Familie sitzt im Wohnzimmer zwischen Umzugskartons mit Laptop und freut sich.
Staatliches Baugeld für Familien und Alleinerziehende

Bau­kinder­geld

Die Beratung zu einer Baufinanzierung erfolgt ausschließlich durch ausgewiesene Experten für Baufinanzierung. Deshalb wird Ihr Ansprechpartner vor Ort bei Bedarf einen Spezialisten der Allianz hinzuziehen.
  • Das Baukindergeld des Bundes ist eine staatliche Förderung bei Kauf oder Bau eines Eigenheims. Anspruch auf diesen finanziellen Zuschuss haben alle Familien oder Alleinerziehende bis zu einem gewissen Jahreseinkommen und mit mindestens einem Kind, das in die betreffende Immobilie mit einziehen muss. 
  • Wer bis Ende März 2021 den Kaufvertrag unterschrieben oder die Baugenehmigung für seine Immobilie vorliegen hatte, erhält auf Antrag für jedes Kind unter 18 Jahren einen jährlichen Zuschuss von 1.200 Euro. Das Baukindergeld wird bis zu 10 Jahre lang gezahlt. 
  • Der Antrag auf Baukindergeld kann noch bis zum 31. Dezember 2023 für alle Immobilienkäufe oder Bauprojekte mit Genehmigung zwischen 01.01.2018 und 31.03.2021 bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt werden – jedoch nur innerhalb von 6 Monaten nach Einzug (Meldebescheinigung ausschlaggebend).
  • Sie lesen einen allgemeinen Ratgeber zum Baukindergeld. Die Allianz bietet nicht alle der hier genannten Produkte und Varianten an.
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Bau­kinder­geld noch bis Ende 2023 beantragen
Nach der Devise „Mit Zuschuss vom Staat ins eigene Zuhause“ wurde 2018 das Baukindergeld aufgelegt. Ziel dieser staatlichen Förderung für Familien mit Kindern und Alleinerziehende ist es, Wohneigentum zu bilden. Unter Einhaltung bestimmter Fristen können Immobilieneigentümer noch bis Ende 2023 für den Kauf oder den Bau Ihrer eigenen vier Wände bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) online für jedes Kind unter 18 Jahren Baukindergeld beantragen.
Familie zwischen Umzugskartons freut sich
 
Angesichts der hohen Preise im Immobilienbereich sind insbesondere Familien und Alleinerziehende auf Fördermittel und staatliche Zuschüsse angewiesen, um sich den Traum der eigenen vier Wände überhaupt leisten zu können. Dementsprechend ist die Nachfrage nach dem Baukindergeld unvermindert hoch. Noch ist eine Beantragung möglich. Dabei gelten für Sie als Antragsteller folgende Stichtage und Fristen: Die Unterschrift des Kaufvertrags oder der Erhalt der Baugenehmigung (frühestmöglicher Baubeginn) für Ihr Eigenheim müssen zwischen dem 01. Januar 2018 und dem 31. März 2021 liegen. Die Antragstellung erfolgt spätestens sechs Monate, nachdem Sie Ihr neues Zuhause bezogen haben. Ausschlaggebend hierfür ist die amtliche Meldebestätigung. Spätester Zeitpunkt für den Antrag ist der 31.12.2023.
Die Auszahlung des Baukindergeldes steht unter dem Vorbehalt verfügbarer staatlicher Fördermittel. Die Höhe der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel durch den Bund wurde 2018 vor Beginn der Förderung festgelegt. Grundsätzlich gilt auch hier: Solange der Vorrat reicht. Das bedeutet: Eine Antragstellung ist wie bei jeder Förderung solange möglich, wie die Fördermittel nicht aufgebraucht sind. Bis zum 31. Dezember 2023 kann das Baukindergeld noch rückwirkend für Neubauten oder Haus- und Wohnungskäufe beantragt werden. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht allerdings nicht. Aber sobald Sie Ihren Antrag bei der KfW gestellt haben, ist das Baukindergeld bis zur finalen Entscheidung über Ihren Antrag erst einmal für Sie reserviert. Familien, deren Bauförderung genehmigt wurde, erhalten das Baukindergeld für maximal 10 Jahre. Danach läuft die Förderung automatisch aus.
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Illustration - Ein Paar sitzt gemeinsam vor einem Laptop und informiert sich über Baukindergeld.
Erklärung
Illustration - Ein Paar sitzt gemeinsam vor einem Laptop und informiert sich über Baukindergeld.

Rechts­grundlage

Das zum 01. Januar 2018 eingeführte Baukindergeld soll ähnlich der 2005 abgeschafften Eigenheimzulage gezielt den Ersterwerb von Wohneigentum fördern. Familien mit Kindern oder Alleinerziehende erhalten über einen Zeitraum von 10 Jahren einen staatlichen Zuschuss für ihre selbst genutzte Wohnimmobilie. Das gilt sowohl für Neubauten wie Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser als auch für den Erwerb von Bestandsimmobilien, d.h. den Hauskauf bzw. den Kauf einer Eigentumswohnung.

Auszahlung

Für jedes Kind unter 18 Jahren, das Kindergeld berechtigt ist und mit den Eltern/dem Elternteil in die betreffende Immobilie zieht, werden jährlich 1.200 Euro an Zuschuss ausgezahlt. Im gesamten Förderungszeitraum also für jedes Kind maximal 12.000 Euro. Das Baukindergeld ist nicht zweckgebunden und kann je nach Bedarf verwendet werden, z. B. zur Tilgung der Baufinanzierung oder die Raten für einen Bausparvertrag. Das Geld wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf das Konto der Familie überwiesen und muss nicht zurückgezahlt werden.

 

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Wer kann Bau­kinder­geld beantragen?
Das Baukindergeld kann nach dem Einzug in die eigenen vier Wände noch so lange von Förderberechtigten beantragt werden, wie Fördermittel des Bundes vorhanden sind – die Frist endet spätestens am 31.12.2023. Ziel dieser staatlichen Förderung ist es, Wohneigentum zu bilden. Doch für wen gibt es Baukindergeld? Anspruch auf die staatliche Förderung haben nur Familien oder Alleinerziehende, die in Bezug auf die im Haushalt lebenden Kinder, ihr Einkommen, die Fristen und die betreffende Immobilie bestimmte Bedingungen erfüllen.
  • Kinder

    Wichtigstes Kriterium für einen Antrag auf Baukindergeld: Im Haushalt des Antragstellers lebt mindestens ein Kind unter 18 Jahren, für das Kindergeld bezogen wird. Der Baukindergeld-Zuschuss beträgt 12.000 Euro pro Kind (1.200 Euro jährlich, maximal 10 Jahre lang). Die Anzahl der Kinder, für die Sie als Antragsteller einen Zuschuss erhalten können, ist vom Gesetzgeber nicht begrenzt. Auch ein Kind, das direkt am Tag nach der Antragstellung 18 Jahre alt wird, wird beim Baukindergeld berücksichtigt. Im Falle einer Schwangerschaft gilt: Für Kinder, die nach der Antragstellung geboren werden, gibt es kein Baukindergeld.
  • Einkommen

    Das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen darf beim Baukindergeld bei maximal 90.000 Euro bei Familien/Alleinerziehenden mit einem Kind liegen. Für jedes weitere Kind erhöht sich dieser Einkommensfreibetrag um 15.000 Euro. Das Jahreshaushaltseinkommen setzt sich aus dem zu versteuernden Einkommen des Antragstellers und ggf. dem zu versteuernden Einkommen des dazugehörigen Ehe- oder Lebenspartners zusammen.

    Zur Ermittlung des Jahreshaushaltseinkommens wird der Durchschnitt aus dem zu versteuerten Einkommen aus dem zweiten und dritten Kalenderjahr vor der Antragstellung gebildet. Der Nachweis des zu versteuernden Haushaltseinkommens erfolgt über die Einkommenssteuerbescheide der jeweiligen Kalenderjahre.

  • Fristen und Stichtage

    Neubauvorhaben sind für das Baukindergeld nur dann förderfähig, wenn die Baugenehmigung zwischen dem 01.01.2018 und dem 31.03.2021 erteilt wurde.

    Gleiches gilt für den Erwerb von Neubauten oder Bestandsimmobilien. Hier muss das Datum der Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags im besagten Zeitraum (Januar 2018 bis März 2021) liegen. Die zu fördernde Wohnimmobilie muss zum Stichtag (Datum von Kaufvertragsunterzeichnung/Baugenehmigung/Beginn der Baumaßnahmen) das einzige Wohneigentum und Hauptwohnsitz der Antragsteller sein.

    Der Antrag auf Baukindergeld muss spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Einzug gestellt werden – nur solche Anträge werden überhaupt geprüft. Wird die Förderung für den Erwerb einer zuvor selbst genutzten Immobilie beantragt (z. B. Kauf einer gemieteten Wohnung), muss der Antrag binnen sechs Monaten nach Kaufvertragsunterzeichnung erfolgen. Um den Zuschuss zu erhalten, müssen Antragsteller innerhalb von drei Monaten nach Antragsbestätigung den Nachweis über die Einhaltung der Förderbedingungen erbringen.

  • Wohneigentum

    Gefördert wird nur der Ersterwerb von selbst genutztem Wohneigentum (Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhaus, Eigentumswohnung). Zweitwohnsitze werden beim Antrag auf Baukindergeld nicht berücksichtigt. Der Nachweis des Wohneigentums erfolgt über einen aktuellen Grundbuchauszug. Der Eigentumsanteil des Antragstellers an der Förderimmobilie muss nach Grundbuch mindestens 50 % oder mehr betragen, der Neubau oder die gekaufte Bestandsimmobilie sich in Deutschland befinden.

    Darüber hinaus müssen die Kosten für den Erwerb des Wohneigentums (Bausumme oder Kaufpreis) ohne Erwerbsnebenkosten höher sein als der Baukindergeld-Zuschuss. Von der Baukindergeld-Förderung ausgeschlossen sind:

    • der Erwerb von Wochenend- oder Ferienhäusern/-wohnungen 
    • die Eigentumsübertragung zwischen Ehe-/Lebenspartner oder Verwandten 
    • die Übertragung von Wohneigentum durch Erbe oder Schenkung
  • Wichtiger Hinweis:

    Neben den oben genannten Voraussetzungen für das Baukindergeld sind die Antragsteller darüber hinaus gesetzlich dazu verpflichtet, die KfW zu informieren, sobald sich an der Wohnsituation der geförderten Immobilie etwas ändert, z. B. Umzug, Wohnsitzänderung, Verkauf etc. Alle (schriftlichen) Nachweise zur Einhaltung der Förderbedingungen, die Sie der KfW vorgelegt haben (Bestätigungen, Bescheide, Verträge), sind darüber hinaus wenigstens 10 Jahre lang aufzubewahren.
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Welche Einkommens­grenzen bestehen?
Das Baukindergeld ist an das zu versteuernde Einkommen der Antragsteller gebunden und darf bei Familien mit einem Kind die Einkommensgrenze von 90.000 Euro nicht überschreiten. Für jedes weitere Kind erhöht sich dieser Betrag um 15.000 Euro. Basis für die Berechnung der Einkommensgrenze sind die durchschnittlichen, jährlich zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang. Das bedeutet: Erfolgt der Antrag auf Baukindergeld beispielsweise im März 2022, so dienen die Einkommenssteuerbescheide von 2019 und 2020 als Grundlage für die Berechnung des Durchschnittseinkommens.
Das Jahreshaushaltseinkommen/die Einkommensgrenze für eine Familie mit zwei Kindern berechnet sich beispielsweise wie folgt:

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Maximal zu versteuerndes Jahreshaushaltseinkommen
aus dem Durchschnitt des vorletzten und vorvorletzten Jahres

90.000 EUR
Erhöhung (Freibetrag) für das zweite Kind 15.000 EUR
Einkommensgrenze für eine vierköpfige Familie = 105.000 EUR
Staatlicher Zuschuss in Form des Baukindergeldes innerhalb von 10 Jahren insgesamt
24.000 EUR
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Antrag und Unterlagen
Illustration - Ein Mann hält ein Dokument in seiner Hand.

Der Antrag auf Baukindergeld muss innerhalb von sechs Monaten nach Einzug in das zu fördernde Wohneigentum online über das KfW-Zuschussportal erfolgen. Vor dem Einzug gestellte Anträge werden grundsätzlich abgelehnt. Nach Ihrer Antragstellung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung.

Benötigte Unterlagen

Für den Antrag sind eine Identitätsprüfung (Video-Identifizierung oder Postident-Verfahren der Deutschen Post) sowie der Nachweis der Einhaltung der Förderbedingungen erforderlich. Hierfür müssen Sie spätestens drei Monate nach Antragstellung folgende Unterlagen in digitaler Form auf dem KfW-Portal hochladen:

  • Einkommenssteuerbescheide des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang zum Nachweis des Haushaltseinkommens von Antragsteller und Ehe-/Lebenspartner
  • amtliche Meldebestätigungen aller im Haushalt lebenden Personen zum Nachweis der Selbstnutzung des Hauses/der Wohnung (alternativ Meldebescheinigung bei Kauf einer gemieteten Immobilie)
  • Grundbuchauszug zum Nachweis über den Erwerb des Wohneigentums 
  • Baugenehmigung oder Kaufvertrag der Immobilie
Illustration - Ein Mann hält ein Dokument in seiner Hand.
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Andere Formen der Immobilien­förderung
Sie sind zu spät dran für das Baukindergeld? Dann kommt vielleicht eine andere Form der Bau- oder Wohnraumförderung für Sie infrage: Verschiedene KfW-Förderprogramme, öffentliche Zuschüsse, Zulagen oder Kredite können mit dem Baukindergeld kombiniert und auch einzeln beantragt werden. 

Kommt das Baukindergeld für Sie nicht infrage oder suchen Sie nach weiteren Möglichkeiten der Bau- und Immobilienfinanzierung, eignen sich vielleicht das KfW-Wohneigentumsprogramm oder die Förderprogramme „Energieeffizient Bauen“ sowie „Energieeffizient Sanieren“ für Ihr Bauprojekt. Ebenfalls interessant sind die Marktanreiz- oder Förderprogramme zur Heizungsoptimierung oder Nutzung erneuerbarer Energien des Bundesamts Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Möchten Sie Ihre Immobilie hingegen frühzeitig für altersgerechtes Wohnen umbauen, gibt es auch hierfür entsprechende Kredite oder Zuschüsse.

Einen detaillierten Überblick über Zuschüsse und Förderprogramme sowie die Voraussetzungen für die Antragstellung finden Sie in unserem Ratgeber zur Immobilienförderung.

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