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  • Katzen werden im Schnitt etwa 15 Jahre alt.
  • Die Lebenserwartung hängt unter anderem von Ernährung, Umgebung und Pflege ab.
  • Erblich bedingte Krankheiten sorgen dafür, dass überzüchtete Katzenrassen häufig wesentlich früher sterben als Mischlingsarten.
  • Mit der richtigen Behandlung können auch chronisch kranke Katzen ähnlich alt wie ihre gesunden Artgenossen werden.
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Mischlingskatzen und Zuchtkatzen
Wie alt Katzen werden hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie etwa dem Umfeld, aber auch, ob es sich um eine Rassenkatze handelt. 
 

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen liegt bei etwa 15 Jahren. Damit werden Katzen allerdings in der Regel wesentlich älter als viele andere unserer Haustiere. 

Außerdem gilt: Mischlingskatzen werden oft älter als Zuchtkatzen. Da viele Katzenrassen überzüchtet sind, übertragen sie zunehmend erbliche Defekte und Erkrankungen an die nächsten Generationen. Dazu gehören Krebs, Herz-, Augen- und Nervenerkrankungen. Diese genetischen Katzenkrankheiten senken häufig die Lebenserwartung unserer Stubentiger.

  • Übrigens: Im Schnitt fallen in einem Katzenleben etwa 9.000 Euro an Katzen-Kosten an. Darunter fallen die Tierarztkosten für Vorsorgeuntersuchuchen und Impfungen, aber auch Anschaffungen wie Kratzmöbel und das Futter.

Neben der Ernährung haben auch die Umgebung, in der sie aufwachsen, sowie ihre Pflege einen großen Einfluss darauf, wie lange Katzen leben können. Eine Katze oder Kater, die behütet aufwächst und eine gute medizinische Versorgung erhält, wird sehr wahrscheinlich ein hohes Alter erreichen. Katzen dagegen, die auf der Straße auf sich allein gestellt sind, haben in der Regel eine kurze Lebenserwartung.

Für die einzelnen Rassekatzen gibt es je nach Quelle sehr unterschiedliche statistische Angaben. So wechseln die Zahlen für Abessinier etwa zwischen 12 – 15 oder auch 12 – 19 Jahren. Solche Angaben zur Lebenserwartung sind nicht belastbar. Zumal andere Faktoren, wie die Ernährung udn die Umgebung einen  Wichtig ist in jedem Fall darauf zu achten, dass das Tier gesund ist und nicht zu früh von der Mutter getrennt wurde. Besuchen Sie den Züchter und lassen Sie sich wenn möglich die Eltern zeigen. So bekommen Sie besser ein Gefühl, wie gesund und in welchem Umfeld das Kitten aufgewachsen ist. 

Zu den langlebigeren Rassen zählen:

  • Balinese: 18 bis 22 Jahre 
  • Europäisch Kurzhaar: 15 bis 22 Jahre 
  • Siam: 15 bis 20 Jahre 

Nur in seltenen Fällen werden die Vierbeiner mehr als 20 Jahre alt. Katzen, die freilaufend draußen unterwegs sind, leben im Schnitt sogar drei bis fünf Jahre kürzer als Wohnungskatzen.

Die älteste Katze der Welt, laut Guinness-Buch der Rekorde, hieß "Creme Puff". Sie lebte in Texas von 1967 bis 2005 und wurde 38 Jahre und 3 Tage alt – umgerechnet in Menschjahre märchenhafte 138 Jahre.

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Wie Katzen altern
Wie auch Menschen altern Katzen nicht linear. Das heißt, insbesondere in den ersten Wochen und Monaten ist die Weiterentwicklung sehr schnell. Danach nimmt dieser Effekt ab. Die Katzen altern langsamer.
Mit ihrem ersten Geburtstag ist der Entwicklungsstand einer Katze in der Regel mit dem eines 15 Jahre alten Menschen vergleichbar. Mit zwei Jahren ist sie in etwa so weit, wie ein Mensch im Alter von 24. Danach entspricht jedes Katzenjahr vier Jahren beim Menschen. Allerdings altern betagte Vierbeiner wieder etwas schneller: Ab dem 16. Geburtstag einer Katze zählt jedes weitere Jahr daher nur noch drei Menschenjahre. Wie auch bei der Frage „Wie alt werden Hunde?“, gilt jedoch auch hier: Dies sind nur Richtwerte – schließlich sind auch Katzen nur so alt, wie sie sich fühlen.

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Verhaltensänderungen im Alter
Das Alter selbst ist keine Krankheit. Betagte Katzen haben zwar spezielle Bedürfnisse, aber deswegen sollte man nicht alle merkwürdigen Verhaltensweisen einfach aufs Alter schieben. Wenn Sie merken, es geht Ihrer Katze nicht gut, gehen Sie zur Tierarztpraxis Ihres Vertrauens. Schmerzen durch Arthrose und andere Begleiterscheinungen sind gut behandelbar. Nichtsdestotrotz sind Katzen Meister darin sich Schmerzen nicht anmerken zu lassen, deswegen gilt es die Anzeichen richtig zu deuten:
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  • Appetitlosigkeit: Bei vielen Katzen lassen im Alter Appetit und Durst nach. Dies allerdings ist ein Alarmzeichen! Denn es ist wichtig, dass sie weiterhin ausreichend fressen und trinken, um mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein.
  • Schwächelnde Sinnesorgane: Alternde Vierbeiner riechen häufig nicht mehr so gut, leiden oft an Grünem oder Grauem Star und hören schlechter oder werden sogar taub.
  • Starrsinnigkeit: Kein Witz - so wie Menschen können auch Katzen mit fortschreitendem Alter etwas senil, verwirrt und vor allem stur werden.
  • Nachlassender Spieltrieb: Betagte Stubentiger neigen häufig dazu, weniger zu spielen und zu jagen. Oft bevorzugen sie dann Knobel- und Denkspiele. Auch das ist ja durchaus eine Parallele zu uns Menschen.
  • Verstärktes Schlafbedürfnis: Obwohl Katzen ohnehin viel schlafen, ruhen sie im Alter noch mehr.
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Typische Krankheitszeichen
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Entwickelt Ihr Tier vermeintliche Alterssymptome sehr schnell, kann dies auch auf ernsthafte Katzenkrankheiten zurückzuführen sein. Zwei typische Krankheitszeichen, die Sie im Blick behalten sollten sind:

Appetitlosigkeit: Die Feststellung „Meine Katze frisst nicht mehr“ ist ein Alarmsignal, bei der Sie rasch zum Tierarzt gehen sollten, da die Katze nicht mehr die ausreichende Menge an notwendigen Närstoffen zu sich nimmt.

Durchfall: Allgemein heißt es, Katzen hätten robuste Mägen. Aber sollte Ihre Katze Durchfall bekommen, kann dies durchaus ein Indiz für eine schwerere Krankheit sein.

Erbrechen: Das Gleiche gilt für ein übermäßiges Erbrechen. Katzen kotzen zwar ihre verschluckten Haare regelmäßig aus, aber sobald sie ein ungewöhnliches Maß an Erbrochenem feststellen, Geruch und Farbe ihnen auffallen, sollten Sie vorsichthalber zur Tierärztin oder zum Tierarzt gehen.

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Kranke Katzen
Eine kranke Katze bereitet jedem Halter:innen Sorgen. Denn Katzenkrankheiten können einen dramatischen Verlauf nehmen. Weil einige Vierbeiner nie wieder vollständig genesen, fragen sich viele Halter:innen: Wie alt können Katzen, die krank sind, werden? Das kommt ganz drauf an
 
Die Lebensqualität hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Während Katzen mit leichtem Asthma (Grad I) meistens ein normales und langes Leben führen können, haben es Artgenossen, die vom zweiten und dritten Grad der Krankheit betroffen sind, schwerer. Ihre Lebenserwartung verkürzt sich häufig um einige Jahre.
Das Feline Immundefizienz Virus (FIV) ist eine ansteckende Viruserkrankung. Da FIV eine Immunschwäche verursacht, sind die betroffenen Katzen oft anfällig für bestimmte Erreger und Viren. Solange sie sich aber nicht mit ebensolchen Krankheiten anstecken, können sie häufig genau so alt werden wie ihre gesunden Artgenossen.
Hinter epileptischen Anfällen bei Katzen verstecken sich häufig schwerwiegende Erkrankungen. Daher gibt es kein „Durchschnittsalter“ für einen Vierbeiner, der an den Krampfanfällen leidet. Suchen Sie sofort einen Tierarzt oder eine Tierärztin auf, um die Ursache der Epilepsie zu ermitteln und dann zu behandeln.
Katzenschnupfen klingt harmlos, kann aber dramatisch enden. Erhält die Katze keine umgehende ärztliche Versorgung, kann es zu Geschwürbildungen im Mund und Knochenschwund in der Nasenmuschel kommen. Diese können sich im späteren Verlauf negativ auf die Lebensdauer der Katze auswirken. Im schlimmsten Fall kann Katzenschnupfen tödlich enden. Mittlerweile gibt es aber Impfungen gegen die krankheitsauslösenden Viren.
Wer die Zuckerkrankheit seiner Katze mit viel Konsequenz, Engagement und Beharrlichkeit behandelt, wird in der Regel auch mit einem munteren Tier belohnt. Es kann fast genau so alt werden wie seine gesunden Artgenossen. Erhält der Vierbeiner keine fachkundige Behandlung, schädigt die Diabetes seine Nerven und Gefäße. Diese Folgen können sich wiederum negativ auf die Lebenserwartung der Katze auswirken.
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Tipps für ein langes Katzenleben
Mit einer handvoll Maßnahmen können Sie als Halter:in die Bedingungen schaffen, dass Ihre Katze oder Ihr Kater ein möglichst langes und gesundes Leben genießen kann.
  • Gesunde Katzennahrung:


    Wer seiner Katze qualitativ hochwertiges Futter gibt, das reich an Proteinen und Nährstoffen ist, verhilft ihr zu einem intakten Immunsystem und somit einer guten Gesundheit. Katzennahrung mit zu vielen Kohlenhydraten führt hingegen zu Übergewicht und erhöht somit das Risiko stoffwechselbedingter Krankheiten.
  • Gründliche Pflege:


    Nicht nur liebevolle Fürsorge, sondern auch regelmäßige Besuche bei der Tierärztin oder beim Tierarzt und ein ausreichender Impfschutz tragen zur Gesundheit einer Katze bei – und die wiederum sorgt für ein langes Katzenleben.
  • Sichere Umgebung:


    Gestalten Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung katzengerecht, bevor der Vierbeiner einzieht. Giftige Pflanzen, offene Balkone und Steckdosen können zu Gefahrenquellen werden. Hier lesen Sie mehr zur richtigen Katzenhaltung.
  • Risiken im Freien geringhalten:


    Ist Ihre Katze Freigänger, kann sie sich leicht Verletzungen im Straßenverkehr, im Kampf mit anderen Katzen oder Vergiftungen durch Köder zuziehen. Untersuchen Sie Ihren Vierbeiner daher regelmäßig auf Wunden und auffälliges Verhalten. Verzichten Sie bei Freigängern außerdem auf Halsbänder, da sie sich daran aufhängen können.
  • Kastration:


    Eine Kastration wirkt sich positiv auf die Lebenserwartung Ihrer Katze aus, egal ob Katzendame oder Kater. Da im Gegensatz zu einer Sterilisation durch eine Kastration auch das mit der Paarungsbereitschaft einhergehende Verhalten gestoppt wird. Abgesehen vom Minimieren des Risikos von Geschlechtskrankheiten wie „Katzen-Aids“, hat die Operation weitere positive Effekte. Da der Fortpflanzungstrieb unterbunden wird, bilden sich weniger Stresshormone. Kater werden ruhiger, sind weniger in Kämpfe verwickelt, und hören auf das Revier mit Urin zu markieren. Katzendamen, insbesondere Wohnungskatzen, werden nicht dauerrollig. Das Risiko einer Gebärmutterhalsentzündung wird gesenkt.
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Häufige Fragen
  • Gibt es einen Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Katzen und Katern?

    Vereinzelt liest man, dass Katzendamen eine leicht höhere Lebenserwartung hätten. Hierfür gibt es jedoch keine eindeutige Datenlage. Viel wichtiger für ein möglichst langes, gesundes Leben von Katzen sind andere Faktoren, wie die Umgebung, die Ernährung, auch die Rasse und Stress, ob die Tiere Freigang haben, oder ob sie kastriert sind. Die Lebensumstände haben einen viel größeren Einfluß auf die durchschnittliche Lebenserwartung des individuellen Tiers als das Geschlecht.
  • Wie viele Leben hat eine Katze?

    Der Volksmund ist sich nicht einig. Mal soll die Katze sieben, mal neun Leben haben. Vermutlich ist der Mythos ein Überbleibsel aus dem Mittelalter, als man glaubte Hexen würden sich in schwarze Katzen verwandeln können. Aus der allgemeinen Angst vor Hexen, und damit auch vor Katzen, versuchte die Kirche sie auf verschiedenste Weisen zu töten.

    Dass die Vierbeiner regelmäßig überlebten, wenn sie von Kirchtürmen geschmissen wurden, machte sie umso verdächtiger, mit Dämonen und dem Teufel in Verbindung zu stehen. Damals wusste man nicht, dass Katzen die seltene Fähigkeit besitzen, auf allen vier Pfoten landen zu können – der sogenannte Stellreflex. Dieser dafür sorgt, dass eine Katze, die aus großer Höhe stürzt, sich automatisch in die richtige Landeposition dreht. Da sowohl die Wirbelsäule als auch ihre Gelenke sehr flexibel und ihre Pfoten gepolstert sind, verfügen Katzenskelette über eine nahezu perfekte Federung im Falle eines Sturzes. 

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