Ein Paar sitzt gemeinsam in ihrem neuen Haus auf dem Boden. Zwischen ihnen steht ein offener Umzugskarton, in dem ihr Kleinkind steht.
Zuschüsse & Förderprogramme für Hausbau oder Hauskauf

Immobilienförderung

Die Beratung zu einer Baufinanzierung erfolgt ausschließlich durch ausgewiesene Experten für Baufinanzierung. Deshalb wird Ihr Ansprechpartner vor Ort bei Bedarf einen Spezialisten der Allianz hinzuziehen.
Wie unterscheiden sich die Förderprogramme und Zuschüsse zur Baufinanzierung?
  • Sie lesen einen allgemeinen Ratgeber zur Immobilienförderung. Die Allianz bietet nicht alle der hier genannten Produkte und Varianten an.
  • Der Bund setzt mit seiner breit angelegten Immobilienförderung besonders auf die Stärkung von Familien, bietet aber auch spezielle Förderung für denkmalgeschützte Gebäude oder altersgerechte Umbauten.
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist als staatliche Investitionsbank größter Geldgeber hinter einer Reihe von Förderprogrammen und vergibt Zuschüsse bzw. zinsgünstige Kredite zu besonderen Konditionen.
  • Auf regionaler Ebene legen die Bundesländer und Kommunen eigene Förderprogramme für Hauskauf oder Hausbau auf, die von subventionierten Grundstücken bis zur Entlastung bei städtischen Kindergartengebühren reichen.
  • Neben Bund und Ländern spielen die Landeskirchen, Mitarbeiterdarlehen über den eigenen Arbeitgeber oder die Bezuschussung energetischer Sanierungsmaßnahmen bei der Eigenheimförderung eine Rolle.
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Förderungen für Hausbau und Hauskauf
Sie können für Ihren Immobilienkauf oder Ihren Baufinanzierungszuschuss ganz verschiedene Förderquellen in Anspruch nehmen, die wir Ihnen im Weiteren näher vorstellen. Die wichtigsten Arten der Immobilien-Förderung im Überblick:
Illustration - Ein Paar steht gemeinsam vor einem Haus.
Illustration - Ein Paar steht gemeinsam vor einem Haus.
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Staatliche Förderung für Immobilien
Gute Nachricht für alle, die sich für eine Immobilie interessieren: Wer in Deutschland ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen will, kann dafür unter bestimmten Umständen von verschiedenen Förderprogrammen und Zuschüssen profitieren. Die Maßnahmen des Bundes zur Förderung sozialen Wohnraums und einer Schwerpunktförderung von Familien mit Kindern oder Personen mit niedrigem Einkommen sind im sogenannten Wohnraumförderungsgesetz von 2002 zusammengefasst (WoFG). Einen Überblick über die Wohnraumförderung und welche Möglichkeiten der staatlichen Immobilienförderung es gibt, haben wir Ihnen nachfolgend zusammengestellt.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine staatliche Förderbank, die je nach Förderprogramm Kredite und Darlehen bis zu 100.000 Euro vergibt. Mit einer KfW Förderung beim Hauskauf können Sie mithilfe zinsgünstiger und langfristiger Darlehen sowie verschiedener Zuschüsse bei Ihrer Baufinanzierung sparen. Darüber hinaus lassen sich bei Förderkrediten der KfW bis zu 5 tilgungsfreie Anlaufjahre vereinbaren, in denen Sie nur die Kreditzinsen zahlen. Solche Zusatzvereinbarungen können Sie gerade in der Anfangsphase Ihres Hausbaus oder Hauskaufs finanziell entlasten.

Unter der Vielzahl an Programmen zur Wohnraumförderung, die die KfW bietet, bilden umweltbewusste Projekte, die Förderung erneuerbarer Energien sowie energetische Gebäudesanierungen und Modernisierungsarbeiten einen zentralen Schwerpunkt. Außerdem lassen sich mehrere Förderprodukte der KfW miteinander kombinieren, um die Gesamtsumme Ihrer Förderungen zu erhöhen. Einen Antrag für ein KfW-Darlehen stellen Sie nicht direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, sondern bei Ihrem  Kreditinstitut. Die Darlehenskonditionen sind von der KfW fest vorgegeben.

Das staatliche Baukindergeld unterstützt seit 2018 Familien mit Kindern beim bundesweiten Immobilienerwerb mit einer gesonderten Eigenheimzulage. Der jährliche finanzielle Zuschuss beträgt 1.200 Euro pro Kind über einen Zeitraum von 10 Jahren. Bayern stockt das Baukindergeld zusätzlich um 300 Euro pro Jahr sowie eine einmalige Eigenheimzulage von 10.000 Euro auf. Insgesamt stellt der Bund für dieses Förderungspaket 10 Milliarden Euro zur Verfügung. 

Zu den Voraussetzungen für den Erhalt des Baukindergeldes zählen:

  • Antragstellung spätestens sechs Monate nach Einzug
  • Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie (Wohneigentum)
  • Baukindergeld Einkommensgrenze: ein Haushaltseinkommen von maximal 90.000 Euro (ein Kind), plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind
  • Nur bei Neubau oder Bestandsimmobilien – kein Umbau/Anbau/Sanierung!
  • Kinder unter 18 Jahre, mit Kindergeldanspruch und Hauptwohnsitz im betreffenden Haushalt

Das Baukindergeld kann demnach auch rückwirkend oder nachträglich ausgezahlt werden, solange Sie die nötigen Fristen einhalten. Das bedeutet: Bis spätestens 31.03.2021 (Verlängerung der Frist zum 31.12.2020) müssen Sie den Kaufvertrag unterschrieben oder die Baugenehmigung für die Immobilie erhalten haben, für die Sie das Baukindergeld beantragen. Der Antrag selbst muss spätestens sechs Monate nach dem Einzug (Datum der amtlichen Meldebestätigung) erfolgt sein – allerdings nicht später als bis zum 31.12.2023.

Wie Sie das Baukindergeld beantragen? Zwar ist das Bundesamt des Innern, für Bau und Heimat (BMI) für die Verwaltung der Gelder verantwortlich; die Auszahlung erfolgt jedoch über die KfW. Beantragen Sie das Baukindergeld nach Ihrem Einzug einfach online direkt bei der KfW.

Eine Familie mit zwei Kindern liegt gemeinsam vor ihrem Haus auf dem Rasen im Garten.
 

Die „Riester“-Förderung ist vielen nur im Zusammenhang mit der „Riester-Rente“ ein Begriff. Dabei zahlen Sie zur Altersvorsorge monatlich Beiträge in einen Riester-Vertrag ein, der vom Bund bezuschusst wird. Seit 2008 können Sie diese Form der Zusatzrente auch als eine Art Eigenheimrente nutzen, den sogenannten „Wohn-Riester“.

Um im Alter mietfrei zu wohnen und die Finanzierung bzw. Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie zu beschleunigen, schließen Sie einen speziellen Wohn-Riester-Vertrag, z. B. einen Riester-Bausparvertrag, oder einen Riester-Fondssparplan für den langfristigen Vermögensaufbau ab. Alternativ können Sie auch das Guthaben aus einem bestehenden Riester-Vertrag ganz oder teilweise für den Hausbau, Hauskauf oder die Rückzahlung eines Baukredits verwenden. So kann das Eigenkapital erhöht werden.

Das sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Wohn-Riester Förderung:

  • Sie sind grundsätzlich Riester-förderberechtigt.
  • Die Immobilie, die Sie bauen/kaufen, zählt zu den begünstigten Immobilien.
  • Sie müssen Allein- oder zumindest Miteigentümer der Immobilie sein.
  • Sie wohnen selbst in der Immobilie, haben Ihren Lebensmittelpunkt und Hauptwohnsitz dort (nur innerhalb der Europäischen Union).

Daneben können Sie den Wohn-Riester auch dann in Anspruch nehmen, wenn Sie Ihr Haus barrierefrei umbauen, Pflichtanteile einer Wohngenossenschaft oder ein Dauerwohnrecht in einem Pflege- oder Altenheim erwerben.

Besteuerung des Wohn-Riester

Wichtig zu wissen: Bei allen Riester-Verträgen gilt das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Das heißt: In der Sparphase zahlen Sie weniger Abgaben an das Finanzamt, müssen die erhaltenen Fördergelder im Alter nachträglich versteuern – zuzüglich einer jährlichen Verzinsung von zwei Prozent als Ausgleich für die frühe Nutzung. Um den Überblick über sämtliche geförderte Tilgungen und Zulagen zu behalten und als Grundlage für die spätere Besteuerung, führt der Gesetzgeber ein „Wohnförderkonto“ über Ihren Wohn-Riester.

Die Wohnungsbauprämie (WoP) gehört seit 1952 zu den staatlichen Subventionen im Bereich Wohnungsbauförderung. Sie sollte zur Beseitigung des Wohnraummangels beitragen und ärmere Familien bei der Vermögensbildung unterstützen. Die Wohnungsbauprämie ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss und Hauskauf, Hausbau oder die Renovierung Ihres Eigenheims fördern soll.

Die Voraussetzungen für diese Art der staatlichen Wohnbauförderung regelt das „Wohnungsbau-Prämiengesetz“. Personen über 16 Jahre, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen bis Ende 2020 die 25.600 Euro (51.200 Euro bei Ehepaaren) nicht übersteigt, haben einen Anspruch auf die Wohnungsbauprämie: Sie können laufende Bausparverträge, Guthabenzinsen auf Bausparguthaben oder auch zusätzliche Abschlussgebühren mit 8,8 Prozent pro Jahr bzw. einer jährlichen Höchstprämie von 45,06 Euro (90,11 Euro bei Ehepaaren) bezuschussen lassen. Seit 1. Januar 2021 liegen die Prämienhöhen bei 10 Prozent per anno bzw. 700 Euro/1.400 Euro (Einzelperson/Ehepartner). Die Einkommensgrenze sinkt hingegen auf 35.000 bzw. 70.000 Euro.

Sperrfrist: Wird die Bausparsumme vor Ablauf von sieben Jahren nach Vertragsabschluss ganz oder teilweise ausgezahlt, werden Beträge rückgezahlt oder Ansprüche aus dem Bausparvertrag beliehen/abgetreten, muss die Wohnbauprämie zurückgezahlt werden.

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Zuschüsse für eine fach­gerechte Sanierung
Ein denkmalgeschütztes Haus ist nur etwas für Liebhaber? So denken die meisten Immobilienkäufer und Kapitalanleger über Baudenkmäler. Doch auch wenn in Denkmalimmobilien oft eine Menge Arbeit steckt und für die Sanierung der Bausubstanz oder eine Modernisierung deutlich strengere Regeln gelten als bei gewöhnlichen Häusern: Der höhere finanzielle und bürokratische Aufwand kann sich durchaus lohnen.
Denn die Denkmalpflege eröffnet Ihnen ganz neue Förderung- und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. Eine Kombination mehrerer Denkmalschutz Förderungen ist möglich. Hier ein Überblick über die Zuschüsse von Kreditinstituten und Denkmalschutzbehörden:
Die KfW unterstützt die fachgerechte und professionelle energetische Sanierung von Baudenkmälern unter Begleitung eines Sachverständigen. Dabei müssen Sie die Immobilie nicht selbst bewohnen, das Gebäude muss jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen, in puncto Energiebedarf und ob es sich bei dem betreffenden Gebäude um ein Baudenkmal oder erhaltenswerte Bausubstanz handelt.
Das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz oder die Stiftung Denkmalschutz unterstützen Immobilienkäufer oder Bauherren bei Erhalt oder Erneuerung der historischen Bausubstanz. Diese Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden und können mit anderen Förderungen für Denkmalschutz kombiniert werden. Der Zuschuss erfolgt jedoch nicht über feste Programme, sondern ist abhängig vom jeweiligen Objekt und den geplanten Sanierungsmaßnahmen.

Unter der „Absetzung für Abnutzung“ (AfA) denkmalgeschützter Gebäude versteht man die steuerliche Förderung bei der Finanzierung von Denkmalimmobilien. So können Vermieter über die Denkmal-AfA über einen Zeitraum von acht Jahren jeweils neun Prozent ihrer Kosten als Abschreibungen steuerlich geltend machen – danach weitere vier Jahre mit jährlich sieben Prozent. Selbstnutzer eines denkmalgeschützten Hauses können über ganze zehn Jahre hinweg neun Prozent aller Kosten zum Denkmalerhalt pro Jahr von der Steuer absetzen.

Neben der KfW, der Stiftung Denkmalschutz und der Denkmal-AfA, können Sie auch eine steuerliche Förderung Ihres Baudenkmals über das Finanzamt beantragen oder direkt bei den Ländern und Kommunen bzw. deren jeweiligen Landesdenkmalämtern nach Denkmalschutz Fördermitteln fragen.

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Immobilien Förderung durch Bundes­länder, Kommunen & Städte
Nicht nur der Bund vergibt Gelder zur Immobilien-Förderung oder Hausbau-Förderung. Auch auf kommunaler Ebene gibt es eine Reihe von Fördermöglichkeiten, wenn Sie sich den Traum vom Eigenheim für Ihre Familie erfüllen wollen.
Fragen Sie möglichst frühzeitig in Ihrer Planung bei Städten und Gemeinden nach Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen an, damit Sie bei der Verteilung der jährlichen Förder-Budgets berücksichtigt werden. Einige Gemeinden schreiben zudem subventioniertes Bauland aus oder bieten Familien andere finanzielle Entlastungen, z. B. bei Kita- oder Kindergartenkosten.

Analog zur bundesweiten Vergabe von Förderkrediten über die KfW haben auch die Bundesländer eigene Förderbanken für Baukredite oder Darlehen mit günstigen Konditionen und Investitionszuschüssen zur Förderung von Hausbau oder Hauskauf. Zentrales Anliegen aller Förderbanken ist die Familienförderung über eine Immobilienfinanzierung oder Bauförderung. Aber auch die Bauförderung im Rahmen einer energetischen Sanierung zählt dazu.

Die Voraussetzungen für eine Förderung durch die jeweiligen Landesförderbanken variieren je nach Bundesland. Zu den zentralen Kriterien zählen aber immer folgende Punkte:

  • Nutzung der Immobilie: Sie als Käufer/Bauherr bewohnen die Immobilie selbst und vermieten nicht.
  • Die Höhe Ihres Einkommens
  • Anzahl und Alter der Kinder 

Welche Förderbanken in den einzelnenn Bundesländern für die Bauförderung zuständig sind und welche sonstigen Förderprogramme in den jeweiligen Regionen aufgelegt werden, haben wir Ihnen in der nachfolgenden Liste zusammengestellt.

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Eigenheimförderung durch die katholische oder evangelische Kirche
Sie oder Ihre Familie engagieren sich vielleicht in einer der beiden großen Landeskirchen – aber über ein Baugeld von der Kirche haben Sie noch nie nachgedacht? Dabei zählen die Evangelisch-Lutherische (Ev.-Luth.) sowie die Katholische Landeskirche zu den großen Immobilieneigentümern in Deutschland.
Blick auf eine Stadt mit zwei Kirchtürmen.

Zum Immobilienbestand gehören neben Kirchen und Pfarrhäusern bzw. Pastoraten auch Gemeindehäuser, Kindergärten, Altenheime, Spielplätze oder noch unbebaute Grundstücke. 

Die evangelische Kirche sowie einige katholische Bistümer unterstützen Familien durch vergünstigte Erbbaurechte bzw. Immobilienobjekte mit Erbpacht oder Darlehen bei Kauf oder Neubau eines Eigenheims. So vergeben die Ev.-Luth. Kirchengemeinden in Bayern Erbbaurechte zu einem Erbbauzins von etwa vier Prozent, der aufgrund lokaler Bestimmungen oder Gegebenheiten natürlich variieren kann.

Einen Antrag auf Fördermittel der evangelischen Kirche stellen Sie am besten bei der Evangelischen Bank. Oder wenden Sie sich zur Baufinanzierung über die katholische Kirche wie auch die evangelische Kirche an spezielle Finanzdienstleister aus diesem Bereich, wie die DKM, die Darlehnskasse Münster eG. Diese tritt als Partner für Kirche und Caritas auf, nutzt aber gleichzeitig die Baufinanzierung über andere Förderinstitute wie die KfW, sodass Ihnen hier keine Fördermöglichkeiten entgehen.

Mehr Informationen zu einer Baufinanzierung der evangelischen Kirche oder der Förderung eines Hausbaus über die katholische Kirche erhalten Sie online auf den Seiten der jeweiligen Landeskirche.

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Arbeitgeber­darlehen zur Bau­finanzierung
Der eigene Chef als Kreditgeber bei der Baufinanzierung? Für viele Bauherren und Immobilienkäufer eine ungewöhnliche Art der Eigenheimfinanzierung. Dabei sind die Konditionen eines Arbeitgeberdarlehens oft günstiger als ein Immobilienkredit der Bank.

Der Grund: Die Basis eines Baukredits vom Arbeitgeber ist meist ein gutes Vertrauensverhältnis. Bei längerer Betriebszugehörigkeit, einem soliden Gehalt und einer guten Stellung im eigenen Unternehmen sind neben Branchenriesen wie SAP, Bayer oder der Deutschen Bank daher auch kleinere Unternehmen manchmal bereit, Ihren Mitarbeitern Geld zur Finanzierung der eigenen Immobilie zu leihen. Und das schnell und unkompliziert – z. B. ohne weitere Bearbeitungsgebühren, ohne Schufa-Auskunft, mit weniger Sicherheiten wie einer nachrangigeren Grundschuld sowie zu einem äußerst niedrigen oder keinem Zinssatz.

Ein Personalkredit oder Mitarbeiterdarlehen bringt Ihnen außerdem Vorteile bei der weiteren Baufinanzierung. Üblicherweise reicht der Personalkredit allein nicht aus zur Finanzierung des neuen Eigenheims. Aber: Viele Banken werten das Arbeitgeberdarlehen aufgrund des dahinterstehenden Vertrauensbeweises wie eine Art Bürgschaft des Arbeitsgebers und damit als Eigenkapitalersatz. Das wiederum verbessert Ihre Bonität und verhilft Ihnen bei Verhandlungen unter Umständen zu günstigeren Konditionen.
„Organkredite“ sind eine Sonderform des Personalkredits. Grundsätzlich funktionieren sie wie andere Mitarbeiterdarlehen auch; allerdings werden sie in der Regel nur an leitende Angestellte oder Prokuristen vergeben. Eine Besonderheit liegt in dem Beschluss über ein solches Darlehen: Ist das kreditgebende Unternehmen eine Aktiengesellschaft, müssen aufgrund der besonderen Stellung der Mitarbeiter Vorstand und Aufsichtsrat über das Arbeitgeberdarlehen entscheiden.
Seien Sie sich als Angestellter darüber bewusst, dass mit einem zinslosen Arbeitgeberkredit auch die Abhängigkeit steigt. Regeln Sie daher vor Inanspruchnahme eines Personalkredits vertraglich, was mit dem Kredit passiert, wenn das Arbeitsverhältnis endet, bevor das Mitarbeiterdarlehen getilgt wurde. Wichtig zu wissen ist, ob der Vertrag zu den gleichen Konditionen weiterläuft oder ob er abgeändert bzw. gar beendet wird. Die Konsequenz: Die sofortige Rückzahlung der ausstehenden Kreditsumme.
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Förderung für Energie­effizienz und erneuer­bare Energien
Sie planen den Neubau eines sogenannten Effizienzhauses oder die energetische Sanierung einer Bestandsimmobilie? Energieeffizienz bei Neubauten sowie Altbestand sind politisch wichtige Ziele im Rahmen der Energiewende, die der Bund über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen fördert.

Um eine Orientierung zu geben, wann ein Gebäude energiesparend ist, hat die KfW einen Energiestandard für Wohngebäude eingeführt, den sogenannten KfW-Effizienzhaus-Standard. Auf Basis des Wärmeverlusts über Fenster, Dämmung und Dach (= Transmissionswärmeverlust) und des daraus resultieren Jahresenergiebedarfs für Heizen, Lüften und Warmwasser (= Primärenergiebedarf) wird die Energieeffizienz eines Gebäudes gemessen. Erreicht ein Gebäude eine höhere Energieeffizienz als vom Gesetzgeber vorgeschrieben, spricht man von einem Effizienzhaus.

Je nachdem, ob es sich um energieeffizientes Sanieren einer Bestandsimmobilie oder einen Neubau handelt, gelten verschiedene Energiestandards bzw. KfW-Effizienzhaus-Standards.
Ausgangspunkt für die Festlegung des Energiestandards und damit auch die Grundlage für eine Energiesparhaus Förderung ist die Energieeinsparverordnung (EnEv). Sie legt für jedes Bauteil (Fenster, Tür, Wand) Referenzwerte bzgl. Wärmeverlust und Energiebedarf fest. Anhand dieser Referenzwerte lässt sich für jedes Bau- oder Sanierungsvorhaben ein sogenanntes „Referenzhaus“ berechnen, das in Geometrie, Nutzfläche oder Ausrichtung dem Bauvorhaben gleicht.

Zum Vergleich: Ein KfW-Effizienzhaus 100 darf maximal so viel Energie verbrauchen, wie sein gleichwertiges Referenzhaus nach EnEv. Je kleiner die Zahl, desto energiesparender das Haus. Der gesetzliche Standard für Neubauten liegt bei 75 Prozent des Niveaus des Referenzgebäudes. Am energiesparendsten und damit auch mit der höchsten Energieeffizienzhaus Förderung sind Gebäude mit einem KfW-Effizienzhaus-Standard von 40, 40 plus oder 55 zu bewerten. Bei einem Effizienzhaus der Kategorie 40 plus können Sie beispielsweise mit einer Förderhöhe pro Wohneinheit von maximal 120.000 Euro Kredit und maximal 30.000 Euro Tilgungszuschuss rechnen.

Neben der energetischen Sanierung und der Förderung beim Neubau eines Effizienzhauses über die KfW können Sie bei Modernisierung oder Einbau einer Heizungsanlage, die erneuerbare Wärme nutzt, einen Förderantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Das BAFA verwaltet die vom Klimakabinett für 2020 beschlossenen Marktanreize für das Heizen mit erneuerbaren Energien und bewilligt die entsprechenden Fördermittel.

Gefördert werden gemäß BAFA folgende Anlagen mit anteiliger Kostenübernahme:

In Neubauten:

  • Solarkollektoranlagen (30 Prozent der förderfähigen Kosten)
  • Biomasse- und Wärmepumpenanlagen (35 Prozent der förderfähigen Kosten)

In Bestandsgebäuden:

  • Solarthermieanlagen
  • Biomasse
  • Effiziente Wärmepumpenanlagen
  • Gas-Brennwertheizungen „Renewable Ready“
  • Hybridheizungen

Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer BAFA Förderung/Prämie für den Austausch von Ölheizungen.

Den Antrag auf eine BAFA Förderung Ihrer Heizung können Sie über ein elektronisches Antragsformular stellen. Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen, d. h. bevor Sie mit Handwerkern oder Heizungsbauern einen entsprechenden Lieferungs- bzw. Leistungsvertrag abgeschlossen haben. 

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