- Es gibt zwei Arten der Pflegeversicherung: Die Pflegepflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Je nachdem, wo Sie krankenversichert sind, sind Sie in der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung. Unabhängig davon gibt es keine Unterschiede in den Leistungen, die Pflegepflichtversicherung bietet nur eine Grundabsicherung. Diese deckt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Pflegekosten. Je nach Pflegegrad können mehrere Hundert bis über Tausend Euro pro Monat anfallen, die der Pflegeversicherte selbst bezahlen muss.
- Zum anderen gibt es private Pflegezusatzversicherungen, die genau diese Lücke schließen: Mit dieser freiwilligen Absicherung erhalten Sie als GKV- oder PKV-Versicherte:r eine monatliche Auszahlung. Die Höhe ist abhängig von der versicherten Leistung pro Pflegegrad und ob sie ambulant (z.B. über einen Pflegedienst) oder stationär in einem Pflegeheim gepflegt werden. Besonders ab Pflegegrad 4 oder 5 schützen Sie sich und Ihre Familie vor hohen Eigenanteilen, die sonst schnell existenzbedrohend werden können.
- Wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Pflege auseinanderzusetzen, sieht man an den Zahlen: drei von vier Menschen in Deutschland werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Mit den Allianz Pflegetarifen inklusive wichtiger Services und Assistance-Leistungen sichern Sie sich Selbstbestimmtheit und sorgen für finanzielle Freiräume.
Private Pflegeversicherungen
Arten von privaten Pflegeversicherungen & Pflegevorsorge kurz erklärt
Diese privaten Pflegeversicherungen gibt es bei der Allianz
Die Allianz bietet die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung als Basisabsicherung sowie diese privaten Pflegezusatzversicherungen an:
- Pflegetagegeld (Tarif: PflegetagegeldBest zahlt ein monatliches Pflegetagegeld)
- Pflegerentenversicherung (kombiniert Pflegetagegeld mit Hinterbliebenenabsicherung) und
- PflegeBahr (staatlich geförderte Pflege-Mindestabsicherung).
Worauf Sie bei einer privaten Pflegeversicherung achten sollten
Frühzeitig abschließen spart bares Geld
Je jünger Sie bei Versicherungsbeginn sind, desto niedriger sind die Kosten für eine private Pflegeversicherung. In jungen Jahren ist es zudem wahrscheinlicher, dass Sie keine gesundheitlichen Einschränkungen haben. Von daher ist es einfacher, die Gesundheitsfragen zu beantworten. Außerdem ist das Risiko geringer, dass der Versicherungsschutz aufgrund einer schweren Vorerkrankung abgelehnt wird.
Achten Sie bei einer privaten Pflegeversicherung auf das Kleingedruckte
- Gibt es Wartezeiten? Achten Sie darauf, dass die Tarife nur kurze oder gar keine Wartezeiten haben.
- Gibt es Leistungen erst ab Pflegegrad 2 oder 3? Dann wählen Sie lieber einen Tarif, der ab Pflegegrad 1 leistet.
- Gibt es Leistungen nur bei einem Aufenthalt im Pflegeheim (stationär)? Dann sind damit häusliche bzw. ambulante Pflegeleistungen nicht abgedeckt. Aber auch diese können teuer werden. Von daher sollten Sie sich für einen Tarif entscheiden, der bei ambulanter und stationärer Pflege leistet.
- Gibt es eine garantierte Dynamik? Das ist eine sinnvolle Anpassung der versicherten Leistungen an Kostensteigerungen bzw. an die Inflation ohne Gesundheitsprüfung und sollte optional wählbar sein.
- Gibt es Gesundheitsfragen? Diese werden in der Regel bei einer Pflegegzusatzversicherung gestellt und Sie sollten sie wahrheitsgemäß beantworten, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Bei Falschangaben haben Sie keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen.
- Die Leistungen im Allianz Tarif PflegetagegeldBest: Sie erhalten das vereinbarte Pflegetagegeld ab Pflegegrad 1 sofort ausgezahlt, ohne Wartezeiten, auch bei ambulanter Pflege. Der Inflationsschutz (Dynamik) ist automatisch vorgesehen. Bitte beachten Sie, dass der Vertragsabschluss des Tarifs PflegetagegeldBest nur möglich ist, wenn noch keine Pflegebedürftigkeit besteht und noch kein Pflegegrad beantragt worden ist. Zudem dürfen innerhalb der letzten fünf Jahren keine ernsthaften Erkrankungen bestanden haben. Online abschließen können Sie bis zum 60. Lebensjahr. Sind Sie bereits älter als 60 Jahre, stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
Wann zahlt die private Pflegeversicherung?
Die Allianz private Pflegeversicherung zahlt, sobald Sie die Einstufung in einen Pflegegrad (1 bis 5) erhalten. Die Einstufung findet bei GKV-Versicherten durch den medizinischen Dienst oder bei PKV-Versicherten durch Medicproof statt. Den Nachweis über Ihren Pflegegrad reichen Sie. Diese reichen Sie bitte im Kundenportal Meine Allianz ein. Denn nur mit einem anerkannten Pflegegrad können Sie Pflegeleistungen von Ihrer privaten Pflegeversicherung in Anspruch nehmen. Je nach Pflegegrad und Art der Versorgung können Sie die Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung (bei privat Krankenversicherten der Allianz) und der Pflegezusatzversicherung beantragen.
Wenn Sie sich mit dem Thema Pflegefall beschäftigen, könnte Ihnen diese Checkliste eine Hilfestellung in anstrengenden Zeiten sein.
Wie viel kostet eine private Pflegeversicherung?
Eine Pflegezusatzversicherung (Tarif PflegetagegeldBest) kostet für eine 30-jährige Person bei einem von der Allianz empfohlenen Pflegetagegeld von 105 Euro (=maximal 3.150 Euro/Monat) zum Beispiel bei 72,24 Euro pro Monat. Damit decken Sie den durchschnittlichen Eigenanteil der Kosten je Pflegegrad nahezu vollständig ab. Der Beitrag richtet sich nach Alter bei Versicherungsbeginn, möglichen Vorerkrankungen und der Höhe des gewählten Tagessatzes.
Berechnen Sie Ihren Beitrag in wenigen Schritten. Digital, sicher und transparent. Bei Fragen sind wir gerne persönlich für Sie da! Ist Ihnen der empfohlene Tagessatz zu hoch, können Sie diesen im Rechner anpassen. Auch ein niedrigerer Tagessatz entlastet im Pflegefall spürbar und reduziert Ihren Beitrag.
Warum ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?
Die Menschen leben länger und eine Pflegebedürftigkeit ist heute wahrscheinlicher denn je. Diese Entwicklung wird sich künftig noch verstärken. Bis 2050 steigt die Anzahl der pflegebedürftigen Personen in Deutschland um ca. 45 Prozent. Die Leistungen werden hingegen jährlich neu auf den Prüfstand gestellt und eher gekürzt als erweitert. Hier die Fakten:
-
Mehr Pflegefälle erwartet
-
Steigender Eigenanteil
-
Leistungslücken bei 3 von 4 Deutschen
Wie wirkt sich das auf Ihren Eigenanteil aus?
Die gesetzlichen Leistungen sind als Basisabsicherung zu sehen, denn sie decken nur einen Teil der Kosten im Pflegefall ab. Den Rest, den sogenannten Eigenanteil, müssen Sie selbst bezahlen. Nicht nur die Pflege im Heim ist teuer, auch die Pflege zuhause kann zu einem hohen Eigenanteil führen, wie die Entwicklung der letzten Jahre zeigt:
Monatlicher Eigenanteil bei ambulanter Pflege*
Pflegekostenrechner
Wie hoch die Kosten im Pflegefall tatsächlich werden können, sehen Sie im Pflegekostenrechner. Dieser hilft Ihnen, vorauszuplanen. Mit nur wenigen Eingaben erhalten Sie eine individuelle Prognose Ihrer finanziellen Belastung im Pflegefall. Wir zeigen Ihnen, wie Sie frühzeitig vorsorgen können für Ihre finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit im Pflegefall.
Darum wird private Pflegevorsorge immer wichtiger
Die Pflegepflichtversicherung ist ein Basisschutz und bleibt nur eine Teilkostenversicherung. Weil drei von vier Personen in Deutschland künftig pflegebedürftig werden und die Pflegepflichtversicherung die Kosten im Pflegefall nicht abdeckt, wird eine private Pflegeversicherung sinnvoll und immer wichtiger, sie kann die Leistungslücken schließen.
In der Grafik ist die gesetzliche Leistung für stationäre Pflege für Pflegegrad 4 und 5 im ersten Jahr ausgewiesen. Im Rahmen der Pflegereform 2022 zahlen gesetzliche Pflegekassen oder die private Pflegepflichtversicherung seit 1.1.2022 zusätzlich zu pauschalen Leistungsbeträgen einen von der Dauer der vollstationären Pflege abhängigen Leistungszuschlag.
Dieser Leistungszuschlag ist bezogen auf den pflegebedingten Eigenanteil bei vollstationärer Pflege in den Pflegegraden 2 bis 5. Der Leistungszuschlag beträgt im ersten Jahr 15 Prozent. Im zweiten Jahr beträgt dieser 30 Prozent, im dritten Jahr 50 Prozent und ab dem vierten Jahr 75 Prozent.
Quellen für bundesweit durchschnittliche Pflegekosten: Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO 09/25) sowie Gesundheitsberichterstattung (GBE) des Bundes.
Ab wann eine private Pflegevorsorge sinnvoll ist
Grundsätzlich gilt: Je eher desto besser! Denn die monatlichen Beiträge für eine private Pflegezusatzversicherung sind in der Regel geringer, je früher Ihre Versicherung beginnt. In jungen Jahren ist es zudem wahrscheinlicher, dass Sie keine gesundheitlichen Einschränkungen haben. Gut zu wissen: Der Abschluss einer Allianz Pflegezusatzversicherung ist nur möglich, wenn innerhalb der letzten fünf Jahren keine ernsthaften Erkrankungen bestanden. Außerdem darf noch keine Pflegebedürftigkeit bestehen und noch kein Pflegegrad beantragt worden sein.
Was möchten Sie zu Pflegeversicherungen noch gerne wissen?
Was bedeutet Pflegetagegeld?
Ein Pflegetagegeld ist eine Variante der Pflegezusatzversicherung. Im Pflegefall erhalten Sie für jeden Tag einen festen Betrag, der Ihnen monatlich ausgezahlt wird. Die Höhe des Pflegetagegelds hängt davon ab, welchen Pflegegrad Sie haben und ob Sie ambulant oder stationär gepflegt werden.
Ihr Pflegetagegeld ist nicht zweckgebunden: Sie können also frei entscheiden, wofür Sie es ausgeben. Ein Pflegetagegeld bietet Ihnen eine flexible Absicherung zu günstigen Beiträgen, um Leistungs- und Pflegelücken zu schließen. Die Allianz PflegetageldBest-Versicherung garantiert Ihnen die starke Versorgung im Pflegefall.
Wie hoch der Beitrag zur Pflegezusatzversicherung für Sie persönlich ausfällt, sehen Sie im Rechner.
Was ist eine Pflegerentenversicherung?
Bei einer Pflegerentenversicherung erhalten Sie im Pflegefall eine lebenslange garantierte Rente. Die Höhe bemisst sich am Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit. Zudem bieten manche Verträge die Möglichkeit zur flexiblen Kapitalentnahme. Darüber hinaus können Ihre Hinterbliebenen abhängig vom jeweiligen Vertrag eine Auszahlung im Todesfall erhalten.
Bei uns haben Sie die Wahl zwischen zwei Produkten:
- Mit der Pflegerentenversicherung PflegePolice Flexi erhalten Sie immer eine Leistung – egal ob durch die umfassende lebenslange Pflegeabsicherung, im Todesfall, bei Beitragsfreistellung oder bei Kündigung. Durch die flexible Beitragszahlung und die garantierten Beiträge verfügen Sie über eine hohe Planungssicherheit.
- Wenn Sie Ihre Pflegevorsorge mit einer einzigen Zahlung sicherstellen wollen, ist die PflegeRente gegen Einmalbeitrag eine gute Lösung für Sie. Im Todesfall erhalten Ihre Hinterbliebenen eine Leistung, auch wenn Sie pflegebedürftig waren. Sie können Kapital bei Bedarf auch wieder entnehmen, den Pflegeschutz nachträglich erhöhen und Unterstützungsleistungen nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer Pflegeversicherung?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen eine vereinbarte Leistung, wenn Sie beispielsweise aufgrund einer Krankheit Ihren Beruf nicht mehr oder nur noch zu maximal 50 Prozent nachgehen können. Voraussetzung dafür ist außerdem, dass Sie zum Beispiel für mindestens sechs Monate – je nach Versicherer – berufsunfähig sind (Prognosezeitraum). Die Versicherung kann dann einen möglichen Verdienstausfall teilweise abdecken.
Eine Pflegeversicherung zahlt Ihnen Leistungen im Fall einer Pflegebedürftigkeit. Berufsunfähig- und Pflegebedürftigkeit können gleichzeitig oder auch unabhängig voneinander eintreten.
Beide Versicherungen sind daher sinnvoll und in der Kombination eine sehr gute Absicherung.
Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung?
Beide Systeme sind Pflichtversicherungen, das heißt, jeder, der krankenversichert ist, ist automatisch auch pflegeversichert. Wer privat krankenversichert ist, schließt eine private Pflegepflichtversicherung (PPV) ab. Gesetzlich Krankenversicherte sind in der sozialen bzw. gesetzlichen Pflegepflichtversicherung (SPV) versichert. Die Leistungen der beiden Pflegepflichtversicherungen sind identisch.
Die private Pflegezusatzversicherung ist eine freiwillige, zusätzliche Absicherung in Form von einer Pflegetagegeld-, PflegeBahr- oder einer Pflegerentenversicherung.
Wischen um mehr anzuzeigen
|
Merkmale
|
Gesetzliche
Pflegeversicherung (SPV) |
Private
Pflegeversicherung (PPV) |
|---|---|---|
| Wer ist versichert? | Alle gesetzlich Krankenversicherten | Alle privat Krankenversicherten |
| Beitragsberechnung | Abhängig vom Einkommen und Anzahl der Kinder | Abhängig vom Alter & Gesundheitszustand |
| Familienversicherung | Beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern und Kindern möglich | Jede Person zahlt eigenen Beitrag; beitragsfreie Versicherung von Kindern möglich |
| Arbeitgeberbeteiligung | Ja – Arbeitgeber zahlt 1,8 Prozent des Beitragssatzes | Ja – Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Beitrags |
| Leistungsumfang | Einheitlich gesetzlich geregelt | Einheitlich gesetzlich geregelt |
Können die Beiträge zur Pflegeversicherung von der Steuer abgesetzt werden?
Sie können die Beiträge zur privaten Pflegeversicherung in der Steuererklärung als sogenannte Vorsorgeaufwendung eintragen. Zu den Vorsorgeaufwendungen zählen auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung.
- Der steuerlich absetzbare Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen liegt für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer:innen bei 1.900 Euro pro Jahr.
- Wird diese Grenze von 1.900 Euro durch Ihre Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung unterschritten, können Sie mit Ihren übrigen Vorsorgeaufwendungen, wie der privaten Pflegeversicherung, den fehlenden Betrag bis 1.900 Euro auffüllen. Die Beiträge sind dann so weit steuerlich abzugsfähig. Wird dagegen der Betrag von 1.900 Euro überschritten, ist ein Abzug der Beiträge der privaten Pflegeversicherung nicht möglich.
- Wo werden die Beiträge der privaten Pflegeversicherung in der Steuererklärung eingetragen? Im Formular "Vorsorgeaufwand" können Sie diese eintragen.
Mo bis Fr 8-18 Uhr