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Junges Kätzchen beim Tierarzt
Sinnvoller Impfschutz für Katze und Kater

Welche Impfung Ihre Katze wirklich braucht

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Kitten weisen ein erhöhtes Infektions­risiko auf, weshalb früh­zeitig eine Grund­immun­isierung erfolgen sollte.
  • Viele Erkrankungen, die zum Teil tödlich ver­laufen, können durch einen geeigneten Impf­schutz verhindert werden.
  • Es gibt Impfungen, die für alle Katzen empfohlen werden, und Impf­ungen, bei welchen zwischen Wohnungs­katze, Freilauf­katze und all­gemeiner Infektions­gefahr unterschieden wird.
  • Grundsätzlich besteht in Deutschland keine Impf­pflicht für Katzen. Lediglich bei Reisen ins Ausland oder einem Aufenthalt in einer Tier­pension sind diese vorgeschrieben.
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Impfen, ja oder nein?
Ob bei Mensch, Hund oder Katze – Diskussionen über das Für und Wider von Impfungen sind beinahe an der Tages­­ordnung. Bedenkt man, wie viele Infektions­­krank­heiten auf der Welt durch Impfungen bereits eingedämmt wurden, erübrigt sich die Frage, ob Impfungen nützlich und notwendig sind. 

Berechtigt ist jedoch die Frage, für welche Tierart welche Impfungen in welchen Zeit­­abständen angeraten sind. Einen guten Anhalts­punkt bietet die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin am Friedrich-Loeffler-Institut.

Deshalb ist Impfschutz für Katzen wichtig

Das Abwehr­system der Katze hat die Aufgabe, Krankheits­­erreger wie Viren oder Bakterien unschädlich zu machen. Hierfür können Immunzellen aktiviert oder Anti­körper gebildet werden. Diese lagern sich an dem Ein­dring­ling an und bekämpfen ihn. "Gedächtnis­­zellen" merken sich diesen Vorgang, woraufhin die Katze beim erneuten Kontakt mit dem gleichen Erreger wesentlich schneller und effektiver reagieren kann.

Exakt dieses Prinzip liegt einer Schutz­­impfung zugrunde. Hierbei erhält die Katze einen Impf­stoff mit ab­ge­schwä­chten oder getöteten Erregern, gegen die sie vorgeht. Wird sie anschließend zum Beispiel mit Katzen­s­chnupfen angesteckt, ist ihr Immun­­system auf diesen Angreifer bereits vorbereitet und kann die Viren schnell unschädlich machen.

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Voraussetzungen
Egal ob Kitten oder erwachsene Katze – generell sollten nur völlig gesunde Tiere geimpft werden. Wenn Ihre Katze kränkelt oder sich gerade von einer Krankheit erholt, ist nicht der richtige Zeitpunkt, um mit ihr zum Tierarzt zu gehen. Bei einem geschwächten Tier kann der Impferfolg nicht wie gewünscht ausfallen und es kann zu heftigeren Nebenwirkungen kommen.
Junge Katze auf Baum

Ab welchem Alter dürfen Kitten geimpft werden?

Neugeborene Kätzchen sind in den ersten Lebens­wochen über Antikörper in der Mutter­milch gegen die ver­schiedensten Krankheits­erreger geschützt. Mit der Zeit geht dieser Schutz aber zurück.

Deshalb empfiehlt die Ständige Impf­­kommission Veterinär­­medizin (StIKo Vet), in der 8. Lebens­woche mit der Grund­­immun­isierung der Katzen zu beginnen. Die erste Impfung sollte in der 12. und 16. Lebens­­woche auf­ge­frischt werden. Mit einer weiteren Impfung im 15. Lebens­monat ist die Grund­­immun­isierung abgeschlossen.

So bereiten Sie Ihre Katze auf die Impfung vor

Etwa eine Woche vor dem Impf­termin sollten Sie die Impf­fähigkeit Ihres Vierbeiners vom Tierarzt feststellen lassen. Es wird außerdem empfohlen, die Katze eine Woche vor der Impfung zu entwurmen und eventuell weitere Para­siten wie Flöhe zu entfernen.

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Illustration Info: Frau spielt mit Katze, neben ihr liegt ein Stapel Geldmünzen
Gebühren
Illustration Info: Frau spielt mit Katze, neben ihr liegt ein Stapel Geldmünzen

Eine Grund­immun­isierung kostet circa 30 bis 40 Euro pro Impfung. Bei Frei­gänger­katzen zahlen Sie inklusive Tollwut circa 50 bis 60 Euro. Da eine Grund­immunisierung mehrere Impfungen im Abstand von einigen Wochen bein­hal­tet, kommen Sie bei einer Wohnungs­katze auf Gesamtkosten von rund 120 bis 160 Euro. Bei einer Freigänger­katze sollten Sie mit insgesamt 160 bis 200 Euro rechnen.

Jährliche Impfungen kosten ungefähr 30 bis 40 Euro. Dabei können aber unterschiedliche Impf­abstände der einzelnen Komponenten zu großen Preis­schwankungen führen (je nach Impfstoff-Hersteller). Die Tollwut­impfung bei­spiels­weise ist zum Teil nur alle drei Jahre notwendig.

Katzenkrankenversicherung
Illustration Info:  Katze neben Arztkoffer

Die Allianz Katzenkrankenversicherung übernimmt mit der Vorsorgeleistung auch die Kosten für eine Impfung. Die Vorsorge ist im Rahmen des Heil­be­hand­lungs- und Vorsorgeschutzes bis zu 100 Euro jährlich versichert und kann für Impfungen, Entwurmung oder auch Zahnstein­entfernung verwendet werden.

Des Weiteren erstattet die Katzen­kranken­versicherung die Kosten für eine Heil­­be­handlung (z.B. aufgrund eines Katzen­schnupfens) bis zu 5.000 Euro pro Jahr, wenn der Baustein Heil­behandlungs- und Vorsorge­schutz gewählt wurde. Die Kosten einer Operation erstatten wir je nach Tarif ohne jährliche Höchst­grenze und bis zu 100 Prozent der Rechnungs­summe.

Illustration Info:  Katze neben Arztkoffer
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Notwendiger Schutz
Die Ständige Impf­kommission Veterinär­medizin unterscheidet zwischen Katzenkrankheiten, gegen die Ihr Vierbeiner immer geimpft sein sollte, und solchen Impfungen, die je nach Lebens­umstand oder aktueller Seuchen­lage empfehlens­wert sind. Folgende Impfungen werden für alle Katzen angeraten:
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Freiwillige Impfungen
Es gibt nicht nur Schutzimpfungen gegen Katzen­seuche, Katzenschnupfen und Tollwut, sondern unter anderem auch gegen Katzen­leukämie und FIP. Da diese freiwilligen Impfungen nicht immer notwendig sind, sollten Sie immer mit dem Tierarzt sprechen, bevor Sie Ihren Vierbeiner gegen FeLV und FIP impfen lassen.

Katzen­leukämie (FeLV)

Bei Katzen mit Auslauf und häufigem Kontakt mit anderen Tieren kann eine Schutz­impfung gegen Katzen­leukä­mie (Katzenleukose, FeLV) empfehlens­wert sein. Denn die Übertragung erfolgt durch gegen­seitiges Ablecken oder bei Revier­kämpfen. Trotz einer Infektion kommt es bei den meisten Katzen nicht zum Ausbruch der Krankheit. Sie leben gesund weiter, können das Virus jedoch verbreiten. Mitunter macht sich FeLV erst Jahre später durch Ab­ge­schlagen­heit, Gewichts­verlust oder Zahn­fleisch­ent­zündungen bemerkbar. Eine Heilung ist nicht möglich.

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

Bei FIP handelt es sich um eine ansteckende Bauch­fell­entzündung bei der Katze. Auslöser ist ein mutiertes Corona­virus, welches üblicherweise lediglich zu Durchfall führt. Wird dieses durch einen Anti­körper­test nach­ge­wiesen, ist eine Impfung sinnlos. Auch sonst kann FIP nicht mit Sicherheit verhindert werden. Bricht die Krankheit aus, verläuft sie tödlich.

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Risikofaktoren
Nebenwirkungen treten bei modernen Impfstoffen selten auf, sind jedoch nicht auszuschließen. Bemerkbar machen sie sich zum Beispiel durch Ab­ge­schlagen­heit, Fressunlust oder leichtes Fieber. Die Symptome zeigen sich meist nach ein paar Stunden für zirka ein bis drei Tage. Im Allgemeinen verschwinden sie wieder von alleine.

Schwellungen sind typische Reaktionen auf Impfungen

Nicht unüblich sind Schwellungen an der Impf­stelle, die teilweise mehrere Wochen lang zu beobachten sind. Ebenso kann es zu abgeschwächten Symptomen der jeweiligen Krankheit kommen. Bei einer Schutz­impfung gegen Katzen­schnupfen könnten also Niesen und Nasen­ausfluss auftreten.

Auch eine allergische Reaktion ist nicht aus­zu­schließen. Zu ihr kann es bereits wenige Minuten oder auch erst Stunden nach einer vorgenommenen Impfung kommen. Sie macht sich häufig durch Erbrechen, Durchfall und Atem­probleme bemerkbar und muss sofort behandelt werden. Eventuell bekannte Allergien oder Vor­er­krank­ungen (z.B. Diabetes) sollten dem Tierarzt vor einer Impfung mitgeteilt werden, um das weitere Vorgehen abklären zu können.

Tumore treten nach Impfungen eher selten auf

Eine unerwünschte Impf­reaktion kann auch in Form eines Impf­sarkoms (Felines Impfassoziiertes Fibrosarkom) auftreten. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor des Bindegewebes. Die genaue Ursache ist bislang unklar. Möglicherweise sind Zusatz­stoffe in den Impfstoffen verantwortlich. Unter Umständen besteht auch eine erhöhte Gefahr aufgrund von Mehr­fach­impfungen. Da das Risiko eines Impfsarkoms nicht auszuschließen ist, kann die Impfstelle von entscheidender Bedeutung sein. Eine Tumor­entfernung zwischen den Schultern gestaltet sich im Allgemeinen schwieriger als an der seitlichen Brustwand oder einem Hinterbein.

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Illustration Info: Katze bei Tierarzt
Regelmäßig impfen
Illustration Info: Katze bei Tierarzt

Für einen umfassenden und langanhaltenden Schutz sind meist Wieder­hol­ungs­impfungen nötig. Wie oft geimpft und aufgefrischt werden muss, hängt von Krankheit und Impf­stoff ab.

Bei Tollwut kann ein Intervall von zwei bis drei Jahren genügen. Bei Reisen ins Ausland ist jedoch zu beachten, ob dort strengere Vorgaben gelten. Bei Katzenseuche rät die Ständige Impf­kommission Veterinär­medizin zu einer Wieder­holungs­impfung im Abstand von drei Jahren, bei Katzen­schnup­fen alle ein bis drei Jahre.

Dann lässt der Impfschutz üblicherweise nach. Er kann aber auch durchaus noch ausreichend sein, was sich mit Hilfe eines Impf­titer­tests relativ zuverlässig herausfinden lässt. Ist der Schutz noch vorhanden, kann die Impfung auf die nächste jährliche Titerkontrolle verschoben werden.

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