Allianz – Private Haftpflicht - Drohnenversicherung: Eine Drohne in der Luft
Fluggeräte richtig absichern

Drohnen und die Haftpflichtversicherung

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Für Drohnenpiloten ist eine Versicherung Pflicht
  • Wer in Deutschland unter freiem Himmel eine Drohne fliegen lassen will, ist gesetzlich verpflichtet, vor dem ersten Start eine Privat-Haftpflichtversicherung abzuschließen. 
  • Die Haftpflicht ersetzt keine spezielle Drohnen­versicherung und auch keine Halterpflicht und schützt Sie lediglich vor finanziellen Folgen, wenn beim Drohnenfliegen fremde Güter kaputt gehen oder Personen zu Schaden kommen.
  • Sämtliche Versicherungen rund um die Drohne greifen nur, wenn Sie die gesetzlichen Vorschriften für die Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) einhalten. 
Wachstumsprognose
Infografik zum Drohnenbestand in Deutschland

Ob für spektakuläre Luftaufnahmen oder in der Vermessungstechnik: In der Bundesrepublik sind Drohnen immer häufiger am Himmel zu sehen. Die Anzahl unbemannter Fluggeräte, die je nach Bauart beispielsweise mit vier (Quadrokopter) oder sechs Rotoren (Hexakopter) ausgestattet sind, hat sich seit 2015 annähernd verdreifacht.

Laut „Verband Unbemannte Luftfahrt“ waren in Deutschland 2019 fast eine halbe Million Drohnen in Umlauf. Das Marktforschungsunternehmen „Drone Industry Insights“ geht davon aus, dass diese Zahl bis 2030 um 79 Prozent auf 847.000 ansteigen wird.

Wachstumstrend bis 2030: Immer mehr kommerzielle Drohnen im deutschen Luftraum

„Drone Industry Insights“ prognostiziert, dass die Deutschen in zehn Jahren 721.000 Drohnen privat nutzen werden – im Vergleich zu 2018 ein Plus von 58 Prozent. Ein deutlich stärkeres Wachstum sagt das Unternehmen den Fluggeräten im gewerblichen Bereich vorher: Die Zahl kommerziell genutzter Drohnen soll bis 2030 um 563 Prozent auf 126.000 Stück steigen. Während in der Bundesrepublik derzeit nur eine von 24 Drohnen kommerziell betrieben wird, soll es 2030 bereits eine von sechs sein.

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Rechtlicher Rahmen

Seit April 2017 sind Drohnenhalter in Deutschland gesetzlich verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die Versicherungspflicht gilt laut Luftverkehrsgesetz (LuftVG) sowohl für privat als auch gewerblich genutzte Drohnen. Nur, wenn Sie Ihr Flugmodell ausschließlich in geschlossenen Räumen nutzen, benötigen Sie keine Haftpflichtversicherung.

Hintergrund der gesetzlichen Vorschrift: Eine Privat-Haftpflicht, die Drohnenschäden abdeckt, schützt Versicherungsnehmer vor den finanziellen Konsequenzen, wenn ihr Flugmodell fremde Gegenstände beschädigt oder andere Personen verletzt. Ohne Haftpflichtschutz ist der Drohnenpilot selbst für alle Unfälle und Schäden haftbar, die sein Gerät verursacht. Das gilt auch, wenn er die Kontrolle über die Drohne unverschuldet verliert – zum Beispiel, weil eine Windböe sie erfasst und zum Absturz bringt.

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Privat-Haftpflicht, Halterpflicht, Drohnenversicherung
Kleines Maedchen schaut eine Drohne an und berührt einen Flügel

Sie bestellen online einen kleinen Multikopter als Spielzeug für Ihre Kinder? Die Allianz Privat-Haftpflicht SicherheitBest bietet Ihnen als Versicherungsnehmer und allen im Versicherungsschein aufgeführten Personen den passenden Schutz.

Voraussetzung ist, dass Sie Ihr Luftfahrzeug ausschließlich privat zu Sport- oder Freizeitzwecken nutzen und sein Startgewicht maximal fünf Kilogramm beträgt. Neben Drohnen schützt SicherheitBest auch andere Flugmodelle mit oder ohne Motor sowie Lenkdrachen.

Wichtig: Wird Ihr Fluggerät beschädigt, zerstört oder kommt es abhanden, bietet SicherheitBest keinen Versicherungsschutz. Versichert sind lediglich Schäden an Gegenständen oder Personen, die durch die Drohne verursacht worden.

Gewerbliche Drohnen sichert die Flugmodell-Halterhaftpflicht der Allianz Global Corporate & Specialty SE ab

Das Startgewicht Ihrer Drohne beträgt mehr als fünf Kilo, Sie wollen das Flugmodell kommerziell nutzen oder einem erweiterten Personenkreis zur Verfügung stellen? In diesem Fall schließen Sie eine separate Flugmodell-Halterhaftpflichtversicherung über die Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS SE) ab. Sie ist nach gesetzlichen Regelungen auf unbemannte Luftfahrtsysteme, sogenannte „unmanned aerial vehicles“ (UAV), zugeschnitten. Je nach Tarif greift der Schutz bei Drohen für die private oder gewerbliche Nutzung.

Unverzichtbar ist die AGCS Drohnen-Haftpflichtversicherung auch, wenn ein Geländeinhaber oder die zuständige Luftfahrtbehörde die Vorlage eines qualifizierten Versicherungsnachweises nach § 106 Absatz 2 der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO) fordert.

Hersteller oder Luftfahrtbehörde geben Auskunft, ob und welche Versicherung Ihre Drohne braucht

Wer auf Nummer sichergehen möchte, ob bzw. welcher Versicherungsschutz für sein Flugmodell vorgeschrieben ist, fragt beim Hersteller oder der zuständigen Luftfahrtbehörde nach. Die Allianz übernimmt als Versicherer weder Einstufung und Einordnung von Luftfahrzeugen, noch stellt sie Versicherungsbestätigungen für Drohnen oder andere Flugmodelle aus.

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Versicherungsbeitrag

Im Allianz Tarif SicherheitBest ist die Haftpflichtversicherung für Drohnen bis fünf Kilogramm Startgewicht automatisch enthalten, es fallen keine zusätzlichen Beitragskosten an. Wie viel Sie für die Haftpflichtpolice zahlen, hängt unter anderem davon ab, wie hoch Sie die Deckungssumme ansetzen und ob Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren.

Eine umfangreiche Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, wie Allianz Global Corporate & Specialty SE sie anbietet, ist für privat genutzte Flugmodelle ab rund 75 Euro pro Jahr abschließbar. Wollen Sie Ihre Drohne kommerziell nutzen, erstellt die AGCS Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

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Wichtige Tipps
 Frau in einem Kornfeld lenkt eine Drohne

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gibt für den Betrieb von Drohnen und anderen unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) in Deutschland klare Regeln vor. Wer sich nicht daran hält, riskiert seinen Versicherungsschutz und bleibt im Zweifel auf hohen Kosten sitzen, die ein Drohnenunfall oder -absturz nach sich zieht.

Drohnen dürfen maximal 100 Meter hoch fliegen

Ein Flugmodell höher als 100 Meter steigen zu lassen, ist in der Bundesrepublik verboten – es sei denn, Sie befinden sich auf einem Modellflugplatz. Drohnen bis fünf Kilogramm dürfen Sie zudem nur auf Sichtweite steuern. Das bedeutet: Als Pilot müssen Sie das Gerät noch mit bloßem Auge erkennen können.

Ab 250 Gramm Startgewicht gilt für Drohnen eine Kennzeichnungspflicht

Unbemannte Fluggeräte, die mehr als 0,25 Kilogramm wiegen, sind mit einer feuerfesten Plakette zu kennzeichnen, auf der Name und Adresse des Besitzers vermerkt sind. Die Regelung sorgt dafür, dass der Eigentümer der Drohne sich schnell ausfindig machen lässt, wenn es zu einem Unfall oder Absturz kommt. „Drohnen-Kennzeichen“ sind unter anderem über den Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP) erhältlich.

Für Drohnen ab zwei Kilo ist ein Kenntnisnachweis erforderlich

Wer unbemannte Luftfahrtsysteme mit einem Startgewicht von über zwei Kilogramm außerhalb von Modellflugplätzen steigen lassen möchte, benötigt einen „Drohnenführerschein”. Als Kenntnisnachweis anerkannt sind:

  • eine gültige Pilotenlizenz
  • eine Bescheinigung, die eine vom Luftfahrtbundesamt anerkannte Stelle nach Prüfung ausstellt (Mindestalter: 16 Jahre)
  • eine Bescheinigung über eine entsprechende Einweisung durch den Deutschen Modellfliegerverband (DMFV), den Deutschen Aero Club (DAeC) oder einen anderen Luftsportverein (Mindestalter: 14 Jahre)

Nachtflüge und Betrieb von Drohnen über fünf Kilo muss die Landesluftfahrbehörde genehmigen

Hat Ihr Fluggerät eine Gesamtmasse von mehr als fünf Kilogramm oder möchten Sie es nachts fliegen lassen, sind Sie vor dem Start verpflichtet, eine Erlaubnis bei der zuständigen Landesluftfahrtbehörde einzuholen.

Der Betrieb kleiner Drohnen bis fünf Kilogramm ist dagegen nicht genehmigungspflichtig. Auch Polizei, Feuerwehr und andere Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben benötigen keine Erlaubnis, um Drohnen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zu nutzen.

Über sensiblen Bereichen ist Drohnenbetrieb verboten

Wer unbemannte Fluggeräte über Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, über Krankenhäusern, Industrieanlagen oder wichtigen Bundes- und Landesbehörden steigen lässt, riskiert ein Bußgeld. Auch Naturschutzgebiete, bestimmte Verkehrswege sowie An- und Abflugbereiche von Flughäfen sind Flugverbotszonen für Drohnen.

Vorsicht ist über Wohngrundstücken geboten: Hat Ihr Fluggerät mehr als 250 Gramm Startgewicht oder kann es beispielsweise Videos aufzeichnen, dürfen Sie es nicht über Wohngebieten außerhalb Ihres eigenen Grundstücks fliegen lassen. Andernfalls verletzen Sie Persönlichkeitsrecht und Privatsphäre der betroffenen Bewohner. Auch aus Datenschutzgründen ist es verboten, wenn Sie als Drohnenpilot Aufnahmen von Privatgelände anfertigen, speichern oder weitergeben. Einzige Ausnahme: Die in ihren Rechten betroffenen Personen, etwa Ihre Nachbarn, haben dem Überflug ausdrücklich zugestimmt.

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