Nach Stiftung Warentest ist Richtwert für die Bestimmung der Höhe der Versicherungssumme ungefähr das Drei- bis Fünffache des Bruttojahresgehalts (Stiftung Warentest, Stand 01/2023). In der Regel sollte im Todesfall die Versicherungssumme das wegfallende Einkommen der versicherten Person ersetzen, bis alle Familienmitglieder auf eigenen Füßen stehen. Verdient ein Elternteil von zwei Kindern beispielsweise 50.000 Euro brutto im Jahr, sollte die Versicherungssumme zwischen rund 150.000 und 250.000 Euro betragen. Zusätzlich sollten Sie in der Versicherungssumme offene Verbindlichkeiten berücksichtigen, zum Beispiel Restschulden aus Immobiliendarlehen oder andere Kredite (falls diese nicht anderweitig abgesichert sind, beispielsweise über eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme). Bei der Allianz können Sie online eine Risikolebensversicherung mit einer Versicherungssumme zwischen 25.000 Euro und 10.000.000 Euro abschließen.
Risikolebensversicherung Versicherungssumme
Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?
Was ist die Versicherungssumme bei der Risikolebensversicherung?
Die Versicherungssumme ist bei der Risikolebensversicherung der Betrag, der an die Bezugsberechtigten ausgezahlt wird, wenn die versicherte Person während der Laufzeit der Versicherung stirbt. Im Todesfall entscheidet im Grunde die Versicherungssumme mit darüber, wie gut Ihre Familie finanziell abgesichert ist. Wenn Ihre Familie ohne Ihr Einkommen in finanzielle Schwierigkeiten geraten würde, ist es meistens sinnvoll, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Die Höhe der Versicherungssumme wirkt sich unter anderem auf den Beitrag der Risikolebensversicherung aus, den Sie zahlen müssen. Je höher die Versicherungssumme, desto höher ist bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen der Beitrag.
Diese Faktoren bestimmen, wie hoch die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung sein sollte
Bevor Sie eine Risikolebensversicherung abschließen, sollten Sie überlegen, welche Versicherungssumme für Ihre individuelle Situation sinnvoll ist. Diese Faktoren spielen bei der Festlegung der Höhe der Versicherungssumme eine Rolle:
- Wen möchten Sie absichern: Ihre Familie, einen Immobilienkredit oder beides?
- Wenn auch Kinder abgesichert werden sollen: Wie lange sind diese noch finanziell auf Sie angewiesen?
- Wenn es einen Immobilienkredit gibt, wie hoch ist er?
- Wie hoch ist Ihr Einkommen, das in Ihrem Todesfall wegfallen würde?
- Könnte Ihre Partnerin oder Ihr Partner ohne Ihr Einkommen die Lebenshaltungskosten Ihrer Familie allein zahlen?
- Gibt es Ersparnisse?
- Gibt es neben einer Immobilie weitere Kredite, die bedient werden müssen?
Höhe der Versicherungssumme bei Absicherung der Familie
In der Regel sollte im Todesfall die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung das wegfallende Einkommen der versicherten Person ersetzen, bis alle Familienmitglieder auf eigenen Füßen stehen. Nach Stiftung Warentest ist Richtwert für die Bestimmung der Höhe der Versicherungssumme ungefähr das Drei- bis Fünffache des Bruttojahresgehalts (Stiftung Warentest, Stand 01/2023).
Rechenbeispiel Versicherungssumme für eine Familie mit einem oder einer Hauptverdiener:in
Sie sind der oder die Hauptverdiener:in in der Familie. Sie berechnen, dass nach Abzug des Einkommens Ihres Partners oder Ihrer Partnerin und der Witwen- beziehungsweise Witwerrente sowie der Waisenrente, Ihren Hinterbliebenen durch den Wegfall Ihres Einkommens insgesamt 1.200 Euro im Monat fehlen. Um von diesem Betrag ausgehend, die erforderliche Versicherungssumme zu bestimmen, ermittelt man nun noch den Zeitraum, über den der monatliche Betrag benötigt wird, beispielsweise 25 Jahre. So kommt man in diesem Beispiel auf eine erforderliche Versicherungssumme von 360.000 Euro. Zusätzlich sollten Sie in der Versicherungssumme offene Verbindlichkeiten berücksichtigen, zum Beispiel Restschulden aus Immobiliendarlehen oder andere Kredite (falls diese nicht anderweitig abgesichert sind, beispielsweise über eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme).
Höhe der Versicherungssumme bei Absicherung eines Kredits
Wenn Sie ein Haus gekauft oder gebaut haben, ist es häufig sinnvoll, den Immobilienkredit durch eine Risikolebensversicherung abzusichern, wenn Ihre Familie die Raten ohne Ihr Einkommen nicht weiter zahlen könnte. Die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung sollte in diesem Fall mindestens so hoch sein wie der Kredit. Zur finanziellen Absicherung von Immobilienfinanzierungen und anderen Krediten kann eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme sinnvoll sein. Hier fällt die Versicherungssumme mit der Zeit und Sie zahlen in der Regel geringere Beiträge als bei einer Risikolebensversicherung mit konstanter Versicherungssumme.
Kann man die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung nachträglich erhöhen?
Wenn Ihr Vertrag eine sogenannte Nachversicherungsgarantie enthält, dann können Sie die im Vertrag vereinbarte Versicherungssumme Ihrer Risikolebensversicherung nachträglich ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Beim Großteil der Versicherer ist eine Nachversicherung allerdings nur bei bestimmten Anlässen (zum Beispiel Heirat, Geburt oder Adoption eines Kindes, Abschluss einer beruflichen Weiterqualifizierung oder Aufnahme eines Darlehens zur Finanzierung einer Immobilie) möglich. Eine anlassunabhängige Erhöhung ist meist nur in den ersten Vertragsjahren möglich. Außerdem gibt es Verträge, bei denen bei Vertragsabschluss eine Dynamik vereinbart werden kann, wodurch die Versicherungssumme jährlich zum Beispiel um 3 % erhöht wird. Bei einer Erhöhung der Versicherungssumme erhöht sich auch Ihr zu zahlender Beitrag.