Geparkter Wohnwagen mit offener Tür steht vor zweitem Wohnwagen auf Campingplatz
Caravan aus zweiter Hand

Wohnwagen ge­brau­cht kaufen: Tipps für Camper

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Gebrauchte Caravans sind günstiger als neue Wohnanhänger und daher vor allem bei Camping-Einsteigern beliebt. Überlegen Sie vorab, welche Modelle für Ihren Pkw als Zugfahrzeug geeignet sind und wie viel Sie für den Second-Hand-Anhänger ausgeben möchten.
  • Überprüfen Sie den Campinganhänger bei der Besichtigung genau auf Wasser- und Feucht­ig­keitsschäden. Riecht es modrig, nehmen Sie vom Kauf besser Abstand.
  • Sowohl Händler- als auch Privatkäufe haben Vor- und Nachteile. Privat­personen bieten in der Regel günstigere Kaufpreise an. Pro­fessionelle Händler wiederum übernehmen die Haftung für Mängel, die bereits beim Kauf vorlagen.
  • Neben dem Anschaffungspreis fallen weitere Kosten für Zubehör, Versicherung und Steuern an. Rechnen Sie vor dem Kauf genau aus, ob Sie sich Ihren Wunsch-Caravan leisten können.
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Vor- und Nachteile

Sowohl der Kauf eines gebrauch­ten Wohnwagens von privat als auch bei einem lokalen Gebrauchtwagen­händler hat Vor- und Nachteile. Folgende Aspekte sollten Sie im Hinterkopf behalten:

Gebrauchten Wohnwagen beim Händler kaufen

  • Vorteil: Kaufen Sie den Second-Hand-Anhänger bei einem gewerblichen Händler, können Sie sich im Rahmen der Gewähr­leis­tung mindestens ein Jahr an ihn wenden. Denn der Verkäufer haftet für alle Sach­mängel am Wohn­wagen, die bereits bei Übergabe vorhanden waren.
  • Nachteil: Die Kaufpreise für gebrauchte Wohnwagen sind beim Händler in der Regel höher als beim Privat­kauf. Mit dem Auf­schlag gleicht der Verkäufer sein Haftungsrisiko aus, das durch die Gewährleistung entsteht.

Privatkauf eines Gebraucht-Cara­vans

  • Vorteil: Campingwagen von Privatpersonen sind im Schnitt günstiger als vom Händler. Sie haben keine Gewähr­leistungs­pflicht und durch den Verkauf keinerlei Risiko. Folglich können private Verkäufer bessere Preise anbieten.
  • Nachteil: Kaufen Sie den Wohnwagen von privat, schließt der Verkäufer in der Regel die Haftung aus. "Gekauft wie gesehen, unter Ausschluss der Gewähr­leist­ung" ist ein gängiger Zusatz in Kaufverträgen zwischen Privat­personen. Die einzige Ausnahme: Täuscht der Verkäufer Sie arglistig, indem er Sach­mängel verschweigt oder vertuscht, können Sie den Vertrag anfechten und rück­abwickeln.
Gut zu wissen: Kaufentscheidung
Illustration Gut zu wissen

Die Faustregel lautet: Nicht Alter oder Aussehen sind maßgeblich für den Preis eines Wohnanhängers, sondern sein Zustand. Lassen Sie sich bei Ihrer Kaufentscheidung nicht von Äußerlichkeiten wie einer bunten Innen­ein­richtung oder unnötigen Spielereien leiten.

Lassen Sie sich genauso wenig vom Alter täuschen: Ein zwei Jahre altes Fahrzeug kann den gleichen Kilometerstand (Km-Stand) aufweisen oder genauso (un-)gepflegt sein wie ein 20 Jahre alter Caravan. Ausschlaggebend sind Nutzung und Pflege.

War der Gebrauchtwohnwagen bis zum Verkauf angemeldet und bewohnt, stehen die Chancen gut, dass Gasanlage, Bremsen, Reifen und Beleuchtung in einem funktions­tüchtigen und sicheren Zustand sind.

Bei Dauercamping-Unterkünften ist dies nicht immer der Fall: Zwar sind sie oft in einem Top-Zustand, weil die Vorbesitzer behutsam mit ihrem Campingheim umgehen. Reifen und Bremsen kommen jedoch nie zum Einsatz und sind somit reif für Wartung und Austausch.

Illustration Gut zu wissen
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Qualität
Haben Sie Ihren Traum-Wohnwagen gefunden, vereinbaren Sie mit dem Verkäufer eine Besichtigung. Sie sollte bei Tageslicht, unter frei­em Himmel und bei gutem Wetter stattfinden. Nehmen Sie sich genügend Zeit, um den Caravan von allen Seiten unter die Lupe zu nehmen. Lassen Sie sich dabei keinesfalls vom Verkäufer oder Händler drängen.
Mann überprüft von außen Stromanschluss eines Wohnwagens

Klopfprobe hilft, Feuchtigkeit auf­zu­spüren

Eine gut erhaltene Caravan-Außenwand ist glatt und ohne sichtbare Aus­buch­tungen. Sind Dellen zu sehen, ist Vorsicht geboten. Sie könnten auf einen Feuchtig­keits­schaden im verbauten Holz hinweisen. Potenzielle Schlupflöcher für Feuchtigkeit befinden sich überall dort, wo Fahrzeugteile von außen an die Wand mon­tiert sind. Dazu gehören unter ande­rem Rangier­griffe, Serviceklappe oder Lüftungsgitter des Kühl­schranks.

Durch mangelhafte Montage oder Abdichtung kann Regenwasser eindringen und an den Seitenwänden bis nach unten in den Holzboden laufen. Sammelt es sich, beginnt das Holz langsam zu faulen. Wasserflecken oder abblätternde Unterbodenfarbe sind ebenfalls Anzeichen für Feuchtigkeit.

Tipp: Um Feuchtigkeit in der Wohn­wagen­wand aus­zu­schließen, überprüfen Sie die relevanten Gefahr­en­stel­len mittels Klopfprobe. Eine intakte Außen­haut darf auf Finger­druck nicht nachgeben. Sie sollte trocken und fest sein.

Werfen Sie einen Blick auf das Wohn­wagen­dach

Weist das Dach offensichtliche Reparaturen, Risse oder andere Beschädigungen auf, sollte der Verkäufer eine Erklärung dafür haben. Dasselbe gilt, wenn Dachluken Risse aufweisen oder ihre Dichtungen porös sind. Denn so dringt Feuchtigkeit ins Dach ein, sammelt sich dort und modert langsam vor sich hin.

Dellen im Dach deuten auf Hagel­schaden hin

Sind auf dem Caravan-Dach viele kleine Dellen zu sehen, weist das auf einen Hagelschaden hin. Grund­sätzlich stellen die Dellen im Blech nur einen optischen Mangel dar. Trotzdem sollten Sie sich ver­gewissern, ob der Verkäufer den Schaden repariert hat.

Hat der Vorbesitzer lediglich das Geld von seiner Kfz-Versicherung kassiert, ohne den Schaden zu beheben ("fiktive Abrechnung"), erhalten Sie bei einem erneuten Hagelschaden keine Entschädigung von Ihrer Wohn­wagen­versicherung. Der Grund: Sie können nicht beweisen, dass es sich tatsächlich um einen neuen Hagelschaden handelt.

Besonders ärgerlich ist das mit Teil- oder Vollkasko: Sie zahlen automatisch für den Schutz vor Hagelschäden, können die Ver­sicherungs­leistung im Schadens­fall aber nicht in Anspruch nehmen.

Regenstreifen sind ein opti­sches Manko

Achten Sie auf Beschädigungen an den Fenstern – etwa Risse oder kaputte Dichtungen. Frisches Silikon unter oder im Fensterrahmen deutet darauf hin, dass es in der Vergangenheit undichte Stellen gab, die der Verkäufer kaschieren möchte. Haken Sie genau nach und führen Sie zusätzlich einen Klopftest entlang der Fenster­rah­men durch.

Gräuliche bis schwarze Schlieren sind dagegen harmlos. Sie reichen bei vielen Wohn­wagen von der Fenster­unter­seite senkrecht nach unten. Es handelt sich um Regenstreifen – also nur um einen optischen Mangel. Sie können die unschönen Streifen mit Spezial­reiniger entfernen.

Reifen-Alter ist ausschlaggebend für die 100er-Zulassung

Sind die Reifen offensichtlich abgefahren, kommen Sie nicht um einen Wechsel herum. Sehen sie intakt aus, sollten Sie dennoch nach dem Alter fragen. Hat Ihr Wunsch-Wohnwagen eine 100er-Zu­lassung, dürfen die Reifen nicht älter als sechs Jahre sein. Sonst entfällt auto­matisch die Sonderzulassung. Tipp: Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke verrät das Reifen­alter.

Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Tipp für Neulinge
Illustration Info: Gut zu wissen

Wer zum ersten Mal einen gebrauchten Wohnwagen kauft, ist in Bezug auf Technik und potenzielle Schwach­punkte meist unerfahren und unbedarft. Nehmen Sie als Camper-Einsteiger deshalb eine fachkundige Person zur Besichtigung mit, die Sie bei der Kaufentscheidung berät.

Kennt sich in Ihrem Freundeskreis niemand mit Wohn­wagen aus, hilft eine Web-Recherche weiter. Suchen Sie in regionalen Camping-Foren nach einem hilfsbereiten Camper, der Ihnen bei der Besichtigung beratend zur Seite steht. Ein Aushang in einem Camping-Fach­ge­schäft in Ihrer Nähe kann ebenfalls helfen, einen Wohnwagen-Experten ausfindig zu machen.

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Interieur-Check
Hat das Äußere des Wohnwagens Ihre Prüfung überstanden, geht es ins Innere. In Ihrem zukünftigen "Wohnzimmer" heißt es Augen und Nase offenhalten. Beim Betreten des Wohnwagens sollte es neutral riechen. Nehmen Sie einen modrigen, schimmeligen Geruch wahr, befindet sich meist faulendes Holz im Inneren eines Caravans.
Mann überprüft Lüftungsanlage an der Decke im Innenraum eines Wohnwagens

Finger weg von Gebraucht-Cara­vans mit Wasser­schäden

Die Dachluke des Wohnwagens stellt eine kritische Stelle dar. Inspizieren Sie sie daher auch von innen. Sind Wasser­spuren oder andere Auffällig­keiten rund um den Rahmen zu sehen, ist möglicher­weise ein Wasser­schaden in der Decke dafür verantwortlich.

Eine weitere Eintrittsstelle für Feuchtigkeit ist die Kaminverlängerung, die sich oft im Kleider­schrank befindet. Öffnen Sie alle Schränke und suchen Sie nach Wasser­rändern.

Werfen Sie zudem einen prüfenden Blick hinter die Fenstervorhänge. Sehen Sie dunkle Spuren, verschafft Ihnen der Klopftest Sicherheit. Heben Sie nach Möglichkeit auch das Fenstergummi an. Ist das Holz darunter hell und fest, scheint alles in Ordnung zu sein.

Tipp: Stehen bei der Besichtigung sämtliche Fenster und Türen weit offen, versucht der Verkäufer eventuell un­an­ge­nehme Gerüche zu vertuschen. Schließen Sie zur Kontrolle alle Fenster und Türen und betreten Sie den Wohnwagen zehn Minuten später erneut. Riecht es normal, haben Sie nichts zu befürchten.

Ein praktisches Hilfsmittel zur Ermittlung von Feuchtigkeit im Wohnwagen ist ein Feuchtigkeitsmesser. Das Instrument gibt es in jedem Baumarkt oder im Internet zu kaufen.

Prüfen Sie alle technischen Geräte auf ihre Funktion

Um nicht die Katze im Sack zu kaufen, testen Sie bei der Wohn­wagen­be­sich­tigung alle Geräte und tech­nischen Installationen. Sind Heizung, Gasherd, Kühlschrank und Wasserboiler intakt und betriebsbereit? Spült die Toi­lette richtig? Funktionieren Klima­anlage, Satelliten­schüssel, Alarm­anlage und sonstige Einbauten?

Lassen Sie sich vom Verkäufer unbedingt die Be­schein­i­gung über eine gültige Gasprüfung zeigen. Die Heiz­ung sollte spätestens nach dem fünften Versuch zünden.

Vergessen Sie nicht, die Beleuchtung zu checken – sowohl im Inneren des Cam­ping­anhängers als auch außen. Damit das Kfz verkehrstüchtig ist, müssen Heck­leuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückfahr- und Bremslicht einwandfrei funktionieren.

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Tipps zum Kauf

Egal, ob Sie den Reisewohnwagen bei einer Privat­person oder einem Gebraucht­wagen­händler kaufen: Halten Sie die Transaktion schriftlich mit einem Ver­trag fest. Bei gewerblichen Händlern sollten Sie automatisch einen Kauf­vertrag erhalten (ansonsten: Finger weg!). Bei Privat­ver­käuf­ern ist das nicht immer der Fall. Bestehen Sie auch hier auf ein schrift­liches Dokument.

Neben den persönlichen Daten von Käufer und Ver­käufer sollte der Kaufvertrag Infos zum Wohn­wagen­modell enthalten. Zudem sollten Sie den Zustand des Caravans inklusive des Zubehörs genau beschreiben. Fragen Sie nach Vorschäden und lassen Sie sich die Unfallfreiheit schriftlich im Vertrag bestätigen. Nur so haben Sie einen Nachweis in der Hand – für den Fall, dass kurz nach Erwerb Unstimmigkeiten auftreten.

Checkliste: Stellen Sie dem Verkäufer diese Fragen

Bevor Sie den Kaufvertrag unter­schreiben und den Camping­anhänger Ihr Eigen nennen, sollten Sie folgende Punkte mit dem Verkäufer klären:

  • Wie wirkt sich der Wohnanhänger auf Kraft­stoff­verbrauch und CO2-Emissionen des Zug­fahr­zeugs aus?
  • Warum wird der Wohnwagen verkauft?
  • War der Verkäufer der einzige Voreigentümer oder gab es weitere Vor­be­sitzer?
  • Sind dem Verkäufer Mängel oder Unfälle be­kannt?
  • Kann der Verkäufer alle wichtigen Dokumente, Fahrzeugpapiere und Garantiebescheinigungen vorlegen?
  • Hat der Wohnwagen eine 100er-Zulassung und entsprechend "junge" Reifen?
  • Gibt es eine Bescheinigung nach G607 über die letzte Gasprüfung? Wann ist die nächste Hauptuntersuchung  beim TÜV fällig?
  • Liegen Bedienungsanleitungen für alle tech­nisch­en Geräte und Zusatzeinbauten vor?
Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen: Definition
Illustration Info: Gut zu wissen

Ein Wohnwagen ist ein Kfz-Anhänger in Leicht­bau­weise, der eine Wohn­ein­richtung enthält. Das heißt: Im Gegensatz zu herkömmlichen Lastenanhängern ist er nicht für den Transport von Gütern gedacht. Vielmehr dient er bei Camping­urlauben als Wohn- und Schlaf­raum.

Im Unterschied zu Wohnmobilen fehlt ihm ein eigener Motor. Daher ist ein Zug­fahrzeug notwendig, um den Wohn­wagen von A nach B zu bewegen.

Synonyme für Wohnwagen sind Caravan, Camping­an­hänger, Camping­wagen, Reisewohnwagen, Wohn­an­hänger und "Haus auf Rädern".

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Marken & Modelle
Auf europäischen Straßen sind Touring-Wohnwagen – auch Reisewohnwagen genannt – am häufigsten unterwegs. Die Klassiker unter den Caravans sind von zahlreichen Marken sowie in verschiedenen Größen und Variationen zu haben. Üblicherweise sind Touring-Anhänger zwischen 2,3 und 2,5 Meter breit, vier bis acht Meter lang und innen bis zu zwei Meter hoch. Zu den führenden Herstellern am deutschen Wohn­wagen­markt gehören Fendt, Bürstner, Dethleffs, Hymer/Eriba, Knaus, Tabbert, Hobby und Adria.
Verschiedene Wohnwagen und Wohnmobile stehen auf einem Händlerparkplatz

Weitere, weniger ver­brei­tete Caravan-Typen sind:

  • Teardrop-Anhänger: Tropfenform, meist kleine Außenküche, zwei Schlafplätze, wenig Stauraum
  • Zeltklapp-Wohnwagen: ausklappbares Zelt, das fest mit einem Anhänger verbunden ist, daher auch Faltcaravan genannt
  • Wohnwagen mit Hubdach: kompakter Caravan, meist ohne Nasszelle
  • Transport-Wohnwagen: große Heckklappe für den Transport von Fährrädern, Motorrad und Sportgeräten
  • Klapp-Wohnwagen: Seitenwände lassen sich einklappen, sodass er flach wie ein her­kömm­licher Lastenanhänger ist
  • Offroad-Wohnwagen: in der Regel Maßanfertigungen nach Kundenwunsch, daher besonders kostspielig

Mini- und Luxus­wohn­wagen kommen in Europa seltener vor

Weniger verbreitet als klassische Touring-Caravans sind Mini-Wohnwagen. Ein historisches Beispiel ist der LC9-200 ("Weferlinger Heimstolz"), der in der DDR speziell für den Trabant erhältlich war. Heutzutage gibt es die Mini-Wohn­an­hänger in ver­schie­denen Formen und Varianten. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise und des geringen Gewichts sind sie vergleichsweise günstig (Neupreis: zwischen 5.000 und 10.000 Euro) und auch mit leistungsschwächeren Zugfahrzeugen kompatibel.

Um große Luxuswohnwagen zu ziehen, sind ent­sprech­end leistungsstarke Pkw notwendig. Großraum-Cara­vans bieten deutlich mehr Platz sowie eine hoch­wertige Innen­ausstattung mit moderner Küche und Fußbo­den­heizung. Serien­modelle von Tabbert, Dethleffs, Bürstner und Co. kosten neu zwischen 25.000 und 40.000 Euro.

Was ist der beste Wohnwagen?

Caravans der Marke Tabbert stehen bereits seit Mitte der 1950er Jahre ganz oben auf der Liste der be­liebt­esten Wohnwagen. Die hoch­wertig ver­arbeite­ten Reise­mobile sind im ge­hobe­nen Preis­segment zu finden. Der Tabbert Puccini beispielsweise gehört zu den besten Modellen der oberen Mittelklasse.

Die Traditionsmarke Fendt zählt ebenfalls zu den Spitzenreitern. Ihr Angebot reicht von Modellen mit Standard­ausstattung bis hin zu geräu­mi­gen Luxus-Caravans. Speziell in der Mittelklasse bietet der Hersteller qualitativ hochwertige Wohnwagen an. Die Modelle Fendt Saphir und Fendt Bianco führten in den letzten Jahren mehrere Top-Rankings an.

Reisewohnwagen der Marke Hobby sind bei Familien besonders beliebt: Sie bieten geräumige Grundrisse, ausreichend Schlafplatz und Optionen mit Einzel­betten. Neben Dethleffs und Hymer/Eriba gehört Hobby zu den beliebtesten deutschen Einsteigermarken.

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Junge Frau mit iPad und Mann mit Zeitung suchen in Kleinanzeigen nach gebrauchten Wohnwagen
Online, Händler, Kleinanzeigen
Junge Frau mit iPad und Mann mit Zeitung suchen in Kleinanzeigen nach gebrauchten Wohnwagen

Um Ihr Wunschfahrzeug zu finden, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Online-Portale: Das Internet ist meist die erste Anlaufstelle, wenn Sie einen gebrauchten Wohnwagen kaufen möchten. Einschlägige Online-Portale und -Börsen wie mobile.de, ebay-kleinanzeigen.de oder truckscout24.de bieten praktische Filter­mög­lich­keiten, um die Wohn­wa­gen­suche Ihren Vorstellungen und Wünschen anzupassen.
  2. Lokale Händler: Bei gewerblichen Caravan-Anbietern in Ihrer Region können Sie die Fahr­zeuge direkt anschauen. Mit etwas Glück stehen verschiedene Modelle und Marken zur Auswahl. So können Sie vor Ort unterschiedliche Grundrisse, Gesamt­zu­stände und Preisklassen miteinander ver­glei­chen.
  3. Zeitungsanzeigen: Ein Blick in die Kleinanzeigen der örtlichen Zeitung kann ebenfalls helfen. Auch einige Camping­magazine enthalten Gesu­che und Angebote. Zusätzlich können Sie selbst ein Suchinserat in der Zeitung oder einem Anzei­gen­blatt aufgeben.
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Kaufpreis, Steuern, Unterhalt
Bevor Sie einen Wohnwagen gebraucht kaufen, berechnen Sie, wie viel Sie das Traumfahrzeug im Unterhalt kostet. Denn der Kaufpreis ist das eine, die Kosten für Wartung, Versicherung, Kfz-Steuer und ein erhöhter Benzinverbrauch das andere. Grundsätzlich gilt: Je größer und schwerer der Wohn­wa­gen, desto kost­spieliger ist das Camper-Dasein.
Beleuchteter Wohnwagen mit Sonnensegel und Campingmobiliar in der Abenddämmerung

Gebraucht-Caravans gibt es in jeder Preisklasse

Das Angebot an gebrauchten Reisewohnwagen ist riesig: Caravans gibt es in so vielen Altersstufen, Zuständen und Ausstattungsvarianten, dass feste Preise nur schwer festzulegen sind.

Außerdem zeichnet Wohnwagen eine hohe Preis­sta­bi­lität aus. Sie verlieren deutlich langsamer an Wert als beispielsweise Pkw. Zudem ist der Markt sehr un­aus­ge­glich­en. Für besonders beliebte Modelle gibt es teils sogar Wartelisten. Gleichzeitig ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt kleiner als die Nachfrage. Dadurch fallen die Preise verhältnismäßig hoch aus.

Deshalb gilt: Vorsicht bei Preisen, die zu schön sind, um wahr zu sein. Ein fünf Jahre alter Mittelklasse-Wohnwagen in Top-Zustand mit 15.000 Kilometern für 8.000 Euro riecht nach Betrug – und ist es in der Regel auch. Realistischer sind 8.000 Euro für einen Standard-Wohnwagen mit Basis-Ausstattung. Für einen hochwerti­gen Camper­wa­gen sollten Sie mindestens 15.000 Euro einkalkulieren.

Schwacke-Liste gibt Richtwert für Kaufpreis an

Um herauszufinden, wie viel ein gebrauchter Caravan in etwa wert ist, hilft ein Blick in die Schwacke-Liste. Die Übersicht gibt den ungefähren Restwert gebrauchter Caravans und Reisemobile an und dient Händlern zur Orientierung bei der Preisgestaltung. Allerdings können bereits leichte Abweichungen bei Grundriss oder Inventar den Listenwert verändern. Die Schwacke-Preise sind daher lediglich als Richtwerte anzusehen.

Bedenken Sie zusätzliche An­schaff­ungs- und Unterhalts­kosten

Vergessen Sie bei der Preiskalkulation nicht die An­schaff­ung und Montage der Anhängerkupplung  und zusätzlicher Außenspiegel für das Zugfahrzeug. Sie schlagen mit insgesamt 500 bis 900 Euro zu Buche. Erweitern Sie Ihren Führer­schein auf B96, fallen zusätzliche Gebühren in Höhe von 300 bis 400 Euro an.

Zu den laufenden Unter­halts­kosten zählt außerdem die Kfz-Steuer. Da Wohn­wagen als Anhänger  gelten, belaufen sich die Steuern aktuell auf 7,46 Euro je 200 Kilogramm zulässigem Gesamt­gewicht. Der Maximal­wert liegt bei 373 Euro im Jahr. Zusammen mit der Kfz-Versicherung fallen im Schnitt rund 100 Euro dafür an.

Die jährlichen Reparaturkosten belaufen sich laut ADAC auf rund 200 Euro. Planen Sie mehrere Urlaube im Jahr, sollten Sie die Spritkosten nicht vergessen. Hierfür sind unter anderem PS und Kraft­stoff­ver­brauch Ihres Pkw ausschlaggebend. Stellen Sie den Camping­an­hänger in den Winter­monaten auf Ihrem eigenen Grundstück ab, sparen Sie sich die Stellplatzmiete.

Gut zu wissen: Kauf vs. Miete
Illustration Info: Gut zu wissen

Die Anschaffung eines neuen Reise­wohn­wagens kann je nach Größe, Marke und Inneneinrichtung sehr teuer sein. Besonders Einsteiger möchten in der Regel nicht so viel Geld ausgeben und das Camper-­Dasein zunächst testen.

Camping-Neulinge mieten deshalb oft zuerst einen Wohn­wa­gen, um ein Gespür für den Urlaub auf Rädern zu be­kommen. Jedoch kommt mit einem "sterilen" Miet­fahr­zeug nicht immer ein echtes Camper-Gefühl auf.

Denken Sie über einen Kauf nach, stellen Wohn­wagen aus zweiter Hand einen Kompromiss dar: Der Wohn­an­hänger gehört Ihnen, ohne dass Sie ein Ver­mö­gen dafür ausgeben. Merken Sie beim Reisen, dass das Modell doch nicht zu Ihnen passt, fällt der Fehlkauf deutlich günstiger aus als bei einem neuen Wohn­wagen.

Die Lebenssituation spielt bei der Entscheidung zwi­schen neu und ge­braucht ebenfalls eine Rolle. Ge­rade bei jungen Campern können die Umstände sich schnell ändern: Während zu zweit ein kleiner Wohnwagen aus­reicht, benötigen Sie wenige Jahre später mit Nach­wuchs weitaus mehr Platz. Auch hier lohnt sich in der Regel ein Second-Hand-Modell, statt den vollen Kaufpreis für einen neuen Caravan aufzubringen.

Illustration Info: Gut zu wissen
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Haftpflicht, Teil- & Vollkasko

Egal, ob Sie Ihren Caravan dauerhaft oder saisonweise nutzen: Um ihn auf öffentlichen Straßen zu bewegen, ist eine separate Kfz-Versicherung erforderlich. Der Hänger ist nicht über das Zug­fahr­zeug mitversichert.

Die Basisabsicherung für Wohnanhänger ist eine Kfz-Haftpflicht. Die Pflicht­versicherung hat bereits bei der Zulassung  vorzuliegen. Die Haftpflicht­ver­sicherung kommt für Schäden auf, die Sie anderen mit Ihrem Wohn­wagen zufügen. Sie deckt sowohl Personen-, Sach- als auch Vermögens­schäden ab.

Teil- und Vollkasko für Wohn­wa­gen erweitern den Ver­sicher­ungs­schutz

Darüber hinaus können Sie Ihren Cam­ping­wagen frei­willig mit einer Teilkasko- oder Vollkasko­ver­sicher­ung absichern. Der Versicherungsschutz der Teilkasko geht über die Wohnwagen-Haftpflicht hinaus und greift unter anderem bei Diebstahl, Wildunfällen und Sturm­schä­den. Möchten Sie Vandalismus und selbst­ver­schuldete Schäden ab­sichern, ist eine Vollkasko die richtige Wahl.

Sind Anbauteile über die Wohn­wagen­versicherung geschützt?

Vorzelte, Markisen und Sonnendächer sind nur im Versicherungsschutz ent­halten, wenn Sie sie in die Versicher­ungs­bedingungen aufnehmen. Die meisten Versicherer fragen bei der Antrags­stellung nach, ob Ihr Caravan über Anbauteile verfügt. Falls nicht, achten Sie selbst darauf. Andernfalls sind die Vor­richt­ungen nicht versichert.

Gut zu wissen: Inhaltsversicherung
Illustration Info: Gut zu wissen

Möchten Sie die Innenausstattung Ihres Campingwagens absichern, ist eine Inhaltsver­sicher­ung notwendig. Die Zusatzpolice sichert lose Gegen­stände gegen Diebstahl, Schäden durch Brand, Überschwemmung und Autounfälle ab.

Der konkrete Versicherungsumfang hängt vom Tarif ab. In Basis-Policen sind oft nur Reisegepäck, Haus­halts­zubehör und Elektrogeräte versichert. Teurere Inhalts­ver­sicherungen decken auch Computer, Smartphones und E-Bikes ab. Schmuck und Bargeld sind fast immer vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Die Inhaltsversicherung für Wohnwagen gilt weltweit, rund um die Uhr und auch außerhalb von Camping­plätzen. Die Kosten variieren zwischen 50 und 200 Euro im Jahr – abhängig vom Ver­si­che­rungs­umfang und der gewählten Entschädigungssumme.

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Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Wann ist die beste Zeit, um einen gebrauchten Wohnwagen zu kaufen?

    Jedes Jahr im Herbst beginnt die Schnäppchensaison für Wohnwagen und Wohnmobile. Denn zwischen August und September präsentieren Hersteller ihre neuesten Modelle auf dem Caravan Salon in Düsseldorf – der weltweit größten Campingmesse. Wenn kurze Zeit später die Messeneuheiten bei den Händlern eintreffen, müssen Vorjahresmodelle, Gebraucht- und Mietfahrzeuge weichen.

    Zahlreiche Reisemobil- und Caravan-Anbieter veranstalten Haus- und Herbstmessen mit speziellen Verkaufsaktionen für ältere Modelle. Campingfans können bei solchen Abverkäufen echte Schnäppchen machen.

  • Wie kann ich mich vor Betrügern schützen?

    Kaufen Sie einen gebrauchten Caravan nicht, ohne ihn vorher persönlich zu inspizieren. Der Grund: In vielen Fällen weicht der reale Zustand des Wohnanhängers stark von den Bildern in Internetanzeigen ab. Machen Sie sich daher immer ein eigenes Bild von Ihrem potenziellen Haus auf Rädern.

    Ein seriöser Verkäufer bietet Ihnen die Mög­lich­keit, den Wohnwagen ein zweites Mal mit einem erfahrenen Camper zu besichtigen. Auch gegen ein offizielles Wertgutachten durch einen Sachverständigen (Kostenpunkt: 250 bis 400 Euro) sollte er keine Einwände haben. Wenn doch, möchte er eventuell Mängel oder sonstige Ungereimtheiten vertuschen.

    Kann der Verkäufer Fahrzeugpapiere und Be­scheini­gungen nicht vollständig vorlegen oder liegen Hauptuntersuchung, Gas- und Dichtungs­prüfungen schon länger zurück, sollten Sie sich nach einem anderen Wohnanhänger umsehen. Das gleiche gilt, wenn der Verkäufer im Voraus eine Anzahlung des Kaufpreises verlangt.

  • Wie teuer ist die Versicherung für Wohnwagen?

    Wie hoch die Beiträge für Ihre Wohn­wagen­ver­sicher­ung ausfallen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben dem Alter von Wohnwagen und Fahrzeughalter  spielt der gewählte Tarif eine wichtige Rolle bei der PreisgestaltungWährend eine Wohnwagen-Haftpflicht ab 20 Euro im Jahr kostet, fallen die Beiträge für Kasko­versicherungen deutlich höher aus. Eine Vollkasko zum Beispiel beläuft sich auf 150 bis 300 Euro im Jahr.

    Die Faustregel lautet: Je besser Leistungen und Deckungssumme, desto höher sind die Versicher­ungs­kosten.

  • Brauche ich eine besondere Versicherung für feststehende Wohnwagen?

    Dauercamper, die ihren Wohnwagen über Mo­na­te nicht bewegen, melden ihn in der Regel ab, um Kosten zu sparen. Die klassische Wohn­wagen­ver­sicher­ung gilt dann nicht mehr, da sie nur zu­ge­lassene Reise­wohnwagen absichert.

    Stattdessen gibt es spezielle Dauercampingversicherungen, die auf eine langfristige Nutzung des mobilen Heims an einem Ort ausgelegt sind. Neben dem Wohn­wagen­inventar sichern entsprechende Policen auch Anbauteile und Schäden durch Vandalismus ab.

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