Junge Lehrerin mit blonden Haaren und Brille beugt sich lächelnd über eine Reihe von Schülern mit Notepads
Gesunde Zähne mit dem richtigen Tarif

Gibt es eine Zahn­zusatz­versicherung für Beamte?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Zahnvorsorge für Staatsbedienstete
  • Als Beamter auf Widerruf (z.B. Beamtenanwärter) oder Beamter erhalten Sie im Falle einer Krankheit sogenannte Beihilfeleistungen (Beihilfe) für entstandene Kosten. Abgedeckt wird allerdings nur ein Teil der Krankheitskosten. Die Restkosten können über Beihilfetarife privater Krankenversicherungen abgedeckt werden.
  • Entstehen bei Zahnarztleistungen beispielsweise Labor- oder Material­kosten, reichen dafür die Beihilfe durch den Dienst­herrn und die Beihilfeversicherung in der Regel nicht aus. Die anfallenden, zum Teil hohen Restkosten zahlen auch verbeamtete Patienten selbst. Diese Zuzahlungen können durch passende Ergänzungstarife minimiert werden.
  • Eine Zahnzusatzversicherung (ZZV) für Beamtenanwärter und Beamte gibt es nicht. Jedoch können Beamte mit Beihilfeanspruch ihre Leistungslücken mit sogenannten Ergänzungs­tarifen privater Kranken­ver­sicherungen schließen: Diese Tarife ergänzen die Leistungen des Dienstherrn in Verbindung mit der Beihilfeversicherung.
  • Staatsbedienstete mit freier Heilfürsorge (z.B. Soldaten) können private Zahn­zusatz­tarife mit Ein­schränkungen abschließen. Normalerweise setzen die Versicherer dafür die Mitglied­schaft in der gesetz­lichen Kranken­versicherung voraus.
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Schutz für alle Beamtengruppen

Auch auf gut abgesicherte Berufsgruppen wie Beamte können hohe zahnmedizinische Be­hand­lungs­kosten mit Eigen­beteiligung zukommen, zum Beispiel wenn teurer Zahnersatz notwendig ist. In so einem Fall muss der Patient meist in Vorleistung gehen. Der Abschluss einer zusätzlichen Ergänzungsversicherung lohnt sich daher speziell im Dental­bereich: 

Der Dienstherr kommt zu einem gewissen Prozentsatz für die Krankheitskosten von Beamten auf. Den verbleibenden Teil der Kosten müssen die Beamten über eine private Krankenversicherung selbst absichern. In Summe reicht auch diese Absicherung vor allem bei kostenintensiven Behandlungen nicht vollständig aus. 

Je nach Beamtengruppe zahlt der Dienstherr die zahnärztliche Regelversorgung in der sogenannten freien Heilfürsorge oder beteiligt sich mit einer Beihilfe an den Behandlungskosten. Für darüber hinausgehende Mehrkosten müssen sich die Beamten selbst absichern:

  • Bei Beihilfeberechtigten gibt es Einschränkungen bei der Kostenübernahme für zahntechnische Leistungen durch die Beihilfe.
  • Bei Heilfürsorgeberechtigten sind in der Regel keine hochwertigen Zahnimplantate, Inlays  oder umfangreiche Zahn­behandlungen in den Versicherungs­leistungen des Dienstherrn enthalten. Die Leistungen  der freien Heilfürsorge entsprechen in etwa den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Rundum versorgt: Heilfürsorgeberechtigte und privatversicherte Beamte

Der privatversicherte Beamte muss meist, unabhängig vom gewählten Zahntarif, bei Zuzahlungen in Vorleistung gehen und erstmal aus eigener Tasche zahlen. Diese Vorleistung wird dann nach Einreichung der Rechnung bei der Versicherung im tariflichen Rahmen wieder an den privatversicherten Beamten zurückerstattet.

Abhilfe schaffen hier private Zusatz- und Ergänzungstarife, die eine Aufstockung der Leistungen im Dentalbereich sichern und eine Kostenerstattung bieten. Folgende Beamtengruppen sind nach ihrer Versicherungsart zu unterscheiden:

  • Risikobehaftete Beamte wie Soldaten, Justizvollzugsbeamten und in manchen Bundesländern Polizisten und Berufsfeuerwehrleuten erhalten freie Heilfürsorge von ihrem Dienstherrn. Sie sind nicht Teil der gesetz­lichen oder privaten Kranken­versicherung (GKV bzw. PKV). Einen Teil der anfallenden Gesund­heits­kosten übernimmt der staatliche Arbeit­geber, also Bund oder Länder, direkt. Entstehende Leistungslücken decken private Zahnzusatztarife speziell für diese Beamten­gruppe ab.
  • Verbeamteten Lehrern, Verwaltungsmitarbeitern oder Richtern zahlt der Dienstherr eine Beihilfe zu ihren Krankheitskosten. Beamte mit Bei­hilfe­anspruch schließen Lücken in der Zahn­versorgung durch sogenannte Ergänzungs­tarife privater Versicherer.
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Soldaten, Justizvollzugsbeamte & Co.
Drei Feuerwehrmänner in Schutzanzügen sind mit Feuerwehrauto im Einsatz

Risikobehafteten Beamtengruppen wie Soldaten, Justizvollzugsbeamten und in manchen Bundesländern Polizisten und Berufsfeuerwehrleuten gewährleistet der Dienstherr bei Anspruch eine sogenannte freie Heilfürsorge. Die Heilfürsorge deckt alle Kosten der regulären medizinischen Gesundheitsversorgung ab. Sie ist vom Leistungsniveau, je nach Bundesland, etwa mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Wie bei einer GKV ist ein zusätzlicher Krankenversicherungsschutz dabei nicht zwingend notwendig.

Den genauen Leistungsumfang der freien Heilfürsorge bestimmen Bund und Länder. Bei Zusatz­leistungen, teuren zahn­medi­zinischen Behandlungen oder einer alternativen Versorgung müssen Beamte mit freier Heilfürsorge aber in die eigene Tasche greifen. Prinzipiell bietet sich für sie der Abschluss einer Zusatzversicherung an, um den Eigenanteil zu reduzieren und beispiels­weise die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung erstattet zu bekommen.

Nicht alle Zahn­zusatz­versicherungen und Zahntarife sind für Heilfürsorgeberechtigte abschließbar

Wichtig: Staatsdiener mit Anspruch auf freie Heilfürsorge können nicht bei jedem Anbieter eine private Zahn­zusatz­versicherung abschließen. In der Regel ist die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Kranken­versicherung Voraus­setzung für die Inanspruch­nahme einer privaten Zahn­zusatz­versicherung. Da Beamte mit freier Heilfürsorge aber direkt über ihren Dienstherrn abgesichert sind, können private Versicherer den Vertrags­abschluss verweigern. Es lohnt sich, vorab die Vertrags­bedingungen verschiedener Versicherer zu vergleichen.

Mit Beendigung des Dienstverhältnisses bei Ruhestand erlischt auch der Anspruch auf freie Heilfürsorge. Pensionierte Beamte erhalten dann auto­matisch die staatlich finanzierte Beihilfe und können in eine private Kranken­versicherung wechseln.

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Versorgungslücken schließen

Beamtengruppen, die keinen Anspruch auf freie Heilfürsorge haben, können gesetzlich oder privat krankenversichert sein. Staatsdiener, die sich für eine private Krankenversicherung entscheiden, haben dann beispielsweise bei Zahnersatz Anspruch auf umfangreiche Leistungen sowie einen individuellen Versicherungs­schutz.

Dabei gilt: Privatversicherte  sowie Beamte mit privater Krankenversicherung kommen in der Regel nicht als Versicherungs­nehmer für Zahn­zusatz­versicherungen infrage. Die Policen dieser Zahntarife richten sich normalerweise an gesetzlich Versicherte und sind als Ergänzung zur Regel­versorgung der GKV gedacht.

Zahnmedizinische Leistungen der PKV für Beamte  

Beihilfeberechtigte Beamte ergänzen ihren Beihilfeanspruch für Zahnleistungen durch einen Beihilfetarif der privaten Krankenversicherung. Darüber hinaus können privatversicherte Beamte bestehende Versorgungslücken im Zahnbereich mit Ergänzungstarifen schließen. 

Das sollten Sie beachten: 

Prinzipiell sollte bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung auf ein passendes Leistungsspektrum geachtet werden. Wichtige zahnmedizinische Leistungen (die oft eine Versorgungslücke darstellen) sind die Zahnprophylaxe und die Professionelle Zahnreinigung (PZR), die Parodontitistherapie mit Begleitleistungen sowie der Zahnersatz und Inlays. Bei einem umfassenden Schutz sollten diese Punkte auf jeden Fall abgesichert sein, um private Zuzahlung zu minimieren oder auszuschließen.

Darüber hinausgehende Leistungslücken können entstehen bei:

Für die meisten Beamten ist eine private Kranken­versicherung am günstigsten

Der Eintritt in eine private Krankenversicherung lohnt sich für die meisten Beamten: 85 Prozent aller Staatsbediensteten schließen eine PKV ab, da die monatlichen Beiträge  für Beamte hier meist günstiger sind als die Kosten einer  Absicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse.

Neben der Beihilfe ist der Beamte verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Ein weiterer wichtiger Grund für eine private Krankenversicherung in Form eines Beihilfetarifs (optimierbar mit Ergänzungstarifen z.B. für zahntechnische Leistungen) ist folgender: Ist der Beamte in der GKV versichert, trägt er den Beitrag zur Krankenversicherung meist alleine. Der Anspruch auf Beihilfe entfällt dann größtenteils.

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Beihilfeleistungen bei Zahnbehandlungen
Nahaufnahme von zwei Männern, die mit Dokumenten und Tablet an Laptop sitzen

Beamte, die keine Heilfürsorge erhalten, bekommen von ihrem Dienstherrn Bei­hilfe als finanzielle Unterstützung im Krankheitsfall. Das gilt beispiels­weise für verbeamtete Lehrer, Verwaltungs­mitarbeiter oder Richter. Die Beihilfe deckt in der Regel zwischen 50 und maximal 85 Prozent der Krankheitskosten ab – je nach Beihilfeverordnung des Bundes bzw. der jeweiligen Länder sowie Familienstand. Weiterhin zahlt die Beihilfe der Allianz 50 Prozent der Kosten bei Zahnbehandlungen und Prophylaxe sowie für Zahnersatz, Implantate und Inlays.

Restkosten, die nicht durch die Beihilfe abdeckt sind, übernehmen Sie als Beamter selbst oder lassen sie sich von Ihrer privaten Krankenversicherung erstatten. Übernimmt die PKV ent­ste­hen­de Mehrkosten durch spezielle Beihilfe­tarife, spricht man von einer sogenannten Rest­kosten­versicherung.

Beihilfeergänzungstarife schließen die Lücke

Gerade bei spezifischen Behandlungen können sich trotz privater Kranken­versicherung und Beihilfeanspruch Leistungs­lücken ergeben. Statt einer Zahn­zusatz­versicherung für Beihilfe­empfänger gibt es spezielle Beihilfe­ergänzungs­tarife für Beamte, die entsprechende Kosten abdecken. Dabei gibt es je nach Bedarfsfall unter­schied­liche Zusatz­bausteine, mit denen Sie den Leistungs­umfang der PKV aufstocken können:

  • Speziell für Zahnleistungen empfiehlt sich eine separate Beihilfeergänzung. Diese sollte zusätzlich auch zahntechnische Leistungen umfassen.
  • Daneben können Ergänzungstarife für Einbett- oder Zweibettzimmer sowie Kranken­haus­tagegeld Beihilfe-Lücken sinnvoll schließen.
Die Option für junge Leute & Studenten
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