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Unfall mit E-Scooter

Wer zahlt bei Schäden und Verletzungen?
E-Scooter-Unfall: Frau steht auf abgestelltem E-Scooter und schaut auf ihr Mobiltelefon
  • Aktuelle E-Scooter-Unfallstatistiken zeigen steigende Unfall­zahlen. E-Scooter-Unfälle passieren auf die Fahrer:innen­zahl hochge­rechnet häufiger als Fahrrad­unfälle.
  • Zu den größten Risiken gehören unebene Straßen, Nässe und riskantes Fahr­verhalten: Fahren unter Alkohol­einfluss, mit Smart­phone oder auf Gehwegen erhöht die Unfall­gefahr deutlich.
  • Das richtige Verhalten bei einem Unfall mit dem E-Scooter: Sichern Sie die Unfall­stelle, leisten Sie Erste Hilfe, rufen Sie die Polizei und tauschen Sie Kontakt­daten aus, um den Unfall mit E-Scooter korrekt zu melden.
  • Die Haftung hängt von Unfallhergang, Betei­ligten und Versicherungs­schutz ab, insbe­sondere bei einem E-Scooter-Unfall ohne Versiche­rung.
  • Sie können Ihr Unfallrisiko reduzieren, indem Sie vorausschauend fahren, sich an die Verkehrs­regeln halten und kein Smartphone während der Fahrt benutzen. 

Die Unfallzahlen wachsen laut Statistischem Bundesamt konti­nuierlich. Knapp die Hälfte aller Verun­glückten sind jünger als 25 Jahre. Häufigste Unfall­ursache ist falsche Straßen­nutzung.

Wie entwickelt sich die Unfallhäufigkeit mit E-Scootern?

Die Gesamtzahl der E-Scooter-Unfälle ist 2024 beträchtlich gestiegen: Um 26,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil von Unfällen mit E-Scootern an allen Unfällen mit Personen­schaden. Waren es 2023 noch 3,2 Prozent, lag die Zahl 2024 bei 4,1 Prozent. Die Anzahl an tödlichen Unfällen ist ebenfalls steigend, wenn auch nach wie vor gering: Im Jahr 2024 gab es 27 Unfall­tote bei E-Scooter-Unfällen, im Jahr 2023 waren es 22.

Macht Alter einen Unterschied?

Ja, die meisten Verletzten gehören der jungen Altersgruppe an: 48,6 Prozent der im Jahr 2024 verun­glückten E-Scooter-Fahrenden waren unter 25 Jahre alt. Ein Vergleich hilft bei der Einordnung: Der Anteil an Verun­glückten derselben Alters­klasse bei Fahrrad- und S-Pedelec-Unfällen betrug im selben Jahr nur 21,4 Prozent . 

Was sind die häufigsten Unfallursachen, und wer trägt die Hauptschuld?

Rund ein Fünftel aller Unfälle (21,2 Prozent) waren auf falsche Straßen­nutzung zurück­zu­führen, vor allem uner­laubtes Fahren auf Gehwegen. Die Hälfte aller Verun­glückten verletzte sich bei Zusammen­stößen mit anderen Pkw.

Die Hauptschuld fällt je nach Art des Unfalls auf unter­schiedliche Verkehrs­teilnehmer: Bei fast 90 Prozent aller Unfälle mit Fuß­gänger:innen trugen E-Scooter-Fahrer:innen die Haupt­schuld. Bei Unfällen mit Autos lag der Anteil nur bei 35,2 Prozent. Hier lag die Haupt­verant­wortung sehr viel häufiger bei Auto­fahrer:innen. 

Welche Verletzungen sind besonders häufig?

Die meisten Verletzungen konzentrieren sich auf Kopf und Wirbel­säule, besonders im Nacken­bereich. Weitere häufige Verletzungen sind Fuß­wurzel­frakturen sowie Verletzungen am Sprung­gelenk, an Fingern, Hand­gelenken und Armen.

Die folgende Info­­grafik gibt eine Über­sicht über die Entwick­lung der E-Scooter-Unfälle mit Personen­­­schaden
Infografik, welche verschiedene Unfallstatistiken für E-Scooter wiedergibt. Abgebildete Daten: Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden lag im Jahr 2023 bei 9.425, im Jahr 2024 bei 11.944. Die Zahl der Leichtverletzten betrug im Jahr 2023 8.911, im Jahr 2024 11.433. Schwerverletzte gab es im Jahr 2023 1.220, im Jahr 2024 1.513. Die Zahl der Todesfälle stieg von 22 im Jahr 2023 auf 27 im Jahr 2024.
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Mögliche Gefahren lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Umwelt­faktoren wie Straßen­beschaffen­heit, Wetter und Sicht­verhält­nisse. Und Fahr­verhalten von E-Scooter-Fahr­er:innen.

Auf welche Umweltfaktoren sollten E-Roller-Fahrer achten?

Unter diesen Umständen erhöht sich die Unfallgefahr mit E-Scooter:

  • Unebenes Kopfsteinpflaster
  • Hohe Bordsteine
  • Schienen auf der Fahrbahn, besonders wenn diese parallel zur Fahrtrichtung liegen
  • Schlaglöcher
  • nasse Fahrbahn
  • Eingeschränkte Sicht durch Dunkel­heit oder Nebel

Welches Fahrverhalten führt am häufigsten zu einem E-Scooter-Unfall?

Die Wahrscheinlichkeit eines E-Scooter-Unfalls mit Personen­schaden erhöht sich vor allem dann, wenn sich Fahrer:innen von E-Scootern nicht an die E-Scooter-Regeln halten:

  • Falsche Benutzung der Fahrbahn oder der Gehwege
  • Fahren unter Alkohol- oder Drogen­einfluss
  • Nicht angepasste Geschwindig­keit
  • Missachtung der Vorfahrt
  • Mehrere Personen auf demselben E-Scooter
  • Smartphonenutzung während des Fahrens
  • Fahren entgegen der Fahrt­richtung

Halten Sie unverzüglich an, denn Wegfahren gilt als Fahrerflucht. Anschließend befolgen Sie folgende Schritte:

  1. Sichern Sie den Verkehr je nach Ort des Geschehens ab, um Folge­unfälle zu verhindern.
  2. Leisten Sie Erste Hilfe, wenn es verletzte Personen gibt, bis Rettungs­kräfte eintreffen.
  3. Informieren Sie Polizei und Rettungsdienst, insbe­sondere bei unklarer Schuldfrage, Verlet­zungen oder Sach­schäden.
  4. Tauschen Sie Daten mit Unfall­beteiligten aus. Dazu gehören Kontaktdaten, Versicherungs­informa­tionen und Fotos der Unfall­stelle.
  5. Melden Sie den Unfall zeitnah Ihrer Versicherung. Diese regelt bei einem Haft­pflicht­schaden alle anfallenden Schaden­ersatz­forderungen.

Fahrerfehler, beteiligte Fahrzeuge und bestehende Policen bestimmen, wer haftet. Bei selbst verur­sachten Schäden zahlt Kfz-Haftpflicht. Schäden am eigenen E-Scooter ersetzt nur eine E-Scooter-Versiche­rung mit Teilkasko.

Wer kommt für Sach- und Personenschäden auf?

Eine Kfz-Haftpflicht ist für alle E-Scooter gesetzlich verpflichtend, damit sie am deutschen Straßen­verkehr teilnehmen können. Diese kommt für Sach- und Personen­schäden auf. Besitzen Sie Ihren eigenen E-Scooter, schließen Sie die passende E-Scooter-Versicherung ab.

Sind Sie auf einem gemieteten E-Scooter unterwegs, ist der E-Roller bei einem Unfall über die Haft­pflicht­versicherung des Miet­unter­nehmens versichert.

Wichtig: Bei einem Unfall mit Alkohol zahlt die Versicherung nur einen Teil oder unter Umständen gar keinen Schaden­ersatz. Stattdessen werden Sie in die Zahlungs­pflicht genommen.

Wer erstattet mir meinen kaputten E-Scooter?

Trägt Ihr:e Unfall­gegner:in die Hauptschuld am Unfall, erstattet Ihnen dessen oder deren Kfz-Haftpflicht den Sachschaden an Ihrem E-Scooter. Haben Sie den Unfall dagegen selbst verursacht, tragen Sie anfal­lende Kosten für Reparaturen oder Erstattung selbst.

Wichtig: Entwenden Diebe oder Diebinnen Ihren E-Scooter, profitieren Sie nur bei Abschluss einer E-Scooter-Teilkasko von E-Scooter-Diebstahlschutz. Kfz-Haftpflicht erstattet Ihnen bei Diebstahl keine Kosten. 

  • Hier Termin bei Allianz Ansprech­partner:in ver­ein­baren und E-Scooter-Ver­si­che­rung abschließen.

  • Nur wenige Schritte: Ermitteln Sie einfach online Ihren individuellen E-Scooter-Versicherungs-Tarif.

Mit diesen Tipps können Sie Wahrscheinlich­keit als auch Konse­quenzen eines E-Roller-Unfalls redu­zieren:

  • Nutzen Sie ausschließlich Fahrradwege und für E-Scooter ausge­zeichnete Fahr­bahnen. Nutzen Sie keine Gehwege. Weichen Sie zur Not auf die Straße aus.
  • Fahren Sie niemals unter Alkohol- oder Drogen­einfluss.
  • Tragen Sie einen Fahrrad­helm – auch ohne Helmpflicht.
  • Überprüfen Sie vor der Fahrt Bremsen und Akku Ihres E-Rollers
  • Benutzen Sie nicht Ihr Smartphone während der Fahrt. Benötigen Sie eine Weg­führung, stellen Sie diese vor Fahrt­beginn ein und befes­tigen Sie Ihr Smart­phone an einer passenden Halterung am Tretroller.
  • Fahren Sie im Zweifel lieber langsamer als schneller. Vor allem bei einge­schränkter Sicht, starkem Verkehr oder wenn Sie noch wenig Erfahrung im Umgang mit E-Scootern haben.
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