Maine Coon Katze schaut hinter einem Baum hervor
Die häufigste Herzerkrankung

HCM bei der Katze

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Die Herzerkrankung trifft manche Rassen verstärkt
  • HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) ist die häufigste Herzerkrankung bei Katzen. Sie ist zumeist genetisch bedingt. Ein vermehrtes Auftreten kann unter anderem bei der Maine Coon Rasse festgestellt werden. 
  • Die Erkrankung kann über Jahre hinweg symptomlos verlaufen. Erst im fortgeschrittenen Stadium treten unter anderem Atemnot, Müdigkeit und Fressunlust auf
  • Die Diagnose erfolgt mittels Herzultraschall. Damit lässt sich die Dicke des Herzmuskels und der Durchmesser der Herzkammern und Vorhöfe messen.
  • Im Anfangsstadium wird eine HCM lediglich regelmäßig kontrolliert. Im fortgeschrittenen Stadium wird sie medikamentös behandelt
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Illustration - Eine Tierärztin behandelt eine Katze auf einem Behandlungstisch, auf dem zusätzlich eine Arzttasche steht.
Definition
Illustration - Eine Tierärztin behandelt eine Katze auf einem Behandlungstisch, auf dem zusätzlich eine Arzttasche steht.
Bei der Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) handelt es sich um eine Erkrankung des Herzmuskels. Dieser schwillt an, wodurch es zu einer Verengung der linken Herzkammer kommt. In Folge dessen kann das Herz weniger Blut aufnehmen, was zu einem Blutdruckabfall führt. Dadurch wird eine geringere Menge an Blut in den Kreislauf der Katze gepumpt. Zudem kann es vor der Herzkammer zu einem Blutstau kommen, der im fortgeschrittenen Stadium zu Wasseransammlungen in der Lunge (Lungenödem) oder der Brusthöhle (Thoraxerguss) führen kann. Spätestens jetzt macht sich die Erkrankung für den Katzenhalter bemerkbar, denn das Tier leidet an Atemnot, bewegt sich weniger und frisst nur noch eingeschränkt. Die Katze sollte mit diesen Symptomen dringend einem Tierarzt vorgestellt werden. Er kann eine exakte Diagnose durchführen und die Katze mit entsprechenden Medikamenten versorgen.
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Gründe für HCM
Tierarzt hört das Herz einer Main Coon Katze ab

Was löst eine HCM bei Katzen aus?

Man unterscheidet in der Tiermedizin zwischen einer primären und einer sekundären HCM.

  • Primäre HCM
    Bei den meisten Katzen wird eine primäre HCM festgestellt. Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte Erkrankung. Es wurden bereits mehrere Gene nachgewiesen, die HCM bei Katzen auslösen können. Die Tiermediziner stellten fest, dass manche Rassen stärker betroffen sind als andere. Eine erhöhte Anfälligkeit besteht unter anderem bei der Maine Coon, Norwegischen Waldkatze, Britisch Kurzhaar, Ragdoll, Kartäuser, Bengal und Rexkatze.
  • Sekundäre HCM
    Im fortgeschrittenen Alter kommt es verstärkt zur sekundären HCM. Sie tritt als Begleiterscheinung anderer Krankheiten auf. Dazu zählen beispielsweise eine Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck, Niereninsuffizienz und Diabetes.

Wie lässt sich HCM verhindern?

Die Hypertrophe Kardiomyopathie ist oftmals erblich bedingt. Daher sollten Züchter von Katzenrassen mit erhöhtem Risiko einen Gentest durchführen, bevor sie mit den Tieren züchten. Zudem ist es empfehlenswert, beim Tierarzt eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zu machen, um gegebenenfalls rechtzeitig therapeutisch eingreifen zu können. Sollte HCM in einem frühen, unkritischen Zustand diagnostiziert werden, entscheidet der Arzt, ob eine Medikamentengabe bereits angeraten ist. Davon abgesehen sollten Sie von nun an Ihre Katze regelmäßig beim Schlafen beobachten und auf ihre Ruheatemfrequenz achten. Diese liegt üblicherweise bei 40 Atemzügen pro Minute. Sie können dies leicht ermitteln, indem Sie mitzählen, wie oft sich der Brustkorb hebt und senkt. Steigt die Ruheatemfrequenz dauerhaft auf über 45, sollten Sie mit der Katze zum Tierarzt gehen. Denn dies könnte ein Anzeichen für ein beginnendes Lungenödem oder einen Thoraxerguss sein. 

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Anzeichen und Diagnose

Die meisten Katzen zeigen im Anfangsstadium einer HCM keine Symptome. Es kommt vor, dass Katzen mit einer leichten HCM sogar ein Leben lang keinerlei gesundheitlichen Einschränkungen haben. Allerdings kann sich die Situation auch schlagartig verschlechtern. Folgende Symptome können auf eine HCM bei der Katze hinweisen:

  • Hecheln nach einer aktiven Phase
  • Beschleunigte Atmung und Atemnot
  • Abgeschlagenheit
  • Leistungsschwäche
  • Müdigkeit und Bewegungsunlust
  • Eingeschränkter Appetit
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Ohnmachtsanfälle
  • Lähmung der Hinterbeine

Diagnose einer Hypertrophen Kardiomyopathie

Im Anfangsstadium, bzw. bei einer leicht ausgeprägten HCM, ist die Erkrankung schwer zu diagnostizieren. Das Abhören des Herzens oder ein EKG kann einen unregelmäßigen oder beschleunigten Herzschlag aufzeigen. Bei vielen Katzen zeigen sich jedoch keinerlei Auffälligkeiten. Eine sichere Diagnose bezüglich einer HCM bei Katzen wird üblicherweise mittels eines Herzultraschalls durchgeführt. Dabei lässt sich gut erkennen, welchen Durchmesser der Herzmuskel hat und welches Volumen die Herzkammern und deren Vorhöfe aufweisen. Ein erfahrener Kardiologe kann sehr schnell eine Aussage über den Schweregrad der Erkrankung machen. 

Wurde bei einer Katze eine HCM diagnostiziert, werden in der Folge meist weitere Untersuchungen durchgeführt. Dazu zählt unter anderem eine Blutdruckmessung sowie eine Urin- und Blutuntersuchung. So können eventuelle Begleiterkrankungen festgestellt, bzw. ausgeschlossen werden. Auch ein Gentest kann dienlich sein.

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Krankheitsverlauf & Heilung

Der Verlauf und die Prognose sind abhängig von der Rasse, individueller Veranlagung und dem Stadium der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose. Es gibt Katzen, die trotz HCM eine normale Lebenserwartung haben. Bei anderen wiederum kann die Erkrankung sehr schnell fortschreiten und sogar zu einem plötzlichen Herztod führen. Werden die Symptome nicht rechtzeitig erkannt und die Katze medizinisch versorgt, schreiet die Krankheit rasch fort und es muss früher oder später mit einer Wassereinlagerung in der Lunge oder dem Thorax gerechnet werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Krankheit nur noch in den seltensten Fällen heilbar: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Katze lediglich noch ein Jahr bis eineinhalb Jahre lebt. Im Endstadium weist sie eine erhöhte Atemfrequenz auf, wirkt abgeschlagen und frisst weniger. Auch ist mit Thrombosen zu rechnen, die zu einer Lähmung der Gliedmaßen - zumeist die Hinterbeine – führen kann.

Therapie einer HCM bei Katzen

Eine leichte Vergrößerung der Herzmuskulatur – ohne weitere Anzeichen – wird normalerweise regelmäßig nachkontrolliert und bedarf nicht zwingend einer Therapie. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten und macht sich durch erste Symptome bemerkbar, hängt die medikamentöse Behandlung von der Ursache und der bestehenden Diagnose ab. Entsprechend erhält die Katze individuell unterschiedliche Medikamente zur Therapie einer der folgenden Befunde

  • Herzrhythmusstörungen
  • Wassereinlagerung
  • Kreislaufprobleme
  • Aortenthrombose
  • Niedriger/hoher Blutdruck
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Niereninsuffizienz

Da Katzen unterschiedlich auf die Medikation reagieren, sollte die Behandlung kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden. In vielen Fällen muss man das Tier von nun an dauerhaft therapieren. Es empfiehlt sich eine jährliche Kontrolle und die regelmäßige Überprüfung der Atemfrequenz im Ruhezustand der Katze. Stress und Überanstrengung sollten möglichst vermieden werden. Ihr Tierarzt wird Sie außerdem darüber informieren, ob ein Futterwechsel durchgeführt werden sollte, um den Gesundheitszustand Ihrer Katze weiter zu verbessern.

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Illustration: Gut zu wissen
Gut zu wissen
Illustration: Gut zu wissen

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