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Un­wetter­schäden ver­sichern und vor­beugen

Sicher bei Stark­regen, Hagel, Sturm und Schnee
Unwetter: Eine Frau schaut sich ein Unwetter durch ein verregnetes Fenster an

Unwetter, die insbesondere mit Sturm oder Überschwemmung durch Starkregen einhergehen, können beträchtliche Schäden an Wohngebäuden oder Ihrem Hausrat verursachen. Eine herkömmliche Hausrat- oder Gebäudeversicherung deckt möglicherweise nicht alle Arten von Schäden ab, insbesondere wenn es um spezifische Elementarschäden geht. Wir erklären, welche Versicherung Sie bei Flut-, Sturm-, Hagel- oder Schneelastschäden absichert. Wenn es um den Schutz Ihres Eigentums geht, trägt die passende Unwetterversicherung dazu bei, finanzielle Folgen von Schäden durch Unwetter abzumildern und Ihnen ein Stück Sicherheit zu verschaffen.

Stürme, Starkregen oder Hagel richten jedes Jahr immense Schäden an Häusern, Hausrat oder Autos an. Doch viele Betroffene fragen sich: Welche Versicherung übernimmt eigentlich die Kosten, wenn das Unwetter zugeschlagen hat? Die Antwort hängt davon ab, was beschädigt wurde und welche Absicherungen ab­ge­schlossen wurden.
Um sich vor Elementar­gefahren wie Über­schwemmung durch Stark­regen, Schnee­druck oder Erd­beben ab­zu­sichern, ist es sinnvoll, Ihre Wohn­gebäude- und Haus­rat­versicherung mit dem Bau­stein "Extrem­wetter­schutz" zu kombinieren.

Zieht ein Unwetter oder eine Extremwetterlage auf, können Sie rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um Schäden zu verhindern oder zumindest zu verringern. So schützen Sie Ihr Zuhause präventiv vor Unwetterschäden:

Bereits ein einziger kurzer Starkregen kann große Schäden anrichten. Wenn Sie wissen, wie Sie sich schützen können, verhindern Sie das Schlimmste.

  • Rückstauventil im Keller überprüfen: Das Rückstauventil verhindert, dass Wasser aus Regenrohren oder Abfluss in Ihr Haus eindringt. Kontrollieren Sie regelmäßig seine Funktionalität.
  • Bei akuter Hochwasserwarnung: Bringen Sie wertvolle Gegenstände und Dokumente aus dem Keller in das Obergeschoss. Sandsäcke dämmen gegen die Wassermassen. Und organisieren Sie Pumpen, um das Wasser im Fall der Fälle aus dem Keller abzuführen.
  • Hochwasserschutz organisieren: Beim Neubau gleich einplanen, beim Altbau nachträglich anbringen: Eine Betonmauer um das Grundstück verhindert den Einfall der Wassermassen.

Alle Tipps zur Vorbeugung von Schäden durch Starkregen und Über­schwemmungen finden Sie kompakt zusammengefasst in unserer Checkliste:

Hagelkörner können so groß werden wie Tennisbälle. Prasselt ein solcher Niederschlag auf Ihr Dach oder Ihr Auto, ist es zu spät. Daher sollten Sie sich vorher dagegen rüsten.

  • Carport, Garage oder überdachten Stellplatz anschaffen: Wer sein Auto unter einem geschützten Dach parkt, kann Hagelschäden im Normalfall vermeiden. Alternativ gibt es geprüfte Hagelschutzmatten.
  • Hagelschutz-Apps installieren: Zuverlässige Hagel-Vorhersagen helfen Ihnen dabei, rechtzeitig geeignete Schutzmaßnahmen wie Umparken oder Abdecken zu organisieren.
  • Photovoltaik-Anlagen nach Prüfnorm kaufen: Module nach IEC-Prüfnorm 506 (530) halten Hagelkörnern bis zu 2,5 Zentimeter Durchmesser stand.

In unserer Checkliste zur Vorbeugung von Hagelschäden sind alle Tipps kompakt zusammengefasst:

Spezielle Blitzschutzsysteme und Vorsichtsmaßnahmen schützen Haus und Wohnung.

  • Blitzableiter und Blitzschutzanlagen: Spezielle Blitzschutzsysteme schützen Häuser, Wohnungen, Dachantennen und Funkanlagen zuverlässig vor Blitzeinschlägen. Erkundigen Sie sich ggf. bei Ihrem Vermieter oder Ihrer Vermieterin, ob das Gebäude über eine Blitzschutzanlage verfügt.
  • Blitzableiter installieren: Leitet den Blitz kontrolliert in die Erde und schützt das Gebäude vor direktem Einschlag.
  • Überspannungsschutz im Haus einbauen: Verhindert, dass Blitzeinschläge in der Umgebung Stromleitungen und Geräte beschädigen.
  • Grobschutz im Sicherungskasten integrieren: Dieser Schutz filtert hohe Spannungen direkt am Netzanschluss ab.
  • Steckdosen mit Feinschutz verwenden: Bietet zusätzlichen Schutz für empfindliche Geräte wie Fernseher, Router oder Computer.
  • Elektrogeräte bei Gewitter ausstecken: Ohne Schutztechnik ist das Trennen vom Stromnetz die sicherste Methode.
  • Antennen- und Netzwerkkabel sichern oder entfernen: Auch über diese Leitungen kann gefährliche Spannung ins Haus gelangen.

Wie Sie Schäden durch Blitzeinschlag vorbeugen, können Sie nochmals in unserer Checkliste nachlesen:

Machen Sie Ihr Haus wind- und wetterfest. Das beugt nicht nur unliebsamen Überraschungen vor, sondern verhindert auch, dass Sie am Ende selbst für Ihren Schaden haftbar gemacht werden.

  • Bäume kontrollieren: Wer morsche oder hohle Bäume auf seinem Grundstück stehen lässt, geht mutwillig die Gefahr ein, dass diese bei einem Sturm aufs eigene Haus oder das des Nachbarn oder der Nachbarin fallen. Damit verstoßen Sie gegen die Verkehrssicherungspflicht. Insofern ist es ratsam, den Zustand Ihrer Bäume stets im Blick zu haben.
  • Alte Dächer und Fassaden kontrollieren: Machen Sie alljährlich einen "Herbst-Check". Dabei überprüfen und reinigen Sie auch Regenrinnen und Fallrohre. Wasser muss ungehindert abfließen können. Denn auch hier verstoßen Sie gegen Ihre Verkehrssicherungspflicht, wenn Sie lose Dachziegel und Fassadenteile nicht erneuern. 
  • Fenster kontrollieren: Kellerfenster und Lichtschächte müssen absolut dicht sein. Denn genau an diesen Stellen kommt Wasser ins Haus.

In unserer Checkliste haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte zur Verhinderung von Sturmschäden noch einmal zusammengefasst:

Das Risiko für Schäden durch schwere Schneelasten am Haus können Sie durch vorbeugende Maßnahmen effektiv minimieren:

  • Schnee vom Dach räumen (lassen): Bei starkem Schneefall den Schnee vom Dach räumen. Beauftragen Sie dafür eine Fachfirma und begeben Sie sich nicht selbst auf das Dach. Die Feuerwehr greift nur im Notfall ein, wenn eine akute Gefährdung für Personen oder Gebäude besteht – grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Schneeräumung bei den Eigentümerinnen und Eigentümern.
  • Dach statisch prüfen lassen: Besonders bei älteren oder flachen Dächern ist eine Kontrolle vom Fachbetrieb wichtig.
  • Dach regelmäßig warten: Schäden an Dacheindeckung, Balken oder Dachstuhl sollten frühzeitig behoben werden. Undichte Stellen können bei Tauwetter zu Wasserschäden führen.
  • Dämmung verbessern: Eine effektive Dämmung Ihres Hauses und Daches senkt nicht nur die Heizkosten, sondern schützt auch aktiv vor Schneelastschäden und Eisdamm-Bildung.
  • Dachrinnen und Abläufe reinigen: Fallrohre, Dachrinnen und Abläufe sollten frei sein, damit Schmelzwasser abfließen kann und keine Eisbarrieren ("Eisdämme") entstehen.
  • Schneefanggitter anbringen: Schützt vor herabfallendem Schnee und verhindert so Personen- und Sachschäden.

Nach einem Unwetter kommt es darauf an, schnell und besonnen zu reagieren. Sorgen Sie zuerst für Ihre Sicherheit und betreten Sie keine beschädigten Räume oder Dachbereiche. Dokumentieren Sie die Schäden mit Fotos, bevor Sie etwas verändern, aufräumen oder entsorgen. Melden Sie den Schaden umgehend Ihrer Versicherung und besprechen Sie das weitere Vorgehen.

So handeln Sie bei einem Unwetterschaden richtig und vermeiden weitere Folgeschäden:

  • Flutschaden (Hochwasser/Überschwemmung): Stellen Sie den Strom ab, bevor Sie überflutete Räume betreten. Nassen Hausrat, Teppiche und Polstermöbel sollten Sie so bald wie möglich ausräumen oder trocknen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Entfernen Sie stehendes Wasser und lüften Sie die betroffenen Räume ausreichend.
  • Hagelschaden: Untersuchen Sie Fenster, Dachflächen und Fahrzeuge auf Einschläge oder Risse. Beschädigte Fenster oder Scheiben in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus sowie Kfz vorsichtig mit Planen abdecken, damit kein Wasser eindringt. Kontaktieren Sie einen Fachbetrieb. Lassen Sie zerbrochene Windschutz- oder Seitenscheiben an Ihrem Wagen umgehend reparieren, beispielsweise über Allianz Glaspartner. Der Vorteil: Hier rechnet der Glaspartner direkt und unkompliziert mit der Allianz ab.
  • Sturmschaden: Sichern Sie lose Teile wie Dachziegel oder heruntergewehte Gegenstände, soweit das gefahrlos möglich ist. Entfernen Sie keine großen umgestürzten Bäume oder Äste selbst – hier sollten Sie Profis engagieren.
  • Blitz- und Überspannungsschaden: Entsteht nach einem Blitzeinschlag in Ihrem Zuhause Rauch oder Feuer, rufen Sie sofort die Feuerwehr. Vermuten Sie Schäden an der Elektrik, prüfen Sie elektronische Geräte auf ihre Funktion – trennen Sie defekte Geräte sofort vom Strom.
  • Schaden durch Schneelast: Falls das Dach einsturzgefährdet ist oder bereits eingestürzt ist, verlassen Sie das Gebäude sofort. Beschädigte Räume nur betreten, wenn keine Einsturzgefahr besteht. Kontaktieren Sie einen Dachdeckerbetrieb für eine Notreparatur. Sind durch abrutschenden Schnee an Ihrem Haus Passanten oder Passantinnen gefährdet, stellen Sie auf dem Gehweg Warnhinweise auf.
  • Dokumentation des Schadens: Machen Sie Fotos, Videos und Skizzen und markieren Sie bei Hochwasser die erreichten Wasserstände. Die Versicherung benötigt eine möglichst genaue Dokumentation der Lage. Werfen Sie zerstörte oder beschädigte Sachen nicht weg, sondern heben Sie sie auf. Erstellen Sie eine Liste von allem, was durch das Unwetter beschädigt wurde. Heben Sie Rechnungen und Belege, von beispielsweise einer (Notfall-)Reparatur, auf.
  • Bei Hagelschaden am Auto: Nach einem Unwetter mit schwerem Hagel sind meist mehrere Menschen in einer Region oder einem Ort betroffen. Dafür gibt es oft Sammelbesichtigungen von Schadengutachtern oder Schadengutachterinnen. Melden Sie Ihren Hagelschaden der Versicherung. Diese setzt sich dann mit Ihnen in Verbindung und informiert Sie über die nächsten Schritte.
  • Windstärken-Nachweis: Bei Sturmschäden benötigen Sie gegebenenfalls einen Windstärken-Nachweis. Der Grund: Häufig werden Sturmschäden von Versicherern erst ab einer Windstärke von 8, also 62 km/h übernommen. Diesen Nachweis können Sie einfach beim örtlichen Wetteramt oder dem Deutschen Wetterdienst erfragen. Die Allianz leistet bereits ab Windstärke 7.
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