Frau sitz auf Bett und schneutzt sich die Nase
So kommen Sie gesund durch den Winter

Aufgedeckt: Sieben gängige Grippemythen

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Fieber, Hals- und Gliederschmerzen, laufende Nase: Eine richtige Grippe kann Sie ganz schön aus der Bahn werfen. Umso wichtiger, dass Sie nicht auf auf die gängigen Mythen hereinfallen.
  • Desinfektionsmittel allein schützen Sie nicht vor einer Grippe. Genauso ist es ein Mythos, dass Sie ausschließlich bei Kälte gefährdet sind.
  • Sport, gesunde Ernährung, gründliche Handhygiene und regelmäßige Sauna-Gänge können Sie zwar nicht vor einer Ansteckung bewahren, stärken aber Ihr Immunsystem bei der Auseinandersetzung mit den Viren. Außerdem sollten Sie sich impfen lassen, sobald der Impfstoff verfügbar ist.
  • Durch bestimmte Symptome lässt sich eine Grippe von einem grippalen Infekt unterscheiden. Zudem sollte man bei der Einnahme von Medikamenten auf die Inhaltsstoffe und die Dosierung achten.
1 von 5
Gut zu wissen
Illustration Info: Gut zu wissen-Was ist eine Grippe

Die Begriffe Erkältung, grippaler Infekt und Grippe werden oftmals synonym gebraucht. Die „echte“ Grippe beziehungsweise Influenza bezeichnet eine Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren verursacht wird. Man unterscheidet zwischen den Viren von Typ A, B und C. Hinter einer Erkältung – auch als grippaler Infekt bezeichnet – können jedoch viele Erreger aus verschiedenen Virenfamilien stecken. 

Anders als bei einer Erkältung sind bei einer Grippe nicht nur die Atemwege betroffen, sondern der gesamte Körper. Die Krankheitssymptome wie hohes Fieber, trockener Reizhusten und schwere Kopf- und Gliederschmerzen treten häufig schnell und heftig ein und lassen in der Regel innerhalb einer Woche deutlich nach. Wohingegen die Beschwerden bei einer Erkältung meist schleichend auftreten und schwächer ausgeprägt sind. 

Diese üblichen Symptome sorgen im Moment besonderes für Unbehagen. Man bangt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Wobei man bedenken sollte, dass man sich neben den Coronaviren auch mit zahlreichen anderen Viren oder Erregern wie den Rhinoviren anstecken kann.

Illustration Info: Gut zu wissen-Was ist eine Grippe
2 von 5
Verbreitete Irrtümer
Mit den kalten Wintertagen kommt auch die Grippe zurück. Derzeit tragen alle eine Mund-Nasen-Bedeckung, halten Abstand und achten auf die allgemeine Hygiene. Diese sogenannten AHA-Regeln wirken nicht nur gegen Coronaviren, sondern helfen auch, den Influenzaviren auszuweichen. Grippeviren gibt es weltweit und sie können sich schnell verändern. Deshalb sollten Sie diesen Winter besonders gut auf sich achten und am besten nicht auf diese sieben Grippe-Mythen hereinfallen:

Falsch: Gespritzt wird ein Serum aus inaktivierten Grippeviren, die für die kommende Saison erwartet werden. Diese Viren vermehren sich nicht und können auch nicht krankmachen

Unser Tipp: Klären Sie Ihre Freunde und Ihre Familie unbedingt über diesen Mythos auf! Besonders weil sich die im Umlauf befindlichen Viren von Saison zu Saison verändern, stellt die Grippeschutzimpfung laut RKI die wichtigste Schutzmaßnahme gegen eine Erkrankung dar und sollte jährlich an die aktuelle Situation angepasst werden. Denn gerade ältere Menschen und chronisch Kranke leiden sehr unter schweren Verläufen der Grippe.

Falsch: Der Mythos kommt daher, dass viele denken, der Grippe-Schutz währt nur eine gewisse Zeitspanne. Das ist aber falsch. Der Impfschutz baut sich über etwa 10 bis 14 Tage auf und hält etwa 6 bis 12 Monate. Die jährliche Spritze ist nur notwendig, weil sich die Grippe-Viren immer wieder verändern. Um optimal geschützt zu sein, braucht man deswegen die spezielle Impfung des aktuellen Jahres. Das Wichtige ist, dass man sich vor Beginn der Grippewelle impft. Die Grippe-Hochwelle ist im Januar und Februar. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, ob eine Grippeimpfung in Ihrem persönlichen Fall sinnvoll ist.

Unser Tipp: Lassen Sie sich generell direkt impfen, sobald der Impfstoff verfügbar ist. Das ist meistens Ende August oder Anfang September der Fall. Wenn möglichst viele Menschen früh geimpft werden, kann man verhindern, dass sich die Krankheitserreger stark vermehren. Die Grippewelle breitet sich dann – im besten Fall – gar nicht so weit aus.

Falsch: Dank der schnellen Verbreitung der Viren mittels Tröpfcheninfektion herrscht tatsächlich eine hohe Ansteckungsgefahr. Besonders ansteckend sind hustende, schniefende und niesende Menschen. Aber: Nicht jeder, der infiziert ist, wird auch krank. Etwa ein Drittel entwickelt gar keine Symptome, ein Drittel eine mildere Symptomatik wie bei einer Erkältungskrankheit.

Unser Tipp: Halten Sie Abstand zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung, waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände, meiden Sie große Menschenansammlungen und begrüßen Sie sich in dieser Jahreszeit lieber mit einem Lächeln und verzichten auf das Händeschütteln

Falsch: Die Einnahme von Antibiotika bei einer Influenza hat keinen Sinn. Die echte Grippe wird nämlich durch Viren ausgelöst – das Medikament bekämpft aber nur Bakterien. Mit gängigen Grippemitteln aus der Apotheke, die Sofortwirkung versprechen, sollte man vorsichtig sein.

Was viele nicht wissen: Diese bestehen vor allem aus Schmerzmitteln. Wer dann zusätzlich zum Grippemittel ein Schmerzmittel einnimmt, hat es schnell mit einer unbeabsichtigten Überdosis zu tun. Dies kann auf Dauer zu Blutungen und Leberschäden führen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wie effektiv die einzelnen Wirkstoffe in den Kombimitteln sind und ob deren Wirkungen bewiesen sind.

Falsch: Desinfektionsmittel werden oft als Ersatz fürs Händewaschen angeboten. Der hohe Alkoholgehalt tötet Viren ab, bietet aber nicht automatisch Schutz vor einer Erkältung. Denn auch hier gilt: Die Erreger verbreiten sich über feinste Tröpfchen in der Luft und können ganz einfach eingeatmet werden oder über die Schleimhäute im Gesicht in den Körper gelangen. Außerdem überleben Keime durchaus mehrere Stunden bis Tage auf Türklinken, Telefonen, Tastaturen und Co.

Unser Tipp: Finger weg vom eigenen Gesicht! Außerdem empfehlen wir, die Hände regelmäßig und gründlich 20 bis 30 Sekunden zu waschen. Eine gefühlte Ewigkeit? Singen Sie zwei Mal „Happy Birthday“, dann liegen Sie genau richtig. Versuchen Sie außerdem Händeschütteln zu vermeiden und in die Armbeuge zu husten beziehungsweise zu nießen.

Ratgeber
3 von 5
Stärken Sie Ihr Immunsystem
Allianz - Fit in den Winter
Fit in den Winter: Ein gesundes Immunsystem ist die beste Vorbeugemaßnahme gegen Grippe und Erkältung. Es kann dann Krankheitserreger wie Viren besser abwehren, einen Krankheitsverlauf abkürzen oder die Krankheitssymptome mindern. Mit einer ausgewogenen vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung, ausreichend Schlaf (mindestens sieben Stunden täglich) und regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft sind Sie bestens gerüstet. Sie trainieren so das Durchblutungsvermögen Ihrer Schleimhäute, die ein wichtiger Schutzwall gegen Atemwegsinfekte sind. Falls Sie doch krank werden, ist eine gut sortierte Hausapotheke für den Winter auch sinnvoll. Grundsätzlich sollten Sie es sich gut gehen lassen, Stress vermeiden und entspannen.
Allianz - Fit in den Winter
4 von 5
Brett mit Zwiebeln für Hustensaft aus Ziebeln
Hühnersuppe bei Erkältung 
Brett mit Zwiebeln für Hustensaft aus Ziebeln

Wer erkältet ist, probiert viel, um rasch wieder auf die Beine zu kommen. Immer mehr Menschen schwören auf die Wirkung natürlicher Hausmittel und versuchen sich so vor Erkrankungen zu schützen. Eine bereits ausgebrochene Grippe oder Erkältung behandelt man am besten damit, dass man dem Körper die Ruhe zur Regeneration gönnt. Meiden Sie überhitzte Räume, und nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Suppen und Heißgetränke beruhigen die Schleimhäute, Nasenspülungen oder Inhalationen mit heißem Wasserdampf fördern deren Durchblutung. 

Bei Halsschmerzen sind meistens die Schleimhäute ausgetrocknet. Gurgeln mit Salzwasser oder mit Kräutertee wie zum Beispiel Salbei- oder Kamillentee befeuchtet die Schleimhäute und kann so möglicherweise die Symptome mildern. Feucht warme Halswickel wie Kartoffel- oder Quarkwickel kurbeln ihre Durchblutung an. Auch bei Husten bietet die Natur zahlreiche Rezepte wie Hustensaft aus Zwiebel oder Zitrone, die den Reiz mindern. Der berühmten Hühnersuppe wurde übrigens tatsächlich eine entzündungshemmende, Infekt lindernde Wirkung nachgewiesen. Die Extra-Portion Vitamine liefert die Petersilie in der Suppe.

Eine erhöhte Körpertemperatur ist eine normale Reaktion im Heilungsprozess. Wadenwickel sind hier ein gängiges und schonendes Mittel, um diese abzusenken. Natürlich ersetzen solche Hausmittel keine ärztliche Behandlung. Sie sollten allenfalls unterstützend und zur Behandlung von leichteren Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt werden. Bei Unsicherheiten fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die gewünschte Wirkung

Auch bei einer Magen-Darm-Grippe, die durch Noroviren ausgelöst werden kann, können Hausmittel wohltuend und lindernd wirken. Häufig beginnt es mit leichter Übelkeit, gefolgt von Durchfall und Erbrechen. Durchfall ist eine wichtige Abwehrreaktion des Körpers. Giftige Stoffe können so schnell und in großen Mengen wieder ausgeschieden werden. Ein beliebtes Hausmittel hierfür sind Salzstangen und Cola

Aber Vorsicht: Dies ist jedoch ein weit verbreiteter Irrtum. Denn Cola enthält sehr viel Zucker, was wiederum die Ausscheidung von Wasser durch den Darm verstärkt. Ebenso regt das Koffein in der Cola die Nieren an und trägt so wiederum zu Flüssigkeitsverlust bei. Die Salzstangen liefern nur Kochsalz. Andere Salze, die bei Durchfall verloren gehen, werden nicht ersetzt.

Geriebene Äpfel oder Karotten hingegen wirken gut gegen Durchfall. Denn sie enthalten viel Pektin, das ein Quellmittel ist und die Giftstoffe im Darm binden kann. Übelkeit, ein häufiger Begleiter des Durchfalls, lässt sich beispielsweise durch Ingwer lindern. Diesen können Sie kauen oder als selbstgemachten Tee trinken. Bei den begleitenden Bauchkrämpfen hilft es, Kartoffeln zu kochen, zu zerstampfen und sie dann in einem Tuch auf den Bauch zu legen. Die feuchte Wärme entspannt und entkrampft.

In unserer Broschüre Rezepte aus der Hausapotheke zeigen wir, wie wichtig es ist, dass Hausmittel richtig angewendet werden. Wir haben zusammengetragen, welche Hustensäfte einfach selbst herzustellen sind, wann ein Zitronenwickel hilft und welche die populärsten Hausmittel bei unseren Kunden sind – selbstverständlich geprüft von den Experten der Allianz Privaten Krankenversicherung. 

Gut zu wissen
Infografik: Die richtige Vorsorge im Krankheitsfall
Wie gefährlich eine echte Grippe werden kann, ist einerseits abhängig vom Typ des Influenza-Virus, und andererseits vom Zustand des Immunsystems des Erkrankten. Wenn Sie jedoch im Falle eines schweren Verlaufs ins Krankenhaus müssen, ist die richtige Vorsorge von Vorteil. So können Sie sich den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich gestalten und sich auf Ihre Genesung konzentrieren.
Infografik: Die richtige Vorsorge im Krankheitsfall
Die passende Versicherung
5 von 5
Service und Kontakt
Haben Sie noch Fragen zur Privaten Krankenversicherung der Allianz?
Die Allianz Agentur in Ihrer Nähe
Kontaktieren Sie die Allianz Service
Melden Sie sich bei dem Allianz Service
Schreiben Sie Ihr Anliegen in unser Kontaktformular - wir kümmern uns darum.
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Finden Sie den
passenden Tarif
Berechnen Sie Ihren individuellen Tarif zur Privaten Krankenversicherung.