Wasserschäden.
03
Formular ausfüllen
Die Versicherung wird Ihnen ein Formular zur Schadenmeldung zuschicken. Dieses Dokument können Sie handschriftlich oder als Online-Formular ausfüllen und an den Versicherer zurückschicken.
Allianz - Privat Haftplichtversicherung - Mietsachschäden Illustration: Frau sitzt vor dem Computer und hält Smartphone in der Hand
Allianz - Privat Haftplichtversicherung - Mietsachschäden Illustration: Frau sitzt vor dem Computer und hält Smartphone in der Hand
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Allianz - Privat Haftplichtversicherung - Mietsachschäden Illustration: Frau steht vor einer Möbelsammlung und dokumentiert
eventuelle Schadensprüfung
Unter Umständen veranlasst Ihr Versicherer eine Schadensprüfung durch einen Sachverständigen. Besonders oft ist dies bei hohen Schadensummen der Fall.
Allianz - Privat Haftplichtversicherung - Mietsachschäden Illustration: Frau steht vor einer Möbelsammlung und dokumentiert
Übrigens: Die Anzeigepflicht gilt auch für Mängel, die außerhalb der Wohnung, zum Beispiel im Treppenhaus oder im Keller, entstanden sind.
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Die passende Versicherung
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