So halten Sie Ihren Hund gesund

Welche Hundekrankheiten gibt es?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
So bleibt Ihr Hund gesund
  • Bei den Hunden ist es wie bei den Menschen: Immer mehr Krankheiten sind Alterserscheinungen, denn die Lebenserwartung von Hunden ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
  • Die wichtigste Regel: Bringen Sie Ihren Hund regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zum Tierarzt.
  • Gesunde Ernährung, viel Bewegung, Impfungen und Pflege können zudem die meisten Erkrankungen vorbeugen.
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Gründe für einen Tierarztbesuch
Beim Thema Krankheit sind Hunde wie Menschen: Die Liste der möglichen Leiden füllt ganze Bücher. Viele typische Hundekrankheiten sind den unseren sehr ähnlich: Magen-Darm-, Augen-, Hals-Nasen-Ohren- oder Organ-Erkrankungen etwa. Tumore oder Parasiten zählen ebenfalls dazu. Unter den häufigsten Gründen eines Tierarztbesuches sind nicht nur spezielle Hundekrankheiten, sondern auch Erkrankungen, die jedes Tier und jeden Menschen betreffen können.
  • Magen-Darm-Erkrankungen

    Magen-Darm-Erkrankungen: Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sind Symptome von Erkrankungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Hunde sind Allesfresser, deshalb kommt es häufig vor, dass sie etwas zu sich nehmen, was sie nicht vertragen oder ihnen sogar schadet. Zudem können auch Parasiten Magen-Darm-Probleme auslösen.
  • Parasiten

    Ob Zecken, Flöhe Würmer oder Milben – Hunde sind besonders anfällig für solche Quälgeister. Im Regelfall sind Parasiten nicht lebensgefährlich, allerdings können sie gefährliche Krankheiten wie Borreliose in sich tragen. Flöhe können – das wissen die wenigsten – sogar Bandwürmer übertragen. Hautausschläge können vor allem beim Befall mit Ekto-Parasiten, die auf der Oberfläche des Wirtes leben, auftreten. Dazu zählen Flöhen, Zecken und Milben.
  • Allergien

    Warum und wann ein Mensch oder Tier Allergien entwickelt, ist nicht vorherzusagen. Allerdings können beispielsweise Flöhe oder Milben bei Hunden Allergien auslösen. Auch durch bestimmtes Futter kann Ihr Hund Hautausschläge, Haarausfall oder Juckreiz entwickeln. „Hunde haben keine respiratorischen, also Atemwegs-Probleme, wenn sie allergisch sind. Heuschnupfen ist bei ihnen Heujucken“, erklärt die Fachtierärztin Dr. Anette Posthoff.
  • Hautausschläge

    Hierbei sind Hunde sehr empfindlich. Vor allem die atopische Dermatitis, also Hautentzündungen aufgrund von allergischen Reaktionen, ist ein sehr verbreitetes Problem. Sie tritt bei Ekto-Parasitenbefall oder bei Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen auf. Auch mangelnde Fellpflege oder Parasitenbefall können Ausschläge verursachen.
  • Zähne

    Ohne die richtige Pflege bekommt auch der Hund Zahnprobleme. Es gibt zwar Knochen, die eine Prophylaxe versprechen, allerdings warnt die Fachtierärztin: „Diese ‚Dentastix‘ enthalten oft unglaublich viel Zucker, was wiederum zu Übergewicht führen kann. So befremdlich sich das anhört: Um das Zähneputzen mit einer Zahnbürste kommt man wohl oder übel nicht drum herum.“
  • Gewichtsprobleme

    Häufiger als eine Abmagerung kommt bei Hunden Übergewicht vor. Dieses kann, wie bei Menschen auch, zu Herz-Kreislauf-Problemen oder Erkrankungen wie Diabetes mellitus führen. Wichtig zu wissen: Ihr Hund hört in der Regel nicht auf zu fressen, wenn Sie ihm immer wieder Futter hinstellen. Deshalb ist es wichtig, als Halter auf die Ernährung und regelmäßige Bewegung des Tieres zu achten.
  • Bandscheibenvorfall

    Darunter leiden vor allem kleinere Hunde – daher auch der bekannte Begriff „Dackellähme“. „Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein Bandscheibenvorfall“, erklärt die Tiermedizinerin. „Dackel sind wegen ihres langen Rückens prädestiniert dafür, aber die Dackellähme kommt bei allen Rassen vor.“
  • Hüftgelenk-Dysplasie

    Diese orthopädische Erkrankung, eine Fehlstellung im Hüftgelenk, ist oft bei größeren Hunden ein Problem. Sie kann bei Ihrem Tier zu großen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.
  • Augen

    Der graue Star gehört mittlerweile zu den gängigen Alterserscheinungen. Behandelt werden kann diese Erkrankung – ähnlich wie beim Menschen – durch die operative Entfernung der getrübten Linse. Die Entscheidung für oder gegen die OP muss jedoch sorgfältig überdacht werden. Posthoff erklärt: „Hunde können mit ihren anderen Sinnen, die viel ausgeprägter sind als bei uns Menschen, sehr gut zurechtkommen. Sie hören und riechen viel besser als wir, deshalb ist das Auge nicht das primäre Sinnesorgan.“
  • Ohrenentzündung

    Eine häufig auftretende Hundekrankheit ist die Otitis. Dabei entzünden sich die Ohren aufgrund von Bakterien, Pilzen oder Parasiten. Es bildet sich eine dunkelbraune Masse im Innenohr, und das Ohr riecht unangenehm. Suchen Sie einen Tierarzt auf, der entsprechende Medikamente verschreibt und Ihnen zeigt, wie Sie das Ohr richtig säubern.
Gut zu wissen
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Ähnlichkeiten gibt es bei Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen, die bei Hunden – wie bei uns – zumeist erst im Alter auftreten. „Derartige internistische Erkrankungen nehmen in der Praxis zu. Denn die Tiere haben alle deutlich höhere Lebenserwartungen als früher“, so Fachtierärztin Dr. Anne Posthoff, die auch Mitglied des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit im Verband für das Deutsche Hundewesen ist. „Früher war ein Hund mit 12 Jahren alt. Heute kann er mit 15 oder 17 Jahren noch gut in Form sein.“
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Von Zecken übertragene Hundekrankheiten
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Infektionskrankheiten, die von Zecken übertragen werden, kommen leider nicht selten vor und rufen schlimme Krankheitsbilder hervor. Gegen die von Zecken übertragene Borreliose können und sollten Sie Ihren Hund impfen lassen. Für Ehrlichiose, Anaplasmose oder Babismiose hingegen gibt es keine entsprechende Vorsorge.

„Die Ehrlichiose und Anaplasmose werden durch Bakterien hervorgerufen, die die Zecken übertragen“, erklärt die Veterinärin. „Die Hunde erkranken oft chronisch und leiden sehr.“ Die Erreger der Ehrlichiose (auch „Zeckenfieber“ genannt) wurden bisher nur bei Zecken in tropischen oder subtropischen Gebieten nachgewiesen. „An der Anaplasmose hingegen kann sich der Hund auch in Deutschland infizieren.“

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Symptome erkennen
Allianz - Hund kratzt sich mit der Pfote am Ohr

Nicht jede Krankheit ruft auffällige Symptome hervor. Gerade bei Leiden, die erst sehr spät Beschwerden verursachen, kann dies fatal enden. Daher sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen auch in jungen Hundejahren extrem wichtig. Die Expertin rät anfangs zu einem Termin pro Jahr – ab einem Alter von sechs Jahren zu zweien.

Juckreiz

Flöhe oder Milben beim Hund erkennen Sie am Juckreiz. Ihr Hund wird sich beißen, kratzen oder am Boden oder Gegenständen reiben. Die Plagegeister sind zwar klein, aber dennoch mit bloßem Auge zu erkennen. Bürsten Sie Ihren Hund mit einem Floh- oder Läusekamm, dann bleiben die Parasiten darin hängen. Bei Zecken können die Symptome je nach Krankheit extremer ausfallen. So leiden die Tiere oft unter Appetitlosigkeit, Erschöpfung, Fieber oder Gewichtsverlust.

Magen-Darm-Beschwerden

Viele Erkrankungen äußern sich durch Magen-Darm-Beschwerden. So können bei Erbrechen oder Durchfall Hund und Hündin nur etwas Schlechtes gegessen haben oder aber unter einer ernsten Erkrankung leiden. Nehmen Sie solche Symptome also ernst und beobachten Sie das Verhalten und Befinden Ihres Vierbeiners genau. Tritt ein Symptom nur einmalig auf, ist es vermutlich nichts Weltbewegendes. Wiederholt es sich, sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

Krankheiten, die zwar selten auftreten, aber böse enden können, weisen manchmal ganz unterschiedliche Symptome auf. So können auch Krebs, Tumore oder die tödliche Leishmaniose Hund und Hündin bereits schwer befallen haben, ohne dass Sie etwas merken. Erkrankungen dieser Art kann der Tierarzt aber meistens bei den Vorsorgeuntersuchungen frühzeitig erkennen und behandeln.

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Prävention

Gesundheitstipps

Die häufigsten Leiden Ihres Vierbeiners sind keine speziellen Hundekrankheiten. „Somit können Sie die Gesundheitstipps (nicht die Medikamente!), die für den Menschen gelten, eigentlich auch auf Ihren Hund übertragen“, so die Tiermedizinerin:

  • viel Bewegung
  • ausgewogenes, gesundes Essen
  • frische Luft
  • Sauberkeit und regelmäßige Fellpflege

Spezielle Hundekrankheiten können Sie mit entsprechenden Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt vorbeugen. So hilft auch eine regelmäßige Wurmkur Hund und Hündin vor Parasiten zu schützen.

Vorsicht vor Tierheilpraktikern

Es gibt zwar auch Homöopathie für Hunde, allerdings muss man hier im Einzelfall abwägen, wie effektiv sie ist. Suchen Sie in jedem Fall zuerst einen Tierarzt auf, um eine passende Behandlungsmethode zu finden. Eine gewisse Vorsicht sollte bei sogenannten Tierheilpraktikern gelten: „Heilpraktiker sind in der Tiermedizin nicht wie in der Humanmedizin zwingend gut ausgebildet. Heilpraktiker für den Menschen müssen sich einer staatlichen Prüfung unterziehen. Tierheilpraktiker kann sich hingegen fast jeder nennen“, so die Veterinärin. Prüfen Sie also vorab, welche Referenzen Ihr Experte aufweist oder gehen Sie zu einem niedergelassenen Tierarzt oder in eine Tierklinik.

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Krankheitsanfällige Hunde
Allianz - Kranker Hund mit Halskrause

„Dackellähme“, ein Synonym für einen Bandscheibenvorfall, ist oft das erste mit einer Hunderasse verbundene Leiden, das einem einfällt. Dass Dackel deswegen besonders krankheitsanfällig seien, ist jedoch ein Irrtum. Dr. Posthoff hat selbst früher Dackel gezüchtet und kennt sich mit dem Thema aus: „Dackellähme betrifft vor allem kurzbeinige Hunde, die proportional gesehen einen längeren Rücken haben, das stimmt. Allerdings heißt das nicht, dass überdurchschnittlich viele Dackel daran erkranken. Ich habe über die Jahre nicht mehr Dackel als andere Rassen mit der Krankheit gesehen.“

Natürlich verlangen Hunderassen mit langem Fell, Schlappohren oder Haaren im Gesicht, die über die Augen hängen, mehr Pflege und regelmäßige Überprüfungen auf Hautentzündungen oder Parasiten. Aber Hauterkrankungen oder Parasiten können ohne regelmäßige Vorsorge und Fellpflege Hund oder Hündin befallen.

Was viel wichtiger ist, ist die Züchtung der Hunde und die Hundehaltung. Denn Hunde werden nicht selten als Accessoire angesehen, was zu regelrechten Haustiertrends führt. So entstehen Mode-(Über)züchtungen, die viel anfälliger für Krankheiten sind: „Solche unseriösen Züchter nennen wir eigentlich nur ‚Vermehrer‘. Denn sie nehmen keinerlei Rücksicht auf gesundheitliche Aspekte, sondern versuchen nur an den Welpen möglichst viel Geld zu verdienen“, erklärt die Tiermedizinerin. „Ich habe nach jeder Modewelle einen signifikanten Anstieg der Tierarztbesuche der jeweiligen Rasse in meiner Praxis beobachtet.“

Nehmen Sie also Abstand vor unseriösen Züchtern und legen Sie Wert auf eine ordentlich dokumentierte Herkunft sowie Impf- und Wurmpass. Der Preis bei guten Züchtern mag manchmal höher sein. Dafür ersparen Sie sich womöglich im Nachhinein hohe Tierarztkosten und – was noch viel wichtiger ist – Ihrem Hund eventuelle Qualen und Leiden.

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