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Mythen und Irrtümer rund um die Grippe aufgeklärt
So kommen Sie gut durch die Grippezeit!

Grippe: Mythen und Irrtümer aufgedeckt

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Halsweh, Fieber, Gliederschmerzen und laufende Nase: Eine richtige Grippe kann Sie ganz schön aus der Bahn werfen. Umso wichtiger, dass Sie nicht auf gängige Mythen oder Fehlinformationen hereinfallen – und mit Hausmitteln vorsorgen.
  • Große Irrmeinung: Desinfektionsmittel allein schützen Sie nicht vor einer Grippe. Ebenso ist es ein Mythos, dass Sie ausschließlich bei Kälte gefährdet sind.
  • Sport, gesunde Ernährung, gründliche Handhygiene und regelmäßige Sauna-Gänge können Sie zwar nicht vor einer Ansteckung bewahren, stärken aber Ihr Immunsystem bei der Auseinandersetzung mit den Viren. Außerdem sollten Sie sich impfen lassen, sobald der Impfstoff verfügbar ist.
  • Durch bestimmte Symptome lässt sich eine Grippe von einem grippalen Infekt unterscheiden. Zudem sollten Sie bei der Einnahme von Medikamenten auf Inhaltsstoffe und Dosierung achten.
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Gut zu wissen

Die Begriffe Erkältung, grippaler Infekt und Grippe werden oftmals verwechselt: Die „echte“ Grippe beziehungsweise Influenza bezeichnet eine Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren verursacht wird. Man unterscheidet zwischen den Viren von Typ A, B und C. Hinter einer Erkältung (auch als grippaler Infekt bezeichnet) können jedoch viele Erreger aus verschiedenen Virenfamilien stecken.

Anders als bei einer Erkältung sind bei einer Grippe nicht nur die Atemwege betroffen, sondern der gesamte Körper. Die Krankheitssymptome wie hohes Fieber, trockener Reizhusten und schwere Kopf- und Gliederschmerzen treten häufig schnell und heftig ein. Allerdings lassen diese in der Regel innerhalb einer Woche deutlich nach. Wohingegen die Beschwerden bei einer Erkältung meist schleichend auftreten und schwächer ausgeprägt sind. 

Diese üblichen Grippe-Symptome sorgen besonders in diesen Zeiten für Unbehagen. Viele bangen, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Dabei sollten Sie bedenken, dass Sie sich neben den Coronaviren auch mit zahlreichen anderen Viren oder Erregern wie den Rhinoviren anstecken können.

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Verbreitete Irrtümer – aufgeklärt!
In der Übergangszeit und mit den kälteren Tagen kommt auch die Grippewelle zurück. Derzeit tragen alle eine Mund-Nasen-Bedeckung, halten Abstand und achten auf die allgemeine Hygiene. Diese sogenannten AHA-Regeln wirken nicht nur gegen Coronaviren. Sie helfen auch, den Influenzaviren auszuweichen. Gegen folgende sieben Grippe-Mythen können Sie sich mit Wissen wappnen:

Falsch: Erwachsenen wird ein Serum aus inaktivierten Grippeviren verimpft, die für die kommende Grippesaison erwartet werden. Diese Viren vermehren sich nicht und können auch nicht krank machen. Die Impfung führt lediglich zur Bildung von Antikörpern. In vielen Fällen kann dadurch eine Erkrankung verhindert werden. Auch ältere Menschen mit reduzierter Immunantwort auf eine Impfung können ihr Risiko, an einer Grippe zu erkranken, im Mittel in etwa halbieren.

Unser Tipp: Klären Sie Ihre Freunde und Ihre Familie über diesen Mythos auf! Besonders weil sich die im Umlauf befindlichen Viren von Saison zu Saison verändern, stellt die Grippeschutzimpfung laut RKI die wichtigste Schutzmaßnahme gegen eine Erkrankung dar und sollte jährlich an die aktuelle Situation angepasst werden. Denn gerade ältere Menschen und chronisch Kranke leiden sehr unter schweren Verläufen der Grippe.

Falsch: Dieser Mythos kommt daher, dass viele denken, der Grippe-Schutz währt nur eine gewisse Zeit. Das ist aber falsch. Der Impfschutz baut sich über etwa 10 bis 14 Tage auf und hält etwa 6 bis 12 Monate. In dieser Zeit sind die Antikörper aktiv und können in vielen Fällen eine Grippeinfektion abwehren. Das Wichtige ist, dass Sie sich vor Beginn der Grippewelle impfen lassen. Der Höhepunkt der Grippewelle ist im Januar und Februar. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, ob eine Grippeimpfung in Ihrem persönlichen Fall sinnvoll ist.

Unser Tipp: Lassen Sie sich generell direkt impfen, sobald der Impfstoff verfügbar ist. Das ist meistens Ende August oder Anfang September der Fall. Wenn möglichst viele Menschen früh geimpft werden, kann man verhindern, dass sich die Grippe-Erreger stark vermehren. Die Grippewelle breitet sich dann – im besten Fall – gar nicht so weit aus.

Falsch: Dank der schnellen Verbreitung der Viren mittels Tröpfcheninfektion herrscht zwar eine hohe Ansteckungsgefahr. Besonders ansteckend sind hustende, schniefende und niesende Menschen. Aber: Nicht jeder, der sich über diesen Infektionsweg mit Grippeviren infiziert, wird auch krank. Etwa ein Drittel entwickelt gar keine Symptome, ein Drittel entwickelt in Folge der Inkubationszeit eine mildere Symptomatik wie bei einer Erkältungskrankheit.

Unser Tipp: Halten Sie Abstand zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung (bemerkbar durch z.B. Schnupfen und Husten). Waschen Sie sich außerdem regelmäßig und gründlich die Hände und meiden Sie große Menschenansammlungen. Sie sollten sich in der Winterzeit lieber mit einem Lächeln begrüßen und auf das Händeschütteln verzichten

Falsch: Die Einnahme von Antibiotika bei einer Influenza hat keinen Sinn. Die echte Grippe wird nämlich durch Viren ausgelöst – ein Antibiotikum bekämpft aber nur Bakterien. Mit gängigen Grippemitteln aus der Apotheke, die Sofortwirkung versprechen, sollten Sie vorsichtig sein.

Was viele nicht wissen: Diese bestehen vor allem aus Schmerzmitteln. Wer dann zusätzlich zum Grippemittel ein Schmerzmittel einnimmt, hat es schnell mit einer unbeabsichtigten Überdosis zu tun. Dies kann auf Dauer zu Blutungen und Leberschäden führen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wie effektiv die einzelnen Wirkstoffe in den Kombimitteln sind und ob deren Wirkungen bewiesen sind.

Falsch: Desinfektionsmittel werden oft als Ersatz fürs Händewaschen angeboten. Der hohe Alkoholgehalt tötet Viren ab, bietet aber nicht automatisch Schutz vor einer Erkältung. Denn auch hier gilt: Der Infektionsweg findet über feinste Tröpfchen in der Luft statt und diese können ganz einfach eingeatmet werden oder über die Schleimhäute im Gesicht in den Körper gelangen. Außerdem überleben Keime durchaus mehrere Stunden bis Tage auf Türklinken, Telefonen, Tastaturen und Co.

Unser Tipp: Finger weg vom eigenen Gesicht! Außerdem empfehlen wir, die Hände regelmäßig und gründlich 20 bis 30 Sekunden zu waschen. Eine gefühlte Ewigkeit? Singen Sie zwei Mal „Happy Birthday“, dann liegen Sie genau richtig. Versuchen Sie außerdem Händeschütteln zu vermeiden und in die Armbeuge zu husten beziehungsweise zu niesen.

Ratgeber
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Stärken Sie Ihr Immunsystem

Fit in den Winter: Ein gesundes Immunsystem ist die beste Vorbeugemaßnahme gegen Grippe und Erkältung. Es kann dann Krankheitserreger wie Viren besser abwehren, einen Krankheitsverlauf abkürzen oder die Krankheitssymptome mindern.

Mit einer ausgewogenen vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung, ausreichend Schlaf (mindestens sieben Stunden täglich) und regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft können Sie das Immunsystem stärken. Sie trainieren so das Durchblutungsvermögen Ihrer Schleimhäute, die ein wichtiger Schutzwall gegen Atemwegsinfekte sind. Falls Sie doch krank werden, ist eine gut sortierte Hausapotheke für die Winterzeit auch sinnvoll. Grundsätzlich sollten Sie es sich gut gehen lassen, Stress vermeiden und entspannen.

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Hilfreiche Tipps
Sollten Sie sich mit einer Erkältung oder dem Grippevirus angesteckt haben, können Ihnen einige Hausmittel bei der Genesung helfen und möglicherweise die Grippe Dauer verkürzen. 
Wer erkältet ist, probiert viel, um die Grippe zu bekämpfen. Immer mehr Menschen schwören auf die Wirkung natürlicher Hausmittel und versuchen sich so vor Erkrankungen zu schützen. Eine bereits ausgebrochene Grippe oder Erkältung behandeln Sie am besten damit, dass Sie dem Körper die Ruhe zur Regeneration gönnen. Meiden Sie überhitzte Räume und nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Suppen und Heißgetränke beruhigen die Schleimhäute, Nasenspülungen oder Inhalationen mit heißem Wasserdampf fördern deren Durchblutung. 

Bei Halsschmerzen sind meistens die Schleimhäute ausgetrocknet. Gurgeln mit Salzwasser oder mit Kräutertee wie zum Beispiel Salbei- oder Kamillentee befeuchtet die Schleimhäute und kann so möglicherweise die Symptome mildern. Feucht warme Halswickel wie Kartoffel- oder Quarkwickel kurbeln Ihre Durchblutung an. Auch bei Husten bietet die Natur zahlreiche Rezepte wie Hustensaft aus Zwiebel oder Zitrone, die den Reiz mindern. Der berühmten Hühnersuppe wurde übrigens tatsächlich eine entzündungshemmende, Infekt lindernde Wirkung nachgewiesen. Die Extra-Portion Vitamine liefert die Petersilie in der Suppe.

Eine erhöhte Körpertemperatur ist eine normale Reaktion im Heilungsprozess. Wadenwickel sind hier ein gängiges und schonendes Mittel, um diese abzusenken. Natürlich ersetzen solche Hausmittel keine ärztliche Behandlung. Sie sollten allenfalls unterstützend und zur Behandlung von leichteren Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt werden. Bei Unsicherheiten fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

In unserer Broschüre Rezepte aus der Hausapotheke zeigen wir, wie wichtig es ist, dass Hausmittel richtig angewendet werden. Wir haben zusammengetragen, welche Hustensäfte einfach selbst herzustellen sind, wann ein Zitronenwickel hilft und welche die populärsten Hausmittel bei unseren Kunden sind – selbstverständlich geprüft von den Experten der Allianz Privaten Krankenversicherung. 
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Kinder und ältere Menschen

Die Grippe kann besonders bei Risikogruppen einen schweren Verlauf annehmen. Ältere Menschen sowie Schwangere Frauen sind eher gefährdet und sollten sich schützen. Auch Säuglinge und Kinder können an einer Grippe (oft Kindergrippe genannt) erkranken.

Auch wenn es sich oftmals um untypische Symptome (z.B. Übelkeit, Erbrechen oder eine Mittelohrentzündung) handelt, kann ein Besuch beim Kinderarzt hilfreich sein. Sie erkennen die Grippe oder andere Krankheiten damit frühzeitig und können Ihr Kind besser behandeln lassen.

Damit es gar nicht erst zu einer Infizierung mit dem Influenza-Virus kommt, ist es wichtig für Risikogruppen vorzusorgen durch z.B. eine Grippe­schutz­impfungFalls Sie sich noch nicht ausreichend zur Grippeimpfung informiert haben, empfehlen wir Ihnen die Seite des Robert-Koch-Instituts. Dort finden Sie hilfreiche Informationen rund um die Impfung.

Gut zu wissen

Wie gefährlich eine echte Grippe werden kann, ist einerseits abhängig vom Typ des Influenza-Virus, und andererseits vom Zustand des Immunsystems des Erkrankten. Sollten Sie einen Arzt aufsuchen müssen, kann eine gute Absicherung durch die Private Krankenversicherung sinnvoll sein.

Wenn Sie im Falle eines schweren Verlaufs ins Krankenhaus müssen, ist auch hier die richtige Vorsorge von Vorteil. So können Sie sich den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich gestalten und sich auf Ihre Genesung konzentrieren.

Für gesetzlich Versicherte ist der Vorteil einer Krankenhauszusatzversicherung, dass sie auch im Fall von schweren Verläufen mit Klinikaufenthalten für erstklassige stationäre Behandlung sorgt. Eine private Krankentagegeldversicherung sichert Sie bei längerer Arbeitsunfähigkeit ab. Mehr Infos zum Thema Krankentagegeld und ein Vergleich zum Krankengeld der Gesetzlichen Krankenversicherung finden Sie in unserem Ratgeber.

Die passende Versicherung
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Häufige Fragen
  • Was ist der Unterschied zwischen einer echten Grippe und einem grippalen Infekt?

    Sowohl eine echte Grippe als auch Erkältungskrankheiten werden durch Viren verursacht und sind sehr ansteckend. Die Infektionskrankheiten unterscheiden sich allerdings oftmals im Schweregrad der Erkrankung. Ein grippaler Infekt (Erkältung) entwickelt sich meist langsam über mehrere Tage und wird begleitet von Schnupfen, Husten, Kratzen im Hals, Kopfschmerzen und in manchen Fällen auch von einer leicht erhöhten Körpertemperatur.

    Eine echte Grippe (Influenza) kann hingegen mit einem plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber oder deutlichem Krankheitsgefühl, verbunden mit Muskel- und/oder Kopfschmerzen und Reizhusten einhergehen und im schlimmsten Fall eine Lungenentzündung auslösen.

  • Wann sollte ich bei einer Grippe den Arzt aufsuchen?

    Sollten Sie die üblichen Grippe-Symptome, wie z.B. hohes Fieber, Halsschmerzen, trockenen Husten, Heiserkeit und schwere Kopf- und Gliederschmerzen aufweisen, kann ein Besuch beim Arzt sinnvoll sein, um die Symptome richtig zu behandeln. Besonders bei älteren Menschen, Schwangeren, Kleinkindern, sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (Risikogruppen), kann sich die Infektionskrankheit schwerwiegend entwickeln. Im Falle eines schweren Grippeverlaufs ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.
  • Ab wann kann ich andere Menschen mit einer Grippe anstecken?

    Bei der Infektionskrankheit Influenza beträgt die Inkubationszeit im Durchschnitt nur 1 bis 2 Tage. Dabei stimmt die Menge der ausgeschiedenen Viren mit der Stärke der Symptome überein. Ansteckend kann man allerdings schon vor Beginn der Symptome sein. Die Dauer der Infektiosität beträgt im Mittel ca. 4 bis 5 Tage (ab Auftreten erster Symptome) und wird als Ausscheidung vermehrungsfähiger Viren gemessen. Vor allem bei Kindern ist eine längere Grippe Dauer möglich.
  • Muss ich meine Grippeimpfung jährlich auffrischen lassen?

    Die jährliche Impfung ist notwendig, weil sich die Grippe-Viren immer wieder verändern. Um optimal für die Grippesaison geschützt zu sein, brauchen Sie die spezielle Grippeschutzimpfung des aktuellen Jahres. Da der Impfstoff meistens schon Ende August oder Anfang September verfügbar ist, empfiehlt es sich dann auch möglichst zeitnah die Impfung durchführen zu lassen.
  • Warum sollten sich laut RKI besonders ältere Menschen und Risikogruppen gegen die Grippe impfen lassen?

    Risikogruppen sind besonders gefährdet an einem schweren Verlauf der Grippe zu erkranken. Die natürliche Abwehr des Körpers ist geschwächt und kann sie somit nicht ausreichend vor Erkrankungen schützen. Deswegen ist es empfehlenswert durch eine Grippeschutzimpfung vorzubeugen. 
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