Sinnvoller Impfschutz für Katze und Kater

Welche Impfung Ihre Katze wirklich braucht

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Das Wichtigste zur Impfung bei der Katze
  • Kitten weisen ein erhöhtes Infektionsrisiko auf, weshalb frühzeitig eine Grundimmunisierung erfolgen sollte.
  • Viele Erkrankungen, die zum Teil tödlich verlaufen, können durch einen geeigneten Impfschutz verhindert werden.
  • Es gibt Impfungen, die für alle Katzen empfohlen werden und Impfungen, bei welchen zwischen Wohnungskatze, Freilaufkatze und allgemeiner Infektionsgefahr unterschieden wird.
  • Grundsätzlich besteht in Deutschland keine Impfpflicht für Katzen. Lediglich bei Reisen ins Ausland oder einem Aufenthalt in einer Tierpension sind diese vorgeschrieben.
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Diskussion
Allianz - Katze Impfung: Hand streichelt Katze
Katzen impfen lassen - ja oder nein?
Ob bei Mensch, Hund oder Katze – Diskussionen über das Für und Wider von Impfungen sind beinahe an der Tagesordnung. Dabei treffen im Extremfall Meinungen von strikten Impfgegnern auf die Aussagen von eingefleischten Befürwortern. Entsprechend unterschiedlich können die Informationen sein, auf die Katzenhalter im Internet stoßen. Bedenkt man, wie viele Infektionskrankheiten auf der Welt durch Impfungen bereits eingedämmt wurden, erübrigt sich die Frage, ob Impfungen grundsätzlich nützlich und notwendig sind. Berechtigt ist jedoch die Frage, für welche Tierart welche Impfungen in welchen Zeitabständen angeraten sind. Einen guten Anhaltspunkt bietet die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin am Friedrich-Loeffler-Institut. Der Zusammenschluss von hochkarätigen Tiermedizinern bewertet den Einsatz von Impfstoffen in der Tiermedizin. Die Kommission spricht Empfehlungen zur Verwendung von Impfstoffen aus und berät die Bundesregierung. Viele Tierärzte orientieren sich an diesen Empfehlungen.
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Kittenschutz durch Grundimmunisierung
Neugeborene Kätzchen sind in den ersten Lebenswochen über Antikörper in der Muttermilch gegen die verschiedensten Krankheitserreger geschützt. Mit der Zeit geht dieser Schutz aber zurück. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet), in der 8. Lebenswoche mit der Grundimmunisierung der Katzenbabys zu beginnen. Problem ist, dass auf der einen Seite der natürliche Schutz zu schwinden beginnt, auf der anderen Seite die noch vorhandenen Antikörper verhindern, dass ein umfassender neuer Impfschutz aufgebaut werden kann. Daher rät die Kommission zu einer wiederholten Impfung in der 12. und 16. Lebenswoche. Mit einer weiteren Impfung im 15. Lebensmonat ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Damit wird eine gute Grundlage geschaffen, um auf nachfolgende Auffrischungsimpfungen über einen längeren Zeitraum hinweg verzichten zu können. 
Bevor es zum Tierarzt geht
Generell sollten nur völlig gesunde Tiere geimpft werden. Wenn Ihre Katze kränkelt oder von einer Krankheit erholt, ist nicht die richtige Zeit, mit ihr zum Tierarzt zu gehen. Bei einem geschwächten Tier kann der Impferfolg nicht wie gewünscht ausfallen und es kann zu heftigeren Nebenwirkungen kommen. Etwa eine Woche vor dem Impftermin sollte daher die Impffähigkeit ihres Vierbeiners vom Tierarzt festgestellt werden. Es wird außerdem empfohlen, die Katze eine Woche vor der Impfung zu entwurmen und eventuell weitere Parasiten wie Flöhe zu entfernen. 
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Gegen was wird geimpft?
Es gibt eine Reihe von Infektionen, gegen die Katzen mit Hilfe einer Impfung geschützt werden können. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin unterscheidet hierbei zwischen Impfungen, gegen die Katzen immer geschützt sein sollten und solchen, die je nach Lebensumstand oder aktueller Seuchenlage empfehlenswert sind. Folgende Impfungen werden für alle Katzen angeraten:
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Allianz - Katze Impfung: Katze auf Baum
Wirkungsweise
Allianz - Katze Impfung: Katze auf Baum
Das Abwehrsystem der Katze hat die Aufgabe, Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien unschädlich zu machen. Hierfür können Immunzellen aktiviert oder Antikörper gebildet werden. Diese lagern sich an dem Eindringling fest und bekämpfen ihn. „Gedächtniszellen“ merken sich diesen Vorgang, woraufhin die Katze bei einem erneuten Kontakt mit dem Erreger wesentlich schneller und effektiver reagieren kann. Exakt dieses Prinzip liegt einer Schutzimpfung zugrunde. Hierbei erhält die Katze einen Impfstoff mit abgeschwächten oder getöteten Erregern, gegen die sie vorgeht. Wird sie anschließend zum Beispiel mit Katzenschnupfen angesteckt, ist ihr Immunsystem auf diesen Angreifer bereits vorbereitet und kann die Viren schnell unschädlich machen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Katze bei einer Impfung in optimaler Verfassung ist. Eine Krankheit, ein Parasitenbefall oder eine psychische Anspannung kann dazu führen, dass der Impfschutz nicht optimal aufgebaut wird.
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Risikofaktor

Nebenwirkungen treten bei modernen Impfstoffen selten auf, sind jedoch nicht auszuschließen. Bemerkbar machen sie sich zum Beispiel durch Abgeschlagenheit, Fressunlust oder leichtes Fieber. Diese Symptome können sich nach ein paar Stunden für zirka ein bis drei Tage zeigen. Im Allgemeinen verschwinden sie wieder von alleine. Nicht unüblich sind Schwellungen an der Impfstelle, die teilweise mehrere Wochen lang zu beobachten sind. Ebenso kann es zu abgeschwächten Symptomen der jeweiligen Krankheit kommen. Bei einer Schutzimpfung gegen Katzenschnupfen könnte also Niesen und Nasenausfluss auftreten. Auch eine allergische Reaktion ist nicht auszuschließen. Zu ihr kann es bereits wenige Minuten oder auch erst Stunden nach einer vorgenommenen Impfung kommen. Sie macht sich häufig durch Erbrechen, Durchfall und Atemprobleme bemerkbar und muss sofort behandelt werden. Eventuell bekannte Allergien oder Vorerkrankungen (z.B. Diabetes) sollten dem Tierarzt vor einer Impfung mitgeteilt werden, um das weitere Vorgehen abklären zu können.

Eine unerwünschte Impfreaktion kann auch in Form eines Impfsarkoms (Feline Impfassoziierte Fibrosarkom) auftreten. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor des Bindegewebes. Die genaue Ursache ist bislang unklar. Möglicherweise sind Zusatzstoffe in den Impfstoffen verantwortlich. Unter Umständen besteht auch eine erhöhte Gefahr aufgrund von Mehrfachimpfungen. Da das Risiko eines Impfsarkoms nicht auszuschließen ist, kann die Impfstelle von entscheidender Bedeutung sein. Eine Tumorentfernung zwischen den Schultern gestaltet sich im Allgemeinen schwieriger als an der seitlichen Brustwand oder einem Hinterbein.

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Allianz - Illustration: Frau spielt mit Katze, neben ihr liegt ein Stapel Geldmünzen
Interview mit Tierärztin Frau Gentzen
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Wieviel kostet die reguläre Impfung einer Katze?

Eine genaue Preisangabe ist schwierig, da verschiedene Faktoren zur Preisfindung führen. Eine Grundimmunisierung kostet pro Impfung ca. 30 - 40 Euro. Bei Freigängerkatzen inklusive Tolllwut ca. 50 - 60 Euro.

Da eine Grundimmunisierung mehrere Impfungen in Abstand von einigen Wochen beinhaltet, bedeutet dies bei einer Wohnungskatze ca. 120 - 160 Euro und bei einer Freigängerkatze ca. 160 - 200 Euro.

Jährliche Impfungen kosten ungefähr 30 - 40 Euro. Dabei können aber unterschiedliche Impfabstände der einzelnen Komponenten zu großen Schwankungen führen (je nach Impfstoff-Hersteller). Die Tollwutimpfung ist zum Beispiel teilweise nur alle 3 Jahre notwendig.

Wovon hängen die Kosten ab?

Laut Gebührenordnung für Tierärzte gehört zur Abrechnung einer Impfung nicht nur die Verabreichung der Impfung, sondern auch eine allgemeine Untersuchung der Katze. Dazu kommen noch die Kosten des Impfstoffes und der Verbrauchsmaterialien.

Was kostet die Behandlung eines Katzenschnupfens?

Katzenschnupfen ist eine multikomplexe Erkrankung. Beteiligt sind unterschiedliche Erreger und dementsprechend unterschiedlich kann das Erkrankungsbild ausfallen. Bei schwereren Verlaufsformen können Behandlungskosten von mehreren hundert oder sogar tausenden Euro entstehen.

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Auffrischung
Aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist es verständlich, dass kein Katzenhalter sein Tier mehr als notwendig impfen lassen möchte. Für eine erfolgversprechende Grundimmunisierung ist es jedoch wichtig, die Kitten ausreichend oft zu impfen. Im Anschluss daran sind in regelmäßigen Abständen Wiederholungsimpfungen durchzuführen. Abhängig sind diese unter anderem vom jeweiligen Impfstoff und der Krankheit. Bei Tollwut kann ein Intervall von zwei bis drei Jahren genügen, jedoch ist bei Reisen ins Ausland zu beachten, ob dort strengere Vorgaben gelten. 
Bei der Katzenseuche rät die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin zu einer Wiederholungsimpfung im Abstand von drei Jahren, bei Katzenschnupfen alle ein bis drei Jahre. Dann lässt der Impfschutz üblicherweise nach. Er kann aber auch durchaus noch ausreichend sein, was sich mit Hilfe eines Impftitertests relativ zuverlässig herausfinden lässt. Ist der Schutz noch vorhanden, kann die Impfung auf die nächste jährliche Titerkontrolle verschoben werden. 
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Gut zu wissen
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