Zu viel Schnee kann das Dach zum Einsturz bringen oder in Form von Dachlawinen abgehen und im schlimmsten Fall Personen verletzten. Bereits zehn Zentimeter Schnee auf dem Dach erreichen schnell mehrere hundert Kilogramm an Gewicht. Eine Elementarschadenversicherung, wie der Zusatzbaustein Extremwetterschutz unserer Wohngebäudeversicherung, sichert Sie umfangreich gegen Schneedruckschäden am eigenen Haus ab.
Schneelast: Schäden richtig versichern
Abgesichert: Welche Versicherung zahlt bei Schäden durch Schneelast?
Hält die Dachkonstruktion dem enormen Schneedruck nicht stand, kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass das Dach einstürzt und die Immobilie sowie Inventar beschädigt sind. Wohngebäude- und Hausratversicherung greifen in der Regel nur, wenn Sie eine zusätzliche Elementarschutzversicherung abgeschlossen haben. Bei der Allianz können Sie Elementarereignisse über den zusätzlichen Baustein "Extremwetterschutz" zu Ihrer Wohngebäude- und Hausratversicherung versichern.
1. Wohngebäudeversicherung mit Elementarschutz
Bei Schneedruckschäden ist meist das Wohngebäude betroffen. Sie können die Folgen eines Schadens, den Schnee- und Eismassen am Dach anrichten, im Rahmen der Wohngebäudeversicherung absichern. Ergänzen Sie dazu einfach Ihre Allianz Wohngebäudeversicherung mit dem Zusatzbaustein "Extremwetterschutz" um eine Elementarversicherung.
2. Hausratversicherung mit Elementarschutz
3. Privat- und Hausbesitzer-Haftpflichtversicherung
Wir freuen uns, Ihnen weiterhelfen zu können, %agencyName%
Gewicht, Dachform, Standort: Diese Faktoren bestimmen die Schneelast
Nach starkem Schneefall zählt nicht nur die Höhe der Schneedecke auf Ihrem Dach. Entscheidend ist, wie schwer die Schneelast tatsächlich ist – und die hängt vom Wassergehalt und dem Frostgrad ab. Nassschnee bringt deutlich mehr Gewicht mit als leichter Pulverschnee. Das macht nassen und eisigen Schnee zu einem erheblichen Risiko, denn je schwerer der Schnee, desto größer die Gefahr, dass ein Dach unter der Last nachgibt.
Eine ein Zentimeter dicke Eisschicht bringt pro Quadratmeter ungefähr das gleiche Gewicht auf die Waage wie zehn Zentimeter Pulverschnee. So kann je nach Art des Schnees das Gewicht auf dem Dach eines Hauses oder Carports pro Quadratmeter schnell auf 100 Kilogramm steigen.
So viel wiegen verschiedene Schneearten:
- 10 cm Pulverschnee = 10 kg pro Quadratmeter
- 10 cm Nassschnee = 40 kg pro Quadratmeter
- 10 cm Eisschicht = 90 kg pro Quadratmeter
Dachform: Auswirkungen auf die Schneelast
Auch der Wind beeinflusst die Last auf dem Dach. Er verweht oft ganze Schneeberge in die Ecken von Gauben und Kehlen.
Flachdächer sind besonders gefährdet. Die Schneelast wirkt unvermindert 1:1 auf die Grundfläche des Daches.
Schneelastzonen: Wo in Deutschland fällt am meisten Schnee?
Schneelast berechnen: So viel Schnee kann Ihr Dach tragen
Als Hausbesitzer:in können Sie die Schneelast auf Ihrem Dach grob selbst bestimmen. Dafür stechen Sie eine Schneefläche am Dach von 10 mal 10 Zentimeter aus. Betreten Sie das Dach dafür jedoch nicht. Am einfachsten stechen Sie die Schneeprobe durch die Dachluke aus, alternativ können Sie auch eine Probe vom Boden nehmen.
Dann wiegen Sie den ausgestochenen Schnee auf einer Schnee- oder Küchenwaage. Das Gewicht multiplizieren Sie mit 100. Dann erhalten Sie das Schneegewicht pro Quadratmeter.
Wollen Sie die Schneelast noch genauer bestimmen, sollten Sie die einzelnen Schichten der Schneedecke (Neuschnee, Altschnee, Schnee-Eis) bestimmen. Der bayerische Lawinenwarndienst hat für die genaue Schneelastmessung eine Anleitung zum Abschätzen der Schneelast ins Netz gestellt.
Wer unsicher ist, ob das Dach die Lasten noch trägt, sollte einen Dachdecker oder eine Dachdeckerin um Rat fragen oder bei der Feuerwehr anrufen.
Fachleute können Schneelast exakt bestimmen
Auch Fachleute, zum Beispiel Dachdecker:innen oder die Feuerwehr, nehmen zuerst Schneeproben. Meist entnehmen sie bis zu drei Proben an unterschiedlichen Stellen oder in einem Bereich, der repräsentativ für das gesamte Dach steht – also nicht direkt am Schneefang. Anschließend rechnen sie das Schneegewicht der Probe auf den Quadratmeter Dachfläche hoch – meist geschieht dies mit einer speziellen Software – und korrigieren den Wert um die Dachneigung. Das so ermittelte Ergebnis kommt der tatsächlichen Schneelast auf Ihrem Dach nahe.
Ob Ihr Dach die Last trägt, erfahren Sie von einem Statiker oder einer Statikerin oder mit einem Blick in den Standsicherheitsnachweis für Ihr Gebäude. Dort finden Sie einen Grenzwert. Die tatsächliche Schneelast muss darunter liegen.
So lesen Sie den Grenzwert: Bei 1 kN pro Quadratmeter dürfen zum Beispiel höchstens 100 Kilogramm Schneelast auf einem Quadratmeter Dach liegen.
Um die Schneelast zu bestimmen, der ein Dach in der Praxis ausgesetzt sein kann, ist die lokale Klimazone sowie die Höhe über dem Meeresspiegel (A = Altitude) wichtig. Das zu erwartende Niederschlagsaufkommen am jeweiligen Standort des Hauses bestimmt demnach die Schneelast (Sk). Diese lässt sich mit folgenden – sehr komplexen – Formeln berechnen:
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Schneelastzone
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Berechnungsformel
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|---|---|
| Zone 1 | Sk = 0,19+0,91*((A+140)/760)2 |
| Zone 1a | Sk = 1,25*[0,19+0,91*((A+140)/760)2] |
| Zone 2 | Sk = 0,25+1,91*((A+140)/760)2 |
| Zone 2a | Sk = 1,25*[0,25+1,91*((A+140)/760)2] |
| Zone 3 | Sk = 0,31+2,91*((A+140)/760)2 |
So befreien Sie Ihr Dach richtig von Schneemassen
Wer sein Hausdach nach starkem Schneefall räumt, kann Schäden durch Schneelast vorbeugen. Wie Sie Ihr Dach richtig von der Schneeschicht befreien und worauf Sie achten sollten, wenn sich eine Solaranlage darauf befindet, erfahren Sie hier.
Liegt bereits Schnee auf dem Haus und sind erneut starke Schneefälle angekündigt, ist es sinnvoll, das Dach von Altschnee zu befreien. Ansonsten kann die Schneebelastung zu hoch werden.
Schäden durch Schneelast vorbeugen: Dach richtig räumen
Das ist beim Räumen von Schnee auf dem Dach zu beachten:
Ohne Erfahrung sollten Sie jedoch besser eine Fachfirma beauftragen, die das Dach für Sie räumt.
Schnee auf Photovoltaikanlagen entfernen
Kehren Sie Solarzellen nur ab, wenn das unbedingt erforderlich ist. Durch die glatte Oberfläche und Neigung der Module rutscht der Schnee oft nach kurzer Zeit von selbst ab. Ansonsten räumen Sie die Module vorsichtig mit Teleskopstangen-Abziehern frei. Das geht vom Boden aus ebenso wie von der Dachluke aus. Auch wenn Sie nicht alle Solarzellen frei bekommen, funktioniert Ihre Photovoltaikanlage zumindest teilweise wieder.
Es gibt auch automatische Kehr- und Schutzsysteme für Photovoltaikanlagen. Diese sind relativ teuer. In besonders schneereichen Regionen rentiert sich eventuell eine integrierte Heizung, welche die Module aufheizt und abtauen lässt.
Wichtige Anlaufstellen für den Ernstfall
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Darauf sollten Sie bei heftigem Schneefall achten
- Beachten Sie bei Bäumen in Hausnähe die Gefahr des Schneebruchs.
- Sichern Sie Markisen und Überdachungen vor Windlasten und wenn es stark schneit
- Warnen Sie ggf. Passanten und Passantinnen Ihres Hauses mit einem Hinweisschild vor möglich abgehenden Dachlawinen
- Halten Sie Wege schnee- und eisfrei
- Bei Tauwetter: Installieren Sie Rückstauverschlüsse in Abwasserleitungen für das Schmelzwasser
- Entfernen Sie vom Dach hängende Eiszapfen
- Mehr zum Thema: Welche Schäden kann man am Haus versichern?
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