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Erwerbs­unfähigkeits­versicherung – Für wen ist sie sinnvoll?

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Sie lesen einen allgemeinen Ratgeber zum Thema Erwerbsunfähig­keitsversicherung. Die Allianz bietet keine eigenständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung an. Jedoch bietet die Allianz eine Berufsunfähigkeitsversicherung an.
  • Vom Staat erhalten Sie nur dann eine Rente wegen Erwerbsminderung, wenn Sie alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Oft reicht die gesetzliche Erwerb­sminderungsrente nicht aus, um den persönlichen Lebensstandard zu halten. Daher ist es meist sinnvoll, sich privat für den Fall des Arbeitskraftverlustes abzusichern.
  • Eine private Erwerbs­unfähigkeits­versicherung kann diese Versorgungslücke schließen. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie weniger als drei Stunden täglich arbeiten können – egal in welchem Beruf am Arbeitsmarkt.
  • Eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung kann einen Basisschutz zur Absicherung der Arbeitskraft bieten.
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Absicherung bei Verlust der Arbeitskraft
Die private Erwerbsunfähig­keitsversicherung schützt Sie vor dem finanziellen Risiko, falls Sie erwerbsunfähig werden und Ihr monatliches Einkommen wegfällt. Sie stellt eine Grundabsicherung der Arbeitskraft dar. Im Leistungsfall erhalten Sie die vereinbarte monatliche Rente, die Ihr Einkommen ersetzen kann.

 

Wann liegt Erwerbsminderung bzw. Erwerbsunfähigkeit vor? 

Seit 2001 wurde die bisherige Zweiteilung bei Invalidität in Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung ersetzt durch die zweistufige Erwerbsminderung. Voll erwerbsgemindert sind nach der gesetzlichen Definition unter anderem Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten

Anbieter von privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherungen orientieren sich häufig an dieser Definition, wobei die Erfüllung dieser Voraussetzungen im Einzelfall weniger streng als bei der Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen ausfallen kann. Zum Beispiel leisten einige private Anbieter von Erwerbsunfähigkeitsversicherungen bereits, wenn Sie für mindestens sechs Monate nicht in der Lage sind, mehr als drei Stunden irgendeiner Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Warum Sie erwerbsunfähig sind, spielt keine Rolle. Das heißt: Es ist unerheblich, ob Ihre Erwerbsunfähigkeit durch Krankheit, Unfall, Pflegebedürftigkeit oder Kräfteverfall entstanden ist. Auch psychische Ursachen sind versichert.

Unterschied zwischen Erwerbsunfähigkeits­versicherung und Erwerbs­minderungsrente? 

Sowohl die private Erwerbsunfähig­keitsversicherung als auch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente sichern Sie für den Fall ab, dass Sie erwerbsunfähig bzw. erwerbsgemindert werden. Bei der privaten Versicherung können Sie allerdings selbst bestimmen, wie hoch Ihre monatliche Rente ausfallen soll. Anders als bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, deren Höhe im Wesentlichen von Ihrem bisherigen versicherungspflichtigen Arbeitseinkommen abhängt, können Sie die Rentenzahlungen der privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung folglich so festlegen, dass Sie trotz Einkommensausfall Ihren gewohnten Lebensstandard halten können. 

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Alternative zur Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Private Erwerbsunfähig­keitsversicherung und private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) erbringen ähnliche Leistungen: Sie sichern den Verlust der Arbeitskraft finanziell ab. Doch es gibt deutliche Unterschiede beim VersicherungsschutzEine Berufsunfähigkeits­versicherung leistet meist, wenn Sie für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind. Zum Beispiel: Ein Büroangestellter, der aufgrund von Rückenproblemen seinem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen kann.

Eine Erwerbsunfähigkeits­versicherung leistet hingegen, wenn Sie dauerhaft bzw. für einen bestimmten Zeitraum (z.B. sechs Monate) weniger als drei Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten können. So erhält ein Handwerker, der nicht mehr Heben, aber zum Beispiel noch als Pförtner arbeiten kann, keine Leistungen aus der privaten Erwerbsunfähig­keitsversicherung. Aus diesem Grund ist eine Erwerbsunfähig­keitsversicherung keine gleichwertige Alternative zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Unsere Empfehlung
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Ein Handwerker schraubt Solarpaneele auf ein Hausdach
Personengruppen
Ein Handwerker schraubt Solarpaneele auf ein Hausdach

Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung kann in bestimmten Fällen eine Absicherung Ihrer Arbeitskraft bieten, stellt jedoch keine gleichwertige Alternative zur BU dar. Für folgende Personengruppen kann sie sinnvoll sein:

  • Risikoberufe: Üben Sie einen körperlich belastenden Beruf aus oder gehören einer anderen Risikogruppe an, kann zum Beispiel eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung eine Möglichkeit für die Arbeitskraftsicherung sein. Einige BU-Versicherer nehmen bestimmte Risikogruppen grundsätzlich nicht auf. Für ein Mindestmaß an Schutz können sie stattdessen eine Erwerbsunfähigkeitspolice abschließen.
  • Personen mit Vorerkrankungen: Auch bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung gibt es eine Gesundheitsprüfung, allerdings können die Annahmerichtlinien von denen der Berufsunfähigkeitsversicherung abweichen. Der anonyme QuickCheck verrät Ihnen, ob Ihre Vorerkrankungen für den Abschluss einer BU-Versicherung der Allianz relevant sind.
Dann schreiben Sie uns. Ihr Allianz Ansprechpartner vor Ort wird sich umgehend bei Ihnen melden.
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