- Sie lesen einen allgemeinen Ratgeber zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung. Erfahren Sie, warum eine BU-Versicherung auch für Krankenschwestern, Krankenpfleger und andere Pflegekräfte sinnvoll sein kann.
- Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sichert Sie für den Fall einer Berufsunfähigkeit finanziell ab. Sie gehört auch für Pflegekräfte wie Krankenschwestern, Kranken- oder Altenpfleger:in zu den wichtigsten Versicherungen.
- Aufgrund ihrer körperlich und seelisch belastenden Tätigkeit haben Pflegekräfte ein höheres Risiko, berufsunfähig zu werden. Deswegen ist es für diese Berufsgruppen besonders wichtig, frühzeitig für den Fall der Berufsunfähigkeit vorzusorgen.
- Welche BU-Beiträge Sie z.B. als Kranken- oder Altenpfleger:in zahlen, hängt von individuellen Faktoren ab. In die Beitragsberechnung fließen unter anderem Kriterien wie Alter, Gesundheitszustand, häufig auch der Raucherstatus sowie die Höhe der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente ein.
Berufsunfähigkeitsversicherung für Krankenschwestern und Krankenpfleger
BU für Pflegekräfte kurz erklärt
Was leistet eine BU-Versicherung für Krankenschwestern und Krankenpfleger?
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bietet nicht zuletzt auch Krankenschwestern und Krankenpflegern Schutz vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit. Sie dient als finanzielle Absicherung für den Fall, dass sie Ihren Pflegeberuf nicht weiter ausüben können. Ob die Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall entsteht, macht für die BU-Versicherung keinen Unterschied.
Kommt es zur Berufsunfähigkeit gemäß den Versicherungsbedingungen, erhalten Krankenschwestern, Kranken-, Altenpfleger:innen und Co. die vertraglich vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente. Zudem befreit Sie der BU-Versicherer von den monatlichen Beitragszahlungen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt somit auch für Pflegekräfte zu den wichtigsten Versicherungen.
Berufsunfähigkeitsversicherung in der Pflege: Wer kann sie abschließen?
Die private BU-Versicherung richtet sich unter anderem an Berufstätige in Gesundheits- und Pflegeberufen. Die offizielle Bezeichnung für Personen, die seit 2020 die neue, generalistische Pflegeausbildung gemacht haben, lautet Pflegefachfrau, Pflegefachmann bzw. Pflegefachkraft. Zu dieser Berufsgruppe gehören unter anderem:
- Krankenschwestern und Krankenpfleger in Krankenhäusern und Kliniken
- Pflegerinnen und Pfleger in Pflegeheimen
- Altenpflegefachkräfte
- Altenpflegehelferinnen und -helfer
In Pflegeberufen kann alternativ eine Grundfähigkeitsversicherung die richtige Wahl sein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Form der Arbeitskraftsicherung für Sie passend ist, sollten Sie sich beraten lassen.
Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Pflegekräfte sinnvoll?
1. Pflegekräfte haben ein erhöhtes Berufsunfähigkeitsrisiko
Im Vergleich zu anderen Berufen sind Pflegekräfte öfter gesundheitlichen Risiken durch körperliche Überlastung oder Infektionskrankheiten ausgesetzt. Kurz gesagt: Sie werden statistisch gesehen häufiger berufsunfähig. Gründe für das erhöhte BU-Risiko sind demnach unter anderem:
- Viele Kranken- und Altenpfleger:innen klagen über Rücken- und Gelenkbeschwerden. Auslöser sind unter anderem das häufige Heben und Umbetten von Patientinnen und Patienten.
- Hauterkrankungen kommen bei Kranken- und Altenpfleger:innen häufiger vor, weil sie strenge Hygienevorschriften einhalten und ständig mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in Kontakt kommen.
- Für Pflegefachkräfte besteht ein höheres Ansteckungsrisiko mit Infektionskrankheiten. Denn in Kliniken und Pflegeheimen haben sie permanent Kontakt mit Kranken und Pflegebedürftigen.
- Arbeiten unter Zeitdruck, Dauerstress und Schichtdienst haben oft psychische Auswirkungen. Unter Umständen führen sie zu Burnout oder Depression.
- Pflegekräfte in der Altenpflege sind zusätzlich mit emotional belastenden Themen wie Einsamkeit, Leid und Tod konfrontiert.
- Mitarbeiter in Kranken- und Pflegehäusern haben meist weniger Zeit und Möglichkeiten, um diese Risikofaktoren auszugleichen – zum Beispiel durch regelmäßigen Sport oder Erholungspausen am Arbeitsplatz.
2. Gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht meist nicht aus
3. Berufsunfähigkeit kann jeden treffen
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Krankenschwestern und Krankenpfleger?
Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung sind nicht für alle Pflegekräfte gleich. Die Beitragshöhe hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. In die Beitragsberechnung fließen unter anderem folgende Kriterien ein:
- Berufsgruppe (Risikogruppe): Das statistische Risiko einer Berufsunfähigkeit ist nicht in jedem Beruf gleich hoch. Einige Berufsgruppen sind besonders gefährdet, andere weniger. Krankenschwestern und -pfleger haben in der Regel ein höheres BU-Risiko. Dadurch fallen die BU-Beiträge für sie häufig höher aus als zum Beispiel für Psychotherapeuten, Psychotherapeutinnen oder Ärzte und Ärztinnen.
- Alter: Junge Pflegerinnen und Pfleger haben normalerweise ein geringeres Risiko, berufsunfähig zu werden, als ihre älteren Kollegen. Deswegen sind die Beiträge vieler BU-Versicherungen für jüngere Antragsteller:innen oftmals günstiger. Es ist daher meist ratsam, eine BU-Versicherung so früh wie möglich abzuschließen – zum Beispiel bereits als Azubi.
- Versicherungsdauer: Wenn Sie eine lange Vertragslaufzeit vereinbaren, ist die monatliche Beitragsprämie meist entsprechend höher. Nichtsdestotrotz sollten Sie eine Vertragsdauer wählen, die Sie bis zum Eintritt in die Altersrente (67. Lebensjahr) absichert.
- Höhe der BU-Rente: Möchten Sie im Leistungsfall eine hohe Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt bekommen, zahlen Sie vorab auch höhere Beiträge an Ihren BU-Versicherer. Und umgekehrt: Für eine niedrige BU-Rente zahlen Sie günstigere Monatsbeiträge.
- Gesundheitsfragen: Um Ihre monatlichen Beiträge individuell zu berechnen, fragen Berufsunfähigkeitsversicherer nach Ihrem aktuellen Gesundheitszustand sowie der sonstigen Risikosituation, wie z.B. ob Sie rauchen. Der Grund: Bei bestimmten Vorerkrankungen fällt üblicherweise ein Risikozuschlag an, der den Beitragssatz erhöht. Grundsätzlich gilt: Jüngere Menschen haben in der Regel weniger Vorerkrankungen. Ihre Chancen, eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Zuschläge oder Leistungsausschlüsse abzuschließen, sind deswegen häufig besser als bei älteren Menschen. Nichtraucher:innen profitieren in der Regel von günstigeren Beiträgen.
Worauf sollten Pflegekräfte bei der BU-Versicherung achten?
Infektionsschutzklausel (Infektionsklausel)
Abstrakte Verweisung
Beitragsdynamik
Nachversicherungsgarantie
Höhe der Berufsunfähigkeitsrente
Vertragslaufzeit
Gesundheitsprüfung