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Blitzeinschlag-Versicherung

Schäden durch Blitzeinschlag oder Überspannung richtig absichern
Vor Blitzeinschlag schützen: Blitze am Himmel über zwei Häusern

Ein Blitzeinschlag kann erhebliche Schäden an Gebäuden und Inventar verursachen. Welche Versicherung im Schadenfall leistet, hängt von der Art des Schadens ab: Eine Wohn­gebäude­versicherung ist zuständig, wenn das Gebäude, dazu zählen auch z. B. Dach, Mauerwerk oder Leitungen, beschädigt wurde – eine Hausrat­versicherung zahlt bei Schäden an Ihrem Inventar, insbesondere an elektrischen Geräten oder Möbeln. Um einen Schaden durch Blitzschlag bei der Versicherung zu melden, dokumentieren Sie die sicht­baren Blitz­schäden an Gebäude und Hausrat mit Fotos und Skizzen und melden Sie den Schaden schnellst­möglich Ihrer Versicherung, um eine reibungslose Regulierung zu ermöglichen.

Ein ins Haus eingeschlagener Blitz kann das Mauerwerk oder den Dachstuhl eines Hauses beschädigen oder im schlimmsten Fall komplett zerstören. Aber auch Elektrogeräte, wie Fernseher oder Router, die in den Wohnräumen ans Stromnetz angeschlossen sind, können durch Überspannung defektgehen. Vielen ist nun unklar: Ist jetzt die Wohngebäude- oder die Hausratversicherung für den Schaden zuständig? Die Antwort hängt davon ab, was beschädigt wurde: das Gebäude selbst oder Ihr bewegliches Eigentum darin.

Als Faustregel kann man festhalten:

Die Allianz Wohn­gebäude­ver­si­che­rung springt ein, wenn der Blitz das Gebäude oder seine fest verbauten Bestandteile beschädigt. Versichert sind in der Regel:

  • Das Wohngebäude selbst (Dach, Mauerwerk, Fassade)
  • Garagen und Carports
  • Fest verbaute Anlagen wie Solaranlagen, Wärmepumpen oder Wallboxen
  • Gebäudezubehör wie Antennen, Markisen oder Balkonkraftwerke
  • Brandschäden – z. B. ein durch Blitz ausgelöstes Feuer am Dachstuhl oder Mauerwerk
  • Überspannungsschäden – an fest eingebauten Elektroinstallationen, z. B. Heizungssteuerungen
  • Schäden an Photovoltaikanlagen
  • Ertragsausfall bei PV-Anlagen durch entgangene Stromeinspeisung und Mehrkosten für Fremdstrom (ab Tarif Komfort mit Zusatzbaustein "Haus- und Technikschutz")
  • Aufräum- und Abbruchkosten – bis zur vereinbarten Entschädigungsgrenze (ab Tarif Komfort: unbegrenzt)
  • Tarif der Wohngebäudeversicherung berechnen und online abschließen.
  • Sie wünschen eine Beratung zur Wohngebäudeversicherung? Wir sind gerne für Sie persönlich da.

Die Allianz Hausratversicherung übernimmt Schäden an Ihrem beweglichen Eigentum, also allem, was sich in Ihren vier Wänden befindet und nicht fest verbaut ist. Versichert sind unter anderem:

  • Elektronische Geräte (Fernseher, Router, Laptop etc.)
  • Möbel
  • Kleidung
  • Gartenmöbel und -geräte
  • Brandschäden – an Ihrem Hausrat durch einen blitzbedingten Brand
  • Überspannungs- und Kurzschlussschäden – wenn ein Spannungsstoß Ihre Elektrogeräte zerstört
  • Direkter Blitzeinschlag – wenn der Blitz Gegenstände unmittelbar beschädigt
  • Tarif der Hausratversicherung berechnen und online abschließen.
  • Sie wünschen eine persönliche Beratung zur Hausratversicherung? Wir sind gerne persönlich für Sie da.

Nach einem heftigen Gewitter über Ihrem Ort ist Ihr TV-Gerät defekt? Wenn Sie eine Beschädigung in Zusammen­hang mit dem Gewitter vermuten, melden Sie diesen Schaden möglichst schnell Ihrer Versicherung. Sie bespricht mit Ihnen in der Regel das weitere Vorgehen und ob Nachweise für den Blitzeinschlag nötig sind. Gegebenen­falls wird die Versicherung selbst – insbesondere bei größeren Schäden durch Blitzeinschlag – Experten und Expertinnen oder Gut­achter:innen hinzuziehen.

Auf der Webseite des VDE ABB (Ausschuss Blitzschutz und Blitzforschung) haben Sie die Möglichkeit, eine kostenpflichtige Blitzdatenabfrage zu stellen. Damit lässt sich im Zweifelsfall nachweisen, ob zum fraglichen Zeitpunkt tatsächlich ein Blitz in der Nähe eingeschlagen hat.

Schnell und unkompliziert

Sie haben einen Schaden erlitten – durch beispielsweise Unwetter, Wasserrohrbruch oder Feuer? Melden Sie uns Ihren Schaden. Wir sind für Sie da.

 

Blitzableiter sind in Deutschland nur für Hochhäuser, öffentliche Gebäude über 20 Meter und besonders gefährdete Immobilien (z. B. Holzhäuser) verpflichtend. Dennoch ist es empfehlenswert, jedes Haus mit einer Blitzschutzanlage auszustatten.

Um ein Haus vor den gravierenden Folgen eines Blitz­einschlags zu schützen, sollten Immobilien­besitzer:innen innere und äußere Blitz­ableiter, sogenannte Blitzschutz­anlagen, installieren. Innere Blitz­ableiter dienen als Überspannungs­schutz, äußere Blitz­ableiter fangen den Blitz­einschlag auf und leiten den Blitzstrom an die Erde ab.

Die Gefahr, dass ein Haus bei einem Blitz­einschlag ohne Ableiter stark beschädigt wird oder Feuer fängt, ist deutlich höher als bei einem Haus mit Blitz­ableiter.

Wichtig: Lassen Sie den Blitzableiter von Fachpersonal anbringen und installieren. Falsch installierte Blitz­ableiter schützten nicht – das Risiko eines Schadens durch Blitz­einschlag ist dann genauso hoch wie bei einem Haus ohne Blitzableiter.

Trifft der Blitz ein Gebäude ohne Blitzableiter, können innerhalb von Sekunden­ sehr teure Schäden entstehen. Die vom Blitz ausgehende Energie fließt durch die Wasser- und Stromleitungen im Haus und kann diese beschädigen oder sogar zum Platzen bringen. Die von der Energie ausgehende Hitze kann ein Feuer im Haus auslösen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Haus komplett abbrennt.

Wer folgende Regeln befolgt, kann sich und seine Wohnung vor einem Blitzschaden schützen.

  • Blitzableiter und Blitz­schutz­anlagen anbringen: Spezielle Blitzschutzsysteme schützen Haus und Wohnung, aber auch Antennen oder Funkanlagen auf dem Dach zuverlässig vor Blitzeinschlag. Fragen Sie ggf. bei Ihrem Vermieter oder Ihrer Vermieterin nach, ob ein Blitzableiter am Gebäude vorhanden ist.
  • Elektrogeräte vom Stromnetz trennen: Ziehen Sie bei Geräten wie Fernseher, Festnetztelefon, Computer und Router sicherheitshalber den Stecker, wenn zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden vergehen. Außerdem sollten Sie während eines Gewitters keine kabel­ge­bundenen Elektrogeräte wie Föhn oder Mikrowelle benutzen.
  • Elektro­geräte vor Urlaub ausstecken: Beschädigt während Ihrer Ab­wesen­heit ein Blitz­ein­schlag Strom­leitungen, können Kabel verschmoren. Ein Wohnungsbrand kann die Folge sein.
  • Über­spannungs­schutz­gerät im Verteilerkasten installieren: Computer und andere wertvolle Elektrogeräte bewahren Sie mit einem speziellen Spannungs­schutz vor Schäden durch Über­spannung.
  • Telefonieren über Festnetz vermeiden: Schlägt der Blitz in der Umgebung Ihres Hauses ein, kann die Hochspannung auf Strom- oder Telefonleitungen überspringen, die in der Nähe verlaufen. Telefonieren Sie deshalb nicht mit einem schnur­ge­bunden­en Fest­netztelefon. Schnurlose Geräte oder Ihr Smartphone können Sie bedenkenlos nutzen, wenn es draußen gewittert.
  • Kontakt zur Wasserleitung vermeiden: Ein in der Nähe einschlagender Blitz kann sich auch über das Wasser­leitungs­netz ausbreiten. Verschieben Sie Duschen, Abwaschen und andere Tätig­keiten mit fließendem Wasser daher besser auf einen späteren Zeitpunkt.

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Wie gefährlich ist ein Blitzschlag im Haus?

Bei einem Blitz­einschlag entladen sich bis zu 100 Millionen Volt Spannung. Das entspricht Strom mit einer Stärke von mehreren 10.000 Ampere. Zum Vergleich: Haushalts­übliche Elektro­geräte funktionieren mit rund zehn Ampere.

Durch die hohe Energie können bei einem direkten Blitz­einschlag große Schäden am Haus entstehen. Zum Beispiel, wenn Leitungen platzen oder verschmoren. Im schlimmsten Fall fängt das Haus Feuer. Ein innerer und äußerer Blitzableiter am Haus kann die Gefahr von Schäden durch Blitz­einschläge reduzieren.

Was sind Überspannungsschäden?

Ein Überspannungsschaden entsteht, wenn in Strom‑ oder Datenleitungen kurzzeitig eine zu hohe elektrische Spannung anliegt. Dadurch können elektronische Geräte und ihre Bauteile zerstört werden. Typisch ist das bei Blitzeinschlägen, denn selbst Einschläge im Umkreis von bis zu zwei Kilometern können starke Spannungsspitzen ins Hausnetz einkoppeln und Fernseher, Router oder andere Elektronik beschädigen.

Wie häufig sind Blitz­einschläge?

Über 600.000 Mal im Jahr schlägt in Deutsch­land der Blitz ein. Dass einer dieser Blitze ein Haus trifft, ist selten, aber kommt vor. Statistisch gesehen liegt die Wahr­schein­lichkeit eines Blitz­einschlags im Haus bei 1:6 Millionen. Trifft der Blitz ein Haus, schlägt er meist am höchsten Punkt des Gebäudes ein. Die Gefahr, dass ein Blitz­schlag Menschen im Haus trifft und verletzt, ist aber äußerst gering. Nach Angaben des Deutschen Wetter­dienstes kommen im Schnitt 130 Deutsche pro Jahr durch Blitze zu Schaden. Bei drei bis vier Menschen endet der Blitzeinschlag tödlich.

Das Risiko für starke Gewitter und Blitzeinschläge ist in Süd- und Südost­deutschland am höchsten. Berge und starkes Temperatur­gefälle in Kombination mit feuchter Luft sorgen im Sommer dafür, dass es besonders häufig kracht.

Haben Sie eine Frage dazu, was Ihre Versicherung bei einem Blitzeinschlag leistet? Kontaktieren Sie uns direkt!

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